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NiceOne92

Fernabitur ja oder nein?

Empfohlene Beiträge

Hallo NiceOne92,

dein letzter Beitrag liest sich für mich ein wenig nach "ich weiß nicht, wohin ich will - aber ich weiß, dass ich hier weg will".

Und zwischen selbstständig sein und Beamter werden liegen meiner Meinung nach Welten. Und selbstständig machen und das dann "für immer" machen, ist auch nicht so gesichert und einfach.

Bevor du die Abi-Vorbereitung oder irgendeine andere Weiterbildung würde ich dir sehr empfehlen, zunächst genauer zu überlegen, wo du hin willst und dann einen Plan zu erstellen, wie du dieses Ziel erreichst. Sonst hast du möglicherweise viel Zeit, Geld und Nerven investiert, und kommst doch nicht dahin, wo du eigentlich hin möchtest.

Evtl. könnte es sich auch lohnen, dafür etwas Geld in ein profesionelles Coaching zu investieren.

Wie alt bist du eigentlich? Wäre eine weitere Ausbildung (im kufmännischen) evtl. auch eine Option? - Und warum möchtest du vom Technischen ganz weg? - Muss ja nicht in deinem jetzigen Job und im Schichtbetrieb sein, aber interessiert dich prinzipiell der technische Bereich nicht mehr (was waren seinerzeit die Gründe bei dir, dich dafür zu entscheiden?) oder sind es eher die Rahmenbedingungen wie Schichtarbeit und unsichere Jobs, die dich stören?

Viele Grüße

Markus

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Hallo,

wirklich eine sehr harte Diskussion und Entscheidung.

Neben 4 Schichten ein Abi zu machen ist sicher nicht ganz ohne, aber durchaus machbar.

Allerdings bin ich auch der Meinung das es eine einfacheren Weg geben müsste.

Hast du schon mal darüber nachgedacht einfach firmenintern in einen anderen (womöglich verwandten) Bereich zu wechseln? Oder du bewirbst dich in einer anderen Firma die bildungstechnisch von sich aus mehr Perspektiven bietet. Oftmals werden solche Weiterbildungen auch finanziert und de AG kann dich für die Zeit freistellen. Die Option wäre sicherlich optimal für dich.

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Ich habe die Hochschulreife auch durch ein Fernstudium bei der SGD erlangt und hoffe, dass ich mit meiner Schilderung Leuten in ihrer Entscheidung helfen kann

Im Jahre 2010 hab ich die Prüfungen in Darmstadt gehabt und zuvor habe ich mich 2 Jahre auf diese Prüfungen vorbereitet.

Obgleich ich als junger Mann mit 20 Jahren dort startete, empfand ich es als äusserst hart und schwierig. Es war eine neue Erfahrung, die grünen und trockenen Heftchen gründlich zu lesen und die Aufgaben zu bearbeiten. Es war sehr monoton und ich hatte keinen Ansprechpartner bei Problemen und Fragen. Falls ich Fragen hatte, hatte ich die Möglichkeit meine Lehrer zu kontaktieren. Doch die Antworten dauerten im Schnitt mehrere Wochen und es war ungewohnt, da diese nicht vor mir standen.

Ich muss sagen, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin und die Heftchen anfangs sehr schnell bearbeitet habe. Doch erste Probleme ergaben sich in den Fächern Mathematik, Geographie oder Chemie. Viele komplexe Sachverhalte kann man nicht einfach mal googeln oder irgendwo nachlesen. Das war eine harte Nuss .Viele der Mitstudenten, die zeitgleich mit mir starteten, gaben nach und nach auf. Da sie im ganzen Land verteilt waren, war ein persönliches Treffen leider nicht möglich.

Doch ich habe durchgehalten und ich stand kurz vor der Prüfung.

Ich hatte ganz zu Anfang eine komplette Liste mit den ganzen Heften erhalten und ich habe nach und nach die bearbeiteten Hefte weggestrichen. Doch überraschend erhielt ich wenige Wochen vor der Anmeldung zur Prüfung ein Paket mit unzähligen Heften. Wie ich feststellte, waren es Hefte mit Änderungen zur neuen Studienordnung. Vor allem in Mathematik kamen zusätzliche Themen dazu.

Mit viel Fleiss und Ehrgeiz schaffte ich es bis zum Tage der ersten Prüfung. Dabei traf ich auf viele Studenten. Mit 20 von ihnen nahm ich Kontakt auf und wir schrieben uns Mails und sprachen über unsere Erfahrungen.

Am letzten Tage der Prüfung standen bei mir 2 mündliche Prüfungen an und auch diese konnte ich bestehen.

Es war hart und ich war froh, dass ich bestanden hatte. Doch leider musste ich feststellen, dass von den 20 Mitstudenten viele scheiterten. Dies lag vor allem daran, dass einige von ihnen in der mündlichen Prüfung in Englisch komplett durchfielen und dadurch 0 Punkte bekamen.

Andere Problemfächer waren Chemie oder Mathematik.

Auffällig hierbei war die Tatsache, dass diese Studenten eigentlich sonst recht gut abschnitten, aber durch die 0 Punkte in jeweils einem Fach aus dem Rennen waren.

Es war für mich im Nachhinein eine sehr wertvolle Erfahrung. Jedoch braucht man viel Disziplin, eine autodidaktische Vorgehensweise und ein Gespür für komplexe Sachverhalte. Zusätzlich erschwert eine Vollzeitbeschäftigung das Absolvieren eines Fernabiturs. Man muss aber auch bedenken, dass ein Fernabitur-Kurs im Schnitt 4,500 Euro kostet. Als ich das Abitur gemacht habe, musste monatlich ein Betrag von 130 Euro über 37 Monate überwiesen werden.

Nicht inbegriffen sind dabei die Gebühr zur Prüfung (250 Euro) und die Kosten von Seminaren, die zwar nicht obligatorisch sind, dennoch empfohlen werden.

Die meisten Studenten kommen aber auch mit dem Material nicht zurecht und müssen auf alternative Literatur und Ratgeber (wie etwa auf die STARK-Bücher) zurückgreifen, die in Bibliotheken meist ausgeliehen sind.

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