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Dulsao

AG finanziert Fernstudium - Konditionen

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Guten Morgen,

ich bin schon seit einigen Wochen am Suchen und versuche, mir Informationen einzuholen. Irgendwie komm ich jedoch nicht sonderlich weit mit den Suchmaschinen. Ich hoffe, hier kann mir vielleicht jemand weiterhelfen.

Ich arbeite seit dreieinhalb Jahren in einer vom Arbeitsfeld sozial ausgerichteten Firma. Im Juli diesen Jahres habe ich in der Hoffnung auf Aufstiegschancen die Abteilung gewechselt. Tatsächlich kam meine neue direkte Vorgesetzte im September dann auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich ein Fernstudium machen möchte. In einem Weiterbildungsinstitut seien noch Nachrückplätze für einen Fernstudiengang zu haben. Ich war natürlich sofort begeistert und meine Vorgesetzte meinte, sie würde mich in jedem Fall unterstützen. Die Qualifikation lohnt sich vor allem auch für die Firma.

Da alles sehr schnell gehen musste, entschied ich mich auch sehr schnell nach einem seeehr kurzen Gespräch mit Geschäftsführung und Vorgesetzter wo es hieß: "Wenn Sie das machen möchten, dann unterstützen wir Sie!" Ich bewarb mich und vertraute, möglicherweise recht blauäugig, weiter auf die Ansage meiner Vorgesetzten: "Wir unterstützen dich in jeglicher Hinsicht, das Finanzielle verhandeln wir noch. Vielleicht musst du dann ein Viertel selbst zahlen..." Das war für mich völlig in Ordnung. Kosten des gesamten Studiums: 8000 Euro.

Innerhalb einer Woche hatte ich die Zusage. Genauere Konditionen mit der Geschäftsführung wurden erst danach verhandelt, da Urlaubszeiten etc. von deren Seite dazwischen lagen. Wie es halt immer so ist.

Im Endeffekt hieß es dann, es werden die vollen Studienkosten übernommen. Ich hab mich wahnsinnig gefreut! Leider meinte dann meine Vorgesetzte, ich müsse aber für die Präsenzwochen (ca. 4 Wochen im Jahr) meinen Urlaub nehmen. Insgesamt habe fünf Wochen Urlaub im Jahr...

Erst auf meine weitere Nachfrage wurde schließlich ein Weiterbildungsvertrag aufgesetzt. Darin stand eben, Vollfinanzierung durch den AG, Präsenzwochen in der Urlaubszeit (Bildungsurlaub, 10 Tage in zwei Jahren wird gewährt) und Verpflichtung auf 5 Jahre nach dem Studium (Dauer des Fernstudiums 2 1/2 Jahre) beim AG.

Jetzt frage ich mich, ob das so überhaupt im Zweifel bestehen würde. Dabei stört mich vor allem, dass ich so gut wie meinen gesamten Erholungsurlaub für ein Studium aufbringen muss, dass der Arbeitgeber vorgeschlagen hat und finanziert. Zudem musste ich mich ja auch noch auf insgesamt 7 1/2 Jahre verpflichten. Unter den Umständen 2 1/2 Jahre mit Prüfungen und Internetseminaren kaum Urlaub zu haben, finde ich enorm hart.

Ist das überhaupt rechtens?

Vielen Dank schon einmal für Antworten!

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Glückspilz:) Ich finde es großartig, dass deine Firma dich unterstützt.

Rechtens hin oder her, die meisten Fernstudierenden stemmen ein Studium nebenher in Eigenregie, opfern ihren gesamten Urlaub und tragen zudem alle Kosten selbst. Dass dein AG bei Übernahme der vollen Kosten auch sicher gehen will, dass du ihnen als qualifizierte Kraft auch nach dem Studium zur Verfügung stehen wirst, und dich dann nicht woanders bewirbst, finde ich persönlich verständlich. 5 Jahre halte ich auch für angemessen.

Sieh es als Investition für DICH. Oder wenn du dir unsicher bist, dann verzichte auf Unterstützung durch deinen AG und mache es in Eigenregie, dann bist Du nicht gebunden an die verpflichtenden 5 Jahre. Oder lass es ganz, dann findet deine Firma womöglich einen Anderen, der dir dann vor die Nase gesetzt wird, oder Du verhandelst noch einmal.

Grundsätzlich halte ich das für einen guten deal. :)

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Hallo,

schau' mal hier unter Punkt 2 nach, da wirst Du sehen, dass die 5 Jahre i.A. als "angemessen" angesehen werden.

Hast Du auch daran gedacht zu regeln was passiert, falls Du das Studium nicht schaffst bzw. vorzeitig abbrichst? Das ist m.E. nach auch sehr wichtig, da ja dem AG ein finanzieller Schaden entsteht. Nicht dass das Arbeitsverhältnis dadurch Schaden nimmt.

Zu den restlichen Punkten: willkommen und Club, die meisten hier wissen glaub' nicht mehr ganz genau, was Urlaub und überschwengliche Freizeit-Ausschweifungen sind ;).

Grüße und schöne Feiertage,

DA

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Das sind recht übliche Konditionen. Immerhin bekommst du auch deine 5 Tage Bildungsurlaub im Jahr, damit hast du schon mal eine Urlaubswoche gespart.

Habt ihr auch über Dinge wie Lernen in der Arbeitszeit gesprochen oder prüfungsvorbereitende Freistellungen?

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Hallo,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Und Bildungsurlaub sehe ich als Luxus - bei uns in Ba-Wü gibt´s keinen!

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Also, ich persönlich hätte halt bei solch einer Koppelung Übernahme Weiterbildungskosten gegen Bindung an den AG leichte Bauchschmerzen.

Wenn ich mich komplett wohlfühle, und genau weiß, da gehe ich in den kommenden Jahren nicht weg, dann passt es.

Wäre denn eine Option, den AG zu fragen, ob er Dir in Höhe der Weiterbildung nicht ein AG- Darlehen gibt? Vertraglich fixiert, mit Zins und Rate.

Und, vertraglich eben auch fixiert, dass bei Ausscheiden aus dem Unternehmen der noch offene Betrag binnen einer bestimmten Frist fällig wird.

Dass Du Bildungsurlaub bekommst, empfinde ich persönlich auch als "Luxus".

Was hat Dich denn so begeistert gleich zusagen lassen? Der Studiengang an sich? Die Chance auf Aufsteig im Unternehmen?

Wenn es das Letztere wäre, könnte es Dir ja im Grunde genommen egal sein, nch 2,5 Jahre im Unternehmen bleiben zu müssen.

Oder, würdest Du schon mit Eintritt ins Studium eine bessere Stelle bekommen? Was ja auch nicht ohne wäre...quasi Vorschlusslorbeeren auf noch nicht Geleistetes.

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Insgesamt finde ich das Angebot des Arbeitgebers fair - wobei mir die Bindungsfrist von fünf Jahren als sehr lang erscheint. Ist diese zumindest gestaffelt, so dass du je länger du dabei bleibst, desto weniger zurück zahlen musst?

Dass du es als heftig empfindest, künftig nur noch wenig Urlaub übrig zu behalten kann ich nachvollziehen. Wobei ja durch die Kombination mit dem Bildungsurlaub noch etwas mehr übrig bleibt, um auch mal weg fahren zu können. Kannst du evtl. auch durch Überstunden weitere freie Tage ansammeln? Oder besteht die Möglichkeit, dass du unbezahlten Urlaub nimmst? - Du wärst ja sogar bereit gewesen, 25 Prozent der Kosten selbst zu übernehmen, so dass der Einkommensverlust für ein paar Urlaubstage dann vermutlich nicht so sehr ins Gewicht fallen dürfte.

Was ich mich auch frage ist, ob ein Fernstudium überhaupt das ist, was zu dir passt. Hättest du dir auch vorstellen können, aus eigenem Antrieb heraus ein Fernstudium zu beginnen, oder hättest du dich dann eher für eine andere Weiterbildungsform entschieden?

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