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nameless91

Psychologie Studium inkl. klinischer Psychologie mit B.A. in Pädagogik

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Hallo,

vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen ... kurze Schilderung der Situation:

Ich habe 2003 Abitur (2,5) und danach einen Bachelor Of Arts in Erziehungswissenschaft (bzw. Pädagogik) 2011 an der Uni Hamburg gemacht, Abschlussnote 1,45.

Schon während des Studiums hat mir eigentlich mein Nebenfach (Psychologie) besser gefallen als mein Hauptstudium, habe aber wie gesagt dennoch beendet. Ich arbeite nun seit ca. 3 Jahren mit psychisch erkrankten Erwachsenen, möchte sehr ungern wieder an eine Präsenzuni und könnte mir daher gut vorstellen, ein Psychologie-Fernstudium zu beginnen.

Daher hätte ich folgende Fragen:

1. Die Möglichkeit mit einem Bachelor in Erziehungswissenschaft/Pädagogik anschließend einen Master in Psychologie zu machen scheint es meines Wissens nicht (mehr) zu geben (vormals Pädagogische Psychologie in Hildesheim?) ... falls irgendeine Uni dies anbieten würde, könnte ich mir auch vorstellen nochmals an eine Präsenzuni zu gehen, wären ja nur 2 Jahre dann. Ich glaube aber, da gibt es nichts, oder?

2. Also bliebe nur: nochmal ganz neu anfangen und im Bachelor Psychologie beginnen. Dann aber wirklich nur Fernstudium ... nach etwas Recherche scheint ja die FernUniversität Hagen zwar einen B.Sc. in Psychologie anzubieten, aber ja ohne den Fachbereich "Klinische Psychologie". Ich wage momentan zwar zu bezweifeln, dass ich nach einem möglichen Master noch eine Psychotherapeuten-Ausbildung beginnen würde, aber zum einen halte ich den klinischen Teil viel relativ wichtig und interessant, zum anderen sage ich mir auch: Sag niemals nie.

Ist es daher richtig, dass momentan (bzw. voraussichtlich ab April 2014) nur die PFH Göttingen ein Fernstudium in Psychologie mit Klinischer Psychologie anbietet?

3. Falls ja, wäre das natürlich eine tolle Option mit der PFH. Nur: Weshalb steht auf deren Seite "Der Abschluss des Masters of Science Psychologie bildet keine Zugangsvoraussetzung für die Psychotherapeuten-Ausbildung." Steht dem (noch?) der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) im Wege? Welche Rolle spielt hier das niedersächsische Wissenschaftsministerium bzgl. der Genehmigung dieses Studienganges?

4. Sollte es sich hier um ein Art "vollwertiges Psychologie-Studium" handeln (also mit der Möglichkeit später auch im Bereich der klinischen Psychologie zu arbeiten), würden bereits erbrachte Leistungen aus meinem Nebenfach Psychologie (45 Leistungspunkte inkl. Versuchspersonenstunden) angerechnet? Die FernUni Hagen z.B. tut dies ja laut Internet-Seite nicht.

5. Letzte Frage: Die Zulassungsvoraussetzung für ein Fernstudium in Psychologie an der PFH Göttingen wäre ja wahrscheinlich die Abiturnote, ggfs. mit Wartesemestern (?) ... bei einigen (Präsenz-)Universitäten kann man sich aber auch mit der Abschlussnote des letzten Hochschulabschlusses bewerben, also in meinem Fall mit dem Bachelor-Abschluss. Wäre das bei der PFH Göttingen möglich?

Vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen ... ich würde mich in jedem Fall sehr freuen! :)

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zu 3.: Soweit ich weiß, hängt das damit zusammen, dass die PFH eine Fachhochschule und keine Universität ist. Ich bin mir im Moment nicht ganz sicher, meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass die Zugangsvoraussetzung zur Psychotherapeuten-Ausbildung an einen Universitätsabschluss gekoppelt ist.

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Für mich ist noch unklar, was denn mit Abschluss passieren soll? Was ist das Berufsziel? Sozialpädagogen können den Kinder- und Jugendpsychotherapeuten machen. Das wäre vielleicht noch gut für Dich machbar. Vielleicht würde da ein Fernstudiengang in Sozialer Arbeit reichen.

Je nach Berufsziel kann es vielleicht auch ein Master in Klinischer Sozialarbeit sein, oder ein Master in Beratung und /oder Coaching. Gut zu wissen wäre aber, was man nachher damit machen will.

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Zu 1: Mir ist auch kein solches Angebot bekannt.

Zu 2: Korrekt. Und dort steht wohl immer noch die Genehmigung durch das Niedersächsische Wissenschaftsministerium aus.

Zu 3: Der Bachelor an der PFH wird klinische Psychologie enthalten - der Master jedoch nicht. Für das Ziel Psychotherapeut wäre also nach dem Bachelor ein Wechsel an einer andere (Präsenz-)Hochschule nötig.

Zu 4: Das wäre sicherlich eine Einzelfallprüfung. Ich denke aber, dass die Chancen bei inhaltlicher Übereinstimmung ganz gut stehen.

Zu 5: An der PFH ist geplant, einen Teil der Studienplätze über die Abiturnote und einen Teil über ein hochschulinternes Auswahlverfahren zu vergeben.

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Für mich ist noch unklar, was denn mit Abschluss passieren soll? Was ist das Berufsziel? Sozialpädagogen können den Kinder- und Jugendpsychotherapeuten machen. Das wäre vielleicht noch gut für Dich machbar. Vielleicht würde da ein Fernstudiengang in Sozialer Arbeit reichen.

Je nach Berufsziel kann es vielleicht auch ein Master in Klinischer Sozialarbeit sein, oder ein Master in Beratung und /oder Coaching. Gut zu wissen wäre aber, was man nachher damit machen will.

Meines Wissens können auch Pädagogen/Erziehungswissenschaftler den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut erlernen. Ich möchte allerdings gerne mit Erwachsenen arbeiten, daher scheidet das für mich aus.

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Zu 1: Mir ist auch kein solches Angebot bekannt.

Zu 2: Korrekt. Und dort steht wohl immer noch die Genehmigung durch das Niedersächsische Wissenschaftsministerium aus.

Zu 3: Der Bachelor an der PFH wird klinische Psychologie enthalten - der Master jedoch nicht. Für das Ziel Psychotherapeut wäre also nach dem Bachelor ein Wechsel an einer andere (Präsenz-)Hochschule nötig.

Zu 4: Das wäre sicherlich eine Einzelfallprüfung. Ich denke aber, dass die Chancen bei inhaltlicher Übereinstimmung ganz gut stehen.

Zu 5: An der PFH ist geplant, einen Teil der Studienplätze über die Abiturnote und einen Teil über ein hochschulinternes Auswahlverfahren zu vergeben.

Vielen Dank für Deine hilfreichen Antworten!

Verstehe ich es also richtig, dass der (voraussichtliche) Studiengang B.Sc. Psychologie an der PFH einem Psychologie-Studium an einer Präsenzuniversität exakt gleichgestellt ist und mich dazu berechtigen würde, einen klinisch ausgerichteten Master an einer Präsenzuniversität zu machen? Obwohl der Bachelor in diesem Fall an einer Fachhochschule und nicht an einer Universität erlangt wurde?

Gibt es hier Erkenntnisse, weshalb die Genehmigung durch das Niedersächsische Wissenschaftsministerium noch aussteht?

Weshalb bietet nur die PFH und nicht z.B. die FernUni Hagen einen B.Sc. in Psychologie mit klinischer Psychologie?

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Verstehe ich es also richtig, dass der (voraussichtliche) Studiengang B.Sc. Psychologie an der PFH einem Psychologie-Studium an einer Präsenzuniversität exakt gleichgestellt ist und mich dazu berechtigen würde, einen klinisch ausgerichteten Master an einer Präsenzuniversität zu machen?

So ist es wohl angedacht. Wie es dann in der Praxis aussieht, wird sich zeigen müssen, da ja jede Uni selbst festlegen kann, welche Zugangsvoraussetzungen für den Master gelten. Oft ist dies ein NC oder es wird ein Bachelor in Psychologie erwartet, der auch den Bereich klinische Psychologie abdeckt, wenn es ein Master mit klinischer Psychologie ist (was es zum Beispiel für Wechsler von der FernUni oft schwierig macht).

Ich kenne mich im Präsenzstudium-Angebot nicht im Detail aus - aber ich kenne bisher keine FH, die einen Bachelor in Psychologie mit klinischer Psychologie anbietet. Wenn dies zutrifft, fehlen hier bisher einfach auch noch Erfahrungswerte, was die Anerkennung angeht.

Für die PFH spricht vermutlich auch die Zusammenarbeit mit dem Hogrefe-Verlag, der ja im Bereich der (auch klinischen) Psychologie durchaus einen Namen hat.

Gibt es hier Erkenntnisse, weshalb die Genehmigung durch das Niedersächsische Wissenschaftsministerium noch aussteht?

Dazu ist mir nichts bekannt. Ich könnte lediglich spekulieren, dass man sich dort auch schwer tut, weil es Neuland ist und die Entscheidung entsprechende Auswirkungen hat.

Weshalb bietet nur die PFH und nicht z.B. die FernUni Hagen einen B.Sc. in Psychologie mit klinischer Psychologie?

Es gibt ja eh nicht viele Anbieter, die einen Fernstudiengang in Psychologie (also nicht Wirtschaftspsychologie etc.) anbieten. Mir sind nur die PFH und die FernUni Hagen bekannt. Und an der FernUni hat man sich bewusst für eine andere Ausrichtung entschieden. Vielleicht auch, weil klinische Psychologie eine besondere Herausforderung ist und (meine persönliche Meinung) auch eine intensivere individuelle Betreuung erfordert, als dies an der FernUni geleistet werden kann.

Noch ein Hinweis: Ich habe das Thema in das PFH-Forum verschoben, weil es doch primär um den Studiengang dort geht.

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Liebe Studieninteressierte,

zu zwei Themen im oben aufgeführten Dialog möchte ich gerne Stellung beziehen:

1. Die Genehmigung durch das Wissenschaftsministerium: Wir hoffen im Verlauf des Januars hier auf die Erteilung der Genehmigung, so dass wir wie geplant im April starten können.

2. Klinische Psychologie an einer FernUni: Wir haben bei der Konzeption unserer Studiengänge darauf geachtet, den Ansprüchen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und ihrer Richtlinien für B.Sc. und M.Sc.-Studiengänge zu entsprechen. Diese sehen für den Bachelor eine breite Ausrichtung, mit vier möglichen Anwendungsfächern vor. Dies beinhaltet natürlich auch die Klinische Psychologie. Da man Klinische Psychologie nicht nur aus "Büchern" lernen kann und hier noch mehr als in anderen Fächern psychologische Schlüsselqualifikationen wie z.B. Gesprächsführungstechniken notwendig sind, haben wir verpflichtende Präsenzveranstaltungen (ca. eine pro Semester) in unser Curriculum aufgenommen. In diesen Veranstaltungen werden vor allem die Themen gelehrt werden, die nur schwer durch reines Literaturstudium zu vermitteln sind.

Leider ist es tatsächlich so, dass bisher nur ein Master-Abschluss einer Universität zu einer Psychologischen Psychotherapie-Ausbildung für Erwachsene qualifiziert. Allerdings gibt es auch in diesem Bereich Bewegung. So ist im Reform-Prozess von Bologna eigentlich vorgesehen, dass alle Master-Abschlüsse als gleichwertig anzusehen sind. Hier unterschiedliche Arten von Hochschulen zu differenzieren sollte im weiteren Prozess überwunden werden. Weiter diskutieren die psychologsichen Hochschulverbände gerade einen Masterstudiengang in Psychologischer Psychotherapie. Hierfür wäre man mit unserem B.Sc.-Abschluss qualifiziert. Ob und wann diese Neuerungen tatsächlich umgesetzt werden und in welcher Form steht allerdings noch nicht fest, da diese Veränderungen auf vielen Ebenen in der Politik und in Berufsfachverbänden diskutiert werden.

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Erstmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten, sowohl an Markus Jung als auch Martina Ruhmland.

Das hört sich alles momentan natürlich ganz gut an ... hinsichtlich der Anerkennung von Vorleistungen und den generellen Zulassungsvoraussetzungen (z.B. auch die Möglichkeit sich mit einem Bachelor-Abschluss statt mit dem Abitur zu bewerben) sollte also vorerst nach abgewartet werden, bis die Genehmigung durch das Wissenschaftsministerium vorliegt? Oder kann man hier schon Einzelfälle prüfen lassen?

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Nur ein kleiner Einwurf, da ich die Beiträge nur überflogen habe:

Sofern es für dich doch eine Option wäre in die Kinder- und Jugendpsychotherapie zu gehen, gibt es an der Universität Kassel den Master "Klinische Psychologie und Psychotherapie". Mit deinem Abschluss und einer Aufnahmeprüfung könntest du dort beginnen.

"Zum Master-Studiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie kann nur zugelassen werden, wer

a) die Bachelorprüfung im Studiengang Psychologie oder im Studiengang Soziale Arbeit an der Universität Kassel bestanden hat oder

B) einen mindestens gleichwertigen Abschluss einer anderen Universität oder Fachhochschule oder einer gleichwertigen Hochschule im Ausland mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern besitzt.

Gleichwertige Studiengänge sind insbesondere

BSc Psychologie

BA Psychologie

BA Soziale Arbeit

BA Sozialpädagogik

BA Erziehungswissenschaft/en

BA Pädagogik

und

einen Studierfähigkeitstest (Aufnahmeklausur) bestanden hat."

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