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Mijam

Soziale Arbeit NUR berufsbegleitend?

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Hallo zusammen,

ich interessiere mich für ein Fernstudium der Sozialen Arbeit. Mein Abitur habe ich ganz normal gemacht und danach eine Ausbildung an einer Zirkusschule. In dem Metier bin ich dann auch hängen geblieben und halte mich jetzt hauptsächlich im Ausland auf. Jetzt ist es so dass ich fast überall geshen habe dass für das Fernstudium der Sozialen Arbeit Berufserfahrung notwendig ist. Die hab ich aber nicht, möchte aber eben UNBEDIGT dieses Studium machen.

Kennt irgendjemand eine Fernuni, wo die Berufserfahrung nicht obligatorisch ist oder sonst irgendeinen Ausweg?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten

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Also ich kenne das so nicht. Einzige Möglichkeit aus meiner Sicht wäre das Studium Bildungswissenschaften an der Fernuni Hagen. Nur kenn ich niemanden im Sozialen Bereich, der das gemacht hat.

Du musst Dir halt klar darüber sein, dass Soziale Arbeit immer Kontakt mit Menschen bedeutet. Wenn Du den so nicht hast, dann wird es schwierig, auch und insbesondere dann, wenn Du Dich nach dem Studium ohne diese Erfahrungen bewirbst. Ein berufspraktisches Studienjahr gehört einfach zum Studium. Manchmal werden Kinderbetreuungszeiten, Ehrenamt oder sowas als entsprechende Arbeit anerkannt. Vielleicht ist das eine Möglichkeit. Dennoch kommst Du wahrscheinlich um Präsenztermine innerhalb des Studiums nicht herum. Ach ja, das Studium der Sozialen Arbeit beinhaltet auch, dass man über einen gewissen Zeitraum von einem Sozialpädagogen etc. praktisch angeleitet wurde. Vorher bekommst Du die Anerkennungsurkunde nicht. Das ist mit einer der Gründe, warum Du eine entsprechende Arbeitsstelle benötigst.

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Ein berufspraktisches Studienjahr gehört einfach zum Studium. Manchmal werden Kinderbetreuungszeiten, Ehrenamt oder sowas als entsprechende Arbeit anerkannt. Vielleicht ist das eine Möglichkeit. Dennoch kommst Du wahrscheinlich um Präsenztermine innerhalb des Studiums nicht herum. Ach ja, das Studium der Sozialen Arbeit beinhaltet auch, dass man über einen gewissen Zeitraum von einem Sozialpädagogen etc. praktisch angeleitet wurde. Vorher bekommst Du die Anerkennungsurkunde nicht. Das ist mit einer der Gründe, warum Du eine entsprechende Arbeitsstelle benötigst.

Und das ist auch gut so!

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Dieser Meinung bin ich auch. Wenn man in den Blog von Lernhilfentk reinliest, wird einem rasch klar, dass es nicht möglich ist, die Themen, die sie studiert, ausschliesslich theoretisch per Fernstudium zu erlernen.

Wenn du gut Englisch kannst, hättest du die Möglichkeit, an The Open University einen Studiengang in dieser Richtung zu belegen. Konkret Sozial Arbeit gibt es dort aber nicht (wohl auch aus den erwähnten Gründen), aber z.B. Soziologie oder "Youth Studies" oder ähnliches.

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@KanzlerCoaching: Ich kenne das aus meinem Kurs, also das funktioniert meiner Meinung nach ein bisschen anders. Zumindest bei meinem Anbieter muss man vorher eine Ausbildung in dem Bereich gemacht haben, oder entsprechende langjährige Erfahrungen im Ehrenamt etc. nachweisen. Wenn man dann während des Studiums Kinder bekommt, ist das eben kein Problem. Ich kann nur von den Leuten sprechen, die ich kenne, die haben wirklich bis auf eine alle eine Ausbildung in dem Bereich, wurden also schon damals angeleitet. Dann jahrelange Berufserfahrung... da ist das relativ.

Was man bei einer Bewerbung auf einen Studienplatz vielleicht auch nicht vergessen sollte, dass Mijam sich mit solchen Leuten messen muss. Als ich damals angefangen hatte, hieß es, dass sich gut 400 Leute auf einen von 40 Plätzen bewerben. Da zählen dann nicht nur Noten, sondern eben Faktoren wie Berufserfahrung (als deutliches Plus) mit in die Entscheidung rein. Ich bin immer dafür, dass man es versuchen sollte, und sich nicht von einer Bewerbung abhalten lassen sollte. Dennoch, da wird gesiebt.

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Das hört sich ja schon ganz anders an. Danach genügt es ja nicht, ein oder zwei Kinder geboren und mehr oder weniger erzogen zu haben und das dann als einschlägige Berufspraxis zu definieren.

Das war nämlich meine Vorstellung, als ich das gelesen habe - und hab fast Schnappatmung bekommen!

;)

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Selbst wenn das so wäre, man darf das Studium da sicher nicht unterschätzen: Ich kenne eben jemanden, da ist eine langjährige Erfahrung aus Ehrenamt und als ungelernte Kraft vorhanden. Das ist so oder so kein Zuckerschlecken, wenn man so reinrutscht. Mir fällt das Studium sehr leicht, einfach weil ich die Grundlagen schon kenne. Besagte Person muss sich zu jedem neuen Inhalt die Grundlagen zusätzlich erarbeiten. Das ist unter anderem auch ein Zeitfaktor, sprich mehr Lernaufwand. Da braucht es dann einfach noch etwas mehr Disziplin und Durchhaltevermögen.

Vielleicht sollte ich das auch nochmal etwas aufdröseln, wo man überall eine Praxisstelle braucht. Da sieht man auch schnell, dass die Anerkennung von entsprechenden Leistungen auch nur auf bestimmte Module funktioniert.Ich brauche:

- eine allgemeine Berufstätigkeit in dem Bereich neben dem Studium (Vertrag muss eingereicht werden als Beweis)

- eine Stelle für das berufspraktische Studienjahr mit sozialpädagogischer Anleitung (BPS genannt)

- einen Platz für das Praxisprojekt (Projektmanagement gehört heute einfach dazu, außerdem zählt das als zweites BPS).

- zur Bewerbung auf das Studium eine Berufsausbildung im Bereich

- Berufserfahrung vor dem Studium.

Was je nach Hochschule mit alternativen Leistungen gehen kann bzw. könnte sind:

- Berufsausbildung + Berufserfahrung für die Bewerbung

- allgemeine Berufstätigkeit neben dem Studium

Wo es nicht geht:

- BPS

- Praxisprojekt

Da hier auch am Ende der Module Prüfungen stehen (einmal mündlich, einmal schriftlich), kommt man hier auch gar nicht mehr aus der Nummer raus.

Da ich die Vorbildung von Mijam nicht kenne, weiß ich nicht, was als Zeiten anerkannt werden würde. Das entscheidet letztlich ja die Hochschule.Was ich sagen kann, einfach wird es aus der Position so oder so nicht. Siehe Beispiel oben. Ich persönlich glaube auch, dass die Hochschule nur eine begrenzte Anzahl von Alternativen zulassen würde. Da ist sicher auch mal Schicht im Schacht.

Die meisten von uns haben die beiden BPS an derselben Stelle wie die Berufstätigkeit neben dem Studium. Daher ist das in der Umsetzung gar nicht so schwer für Leute wie mich. Wenn ich jedesmal erst die Stelle suchen müsste, oweia...

Wie Rumpelstilz schon andeutete, viele Prüfungen haben einen hohen Praxisbezug. Ich mach das natürlich auch, weil es mir entgegenkommt, manches könnte ich auch in der Theorie behandeln. Vieles aber auch einfach nicht. Die BPS alleine können es da auch nicht richten...

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"Ich finde es ja schon nicht in Ordnung, wenn Kinderbetreuungszeiten für eigene Kinder anerkannt werden."

Wieso soll das nicht in Ordnung sein ?

"Danach genügt es ja nicht, ein oder zwei Kinder geboren und mehr oder weniger erzogen zu haben und das dann als einschlägige Berufspraxis zu definieren."

Gegenfrage: Wenn man nach einer Ausbildung zur Bürokauffrau, z. B. als Sekretärin anfängt und nur Dokumente abheftet, Reisen bucht, Gäste empfängt, Kaffee kocht wäre das für Sie eine einschlägige Berufspraxis die für ein Studium qualifiziert ?

Wie soll generell eine duale Ausbildung und Berufserfahrung für ein Studium qualifizieren, da man nicht immer schon vor dem Studium auf einer vom Wissen her anspruchsvollen Stelle arbeitet und sich das theoretische Wissen in der Praxis meist nur gering erweitert.

Bei der Berufspraxis für die Studienberechtigung wird nur die Dauer und nicht die Qualität der Berufspraxis beurteilt.

Wo sollte man bzgl. der Qualität der Berufspraxis denn einen Strich ziehen ? (Welche Praxis qualifiziert und welche nicht ?)

Sie ziehen ihn scheinbar dort, wo Tätigkeiten nichts mit Dritten zu tun haben ("...Kinderbetreuungszeiten für eigene Kinder...")

Bearbeitet von checker

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@checker: Kannst du bitte bei deinen Zitaten deutlich machen, wen du da jeweils zitierst - insbesondere wenn es sich dabei nicht um den direkt vorhergehenden Beitrag handelt? - Am Besten eignet sich dafür die Zitierfunktion des Forums, denn diese fügt die notwendigen Angaben und sogar einen Link zu dem Beitrag automatisch ein. Außerdem werden die Zitate deutlich als solche formatiert, was die Lesbarkeit erleichtert.

Hier musste ich jetzt echt suchen.

"Ich finde es ja schon nicht in Ordnung, wenn Kinderbetreuungszeiten für eigene Kinder anerkannt werden."

Zitat von KanzlerCoaching

"Danach genügt es ja nicht, ein oder zwei Kinder geboren und mehr oder weniger erzogen zu haben und das dann als einschlägige Berufspraxis zu definieren."

Ebenfalls Zitat von KanzlerCoaching, aber aus einem anderen Beitrag.

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