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gomez

BWL Master für Nicht-Ökonomen

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Ich sehe das nicht ganz so kritisch. Weiterbildungsstudiengänge dieser Art sind weit verbreitet und da brauchen wir den klassischen MBA gar nicht erst bemühen. Selbst Studiengänge wie die der WINGS oder der FOM stehen zum Teil fachfremden Erststudenten offen, wenn die Berufserfahrung stimmt. Hagen mit dem "M.Sc. in Management" oder die TU Kaiserslautern mit dem "M.A. Ökonomie & Management" führen auf dem Zeugnis keinen Zusatz, aber ein geübter Blick in das Zeugnis und die Bewerbung macht deutlich, dass es sich hier nicht um ein Aufbaustudium handelt. Von daher wird im Grunde in diesem Studiengang evtl. nur das hingeschrieben, was bei den anderen ebenfalls der Fall ist. Warum allerdings, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich deswegen, um den BWL-Master genauer zu unterscheiden, da die Akad/WHL-Lahr zumindest nach aktueller Internetpräsenz keinen Vertiefungsstudiengang BWL/Master anbietet (für WiWi). Ich hätte ihn schlicht anders genannt, bspw. Management, aber ich gehe davon aus, dass hier absichtlich eine andere Richtung als Alleinstellungsmerkmal gewählt werden sollte.

Letztlich sollte einem informierten Leser des Zeugnisses aber klar sein, dass es sich um einen Studiengang wie viele andere handelt. Aber wie gesagt - zu Recht die Frage: Wie informiert ist der Leser wirklich?

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@Markus Jung: Natürlich ergibt sich das aus dem Lebenslauf, nur bin ich mir auch sicher dass sehr viele Personaler da nicht explizit drauf achten bzw. Ihnen diesen Unterschied nicht "bewusst" ist, für viele ist wahrscheinlich ein Master BWL = Master BWL und nichts anderes.

Deshalb finde ich dass ein Master Betriebswirtschaftslehre in der genauen Bezeichnung schon aus Wettbewerbsgründen klar differenziert erkennbar sein muss, im Notfall auch auf dem Zeugnis!

@aquila genau eben das sehe ich anders, denn M.A Ökonomie & Management oder den Management Master in Hagen ist eben nicht genau dasselbe wie ein Master Betriebswirtschaftslehre!

Es sind betriebswirtschaftliche Management Studiengänge auf Master Niveau, aber M.A BWL finde ich sollte schon in gewisserweise geschützt sein und klar zu unterscheiden.

Denn nicht umsonst gibt es üblicherweise bestimmte Zugangsvoraussetzungen an sämtlichen Hochschulen für den Studiengang Master BWL.

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Letztlich sollte einem informierten Leser des Zeugnisses aber klar sein, dass es sich um einen Studiengang wie viele andere handelt. Aber wie gesagt - zu Recht die Frage: Wie informiert ist der Leser wirklich?

Völlig zu Recht, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Mit einem Magister-Abschluss führe ich auch das "M.A." in meinem Lebenslauf und durfte mir im Vorstellungsgespräch die Frage anhören "Wie kein Master? Wir dachten, M.A. wäre ein Master"...gut wer lesen kann ist im Vorteil und dasjenige Unternehmen hinterließ bei mir auch gleich keinen guten Eindruck. Aber dumm ist solch eine Situation schon;)

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Ich habe per Email bei der AKAD nach der genauen Bezeichnung des Abschlusses gefragt. Als Antwort habe ich dann nur erfahren, dass der Abschluss Master of Arts heißt - also keine neue Information. Daraufhin habe ich angerufen und die Auskunft erhalten, dass auf dem Zeugnis die Bezeichnung Betriebswirtschaft für Nicht-Ökonomen auftauchen wird - weil der Studiengang eben so heißt.

Leuchtet mir ja auch ehrlicherweise auch ein - trotzdem wirkt der Zusatz vielleicht wirklich wie eine Einschränkung beim Bewerben. Aber man muss es dann eben entsprechend kommunizieren und verkaufen.

Ich frage heute nochmal nach in wie weit man darauf Einfluss nehmen kann - was ich mir aber nicht so recht vorstellen kann. Ich poste dann das Ergebnis. Wenn andere Informationen haben, freue ich mich auch über diese Antworten.

@gomez: Ich nehme an du hast dich (noch) nicht für diesen Studiengang entscheiden. Was hast Du noch so ins Auge gefasst, wenn ich Fragen darf.

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:thumbup: witzig ebendiese Nachricht habe ich eben auch als Antwort erhalten.

@Stadtkind: Als Alternative schaue ich mich bei den MBAs ein wenig um. Mal sehen, inwiefern sich mein Arbeitgeber an den Kosten beteiligt. Interessant finde ich auch das Hagener Management-Studium. Wie gesagt, Erststudium und Führungsposition sind bereits vorhanden. Langfristig soll es aber gern weiter gehen ;-)

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Ähnlich wie bei mir. Geisteswissenschaftliches Erststudium (mit BWL als Nebenfach) vorhanden und kurz vor der ersten Führungsposition. Danach wird es bei meinem Arbeitgeber aber schwer weiterzukommen.

Für die MBA Studiengänge spricht das es weniger Aufwand an Zeit und Kosten (und Creditpoints) ist. Da habe ich aber auch die Befürchtung das es um die Akzeptanz nicht ganz so gut bestellt ist - daher auch mein Interesse am BWL Master bei der AKAD.

In die andere Richtung gibt es noch den Studiengang POSTGRADUAL BETRIEBSWIRTSCHAFT bei der WINGS. Aber der ist mir glaube ich neben dem Beruf eine Nummer zu heftig. Das wäre dann aber der gute alte Dipl-Betriebswirt (FH) sofern ich richtig Informiert bin.

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Ich kann den Wunsch nach "Weiterkommen" sehr gut nachvollziehen, allerdings muss ich den Wein etwas verwässern.

Ein postgraduales Weiterbildungsstudium, egal ob Management, MBA, BWL oder was auch immer, wird gerne als der Karrieretreiber in den Medien gehyped. Dieses ist allerdings nur sehr bedingt richtig und bedarf einigem genauem Hinsehen. So sind diese Positivbeispiele in den Medien entweder Einzelpersonen oder, ganz häufig, Leute aus B-Schools die international Rang und Namen haben. Hier reden wir aber nicht über 99% der Master und schon gar nicht über 99% der Absolventen solcher Studiengänge. Daneben muss man bedenken, dass diese Personen in aller Regel ein Vollzeitstudium machen - Teilzeit hat diesen Faktor häufig nicht.

Hinzu kommt eine Besonderheit in Deutschland. Hier besteht zwar eine gewisse Titelgeilheit allerdings bringt ihr diese bereits mit. Ihr habt die Stufe wo ein Master evtl. helfen könnte, Führungskraft, bereits übersprungen. Die Frage, die also durchaus gestellt werden muss, ist - in wie weit hilft euch der Abschluss oder das, was ihr dort lernt, wirklich noch die Karriereleiter hochzusteigen? Ist es wirklich Fachwissen was euch fehlt oder liegen eure Lernfelder woanders? Werden die mit den Studiengängen geschlossen?

Selbst beim Bewerben auf einen neuen Job wird der zukünftige Arbeitgeber vor allem auf eure Berufserfahrung und beruflichen Erfolge schauen, weniger auf einen zusätzlichen Abschluss. Ihr seid in einer Position, wo ein weiterer BWL-/Management-/MBA oder xy-Master euch nur noch dann einen Vorteil verschafft, wenn ihr Lernfelder damit ausmerzen könnt. Wenn das der Arbeitgeber nicht erkennt, dann geht es trotz Studium nicht weiter.

Bedenkt auch immer, der AG hat euch auf diese Position gesetzt WEIL ihr aus seiner Sicht die Voraussetzungen erfüllt. Wenn ihr jetzt, unabhängig von ihm und seiner Planung Fachwissen erlernt heißt es noch nicht, dass euer AG dieses auch braucht.

Meine Erfahrung ist: Solche Studiengänge helfen nur dann und auch nur eventuell mit der Karriere weiter, wenn...

...das Wissen wirklich benötigt wird (und am besten vom Arbeitgeber dieses unterstützt wird),

...der Abschluss einen "akademischen" Mehrwert bringt - als Steigerung von Bachelor, Diplom (FH) auf Master,

....oder man wirklich klotzt und nicht kleckert, dann sind allerdings keine der genannten Programme für die engere Wahl.

Ansonsten, gerade bei Führungskräften, ist es meist etwas anderes als das Fachwissen, was die Karriere weiter beschleunigt oder eben auch bremst.

Ich will damit nicht sagen, dass es unsinnig ist. Ich habe den Weg auch gemacht in sehr ähnlicher Position (mit Hagen), aber beruflich war es weniger relevant als persönlich und ich kenne viele Leute berufsbegleitender Studiengänge, die glaubten damit die Riesensprünge machen zu können. In aller Regel erfüllen die sich nicht.

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Danke für diese kitschen Anmerkungen.

Also ich denke schon auch, dass ein erfolgreiches Fernstudium nicht direkt einen riesen Karriereschritt nach vorne bedeutet, da sollte man schon realistisch sein.

In meinem Fall ist die Motivation eine Mischung aus allen Gründen, die Du angefügt hast. Klar hat es auch etwas mit dem Titel zu tun, denn auch wenn wir alle wissen, dass es auf den Menschen oder Mitarbeiter ankommt, können Titel die ein oder andere Türe öffnen und sei es nur, dass einem ein Vorgesetzter anders begegnet (Augenhöhe). So zumindest meine Hoffnung.

Ich habe die Erfahrung gemacht das man mit einem Geisteswissenschaftlichen Studium wenn man ins Management möchte stärker unter Beobachtung und Rechtfertigungsdruck steht. In diesem Punkt möchte ich es in Zukunft hoffentlich etwas leichter haben, auch wenn ich bis jetzt auch ohne M.A. oder MBA und "nur" mit Diplom relativ weit gekommen bin.

Der dritte Punkt ist, dass mir an einigen Stellen wirklich fachliches Wissen gefehlt hat. Ich konnte mir das dann zwar auf andere Wege kurzfristig beschaffen und erlesen, aber eben nie in der Tiefe um Entscheidungen schneller/sicherer zu treffen oder in Fachgespräche besonders zu glänzen. Ich hoffe hier erwarte ich nicht zu viel von einem Fernstudium. Ohne den Wunsch sich dieses Wissen aneignen zu wollen, wird es meiner Meinung nach schwer, sich für so einen langen Zeitraum motivieren zu können.

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Das bringt meine Bedenken ziemlich gut auf den Punkt, Danke. In meinem Fall möchte ich tatsächlich Wissenslücken füllen (in dem Fall BWL). Ob man hierfür gleich einen Master benötigt, keine Ahung. Der Teilzeit-Bachelor kommt allein wegen des zeitlichen Aufwandes nicht in Frage (12-14 Semester). Ein MBA hätte für mich auch nur seinen Reiz, wenn die BS ein entsprechendes Renomee vorweisen kann und das kostet ja gleich ein Paar Tausender mehr :)

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Ich glaube der Punkt ist vor allem, dass man sich klar machen muss, was man für berufliche Ziele hat, wie man diese erreichen kann/will und ob der oder jener Master einen dabei unterstützen kann. Es ist ein typischer MBA-essay für die Bewerbung einen Aufsatz darüber schreiben zu müssen, warum gerade dieses Programm einem persönlich und beruflich weiterbringen wird. Sich mit dem Gedanken mal auseinanderzusetzen ist glaube ich vorher nicht falsch und hilft dabei, den "richtigen" Master zu finden.

Bei mir (damals bereits Führungskraft, Dipl. FH) sagte mein damaliger Chef klar auf den Kopf zu, dass ein weiterer akademischer Abschluß meine Karriere nicht beschleunigen wird. Ich habe den Master trotzdem gemacht. Nicht so sehr aus Karrieregesichtspunkten, sondern eher aus intrinsischer Motivation heraus. Auch das ist natürlich ein Grund. Ein paar fachliche Lücken konnte ich damit auch schließen - wobei ich nicht weiß, ob Dir mir beruflich später geholfen haben. Unterbewußt vielleicht.

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