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Wozu ESA-Pflicht, wenn in der Abschlussprüfung ganz andere Themen kommen?


fernstudentin19

Empfohlene Beiträge

Sie gehen nur in ausgewählten Fächern in die Abiturprüfung, aber Sie bearbeiten während Ihrer Schulzeit einen ganzen Kanon an Fächern und schreiben in dem auch Klausuren und werden mündlich im Unterricht drangenommen und machen Hausaufgaben.

Und nein, natürlich meine ich nicht Sie konkret. Mir stößt nur die Argumentation "Ich will wissen, was in der Prüfung vorkommt, damit ich nur das lernen muss" ziemlich auf. So funktioniert die Anwendung von Wissen nämlich nicht im richtigen Leben.

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Es geht hier um das Abitur, und wenn man weiß, dass man in dem Studium, was man anstrebt, kein Statistik brauchen wird, halte ich es für ziemlich überflüssig, sich in einem Thema, von dem man weiß, dass es nicht geprüft wird, auf die Prüfungen vorzubereiten;)

Das ils legt ja nichtmal die Stochastik-Hefte neu auf (anders als die Analysis und analytische Geomatrie Hefte), eben weil es nicht prüfungsrelevant ist.

Weiß ich denn immer, welchen Studiengang ich später anstrebe?

Ob "normales" Abi oder über den 2. Bildungsweg spielt dabei keine Rolle.

Ich habe damals auch in der Oberstufe Dinge gehabt, von denen ich geglaubt habe, ich bräuchte sie wohl nie.

Leider falsch gedacht...besonders bei Mathematik. Denn gerade die kommt in nahezu jedem Studiengang und / oder in jeder Ausbildung vor.

Ich finde in Mathe sollte man schauen, dass man soviel wie möglich aus der Schulzeit mitnimmt.

Ein Segen für alle, die da Talent haben.

Auch wenn das böse klingen mag, aber " s' Läbä isch koin Ponyhof".

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Sie gehen nur in ausgewählten Fächern in die Abiturprüfung, aber Sie bearbeiten während Ihrer Schulzeit einen ganzen Kanon an Fächern und schreiben in dem auch Klausuren und werden mündlich im Unterricht drangenommen und machen Hausaufgaben.
Sicherlich, allerdings, wie oben schon erwähnt, nehmen auch normale Schüler bestimmte Themen nicht immer durch, auch nicht außerhalb der Abiturprüfungen.

Ich finde es ja auch nicht richtig, wenn man alles, was nicht prüfungsrelevant ist, weglässt. Stochastik mag da jetzt nen spezieller Fall sein, weil es mit den anderen Themen in Mathe nichts zutun hat, aber in vielen anderen Fächern versteht man (relevante) Themen erst dadurch besser, dass man sich auch mit nicht prüfungsrelevanten beschäftigt.

Genauso bin ich ja im nachhinein auch froh, dass ich die Geometriehefte der Unterstufe berabeitet habe, auch wenn der Stoff nichts mit den Prüfungen zutun hatte. Ich hab dort zB gelernt, wie man mathematische Beweise erbringt, was ja auch in der Oberstufe noch relevant ist/sein kann (und außerdem hat es Spass gemacht^^).

Andererseits zweifele ich daran, dass es so sinnvoll war, die kompletten Unterstufenhefte in Physik zu machen, obwohl mir schon sehr früh klar war, dass ich dieses Fach in der Oberstufe nicht wählen werde. Ich habe es gemacht, weil ich eben dachte "an ner normalen Schule müsste man ja auch...". Andere machen das anders (wählen zB von Anfang an nur 8 Fächer). Ich find beides ok, muss halt jeder für sich entscheiden.

Ich wollte mit meinem ersten Posting in diesem Thread eigentlich nur sagen, dass es sich in bestimmten Fällen lohnen kann, Rücksprache mit der Fernschule zu halten. Ich hatte damals dort angerufen, weil ich die Stochastikhefte so furchtbar fand, vollkommen unverständlich, und da wurde mir das nebenbei gesagt.

Die Threaderstellerin ist ja bei der sgd, dort kann es v.a. wegen dem Zentralabitur ganz anders sein, ich wollte lediglich anmerken, dass es sich lohnt, bezüglich des Stoffes Rücksprache zu halten.

@Oldschool, natürlich ist es wünschenswert, sich ein möglichst umfassendes Wissen anzueignen (und dieses dann auch noch mehr als einige Monate über die Prüfungen hinaus zu behalten;)), aber je nach dem mit welchen Zielen man das Abitur/Prüfung xy macht, kann man auch andere Prioritäten setzen (und dann zB riskieren, später was nachlernen zu müssen).

" s' Läbä isch koin Ponyhof".
Jo, hab nen T-shirt mit der Aufschrift (dialektfrei) ^^
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Sie sprechen das Zentralabitur an. Das wurde ja nicht umsonst eingeführt oder ist auf alle Fälle dabei, bundesweit eingeführt zu werden. Man will eine Vergleichbarkeit von Leistungen - und das muss auch für Fernschüler (und Fernstudenten jeder Art!) gelten. Denn sonst sind die ganzen so errungenen Abschlüsse schlichtweg nichts wert.

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Ja, ich halte einheitliche Prüfungen auch für sinnvoll. Ich bin zwar nicht böse, dass ich drumrum komme, aber die Unterschiede sind z.T. schon krass.

Ich habe ja u.a. mit Stark-Büchern gelernt, und die Leistungskurs Mathematik-Abituraufgaben aus Berlin-Brandenburg haben in etwa dasselbe Niveau wie die Grundkursaufgaben aus Hamburg.

Das ist nicht nur wünschenswert, sondern Sinn und Zweck des Abiturs!
naja, für manche liegt der Sinn auch eher in der Hochschulzugangsberechtigung oder einem push fürs Ego;)
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Um es nochmal etwas ausführlicher zu machen:

Es geht, wie gesagt, doch nicht darum, Fakten und Daten auswendig zu lernen. In keinem Fach! Kein Fach ist so aufgebaut, dass man sich da einfach die Rosinen rauspicken kann und damit durch die Prüfung kommt, und das ist auch gut so!

Biologie baut aufeinander auf. Wer nicht versteht, wie Zellen funktionieren, wird auch die tiefgründigeren Themen rund um die Evolution nicht richtig verstehen.

Bei Geschichte geht es nicht um einzelne Epochen: Es geht um die Entwicklung, um das "big picture", wie die jeweiligen Situationen erst durch viele vorherige Situationen entstehen konnten. Man wird in der Prüfung nicht nach Jahreszahlen gefragt, sondern muss auch mal auf andere Epochen zurückgreifen, um Entwicklungen erklären zu können.

In Chemie ist es ähnlich wie in Bio. Wer keine einfache Reaktionsgleichung lösen kann, wird mit späteren Themen erst recht Probleme bekommen.

In Mathe geht es darum, unterschiedlichste Probleme lösen zu können und dabei auf einen breiten Fundus zurückzugreifen, den man sich im Laufe der Monate bzw. Jahre erarbeitet hat.

Und so weiter...

Es sollte hier nicht der Eindruck entstehen, dass man sich seine "Lieblingsthemen" raussuchen und isoliert lernen kann und damit erfolgreich die Abiturprüfung besteht. Und ebenso verhält es sich mit den ESA. Wie in normalen Schulen gehören Hausaufgaben nunmal zum Lernprozess dazu. Ich fand die Einsendeaufgaben auch meistens gut gemacht und sie haben mich weitergebracht. Ich persönlich fände es fatal, darauf zu verzichten - geschweigedenn ganze Themenkomplexe auszulassen, nur weil sie vermeintlich (!) in der Prüfung nicht relevant sein werden.

Die Abiturprüfung ist auch eine Reifeprüfung, und ich würde sogar behaupten, dass die meisten Leute mit falscher Motivation (Ego) es nicht einmal bis zur Prüfung schaffen oder dann gnadenlos durchfallen. Wer sich für das Abitur entscheidet, dem sollte bewusst sein, dass man auch mal Themen lernen muss, die auf den ersten Blick unwichtig erscheinen oder die einen nicht interessieren. Erstens kann sich das mit dem Interesse auch mit der Zeit ändern (so geschehen bei mir) und zweitens gehört das einfach zur "Reife" dazu, sich auf den Hosenboden zu setzen und gegen den inneren Schweinehund zu kämpfen.

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dass die meisten Leute mit falscher Motivation (Ego) es nicht einmal bis zur Prüfung schaffen
ich denke nicht, dass man per se sagen kann, was ein falsches und was ein richtiges/gutes Motiv für Bildung ist. Ich hatte lange Zeit eher diese Motivation, und ich habe es bis zum Abi geschafft.

Und bezüglich deiner Beispiele: Ich habe nie behauptet, dass es sinnvoll ist, Grundlagen wegzulassen, im Gegenteil!

Aber Stochastik der Oberstufe(!) gehört nicht zu diesen Grundlagen, die man brauchen könnte, um andere Themen (um die es in der Oberstufe - nicht auf der Uni - geht) besser zu verstehen.

Auch habe ich nie behauptet, dass man sich seine "Lieblingsthemen" rauspicken könnte oder dass EAs nicht sinnvoll wären.

Ich weiß nicht, ob ich meine Tastatur vielleicht ausversehen auf chinesische Schriftzeichen umgestellt habe... falls ja, bemerke ich es nicht, vielleicht wäre also ein Computerkurs als nächste Weiterbildungsmaßnahme ganz sinnvoll :rolleyes:

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