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Wirtschaftsingenieurwesen (HFH) oder Logistikmanagement (Euro FH)

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Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit am überlegen, welches Studium ich gerne machen möchte. Ich bin 27, habe eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht und bereits eine zweijährige Fortbildung zum staatl. gepr. Betriebswirt (mit Fachrichtung Logistik) in Vollzeit gemacht. Außerdem habe ich meine Fachhochschulreife an einem technischen Gymnasium mit Fachrichtung Informationstechnik erhalten.

Zur Zeit arbeite ich in einem Unternehmen für Logistikunternehmen für einen namenhaften Interneteinzelhändler.

An dem Studium für Wiing finde ich interessant, dass ich den Schwerpunkt Logistik wählen kann, der allerdings in Infomaterial nicht sehr ausführlich beschrieben wird und nur wenige Themen angesprochen werden. Bei dem Studium Logistikmanagement hingegen erfreut sich mein Herz richtig bei der Masse an Logistikpunkten, die angesprochen werden mit dem Nachteil - das keine Technik behandelt wird.

Ich möchte wenn möglich in naher Zukunft bei der Industrie anfangen und wenn möglich bei den Unternehmens(übergreifenden) Prozessen mitgestalten.

Was denkt ihr, hätte ich mit dem Logistikmanagement Studium auch gute(!) Chancen, in der Industrie Fuß zu fassen oder - was ich auf keinen Fall möchte - fast ausschließlich in der Logistik (Lager/Transport,...)-Branche?

Benötigt man für das Studium an der HFH bei dem Praktikum ein technisches Praktikum oder reicht meine käufmännische Ausbildung bzw. der Schulabschluss von dem technischen Gymnasium?

Vielen Dank vorab für Antworten.

Gruß

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Ich möchte wenn möglich in naher Zukunft bei der Industrie anfangen und wenn möglich bei den Unternehmens(übergreifenden) Prozessen mitgestalten.

Was denkt ihr, hätte ich mit dem Logistikmanagement Studium auch gute(!) Chancen, in der Industrie Fuß zu fassen oder - was ich auf keinen Fall möchte - fast ausschließlich in der Logistik (Lager/Transport,...)-Branche?

Erst einmal möchte ich Dich darauf hinweisen, dass es vor allem Deine Berufserfahrung sein wird, die ein späterer Arbeitgeber bewertet. Das Studium ist evtl. nur ein Teilaspekt. Das Studium alleine wird Dich also nicht auf die gewünschte Stelle bringen.

Wenn Du nicht auf die Branche festgelegt sein willst, dann wäre ein branchenübergreifendes Studium sicherlich zielführender, als Dich jetzt noch einmal mit Logistik zu vertiefen (was Du ja schon im SGB und Deinem Werdegang gemacht hast).

Auch mit dem Blick auf Prozessgestaltung denke ich - ohne die einzelnen Studiengänge en detail zu kennen - dass Du mit dem W-Ing wahrscheinlich besser fährst. Prozessgesaltung, vor allem wenn es dann ja auch schnell technisch wird oder technisches Verständnis gefragt ist, ist nicht unbedingt die Stärke der BWLer. Wenn es um klassisches Change Management, also die Begleitung und Durchführung von Veränderungsprozessen, dann könnte BWL oder gar spezialisierte Studiengänge diesbezüglich interessant sein.

Benötigt man für das Studium an der HFH bei dem Praktikum ein technisches Praktikum oder reicht meine käufmännische Ausbildung bzw. der Schulabschluss von dem technischen Gymnasium?
HFH fragen.

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Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass es - gerade nach meiner Fortbildung zum SGB - mit Note 1,9 trotz aller Bemühungen auf die praktische Erfahrung ankommt.

Meine größte Angst mit dem Studium zum Wirtschaftsingenieur ist, dass ich auf Grund meiner nicht technischen Fortbildung es später sehr schwer haben werde bei Bewerbungen im technischen Bereich. Meine Bedenken liegen bei der Anerkennung im Personalwesen. (Da ja keine technische Vorbildung)

Leider ist es mir in der Vergangenheit nie gelungen in einem produzierenden Unternehmen Fuß zu fassen, obwohl ich mich für Technik sehr interessiere.

Gruß

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Ich glaube hier musst Du Dir mal die Realität genau anschauen.

Ein Wirtschaftsingenieur ist nicht zwanghaft ein technisches Studium sondern eine wie auch immer geartete Mischung aus Ing-Wissenschaft und BWL. Je nach Ausgestaltung kann der eine den anderen Teil erheblich übertreffen. Ziel eines klassischen Wirtschaftsingenieurs sind die Stellen, die Wissen aus beiden Bereichen brauchen - bspw. technischer Einkauf, Vertrieb, Marketing, durchaus auch Prozessgestaltung und Optimierung, Projektmanagement. In einem gewissen Maß Controlling. Der Vorteil der W-Ingler ist diese Mischung. Wenn es um die ganz klassisch ingenieurtechnischen oder kaufmännischen Stellen geht sind die jeweils reinen Vertreter Ihrer Zunft weiterhin in Vorteil.

Wirklich in ganz klassisch technische Bereiche wirst du mit einem W-Ing schon so Deine Probleme bekommen, mit einem berufsbegleitenden noch umso mehr. Willst du in die Richtung würde ich mir eher ein Vollzeitstudium, wenn nicht dann sogar ein Ingenieursstudium überlegen. Denn dann ist Dein Ziel ja eher ein Fachrichtungswechsel.

Thema produzierendes Unternehmen: Das ist an sich überhaupt kein Problem sondern eher die Frage - worauf hast Du Dich beworben? Ich habe bspw. in meiner Ausbildung drei Monate mit den Logistikern des damals weltgrößten Chemieunternehmens verbracht...klassische, produzierende Industrie.

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Danke aquila.

Vielleicht musste ich mir die Bestätigung nochmal von anderen holen, aus dem privaten Umfeld kamen auch schon solche Äußerungen.

Dann werde ich mich für das Logistikmanagement-Angebot von der Euro FH entscheiden.

Ich kann es auch nachvollziehen, dass jemand mit "0" technischem Hintergrund über ein Fernstudium auf einmal eine Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft bilden soll. Aufbauend auf eine solide technische Ausbildung vielleicht - das ja.

Ich denke in meiner Situation ist es wesentlich sinnvoller, sich noch mehr im Bereich der Logistik (welches wesentlich umfassender ist, wie beim Wing) weiterzubilden und so später berufliches und theoretisches vereinen zu können.

Allerdings:

Wenn Du nicht auf die Branche festgelegt sein willst, dann wäre ein branchenübergreifendes Studium sicherlich zielführender, als Dich jetzt noch einmal mit Logistik zu vertiefen (was Du ja schon im SGB und Deinem Werdegang gemacht hast).

Hier muss ich sagen, dass es vergleichsweise ein Witz war, was wir gelernt haben. Wir haben allenfalls die Grundbegrifflichkeiten innerhalb des Studiums kennengelernt. Insgesamt muss ich auch wirklich sagen, dass diese zwei Jahre auch auf ein halbes hätten verkürzt werden können. Die Hälfte des Stoffs hatten wir bereits während der Ausbildung... Und dafür muss ich nun das Darlehen des Meister-Bafög zurück bezahlen.

Vielen Dank.

Gruß

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