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Master ja oder nein?

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Hallo,

nach langem überlegen habe ich mich dazu entschlossen hier mal einen Thread zu eröffnen.

Hiermit möchte ich einfach noch mehr Input (Erfahrungen, Meinungen, usw.) bekommen, damit ich endlich meine Entscheidung treffen kann " Master ja oder nein".

Hier ein paar Fakten zu mir:

- Bald 42 Jahre alt.

- 2008-2012 den Bachelor im Fernstudium gemacht (zum größten Teil Spaß daran gehabt).

- 25 Jahre Berufserfahrung im Machinen- und Anlagenbau mit den Schwerpunkten Automatisierungstechnik und Verfahrenstechnik.

- Seit 8 Monaten als freiberuflicher Ingenieur selbstständig.

- Masterstudiengänge die in der engeren Wahl sind (M Sc. Wirtschaftsingenieurwesen an der WBH, MBA Eng. an der THM).

Hier meine grundlegenden Fragen:

- Was bringt mir der Master ? (Akzeptanz, höhere Stundensätze, .......)

- Wie schwer wird es werden ?

Bin für jeglichen Input und Erfahrungsberichte dankbar.

Gruß

Frank


B.Eng. Technische Informatik 09/2008 - 05/2012

Ausbildung: Energieelektroniker FR Anlagentechnik 06/1991

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Die Gründe für das erste Fernstudium waren sehr simpel:

1. Ich wollte endlich für die Aufgaben die mir übertragen wurden auch so bezahlt werden (verantwortungsvolle Aufgaben aber nur guten Facharbeiterlohn).

2. Ein Techniker in Abenschule hätte auch vier Jahre gedauert, da hab ich dann halt mal den Bachelor angefangen und der ist dann super gelaufen.

Bei Deiner Ausführung bezüglich Vorteile als Selbstständiger muss ich Dir im großen und ganzen zustimmen. Sicherlich brauch ich für die Aufträge die ich jetzt bearbeite keinen Master, die jetzigen Aufträge gibt es aufgrund von Berufserfahrung, Referenzen und guten Kontakten. Mein Gedanke ging aber eher in die Richtung mir neue Auftragsarten zu ermöglichen z.B. im Interimsmanagement (dann natürlich auch mit höheren Stundensätzen).

Gruß

Frank


B.Eng. Technische Informatik 09/2008 - 05/2012

Ausbildung: Energieelektroniker FR Anlagentechnik 06/1991

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Ich bin auch als Selbstständiger im Engineering- Bereich tätig.

Wie ich den Markt kenne, wirst du deine Stundensätze, in deinem jetzigen Betätigungsfeld, durch einen zusätzlichen Masterabschluss kaum steigern können.

Für eventuelle Interim- Mandate, sind deine technischen Kenntnisse, aus meiner Sicht, vollkommen ausreichend und ich würde mir einen Studiengang suchen, der diesen Bereich völlig unberücksichtigt lässt und dich hauptsächlich auf Management- Tätigkeiten vorbereitet.

Die Frage ist auch noch, was du selbst unter Interim Manager verstehst, denn unter diesem Begriff versteht fast jeder, der sich so nennt, etwas anderes.

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Wie ich den Markt kenne, wirst du deine Stundensätze, in deinem jetzigen Betätigungsfeld, durch einen zusätzlichen Masterabschluss kaum steigern können.

Sehe ich auch so.

Für eventuelle Interim- Mandate, sind deine technischen Kenntnisse, aus meiner Sicht, vollkommen ausreichend und ich würde mir einen Studiengang suchen, der diesen Bereich völlig unberücksichtigt lässt und dich hauptsächlich auf Management- Tätigkeiten vorbereitet.

An welchen Studiengang denkst Du da, ich dachte mit Wirtschaftsingenieurwesen schon eine gute Wahl getroffen zu haben.

Die Frage ist auch noch, was du selbst unter Interim Manager verstehst, denn unter diesem Begriff versteht fast jeder, der sich so nennt, etwas anderes.

Denke da an Projektmanagement für größere komplexe Projekte im Anlagenbau (Automotive) wo es weniger auf technisches KnowHow ankommt, oder die zeitliche Übernahme von Leitungsfunktionen in Teilbereichen (Konstruktion, Produktion o.ä.).

Gruß

Frank


B.Eng. Technische Informatik 09/2008 - 05/2012

Ausbildung: Energieelektroniker FR Anlagentechnik 06/1991

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Interimsmanagement ist eigentlich, streng genommen, die Übernahme von Ergebnisverantwortung in einer Linienposition auf Zeit. Man ist im Grunde nur Ersatz bis jemand anderes gefunden ist, der diese Stelle fest übernimmt. Die Übergänge zu Beratung und sonstigen Managementaufgaben (bspw. Projektmanagement) sind fließend.

Wirtschaftsingenieurwesen kann zwar etwas mit Management zu tun haben, meist ist es aber eine Mischung aus BWL und Technik. "Managementlehre" ist dabei nur ein Teilbereich der BWL. Wenn man so möchte, ziehlt die Managementlehre auf Führungskräfteentscheidungen ab. Bedeuted, dass man zwar grundlegend Wissen über die Gebiete bekommt, aber aus Führungskräftesicht. Das BWL der Wirtschaftsingenieure (oder des BWL-Studiums) ziehlt hingegen eher auf die operative Anwendung ab.

Plakativ gesagt: Jemand aus der Managementlehre beschäftigt sich damit, wie er eine Bilanz liest und sie versteht und die richtigen Fragen stellen kann, aber ihn interessiert es nicht wieso jetzt die Maschine mit 1,5 statt 1,6 Mio EUR bilanziert wurde.

Managementlehre kann man sich berufsbegleitend verschiedentlich aneignen. Da gibt es bspw. das MSc Management Programm der FernUni Hagen oder eben auch die klassischen MBA. Hierbei würde ich allerdings mir die Studiengänge genau angucken, denn da gibt es viele teure aber schlechte Programme. Ein MBA in Spezialfach würde ich übrigens grundsätzlich skeptisch beäugen. Denn eigentlich ist ein MBA immer ein General Management-Programm und kein spezialisiertes Studium. In diesen Studiengängen dienen die drei Buchstaben meist nur dem Marketing und der Preispolitik - eigentlich sind sie nichts weiter als ein MA oder MSc.

Im Ingenieurbereich kenne ich micht nicht aus. Im betriebswirtschaftlichen Bereich besteht über einen nachgeschobenen Abschluß meist keine größere Möglichkeit die Stundensätze zu steigern. Es kommt eben doch mehr auf die Erfahrung an, die mitgebracht wird.

Im klassischen Interims-Geschäft allerdings sollte man schon sehen, dass die meisten der Konkurrenz in der Regel mit einem Master o.ä. ausgestattet sind. Aus eigener Erfahrung bei der Einstellung solcher Leute kann ich zwar nicht sagen, dass man stark auf den Abschluß guckt, aber man zahlt ein Heidengeld und will daher sich auch nicht vergreifen. Neben der Erfahrung, als wichtigster Aspekt, spielt der Abschluß unterbewusst schon eine Rolle. Gerade wenn es darum geht zu sehen, ob jemand auch Wissen über Bereiche hat, wo die Erfahrung bislang vielleicht praktisch etwas kurz gekommen ist.

Ich glaube, ich würde in diesem Fall nur noch einen Master machen, wenn ich es aus intrinsischen Gründen will oder er mir Fachwissen vermittelt, was bislang zu kurz gekommen aber gut zu gebrauchen ist. Ansonsten habe ich Schwierigkeiten die Vorteile zu sehen, den lediglich ein weiterer, wenn auch höherer Abschluß auf der Visitenkarte bringt. Insbesondere wenn man den Aufwand dorthin betrachtet.

Bearbeitet von aquila

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Ich dachte mir schon, dass du eher in Richtung Projektmanagement oder Abteilungsleitung hinaus möchtest und nicht in Managementfunktionen (z.B. CEO). Denn dann würde ich auch eher Studiengänge, die Richtung MBA gehen, auswählen.

Aquila hat das ja schon gut beschrieben.

Für die von dir beschriebenen Funktionen, würde auch ich, in die von dir gewählte Richtung gehen, um mir, das hierfür erforderliche betriebswirtschaftliche Wissen anzueignen und gleichzeitig einen höheren Studienabschluss zu erlangen. Ich würde mir aber auch die Frage stellen, worauf es mir wirklich ankommt und wofür ich mein Geld investiere. Geht es dir darum den Mastertitel auf deiner Visitenkarte zu haben, betriebswirtschaftliches Wissen zu erlangen oder dich auf die Anforderungen der Kunden einzustellen. Denn was ich zur Zeit sehe ist, dass im Projektmanagement immer mehr verlangt wird, dass man über eine Zertifizierung verfügt und diese sind sehr teuer.

Bearbeitet von Freelancer

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Ich würde im Bereich Projektmanagement auch eher eine Zertifizierung anstreben. Ob es nun PMI oder IPMA ist, muss man für sich selbst entscheiden.

Will man Beides ggf. kombinieren - Master und eine PM- Zertifizierung - dann gibt es da auch Optionen:

Master Projekt- und Prozessmanagement (M.Sc.) incl. IPMA- Zert.

Akademischer Partner: Hochschule Mittweida (University of Applied Sciences)

Project Management MSc incl. PMI- Zert.

University of Liverpool

Sind aber nur Ideen...und keine Empfehlung, was hier passen würde.


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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