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yoshua

Keine Anwesenheitspflicht an NRW Hochschulen

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Hallo,

nach dem neuen Hochschulgesetz ist eine Anwesenheitspflicht in NRW, bis auf kleine Ausnahmen, verboten. Ist es nun so, dass ein Student sich sein Studium praktisch als Fernstudium organisieren kann? Die Materialien werden ja in der Regel online gestellt und wie ich mitbekommen habe soll es Hochschulen geben, die Vorlesungen aufzeichnen und online stellen. Gibt es zu dem Ganzen genauere Informationen? Ich finde es sehr interessant. Man könnte dadurch zumindest ca. 30 Std. die Woche arbeiten und sich zumindest 1,2 mal in der Uni blicken lassen um sich persönlich auszutauschen. Als Quelle dazu: https://www.asta-bochum.de/asta/wissenschaftsministerium-stellt-klar-allgemeine-anwesenheitspflichten-lehrveranstaltungen-sind

MfG

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Ich würde sagen: Beim Jurastudium würde es funktionieren.

Dort waren nur die Arbeitsgemeinschaften verpflichtend, um den Gutachtenstil zu erlernen. Den Stoff der Vorlesungen kann man sich gut aus Büchern oder Repetitorium-Skripten erarbeiten. Vor dem Staatsexamen würde ich evtl. noch ein privaten Rep besuchen.

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Ich würde sagen: Beim Jurastudium würde es funktionieren.

Dort waren nur die Arbeitsgemeinschaften verpflichtend, um den Gutachtenstil zu erlernen. Den Stoff der Vorlesungen kann man sich gut aus Büchern oder Repetitorium-Skripten erarbeiten. Vor dem Staatsexamen würde ich evtl. noch ein privaten Rep besuchen.

Vielen Dank für deine Antwort. Mich interessiert sehr wie es bei wirtschaftlichen Studiumsangeboten aussieht. Ich denke man muss da wohl die verschiedenen Asta der Unis anschreiben um sicher zu gehen?

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Hallo

Vielleicht bin ich ja schrecklich "Old-School", aber in meiner Studienzeit wäre das nur bei wenigen Fächern drin gewesen. Meinen Spanisch-Schein für das Romanistik-Studium habe ich mir allerdings mehr oder weniger alleine mit dem Lehrbuch erarbeitet - das war also im Grunde "Fernunterricht". ;)

In Fächern, in denen Klausuren geschrieben wurden, wäre das aber absolutes Harakiri gewesen. Auch bei mündlichen Prüfungen musste man man unbedingt in den vorhergehenden Seminaren / Vorlesungen anwesend sein, denn nur so konnte man erkennen, wie der Prof "tickte" und welche Punkte ihm besonders wichtig waren.

Es ist (beim Präsenzstudium) auch ein riesiger Vorteil, wenn der prüfende Prof wirklich etwas mit dem Namen und dem Gesicht des Studis verbinden kann; so etwas bekommt man aber nur dann hin, wenn man regelmäßig im Seminar auftaucht und sich auch am Seminargespräch beteiligt.

Viele Grüße

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Also das klingt ja wirklich sehr fremd :-) Heutzutage wird man teilweise freundlich gebeten zu gehen, weil es einfach zu voll ist. Und dass ein Prof. einen Namen kennt habe ich auch nie erlebt:-D

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

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nach dem neuen Hochschulgesetz ist eine Anwesenheitspflicht in NRW, bis auf kleine Ausnahmen, verboten.

Das hat nichts mit dem "neuen Hochschulgesetz" zu tun. Anwesenheitspflicht bestand auch vorher schon in den wenigsten Fällen. Trotzdem funktioniert das m. E. so nicht, weil es normalerweise gar keine umfassenden Materialien gibt. Und ohne die Stoffselektion und -präsentation der Lehrveranstaltungen und das einüben der Techniken kommt man nicht weit. Wenn man sowas wie "Mikro I" versucht, aus Lehrbüchern zu lernen, dürfte man in der Klausur wenig Chancen haben, weil man gute Chancen hat, dass man die Schwerpunkte nicht kennt und man andere Rechenwege kennt und andere Bezeichnungen usw. Das manche Studente nachher sagen "ich hätte nicht hingemusst" sagt wenig, denn im Nachhinein kann man immer sagen, das hätte man auch anderweitig lernen können. Wenn man das nachher weiß, ist es aber zu spät.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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Gerade die Wirtschaftswissenschaften sind nicht eindeutig, es gibt verschiedene Bezeichnungen, die das gleiche meinen. Es ist also schwer, ohne Anwesenheit, zu wissen, was der Dozent meint und haben möchte.

Dazu kommt, dass Dozenten auch nur Menschen sind, manche sind etwas kleingeistig und vergeben bestimmte Noten nur, wenn man persönlich bekannt ist.

Als ich vor über 10 Jahren Präsenz studiert habe, gab es auch kaum Anwesenheitspflichten, trotzdem hätte man das Studium nie geschafft, wenn man nicht hingegangen wäre.

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Hallo

Ich würde das nicht wirklich "kleingeistig" ;) nennen, wenn Dozenten nur an diejenigen (besonders) gute Noten verteilen, die wirklich anwesend waren. Der Dozent / Prof kennt diese Leute und hat in den Seminargesprächen über einen längeren Zeitraum gemerkt, wer was drauf hat. Bei den Nicht-Anwesenden oder bei den besonders Zurückhaltenden und Stillen hat er diese Chance nicht.

Das ist jedenfalls meine Unierfahrung (vor vielen Jahren, wie ich zugeben muss) - und auch zu meiner Zeit gab es Seminare mit 150 und mehr Leuten...

Ich glaube, man nimmt sich bei Nicht-Anwesenheit schon eine Menge Chancen...

Viele Grüße

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Das stimmt, ich habe mich zu verkürzt ausgedrückt. Das "kleingeistig" bezog sich nur auf Dozenten mit Vorlesungen, 300 und mehr Teilnehmer und die Vorlesung besteht aus dem wörtlichen Vorlesen aus dem eigenem Buch. Das waren bei uns auch die einzigen, die eine Anwesenheitspflicht hatten. Sie wussten wohl, dass sie sonst recht allein dagesessen hätten.

Bei Seminaren gab es Leistungsnachweise nur für Seminarteilnahme in Form von Referaten, fundierten Wortbeiträgen, Protokollen etc. Das wäre ohne Anwesenheit gar nicht gegangen.

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Nur weil keine Anwesenheitspflicht besteht, bedeutet dies ja nicht, dass die Anwesenheit auch verzichtbar wäre, sondern diese wird in die Eigenverantwortung des Studierenden gelegt.

Daher halte ich es für wenig sinnvoll zu versuchen, ein Präsenzstudium als reines Fernstudium durchzuziehen, weil die Didaktik darauf überhaupt nicht ausgelegt ist.

Sicher mag es einige ganz wenige geben, die quasi im Selbststudium Erfolg damit haben, nur zu wenigen Veranstaltungen zu erscheinen. Auch die gab es aber vermutlich schon immer...

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