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Abitur mal anders (Homeschooling - Schulpflicht)


jedi

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@kitsune: Sehe ich auch so. Das meinte ich mit zeitlichen Kapazitäten. Im Grunde geht es ja nur, wenn ein Elternteil zu Hause ist und auch bereit ist, regelmäßig diese Zeit für das Hmoeschooling zu investieren. Bei Alleinerziehenden und Doppelverdienern ginge es wohl eher nicht. Und wie gesagt, es müssen ja schon auch gewisse didaktische und sonstige Kompetenzen (Wissen) vorhanden sein. Das könnte schnell dazu führen, dass so ein Angebot dann auch wieder etwas nur für eine spezielle Zielgruppe wäre. Wobei beispielsweise bei der Web Individualschule (also bei älteren Kindern, nicht Grundschule) der Kontakt zu den Lehrern läuft, da müssen die Eltern dann nicht dabei sein. Ist also die Frage, über welchen Teil der Schulbildung (Grundschule, weiterführende Schule) wir hier reden. Ich denke allerdings eh, dass solche Angebote nicht als Massenprodukt genutzt werden sollten (so schlecht finde ich unser Schulsystem dann auch nicht), sondern häufiger Ausnahmen in besondere Konstellationen möglich gemacht werden sollten.

@Frau Kanzler: Ja, diese Gefahr sehe ich auch. Irgendwie müssten die Eltern dann auch wieder überprüft werden, ob sie denn fähig sind, ihr Kind zu unterrichten und was sie ihnen da vermitteln. Und ob überhaupt dann auch tatsächlich ein Unterricht zu Hause statt findet...

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Jetzt kommen wir den Problemen doch schon einmal ein Stück näher. Nächster Schritt: Was qualifiziert ein Elternteil als Lehrer? An einer Schule haben die Lehrkräfte entsprechende Fächer studiert: Germanistik, Anglistik, Mathematik, Geschichtswissenschaften, Biologie, Physik, .... Was hat das Elternteil davon studiert?

Homeschooling ist darauf ausgelegt eine reine praktische Grundbildung (Lesen, Schreiben, Rechnen und HANDWERKLICHES Können) zu vermitteln. Höhere Bildung überfordert jedes Elternteil. Auch die Akademiker können die höhere Schulbildung keineswegs abdecken. Vielleicht in einzelnen Bereichen, aber nicht die ganze Breite. Aber ja ich weiß... es ist ja auch unnötig und falsch, dass ein Kind alles lernen muss.

Wenn man als Eltern dann mit den staatlichen Schulen nicht einverstanden ist, dann hat man noch immer die Möglichkeit das Kind auf eine elitäre Privatschule zu schicken. Weiterhin gibt es dann auch die Schulen in kirchlicher Trägerschaft und die Waldorfschulen.

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Die inhaltliche Überprüfung findet ja bei regelmäßigen Prüfungsterminen vor der Schulbehörde statt. Da sehe ich das geringere Problem. Wie Kinder dort weltanschaulich beeinflusst werden, das entzieht sich einer Prüfung viel leichter und ist im Nachweis auch schwierig.

Wir beobachten, dass (nicht nur) in unserem Land Parallelgesellschaften entstehen. Schule ist immer noch ein Ort, in dem die verschiedenen Gruppen zusammen kommen, wenn auch Wohnquartiere schon im Grundschulalter stark separieren.

Ich empfinde es als absurd, einer Beschulung zuhause durch die Eltern kritiklos das Wort zu reden und sich andererseits über Koranschulen Gedanken zu machen, die die religiöse Erziehung ganzer Gruppen in den Privatraum verlagern.

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Naja, wenn man sich manche ausgebildete Lehrer anschaut, könnte man auch an deren Qualifizierung zweifeln ;)

Aber klar, ich stelle es mir auch schwierig vor. Man muss sich als Elternteil dann ja quasi in allen möglichen Bereichen/Fächern gut auskennen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass man sich da schon einarbeiten und das alles lernen kann. Die Leute hier, die das Fernabitur machen, machen im Grunde genommen ja auch nichts anderes. Aber man müsste die Kompetenzen dann definitiv irgendwie prüfen, und dazu gehören eben auch die pädagogischen. Ich persönlich wüsste nicht, ob ich mir das selber zutrauen würde. Als Alleinerziehende stellt sich die Frage aus oben genannten Gründen aber eh nicht.

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@Markus

Im Artikel wird Clonlara genannt. Die vergeben ja ein HSD. Daher wird der Sohn nochmal extern an einer Schule in Deutschland sein Abitur gemacht haben. Generell ist die Idee gut. Es wird ja gelernt. Wo das passiert, ist doch vollkommen egal. Wer viel reist, wird auch weniger Vorurteile gegen Menschen anderer Länder haben. Von der Zeit könntest du das sogar besser, da Homeworking.

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Naja, wenn man sich manche ausgebildete Lehrer anschaut, könnte man auch an deren Qualifizierung zweifeln ;)

Ich zweifel eher an der Motivation. Lehrer müssen keine Beamte sein. Viele ruhen sich nach der Verbeamtung mehr aus. Im Osten sind sehr viele Lehrer Angestellte und es funktioniert auch. Hoheitliche Ausfgaben übt ein Lehrkörper nicht aus.

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Ein wichtiger Aspekt meiner Meinung nach ist auch, dass gerade Pubertierende sich ja gegen die Eltern auflehnen. Konflikte sind also normal und wichtig. Wenn sich diese auf das Homeschooling verlegen, gute Nacht.

Ich kenne auf jeden Fall einige Familien, wo Hausaufgaben und Lernen ein häufiger Konfliktpunkt sind. Da hilft oft nur, dass man die Bereiche nach extern verlagert. Wie soll das beim Homeschooling gehen?

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Ich würde mir niemals zutrauen Kinder zu unterrichten. Es würde also eh darauf hinauslaufen, dass es am Ende wieder "organisiertes Lernen" wird, sei es per Fernschule oder Privatlehrer.

Ich empfand meine Schulzeit als sehr angenehm und hatte nie Probleme. Ich habe auch prinzipiell keine Probleme mit dem Schulsystem an sich. Was mich eher ärgert ist, dass jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Das sollte man ändern, anstatt das Konzept Schule in Frage zu stellen. Zusätzlich fand ich die letztlich auf Twitter aufgekommene Debatte interessant, dass man zu wenig über das alltägliche Leben lernt, also Steuern, Rechnungen, Miete & Co. Das sind Themen, mit denen man auf meinem ach so tollen Gymnasium überhaupt nicht in Berührung gekommen ist.

Aber okay, vielleicht sehe ich alles etwas anders, wenn ich selbst mal ein Kind zur Schule schicken muss. Das sind natürlich bisher nur meine gemachten Erfahrungen und Ansichten.

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Zusätzlich fand ich die letztlich auf Twitter aufgekommene Debatte interessant, dass man zu wenig über das alltägliche Leben lernt, also Steuern, Rechnungen, Miete & Co. Das sind Themen, mit denen man auf meinem ach so tollen Gymnasium überhaupt nicht in Berührung gekommen ist.

Es gibt das Internet, es gibt Volkshochschulen, es gibt sogar Bücher! Aus all dem kann man Informationen zu diesen Themen gewinnen. Und sogar Eltern dürfen einem zu diesen Themen etwas sagen. Im Gymnasium sitzt doch die geistige Elite - oder jedenfalls die, die sich dafür hält. Für die sollte der Wissenserwerb zu diesen Themen doch selbständig organisierbar sein.

Schule ist übrigens auch der Ort, an dem soziales Leben stattfindet, an dem Kinder miteinander agieren, sich befreunden, streiten etc. Bei einer großen Familie (so ab sechs oder sieben Kindern) mag ich mir eine Beschulung zuhause noch vorstellen - aber bei Einzelkindern oder bei zwei Kindern? Nicht wirklich!

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