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Akademisierungswahn in der ARD

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Ja, ist wirklich gut aufbereitet und vor allem recht sachlich.

Am Besten hat mir die Aussage gefallen, dass es eine Schande ist, dass die Bezahlung in manchen Berufen (Erzieher, Pfleger) so schlecht ist. Dem stimme ich absolut zu.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Vor allem, wenn man ab und zu mal die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Akademikern in der Zeitung oder im Netz liest. Bei manchen Durchschnittswerten frage ich mich ernsthaft, wie die zustande gekommen sind (v. a. Geisteswissenschaften und Medienbranche). Ich zumindest liege deutlich darunter (viele meiner Kommilitionen und Bekannten auch). In vielen Berufen kann man bereits mit dem Gesellenbrief (bzw. IHK-Abschluss) glücklich werden.

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Bei manchen Durchschnittswerten frage ich mich ernsthaft, wie die zustande gekommen sind

Beim Gehalt lügen alle nach oben... außer wenn das Finanzamt frägt...

Am Besten hat mir die Aussage gefallen, dass es eine Schande ist, dass die Bezahlung in manchen Berufen (Erzieher, Pfleger) so schlecht ist. Dem stimme ich absolut zu

Erzieher:

http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/sue?id=tvoed-sue-2015&g=S_6&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2015&stkl=1&r=0&zkf=0&kk=15.5%25

Bei Teilzeit gibts natürlich weniger Geld... aber "Schande" schaut eigentlich aus... gibt genug Leute die das gerne verdienen wollen würden...

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Beim Gehalt lügen alle nach oben... außer wenn das Finanzamt frägt...

Erzieher:

http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/sue?id=tvoed-sue-2015&g=S_6&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2015&stkl=1&r=0&zkf=0&kk=15.5%25

Bei Teilzeit gibts natürlich weniger Geld... aber "Schande" schaut eigentlich aus... gibt genug Leute die das gerne verdienen wollen würden...

Wenn sich jetzt nur noch alle Arbeitgeber an die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes halten würden...

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@Count Goldbeast:

Die Gehälter von Erziehern und anderen Angestellten im Sozial- und Erziehungswesen liegen, nach eigener Erfahrung, meist zwischen den Entgeltgruppen S2 bis S6. Die Zahlen über der Tabelle (1 - 6) heißen, dass man nach einem Jahr in der jeweiligen Entgeltgruppe "aufsteigt", dann nach zwei weiteren Jahren darin, nach drei usw. Nach 15 Jahren bist du dann "am Ende" angekommen. Mehr - außer den üblichen Lohnerhöhungen - kannst du nicht mehr verdienen.

Bei den Berufen im sozialen Bereich sollte man auch bedenken, dass sie teilweise ziemlich nervenaufreibend sind: 25 - 30 Kinder in einer Schulklasse können ganz schön Stress machen, auch das Arbeiten mit behinderten Menschen ist kein Zuckerschlecken (bis hin zu körperlichen Bedrohungen oder Angriffen von diesen). Dies kann bei den Pflegenden zu psychischen Problemen (Ausbrennen, Angststörung) führen. Bei Kranken- und Altenpflegern/-pflegerinnen kommt neben Schichtarbeit und die ständige Konfrontation mit Leid und Tod, noch die körperliche Belastung bei der Pflege von bettlägerigen Menschen hinzu. Diese müssen oft in einer Zwangshaltung ausgeführt werden. Rücken-, Nacken- und Knieleiden sind keine Seltenheit und können zum Zwangsaustieg aus dem Job führen.

Alles in allem wird die Arbeit am Menschen / mit dem Menschen relativ schlecht bezahlt, obwohl in der Gesellschaft das "Gut" Gesundheit sowie Bildung doch eine hohe Priorität genießt. Dies folgt allerdings leider einem Trend der Entwertung menschlicher Arbeit - vor allem Menschen, die in den Dienstleistungsbrachen arbeiten, bekommen dies zu spüren. Industriearbeit, bei der am Ende ein fassbares Objekt herauskommt, wird immer noch mehr wertgeschätzt. Hier hat man am Ende vor Augen, was geleistet wurde. Wie wichtig Dienstleistungen sind merkt man erst, wenn diese nicht mehr angeboten werden. Leider.

Gruß

Bearbeitet von Alucard

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Letztes Vorstellungsgespräch das ich hatte, wurde meine Gehaltsvorstellung (Gesellenbrief + Meister) von 1450 Euronen Netto als exorbitant angesehen und mir sage und schreibe das tolle Angebot von Netto 860,-- gemacht. Mit Studium erhoffe ich mir, auch als angehender Geisteswissenschaftler, besser Chancen. Vorallem, da ich mehrsprachig bin, und nicht an Deutschland gebunden bin.

Solange manch Arbeitgeber nicht richtig bezahlen, ist es egal ob man Studiert, Ausbildung macht oder als professioneller Nasenbohrer unterwegs ist.

Sorry wenn ich grad meinen unreflektierten angestauten Wochenend Frust abgelassen habe.

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Also wundern braucht sich eigentlich keiner über den "Akademisierungswahn".

In Deutschland werden die Löhne seit Jahren nicht mehr an die enorm gestiegenen Lebensunterhaltungskosten angepasst.

Gerade Löhne im Öffentlichen Dienst und staatlichen Einrichtungen sind teilweise mehr als mager und sind zu anderen Unternehmen

teilweise lächerlich.

In unserem Unternehmen ist es so, dass Stellen die damals mit einem Meister ausgeschrieben wurden jetzt so ziemlich alle mit einem Bachelor besetzt werden.

Bei uns verdient ein Meister mit Bereitschaftsdient im Schnitt gerade soviel wie ein guter Facharbeiter in einem Wirtschaftsunternehmen.

Also wer da wenigstens einen mittleren Lohn haben möchte, kommt um den Bachelor nicht rum.

Ihr könnt euch ja dann vorstellen, was ein Facharbeiter bei uns verdient, wenn ein Meister soviel verdient wie draussen ein Facharbeiter...

Ich habe es einmal mitbekommen, wenn Bewerber da waren und haben den Lohn erfahren ;-)

Das lustige daran war, wie unsere Chefs den schlechten Lohn noch schön geredet haben.

Ja sie haben ja noch Bereitschaft da kommt ja das noch dazu, und wenn sie einen Einsatz haben das auch noch...

Und dann haben sie ja einen super sicheren Arbeitsplatz, das zählt doch auch viel mehr...

Naja. So ist es bei mir auch gekommen, dass ich mich für den Bachelor entschieden habe und dabei bin.

Habe ja noch einige Jahre vor mir. Und es wird bei unserem System in Deutschland sicherlich nicht besser.

Bin eigentlich schon gerne in meinem Unternehmen auch wegen des guten Klimas.

Nur weiß ich jetzt schon, dass ich mit einer Bachelor Stelle nur soviel verdienen würde, wie ein Meister in

einem anderen Unternehmen.

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@Count Goldbeast:

Die Gehälter von Erziehern und anderen Angestellten im Sozial- und Erziehungswesen liegen, nach eigener Erfahrung, meist zwischen den Entgeltgruppen S2 bis S6. Die Zahlen über der Tabelle (1 - 6) heißen, dass man nach einem Jahr in der jeweiligen Entgeltgruppe "aufsteigt", dann nach zwei weiteren Jahren darin, nach drei usw. Nach 15 Jahren bist du dann "am Ende" angekommen. Mehr - außer den üblichen Lohnerhöhungen - kannst du nicht mehr verdienen.

Bei den Berufen im sozialen Bereich sollte man auch bedenken, dass sie teilweise ziemlich nervenaufreibend sind: 25 - 30 Kinder in einer Schulklasse können ganz schön Stress machen, auch das Arbeiten mit behinderten Menschen ist kein Zuckerschlecken (bis hin zu körperlichen Bedrohungen oder Angriffen von diesen). Dies kann bei den Pflegenden zu psychischen Problemen (Ausbrennen, Angststörung) führen. Bei Kranken- und Altenpflegern/-pflegerinnen kommt neben Schichtarbeit und die ständige Konfrontation mit Leid und Tod, noch die körperliche Belastung bei der Pflege von bettlägerigen Menschen hinzu. Diese müssen oft in einer Zwangshaltung ausgeführt werden. Rücken-, Nacken- und Knieleiden sind keine Seltenheit und können zum Zwangsaustieg aus dem Job führen.

Alles in allem wird die Arbeit am Menschen / mit dem Menschen relativ schlecht bezahlt, obwohl in der Gesellschaft das "Gut" Gesundheit sowie Bildung doch eine hohe Priorität genießt.

Reale aufgerundete Netto-Grundgehälter in der Altenpflege in Schleswig-Holstein bei LK 1 und ohne Kinder in Vollzeit (40 Std. Woche):

gelernte und ungelernte Altenpflegehelfer und Pflegeassistenten: 1050 Euro, mit monatsdurchschnittlichen Zuschlägen selten mehr als 1150 Euro.

Altenpfleger und Krankenpfleger in der Altenpflege: 1450 Euro, mit monatsdurchschnittlichen Zuschlägen selten mehr als 1630 Euro.

Vollzeitstellen werden kaum als Direkteinstieg vergeben, meistens bekommt man Arbeitsverträge mit 30 oder 35 Wochenstunden. Die ersten beiden Arbeitsverträge sind prinzipiell auf ein Jahr befristet. Das und vieles mehr sind die Gründe, die mich bewogen haben, mich beruflich umzuorientieren.

Die offiziellen Angaben zu den Gehältern stimmen in keinster Weise. Kein Altenpfleger verdient ca. 2000 Euro Netto-Grundgehalt. Zumindest nicht in den überwiegend (ca. 90%) privat betriebenen Pflegeeinrichtungen in SH.

Bearbeitet von HobbyArzt

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Mir sind Fälle bekannt wo der leichteste Weg zum deutschen Pass 3 Monate in der Pflege sind...

Aber das man als Kindergärtner und Kranken- und Altenpfleger vom Gehalt nicht reich wird, das weiß man ja vorher bevor man sich dafür entscheidet... Ich bin mir sicher der Job eines Müllmanns ist sicher als wichtiger und wertvoller zu erachten als so manche Wasserkopfstelle in der Verwaltung... trotzdem gibts nur ein Müllfahrergehalt. - Stellt sich auch immer die Frage "wer bezahlt das ganze".

und was verdienen die "zu betreuenden" bzw. der Anhang die den ganzen Spaß bezahlen sollen.

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