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Naja der Bachelor of Körperpflege (ich weiß, das er nicht so heißt), ist halt ein Kosmetologie-Studium für Berufsschulen. Was soll daran unsinnig sein, wenn Kosmetiklehrer ebenso studiert haben wie Lehrer für Diatassistenten oder Fußpfleger?

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Naja der Bachelor of Körperpflege (ich weiß, das er nicht so heißt), ist halt ein Kosmetologie-Studium für Berufsschulen. Was soll daran unsinnig sein, wenn Kosmetiklehrer ebenso studiert haben wie Lehrer für Diatassistenten oder Fußpfleger?
Er heißt, wie ich Schrieb, Bachelor of Education in Körperpflege.

Natürlich kommt es darauf an, was man mit diesem Studiengang später machen möchte. Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen an Studierende und Studieninteressierte, aber ich denke, dass die Chancen mit solchen Studien sehr bescheiden sind.

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- Promotion zum Doctor of Philosophy in Ufology an der Melbourne University

Kling spannend.

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Da steckt doch einiges drin mit Physik. An Unis gibt es auch unwissenschaftliches wie Gender studies.

Live long and prosper

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Da steckt doch einiges drin mit Physik.

Ja, die studieren alles, was für die Raumfahrt interessant sein könnte, aber nichts richtig.

An Unis gibt es auch unwissenschaftliches wie Gender studies.
In Zeiten, wo man ernsthaft darüber diskutiert, ob das Ampelmännchen nicht diskriminierend sein könnte, ist das sicher bald ein zukunftsträchtiger Studiengang.

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Was man mit dem Studiengang später machen möchte, ist doch klar: konsekutiver Master, Referendariat und anschließend Lehrer an berufsbildenden Schulen. Lassen Sie sich vom trivialen Namen nicht täuschen. Es handelt sich um ein stinknormales Lehramtsstudium. Die Berufschancen sind somit gegeben und darüber hinaus ist die Welt der Kosmetik, Healthcare etc. so groß, dass es noch genügend andere Möglichkeiten gibt.

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Bei Teilzeit gibts natürlich weniger Geld... aber "Schande" schaut eigentlich aus... gibt genug Leute die das gerne verdienen wollen würden...

In den letzten Jahren hat es mehrere Lohnerhöhungen gegeben. So schlecht wie früher einmal ist die Bezahlung die Erzieherinnen nicht mehr. Es kommt natürlich immer darauf an, mit wem man sich vergleicht. Mit anderen Ausbildungsberufen? Dann sieht es eigentlich gar nicht so schlecht aus. Oder vielleicht mit den Grundschullehrern? Dann sieht es schon schlechter aus.

In den meisten anderen europäischen Ländern ist die Ausbildung von Erzieherinnen an den Hochschulen angesiedelt. Da werden dann zum Teil auch ähnliche Gehälter gezahlt wie bei Grundschullehrern, was aber nicht unbedingt heißen muss, dass die Leute finanziell besser dran sind als eine deutsche Erzieherin.

Ich habe überwiegend für kirchliche Arbeitgeber gearbeitet. Der kirchliche Tarif hinkte zeitlich meist dem Tarif des öffentlichen Dienstes etwas hinterher, wurde aber letztlich immer angepasst. Im Gegensatz zu manchen freien Trägern klappte die Auszahlung des Weihnachtsgeldes bei den kirchlichen Träger problemlos.

Was sicher sehr geholfen hat, waren die Streiks der Kollegen im öffentlichen Dienst, zum Beispiel vor einigen Jahren in München. Damals war ich überrascht, dass es in der Öffentlichkeit doch viel Verständnis für die Streiks gab.

Was eher ein Problem ist: Es gibt im Erzieherinnenberuf wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Zwar gibt es viele Möglichkeiten, sich durch Fortbildung weiter zu entwickeln, aber das hat in der Regel keine Auswirkungen auf die Anstellungsbedingungen.

Ich habe allerdings schon freie Träger erlebt, die mich netto 500 Euro unter Tarif beschäftigen wollten, oder die ernsthaft verlangt haben, ich solle auf die Hälfte meines Jahresurlaubs verzichten.

Hier in Bayern erlebe ich zur Zeit, dass zumindest zusätzliche personelle Resourcen gefördert werden, wenn man Kinder mit besonderem Förderbedarf aufnimmt, z.B. Kinder mit Behinderungen. Ich persönlich fände es besser, wenn der allgemeine Personalschlüssel verbessert würde, weil man so immer daran ist, Anträge zu schreiben und die Eltern sich damit abfinden müssen, dass ihr Kind jedes Jahr neu bewertet wird. Aber unterm Strich bringt es was und ist auf jeden Fall eine Verbesserung der Situation. Als ich vor vielen Jahren aus NRW nach Bayern kam, galt das bayerische Modell der KiTa-Finanzierung den Kolleginnen aus NRW als Horror. Ich lebe und arbeite inzwischen ganz gerne in Bayern und finde das hiesige Modell der KiTa-Finanzierung ganz gut, auch und gerade im Vergleich zu NRW.

(Als (Stief-)Vater schulpflichtiger Kinder würde ich mir allerdings manchmal wünschen, wieder in NRW zu leben.)

Viele Grüße

Kurtchen

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Ich sehe das ein wenig anders. Wenn man sich die Qualität der heutigen Abiturienten anschaut, dann ist das oftmals vor 10 - 15 Jahren ein Realschulabschluß gewesen, der heutige Realschulabschluß hieß früher "Hauptschule" etc. Die Hürden sind heute die gleichen wie früher (qualitativ).

Gibt es fuer diese Behauptung irgendwelche Belege? Es klingt doch sehr nach "frueher war alles besser" und "was waren wir doch toll". Ich kann das jedenfalls nicht bestaetigen und ausserdem: Dass es immer schlechter wird, wird seit Ewigkeiten behauptet. Wir muessten ja schon laengst wieder in der Steinzeit angekommen sein. Und die von gewissen Leuten so gelobte DDR-Bildung war auch durchwachsen, da habe ich auch Leute kennengelernt, bei denen man sich fragte, wie die ueberhaupt an die Uni gekommen sind, geschweige denn an der Uni durchgekommen sind.

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Das viele unsinnige Studiengänge seit der Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse aus den Boden gestampft wurden, ist sicherlich vielen bekannt. Meine Highlights sind aber:

- Bachelor of Science in Komplementärmedizin (also Alternativmedizin) mit den Vertiefungsfächern Homöopathie und TCM der Steinbeis-Hochschule Berlin

http://shb-incom.de/studium/bsc-complementary-medicine/bsc-c-m-tcm/

- Bachelor of Education in Körperpflege der TU Darmstadt:

http://www.tu-darmstadt.de/studieren/abschluesse/bachelor/studiengaenge/koerperpflege_b_ed_.de.jsp

- Harry Potter - Modul an der Durham University: https://www.dur.ac.uk/faculty.handbook/archive/module_description/?year=2013&module_code=EDUC2381

- Promotion zum Doctor of Philosophy in Ufology an der Melbourne University

- das Studium des Skateboardings an der Uni Münster

http://www.uni-muenster.de/videoportal/video/skateboards_und_wissenschaft.html

- Space Master der Universität Wurzburg

http://www.spacemaster.uni-wuerzburg.de/startseite/

http://www.sueddeutsche.de/karriere/studiengang-meister-fuers-all-1.552227

Handelt es sich dabei um eine begruendete Auseinandersetzung oder um Vorurteile? Das Harry-Potter-Modul (also kein Studiengang) ist eine literaturwissenschaftliche Aueinandersetzung mit den Romanen. Warum sollte man sich mit diesen nicht beschaeftigen, jedenfalls, wenn man Literaturwissenschaft generell fuer sinnvoll haelt? Und das "Studium des Skateboardings" ist, wenn ich es richtig sehe, ein Film von Medienwissenschaftlern. Wiederum: Warum sollten Medienwissenschaftler keinen Film ueber Skateboarding und Wissenschaft machen? Warum sollte sich Sportwissenschaft nicht mit Skateboarding aueinandersetzen? Jedenfalls wenn man Sportwissenschaft nicht fuer an sich unsinnig haelt. Sportwissenschaft ist aber kein Ergebnis der juengsten Zeit. Und wenn schon, dann sollte man sich mit allen relevanten Sportarten beschaeftigen.

Kurz, manchmal entlarvt die Kritik das kritisierte, manchmal aber auch den Kritiker.

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Kling spannend.

[ATTACH=CONFIG]2859[/ATTACH]

Da steckt doch einiges drin mit Physik. An Unis gibt es auch unwissenschaftliches wie Gender studies.

Das ist ein ganz seriöser Master. Die Studenten haben beispielsweise vor Kurzem einem Satelliten in den Kosmos geschossen, erfolgreich. Das ist einfach eine Ausbildung im Bereich Raumfahrttechnik.

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Woanders werden diese Studiengänge unter Luft- und Raumfahrttechnik geführt. Die HS Osnabrück hat so einen, soweit ich weiß. Jedes Jahr starten da zwischen 3-10 Studenten im Bachelor. Danach gehts zu EADS oder Airbus...

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