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Welcher Betriebswirt verdient mehr?

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Ich beabsichtige, mich in Richtung Betriebswirtschaft weiterzubilden. Auf der Suche nach passenden Angeboten stieß ich auf vier verschiedene Betriebswirtfortbildungen bzw. Studiengänge, die da heißen:

- Geprüfter Betriebswirt IHK

- Staatl. gepr. Betriebswirt

- Diplom-Betriebswirt bzw Bachelor einer Berufsakademie

- Dipl.-Kfm., Bachelor bzw. Master in Betriebswirtschaftslehre von einer

(Fach-)Hochschule bzw. Uni

Meine Frage: Wozu so viele Betriebswirte? Wer verdient i.d.R. mehr? Ich habe mehrfach gelesen, dass ein staatl. gepr. Betriebswirt ein ca. 30% höheres Einstiegsgehalt haben soll, als ein BWL-Bachelor und sogar gleichviel bis geringfügig mehr wie ein BWL-Master.

Bearbeitet von HobbyArzt

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Meine Frage: Wozu so viele Betriebswirte? Wer verdient i.d.R. mehr? Ich habe mehrfach gelesen, dass ein staatl. gepr. Betriebswirt ein ca. 30% höheres Einstiegsgehalt haben soll, als ein BWL-Bachelor und sogar gleichviel bis geringfügig mehr wie ein BWL-Master.

Der staatlich geprüfte Betriebswirt und der Betriebswirt (IHK) sind keine akademischen Abschlüsse - in den Augen vieler akademischer Betriebswirte sind es somit eigentlich gar keine "richtigen Betriebswirte". Ferner genügen sie schon aus rein formellen Gründen den meisten Anforderungen in Stellenanzeigen nicht: Wenn eine Stellenanzeige einen Bachelor in BWL sucht (also ein Hochschulstudium) hat der staatlich gepr. Betriebswirt / Betriebswirt (IHK) somit auch nicht 30% mehr Gehalt - sondern eine 100%ige Absagequote. Das gilt bei einer Bewerbung auf einen Master natürlich ebenso.

Unterschiede beim Gehalt gibt es zwischen Uni und FH meines Wissens nach nicht mehr bemerkenswert. Ob man aber einen Bachelor oder Master hat, ist schon von Relevanz: Wer sich als Master auf einen Bachelor bewirbt ist formal überqualifiziert - umgekehrt bringt der Bachelor nicht die geforderte Qualifikation für eine Master-Arbeitsstelle mit.

Master (Uni) ist formal das höchste, gleichgestellt mit dem Dipl. Kaufmann an der Uni. Rein von den ECTS ist dann der Dipl. Kfm (FH) / Dipl. Betriebswirt ungefähr ein Bachelor, wobei es nicht zwingend sinnvoll ist, dies zu vergleichen, da es unterschiedliche Systeme waren.


Abgeschlossene Fernstudien: Dipl. Kaufmann, Dipl. Volkswirt (FernUni Hagen), Master of Laws (Universität Saarland)

Aktuelle Projekte: M.Sc. Wiwi an der FernUni (110 von 120 ECTS), Dipl. Wirtschaftsinformatik als Fernstudium an der FH Zwickau (42 von 90 ECTS)

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Ich habe mehrfach gelesen, dass ein staatl. gepr. Betriebswirt ein ca. 30% höheres Einstiegsgehalt haben soll, als ein BWL-Bachelor und sogar gleichviel bis geringfügig mehr wie ein BWL-Master.

Die Seiten wo du das gelesen hast sind eher im Bereich der Mythen und Fabeln zu vermuten.

Grundsätzlich, die "nicht studierten Betriebswirte" zählt die Gesamtvita, Betriebswirte von der VWA oder bei der IHK haben meist schon lange Berufserfahrung. Das Durchschnittsalter bei der IHK war afaik fast an die 40. - Wenn sich diese Leute auf eine Bachelor-Stelle bewerben würde ich nicht 100% Absagequote sagen, aber bei den gängigen "Rosinenpickern" 80%+, dazu braucht es eine offene Haltung. Wenn das Gesamtpaket passt und die Stelle es erfordert dann wird man einen Berufserfahren XZ-Betriebswirt einem pickeligen Bachelor vorziehen. - Wenn die Bewerber bei einem eh morgens aus dem Bus aussteigen und man es sich aussuchen kann dann aber nicht. Punkt aus.

Ich beabsichtige, mich in Richtung Betriebswirtschaft weiterzubilden. Auf der Suche nach passenden Angeboten stieß ich auf vier verschiedene Betriebswirtfortbildungen bzw. Studiengänge, die da heißen:

Was ich dir sagen kann,

der staatlich geprüfte Betriebswirt ist insbesondere für jüngere Leute ohne Abitur oder Fachhochschulreife interessant die Zeit haben, er ist weil hier viel "Schulstoff" mit eingebaut ist relativ umfangreich vo den Stunden her... Was die Anrechnung für ein BWL Studium angeht aber nicht einheitlich, je nach Bundesland oder Fachschule differieren die Kursinhalte nicht unerheblich. Kann also "etwas über Fachwirt sein", bis ca 90 ECTS... also schon die Hälfte vom Bachelor.

der "geprüfte Betriebswirt" der IHK setzt einen Abschluss zum Fachwirt normal vorraus, diese Modelle sind zur Berufsbegleitung gedacht und wenn du Fachwirt+Betriebswirt nach der IHK hast dann brauchst du bis zum Bachelor nur noch ein 2-3 semester langes Aufbaustudium, was hier fehlt sind Mathe und Statistik ausführlich sowie Wirtschaftsinformatik, ansonsten lernste hier wirklich BWL-Wissen auf FH-Niveau und praxisorientiert, also durchaus so das du direkt im Berufsleben was mit anfangen kannst.

neu ist noch ein "geprüfter Betriebswirt" der Handwerksordnung, der ist im Prinzip recht ähnlich aufgestellt aber mehr für den Kleinbetrieb gedacht. Internationale Rechnungslegung etc. spielt da keine Rolle, dafür dann Stoff den die IHK beim Fachwirt ansiedeln.

Mit dem Bachelor ist zumindest laut den Umfrage der Unterschied zwischen UNI und FH bei den Gehältern verwischt, was man noch grob sagen kann, der Focus auf den Universitäten liegt noch bei der "quantitativen BWL" also im vgl. deutlich mehr Mathe und Statistik, bei den FH tendentiell weniger, aber auch nicht immer und überall. Viele Hochschulen entschlacken ihre Studiengänge aber gerade in "quantitativen Elementen" damit mehr Zeit für das Selbststudium bleibt... ob die aktuelle Generation der Vollzeitstudenten in de Fächern da überhaupt dran interessiert ist mag ne andere Frage sein.

Wie auch immer, du willst dich weiterbilden weil du wahrscheinlich merkst das dir Wissen fehlt, grundsätzlich führen viele Wege nach Rom. Du solltest also das wählen was am besten in dein Leben passt. Wenn du nur mittlere Reife hast und grad ausgelernt hast mit knapp 20 dann kommt der staatlich geprüfte Betribswirt sicher sehr interessant, wenn du Abitur hast und paar Jahre "aussetzen kannst" schlicht ein BWL Vollzeitstudium... und wenn es flexbel sein soll, oder du schon etwas älter bist ein Modell der Handelskammern.

Bearbeitet von Markus Jung
Zitat repariert

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Das sind schon verschiede Abschlüsse, doch darauf kommt es nicht unbedingt an. Wichtiger ist die Position im Unternehmen (GF, Controller, Einkauf etc) und die Berufserfahrung. Inhalte einer Weiterbildung/Studium machen auch viel aus. Darum wähle was zu dir paßt.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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Hallo!

Wie oben bereits erwähnt, sind die genannten Abschlüsse ganz unterschiedlichen Bereichen (akademisch/professionell) zuzuordnen.

Ich weiß nicht, wie es bei Dir im Unternehmen aussieht. Für das Unternehmen, bei dem ich beschäftigt bin, kann ich allerdings sagen, dass es beim Verdienst nicht unbedingt auf Deinen Abschluss, sondern vielmehr auf Deine Tätigkeit ankommt. Wenn Du als staatl. gepr. Betriebswirt die gleiche Tätigkeit wie ein Dipl.-Betrw. (FH) ausübst, kannst Du auch mit ungefähr dem selben Gehalt rechnen.

Anders wiederum, wenn Du als staatl. gepr. Betriebswirt beispielsweise die Leitung einer bestimmten Abteilung oder eine Funktionsstelle inne hast. Nun verdienst Du auf jeden Fall mehr, als der Dir hierarchisch (aufgr. der Tätigkeit) untergeordnete Dipl.-Betrw. (FH), dessen neuer Vorgesetzter Du bist.

Ich würde Dir allerdings trotzdem zu einem akademischen Studiengang raten, da Du dann später auch für Positionen in Frage kommst, für die ein staatl. gepr. Betriebswirt oftmals nicht mehr ausreichen ist (z. B. Hauptabteilungsleiter, Bereichsdirektor, Geschäftsführer etc.).

Viele Grüße, ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen!

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Was bringt Du denn mit, wenn Du von weiterbilden sprichts?

Ausbildung? Erststudium? Berufserfahrung?

All das hat Einfluss auf die Planung.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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Was sind denn ungefähre Einstiegsgehälter von Bachelor-Betriebswirten und staatl. gepr. Betriebswirten? Was ist angesehener, M.A. oder MBA?

Für welche Positionen sind die Studiengänge Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie geeignet und wie sind dir Chancen gegenüber einen rein akademischen Betriebswirt?

Ich bin Hauptschüler ohne Berufsausbildung mit Fortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK. Ich beabsichtige eine Heimleiterposition in einen Pflegeheim zu ergreifen, eine höhere Position im Handel zu ergreifen oder mich mit einer Personaldienstleistungsgesellschaft selbständig zu machen.

Bearbeitet von HobbyArzt

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Ich bin Hauptschüler ohne Berufsausbildung mit Fortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK. Ich beabsichtige eine Heimleiterposition in einen Pflegeheim zu ergreifen, eine höhere Position im Handel zu ergreifen oder mich mit einer Personaldienstleistungsgesellschaft selbständig zu machen.

Was machen Sie denn zur Zeit beruflich und wie alt sind Sie?

Denn wie das mit Ihren Zielen klappen wird (und damit auch mit Ihrem angestrebten Einkommen), hängt maßgeblich von der Gesamtsituation ab.

Sabine Kanzler

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Was sind denn ungefähre Einstiegsgehälter von Bachelor-Betriebswirten und staatl. gepr. Betriebswirten? Was ist angesehener, M.A. oder MBA?

Die Einstiegsgehälter hängen stark von der Branche und der Position ab. Im Netz gibt es jede Menge Informationsportale zu Gehältern. Da würde ich mich mal durchwühlen.

Was ist angesehener, M.A. oder MBA?

Da sind ganz unterschiedliche Ausrichtungen. Meines Wissens nach macht der MBA für Hochschulabsolventen nicht-betriebswirtschaftlicher Studiengänge mehr Sinn.

Auch das ist wieder ein so weites Feld, und dazu gibt es hier auch schon so manche Diskussion. Ich würde einfach mal im Forum suchen (Schlagwort MBA).

Für welche Positionen sind die Studiengänge Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie geeignet und wie sind dir Chancen gegenüber einen rein akademischen Betriebswirt?

Das sind auch beides akademische Abschlüsse, jedoch mit unterschiedlich ausgerichteten Schwerpunkten neben dem betriebswirtschaftlichen Teil.

Ich würde mir zuächst einmal die Inhalte anschauen, dann kann man schon erroieren, wofür diese ggf. geeignet sein könnten.

Auch hier gilt wieder: alles richtet sich nach der angestrebten beruflichen Ausrichtung (und nach persönlichem Interesse und der beruflichen Planung).

Ich bin Hauptschüler ohne Berufsausbildung mit Fortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK.

Und, welche Tätigkeit übst Du gerade aus?

Wie alt bist Du?

Ich beabsichtige eine Heimleiterposition in einen Pflegeheim zu ergreifen, eine höhere Position im Handel zu ergreifen oder mich mit einer Personaldienstleistungsgesellschaft selbständig zu machen.

Das sind sehr unterschiedliche Ausrichtungen.

Bei einer Heimleiterposition im Bereich Pflege würde ich auch de pflegerischen Teil nicht unbeachtet lassen - sei es im Bachelor oder dann im Master.

Was ist eine höhere Position im Handel? Und, welcher Handel ist gemeint?

Der Weg sich mit einer Personaldienstteistungsgesellschaft selbstständig zu machen erfordert Wissen im Personalbereich. Hizu kommt, dass man für eine Selbständigkeit "Machermentalitäten" besitzen sollte /muss.

Alles in Allem ercheint mir das Alles sehr vage, da die Ausrichtung noch garnicht klar ist. Auch dieser gedankliche Ansatzpunkt, seinen Fokus auf den höchst möglichen Einkommseinstieg auszurichten halte ich persönlich für suboptimal. Man sollte sich eher an dem orietieren, was einen interessiert, und was man sich beruflich vorstellen kann.

Persönlich denke ich jedoch, dass keines der drei Ziele mit einem nicht-akedemischen Abschluss zu erreichen ist. Und, will man sich alle Wege offen halten, würde ich einen generalistischen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre asntreben.

Und, über Master oder MBA erst später Gedanken machen.


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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Ich bin Hauptschüler ohne Berufsausbildung mit Fortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK. Ich beabsichtige eine Heimleiterposition in einen Pflegeheim zu ergreifen, eine höhere Position im Handel zu ergreifen oder mich mit einer Personaldienstleistungsgesellschaft selbständig zu machen.

für eine Heimleiterposition gibt es Voraussetzungen:

1) Wer ein Heim leitet, muß hierzu persönlich und fachlich geeignet sein. Er muß nach seiner Persönlichkeit, seiner Ausbildung

und seinem beruflichen Werdegang die Gewähr dafür bieten, daß das jeweilige Heim entsprechend den Interessen und

Bedürfnissen seiner Bewohner sachgerecht und wirtschaftlich geleitet wird.

(2) Als Heimleiter ist fachlich geeignet, wer

1. eine Ausbildung zu einer Fachkraft im Gesundheits- oder Sozialwesen oder in einem kaufmännischen Beruf oder in der

öffentlichen Verwaltung mit staatlich anerkanntem Abschluß nachweisen kann und

2. durch eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in einem Heim oder in einer vergleichbaren Einrichtung die

weiteren für die Leitung des Heims erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat. Die Wahrnehmung

geeigneter Weiterbildungsangebote ist zu berücksichtigen.

(3) Wird das Heim von mehreren Personen geleitet, so muß jede dieser Personen die Anforderungen des Absatzes 1 erfüllen.

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/heimpersv/__2.html

erfüllst du diese Voraussetzungen?

was genau verstehst du unter einer "höheren Position im Handel"? Filialleiter oder noch höher? bei Lidl z. B. wird dafür eine abgeschlossene Ausbildung erwartet - die du nicht hast.

http://www.filialleiter-lidl.de/

um dich selbständig zu machen, brauchst du solche Voraussetzungen natürlich nicht - wenn du aber erfolgreich werden möchtest, brauchst du auch eine Menge Kenntnisse: z. B. Fachkenntnisse, Kenntnisse im kaufmännischen Bereich und vieles mehr

es wäre wohl sinnvoll, wenn du zunächst mal überlegst, was genau du machen möchtest - dann wirst du auch den geeigneten Weg finden.

wie sieht denn dein bisheriger Werdegang aus? was machst du beruflich, was kannst du, über welche Fähigkeiten und Stärken verfügst du? was bist du bereit, in eine Fortbildung zu investieren - an Zeit und Geld?

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