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Informatik oder Sozialinformatik?


kurtchen

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Wenn Bedarf, jedoch kein Budget da ist, dann würde ich den Teufel tun und mich derart spezialisieren. Denn warum soll ein "normaler" Arbeitgeber jemanden einstellen, der sich so auf ein Segment eingeschossen hat? Man studiert damit ggf. in Richtung "Außer Spesen nichts gewesen."

Ich denke, da versucht ein Anbieter sich mit einem interessant klingenden Namen auf dem Markt bekannt zu machen und hat damit eher seine eigenen Interessen im Auge als die seiner Studenten.

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Glaube ich nicht, dass das der Hochschule so nützt. Das ist ja kein privater Anbieter, der sich über Studiengebühren finanziert. Der Studiengang ist neu und ziemlich klein. Ich nehme der HS Fulda ab, dass man versucht, auf eine wahrgenommene Kompetenzlücke im sozialen Bereich zu reagieren, indem man ein passgenaues Bildungsangebot macht. Finde ich mutig, dass die was neues probieren und das Studienangebot finde ich interessant. Medieninformatik oder Bioinformatik hat es auch nicht immer gegeben.

Mich beschäftigt im Moment eher, ob der Studienplan flexibel genug an meine Lebenssituation anpassbar ist. Im Moment würde es gut passen, aber ich arbeite auf einer befristeten Stelle. Die wird zwar wahrscheinlich immer wieder verlängert, aber letztlich weiß ich nicht, wo, was und in welchem Umfang ich die nächsten 4 Jahre arbeite. Da wäre die größere Flexibilität der WBH schon nicht schlecht.

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Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Studenten der Wirtschaftsinformatik, der wohl schon mal für soziale Einrichtungen tätig war. Er meinte sinngemäß, dass es in dem Bereich eigentlich schon einen großen Bedarf an IT-Fachkräften gebe.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Studenten der Wirtschaftsinformatik, der wohl schon mal für eine Schiffsbaufirma tätig war. Er meinte sinngemäß, dass es in dem Bereich eigentlich schon einen großen Bedarf an IT-Fachkräften gebe...

Rechtfertigt das jetzt den Studienzweig Schiffsbauinformatik? Oder anders gefragt: Braucht jede Nische ihren Spezialinformatiker? Oder nochmal anders gefragt: Was kann ein Sozialinformatiker, was ein Informatiker nicht kann?

Ich will dir nichts ausreden, denn es bleibt jedem selbst überlassen, was er studiert, aber ich würde mir trotzdem nochmal genau überlegen, was du dir von diesem Studium erhoffst und ob dieses erdachte Tätigkeitsprofil mit dem eines Sozialinformatikers übereinstimmt, so es ein solches überhaupt gibt. Denn allein auf die Aussage, dass es "[..]in dem Bereich eigentlich schon einen großen Bedarf an IT-Fachkräften gibt", würde ich nicht bauen. Was ist "der Bereich"? Was ist "großer Bedarf"? Was ist überhaupt eine "IT-Fachkraft"? Ich habe den Eindruck, hier wird Computerschrauber und Systemadministrator/Netzwerktechniker mit einem Informatiker verwechselt. Informatik hat damit ungefähr soviel zu tun wie ein Fließbandarbeiter eines Automobilherstellers mit einem Rennfahrer. Beide "machen was mit Autos", aber der eine baut sie, der andere fährt sie, das sind zwei paar Schuhe [Anm.: Das soll bitte keine wertende Aussage über diese Berufsbilder sein!]. Die Rolle des Sozialinformatikers in diesem metaphorischen Bild ist es übrigens, den fertig montierten Wagen nochmal zu inspizieren und zum Kunden zu fahren. Das kann ja auch Spaß machen. Wenn es das tut, ist Sozialinfo das Richtige für dich, wenn du lieber montierst (Sysadmin/Netzer/Schrauber) oder rennfährst (Informatiker), dann nicht.

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