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Sando23

Bachelor oder Master Wirtschaftspsychologie als Quereinstieg?

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Sando23

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

für meinen angestrebten Quereinstieg in den Bereich Personalmanagement suche ich nach dem richtigen Weg.

Meine Ausgangssituation ist wie folgt:

Nach meinem Abitur habe ich VWL an einer Präsenzuni studiert und mit Diplom abgeschlossen. Gegen Ende des Studiums wurde jedoch immer klarer, dass ich in diesem Beruf nie arbeiten werde, dennoch habe ich mich seinerzeit durchgebissen.

Stattdessen habe ich eine Trainerlaufbahn eingeschlagen und die letzten 15 Jahre im (Nachwuchs-) Leistungssport hauptamtlich gearbeitet. Da ich selbst Leistungssportler war und hier einige Kontakte hatte, fiel mir der Einstieg nicht schwer. Hierzu habe ich auch sämtliche Trainerlizenzen sowie ein Diplom-Trainerstudium (berufsbegleitend, wird teilweise auch als Sport-Bachelor anerkannt) erfolgreich absolviert. Betätigungsfelder waren über die komplette Zeit Landesauswahlen und Nationalmannschaften.

In den letzten Jahren wurde der Wunsch nach Veränderung immer größer, eine Fernlehrgang an der Deutschen Sportmanagementakademie, die ich im letzten Jahr mit dem Sport-Betriebswirt (DSA) abschloss, brachte jedoch nur die Erkenntnis, dass ich aus dem Sportsektor raus möchte.

Inspiriert durch meine NLP-Ausbildung, die ich ebenfalls im letzten Jahr absolvierte, habe ich mich mit den Themen Training und Coaching sowie Personalentwicklung und Personalauswahl beschäftigt.

Mir ist klar, dass dies vielfältige und auch sehr weite Themen sind, eine Einschränkung auf ein Berufsfeld fällt mir jedoch schwer, da ich keinerlei praktische Erfahrungen in diesen Bereichen habe.

Ein Fernstudium der Wirtschaftspsychologie erscheint mir für den angestrebten Weg geeignet zu sein. Nun stellt sich jedoch auf Grund meiner Vorqualifikationen die Frage als Bachelor- oder als Master-Studium.

Die Dauer (wegen Anrechnung von Vorleistungen durch das VWL-Diplom) und die Gebühren sind für mich kein Kriterium, da nahezu gleich. Bleibt der höherwertigere Master-Abschluss als wesentlicher Vorteil übrig. Demgegenüber stehen die möglichen Vorteile beim Bachelor: besserer Einstieg (z.B. als Werkstudent, Praktikant?) und das etwas allgemeinere sowie flexiblere (z.B. bzgl. Beginn, Ablauf, Ausrichtung) Studium.

Wie seht ihr das ? Auf welche Weise ist der Einstieg leichter? Ach ja, nicht unerheblich: ich bin Mitte 40.

Viele Grüße

Sando23

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HobbyArzt

Also ich würde erst den Bachelor und danach den Master machen. Ich denke, ein Bachelor of irgendwas anderes, der einen Master in wirtschaftspsychologie macht, ist weniger kompetent in diesem Bereich als jemand der vorher einen Bachelor in wirtschaftspsychologie gemacht hat.

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FutureStudent

Hi,

ja und nein, ich finde es fast geschickter, wenn Du Dich für den Master entscheiden würdest. Das aufgrund der Tatsache, dass Du ja schon Mitte 40 bist und ein Master in WiPsy nach einem VWL-Diplom ja auch nicht allzu fachfremd ist.

In der VWL geht es ja genauso wie auch in der WiPsy um analytische Fähigkeiten und die bringst Du ja bereits aus Deinem Erststudium zum Großteil mit. Für typische Berufsfelder von Wirtschaftspsychologen (z. B. Personalabteilung, Marketingmanagement etc.) ist ein Volkswirt auch nicht ungeeignet (zumal Du, wie Du schreibst, ja schon eine berufsbegleitende BWL-Weiterbildung - wenn auch im Sportbereich - mitbringst).

Hast Du schoneinmal daran gedacht, Dich evtl. bei den "großen" Fitnessfirmen (z. B. McFit etc.) auf genau diese Bereiche zu bewerben (also weg von der aktiven Trainertätigkeit hin zu einer operativen Mnagementtätigkeit)?

So könntest Du ggf. bereits während Deines WiPsy-Masters Erfahrung in diesem Bereich sammeln. Desweiteren denke ich auch, dass Du mit Deinem beruflichen Werdegang leichter in z. B. Marketing-/Personalabteilungen dieser Unternehmen reinrutschen könntest, als beispielsweise bei anderen Industrieunternehmen.

Viele Grüße! :)

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OldSchool1966
Also ich würde erst den Bachelor und danach den Master machen. Ich denke, ein Bachelor of irgendwas anderes, der einen Master in wirtschaftspsychologie macht, ist weniger kompetent in diesem Bereich als jemand der vorher einen Bachelor in wirtschaftspsychologie gemacht hat.

Naja...ganz so einfach würde ich das nicht sehen.

Es gibt Master Wirtschaftspsychologie, die explizit den Bachelor in Wirtschaftspsychologie voraussetzen (wie z.B. an der PFH). Es gibt aber auch Master, die eben keinen Bachelor in Wirtschaftspsychologie vorraussetzen.

Was die Inhalte angeht, sind auch die Ausrichtungen unterschiedlich: a) Markt- und Werbepsychologie (was im Grunde für die oben genannten Ziele irrelevant ist); B) Arbeits- und Organisationspsychologie (was eher passen würde). Bei Letzterem gibt es auch wieder uterschieldiche Kombiationen: Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management; Wirtschaftspsychologie & Change Management (z.B. SRH Riedlingen);

Und dann gibt es noch Nuancen, die Teilgebiete von oben zum Inhalt haben: Systemisches Management und Nachhaltigkeit (AKAD); Organizational Management Spezialisierung Human Resources und Kompetenzmanagement (Ruhr-Universität Bochum).

Ich würde da eher auf die Inhalte schauen (und persönlich keinen Bachelor mehr machen), da Sando23 bereits ein Diplom hat - in VWL.


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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Sando23

Hallo,

danke für eure Antworten.

@FutureStudent: Teile Deine Meinung, dass ich einige Inhalte aus meinem VWL-Studium in Wipsy gebrauchen kann, zumal ich als Wahlfach und Diplomarbeitsthema Statistik hatte...

Der Fitnesssektor ist absolut nicht mein Ding. Ich denke, um im Management im Fitnessbereich zu landen, würde ein Master in Sportmanagement mehr helfen, aber das ist ja auch nicht das Ziel.

Ich denke, dass der Bachelor etwas allgemeinere Inhalte vermittelt, was die Studienpläne der Anbieter, die in die engere Wahl kommen (z.B. SRH Riedlingen, FOM) auch bestätigen. Hier werden neben den psychologischen auch noch Managementthemen vermittelt, während beim Master nur noch psychologische Inhalte im Vordergrund stehen.

Für den "klassischen" Weg, das theoretische Wissen mit einem Bachelor Studium erwerben und praktische Erfahrungen mit Praktika und Tätigkeiten als Werkstudent sammeln, bin ich ja leider 20 Jahre zu alt ;)

Viele der Master kommen für mich auch nicht in Frage, da ich die Zulassungsvoraussetzungen (z.B. einschlägige Berufserfahrung) nicht erfülle oder sie zu spezielle Inhalte vermitteln, weil sie für eine andere Zielgruppe konzipiert wurden.

Aber bei FOM und an der SRH in Riedlingen würde beides gehen und beide würden mir in etwa auch das gleiche anerkennen (beim Bachelor). Tja, nur inhaltlich unterscheiden sich die beiden beim Master kaum.

Viele Grüße

Sando23

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Markus Jung

Aufgrund deiner wirtschaftlichen Vorkenntnisse würde ich auch eher einen Master-Studiengang empfehlen, der darauf aufbaut. Ein Master sieht da besser aus als ein Bachelor (auf den dann ja eigentlich auch noch der Master folgen sollte) und ein Master ist kürzer als ein Bachelor, was ich bei deinem Alter und Wunsch nach Veränderung auch nicht vernachlässigen würde.

Allerdings würde ich auch schauen, wo du auf deiner bisherigen Erfahrung und Tätigkeit aufbauen kannst. Warum willst du denn unbedingt komplett vom Sport weg? - In anderen Bereichen konkurrierst du mit jungen Mitbewerbern, die akademisch ebenso gut oder vielleicht besser qualifiziert sind als du. Dein Vorteil ist die Berufserfahrung, die du in den letzten Jahren erworben hast. Diese würde ich an deiner Stelle versuchen zu nutzen.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Sando23
Aufgrund deiner wirtschaftlichen Vorkenntnisse würde ich auch eher einen Master-Studiengang empfehlen, der darauf aufbaut. Ein Master sieht da besser aus als ein Bachelor (auf den dann ja eigentlich auch noch der Master folgen sollte) und ein Master ist kürzer als ein Bachelor, was ich bei deinem Alter und Wunsch nach Veränderung auch nicht vernachlässigen würde.

Allerdings würde ich auch schauen, wo du auf deiner bisherigen Erfahrung und Tätigkeit aufbauen kannst. Warum willst du denn unbedingt komplett vom Sport weg? - In anderen Bereichen konkurrierst du mit jungen Mitbewerbern, die akademisch ebenso gut oder vielleicht besser qualifiziert sind als du.

Dein Vorteil ist die Berufserfahrung, die du in den letzten Jahren erworben hast. Diese würde ich an deiner Stelle versuchen zu nutzen.

Die Dauer spielt weniger eine Rolle, da mir bei einem Bachelor mehrere Module anerkannt würden (Zusagen der SRH Riedlingen und FOM liegen mir dazu schon vor), sodaß hier ebenfalls mit 4 oder 5 Semestern zu rechnen ist.

Das ist mir durchaus bewußt, daher war der Plan die fehlende praktische Erfahrung durch Praktika und vor allem durch Werkstudent-Tätigkeiten zu sammeln, um so einen Fuß in die berühmte Tür zu bekommen.

Hast Du da konkrete Vorstellungen in welchen Bereichen?

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Markus Jung
Hast Du da konkrete Vorstellungen in welchen Bereichen?

Nein. Du selbst hattest ja geschrieben, dass dich die "Themen Training und Coaching sowie Personalentwicklung und Personalauswahl" interessieren. Und diese Bereiche gibt es ja auch bei Unternehmen aus der Sportbranche, bei Vereinen oder auch bei Sportartikel-Herstellern.


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