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csab8362

Lernsteigerung durch aktive Substanzen

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Hallo Leute! Ein Thema welches mich wirklich sehr interessiert, sind Medikamente oder Stoffe die während des Lernens oder der Prüfung eingesetzt werden und die Verteilung in der Bevölkerung.

Sozusagen Geistiges Doping.

Und wie haltet es ihr mit dem Thema? Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht?

Es gibt ja wirklich unzählig viele Möglichkeiten, von Koffein angefangen über Omega,3 Fettsäuren, Homöopathie, pflanzliche Präparate (wie Ginseng, Melisse, Baldrian, Passionsblume), B Vitamine zu den (halb)illegalen Substanzen, wie Cannabis, Ritalin, Kokain usw. Und natürlich Alkohol und Zigaretten.

Klingt komisch aber z.B. bei mir war es so, dass eine Freundin und ich uns einmal pro Woche zum lernen getroffen haben, dabei gemeinsam eine Flasche Wein getrunken haben und danach ausgegangen sind. Das Resultat unsere Noten haben sich um ca 1,5 Punkte verbessert. Und es war wirklich eine tolle Zeit, mit viel Spaß und ohne Zwang.

Ebenso ist es mit dem Kaffee, wobei es wahrscheinlich bei Wein und Kaffe ja wirklich um das gesellschaftliche geht und um die Regelmäßigkeit (besser über längere Zeit verteilt als kurz vor der Prüfung zu lernen) (regelmäßig lernen nicht regelmäßig Alkohol konsumieren)

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Bearbeitet von csab8362

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Ist gerade recht stark in den Medien wegen so ner Krankenkassenstudie.

Von wegen Medikamenten etc.

Ritalin wurde in meiner Schulzeit "an mir getestet", Intelligenter als ohnehin schon wird man dadurch nicht, die "Emotionsabschwächung" und die antidepressive Wirkung haben aber geholfen im "System" zu "überleben". Nach der Abschlussarbeit hab ich das Zeug nie mehr gebraucht. Glaub das die ADHS Sammeldiagnose und Ritalinvergabe im wesentlichen nur ne einfache Feldabhilfe für Gesellschaftsprobleme ist denen man nicht auf den Grund gehen mag.

Magnesium... Das ist wenn man sich auch noch bewegt relativ wichtig fürs Gehirn hab ich festgestellt. Ob "Studentenfutter" oder Brausetablette nicht so wichtig.

Letzter Prüfungstag 4 Klausuren hintereinander über 6 Stunden. Und das auch noch mit Wechselschicht? Kaffee geht da nicht viel weil man dauernd auf die Toilette muss. Da benutz ich nen Guarana-Schnupftabak. Ansonsten statt Kaffee auch mal nen Mate-Tee. Versuch normal aber ausreichend zu schlafen.

Alkohol und lernen eher nicht, halbtrockener oder lieblicher Rotwein geht ein Glas zum lesen schon, aber außer dem Zucker passiert da nix. Und Bier und Schnapps haben bei mir einschläfernde Wirkung.

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Moin!

Ich habe mir, als ich noch zur Uni ging, regelmäßig wochenlang vor Prüfungen Baldriantropfen schluckweise zu mir genommen um ruhig zu bleiben (ich war in meinen 20ern extrem nervös - und ich meine Baldrian, das ist kein Euphemismus für Schnaps). Aufgehört habe ich als ich anfing nervös zu werden als sie alle war und ich daran merkte, das ich schon halbwegs psychisch abhängig war! Also, lasst es lieber ganz... bin jetzt auch klüger geworden., ehrlich...

Gruß

Julien Caussin

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Danke für deine Antwort. Du hast ja doch schon einige Erfahrungen.

Hoffe du hast den Ritalin Medikamententest gut überstanden. War mal einen Vortrag über Kinderpsychiatrie und da hat der Vortragende gemeint, dass Magnesium, Omega 3 und das richtige homöopathische Mittel gemeinsam mit Ergotherapie und richtiger Ernährung und genügend Bewegung besser bzw. gleich effektiv ist wie Ritalin. Aber das ist in der jetzigen Gesellschaft fast nicht möglich. Braucht Unmenge viel Zeit und Geld. Von 10 Verschreibungen braucht es nur 1 Kind wirklich. Ist natürlich auch stark ortsabhängig.

Magnesium ist sowieso Hammer.

Guarana kenne ich nur die airbeans zum lutschen und mate hab ich nur einmal probiert und hat mir nicht geschmeckt, aber das hat mir Kaffee auch anfangs nicht.

Guarana

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Nach 10 Jahren auf einer Station für Doppeldiagnosen (Schizophrenie und Sucht) kann ich aus Erfahrung sagen:

Finger weg von den Drogen - Illegal und "legal"... Und vor allem - wirklich vor allem - Finger weg insbesondere während der Adoleszenz!

Offtopic: Ritalin=Speed(!) braucht kein Kind. Die Eltern sind meist diejenigen, die es "verbockt" haben. Lest einfach mal was von Michael Winterhoff.

Ich kenne wirklich viele Lebensläufe von meinen Patienten... Die Ursachen sind fast immer gleich...

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Macht sowas nicht...Außerdem ist es sehr wohl ein großer Unterschied ob Wein oder Kaffee!!

Kaffee, klar, aber nicht im Übermaß. Ich nehme nichts, außer meine Gedanken, Prokrastination, was schönes machen zwischendrin. Man lernt ja außerdem normalerweise im Studium genug Lernmethoden, die sozialen Studiengänge vermitteln oft auch den Rest zum Thema Motivation, etc...da kann man doch viel dabei für sich selbst herausziehen. Und Zeitmanagement ist wichtig!

Ich hatte mal jemand in der Klasse, die war total aufgeregt und hat sich verschiedene pflanzliche Beruhigungsmittel reingepfiffen. Leider vertrug sie eine Mischung nicht wirklich und hat somit eine Prüfung ziemlich verhauen, da sie total müde und daneben war.

Für mich steht im Juni eine Prüfung an, die meine letzte Chance ist in einem bestimmten Fach. Da habe ich natürlich Angst. Aber: wichtiger ist, dass ich mir sagen kann, alles dafür getan zu haben, dass ich bestehen kann. Ich werde also eine gute Lernstrategie entwickeln und gut lernen und es möglichst auf mich zukommen lassen. Ich mache, was ich gelernt habe und sage mir, dass ich andere Dinge auch bestanden habe, außerdem kenne ich ja die Gründe, warum ich durch die Prüfung durchgefallen war, es lag nichtmal direkt am Lernen. (steht im Blog was war). Ich werde jedenfalls nichts zu mir nehmen. Vielleicht teste ich aber, was ich in Psychologie gelernt habe...Thema Konditionieren *g*. Bei meiner Katze klappt es schon mal, dann wirds bei mir auch klappen ;-)

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Nach 10 Jahren auf einer Station für Doppeldiagnosen (Schizophrenie und Sucht) kann ich aus Erfahrung sagen:

Finger weg von den Drogen - Illegal und "legal"... Und vor allem - wirklich vor allem - Finger weg insbesondere während der Adoleszenz!

Offtopic: Ritalin=Speed(!) braucht kein Kind. Die Eltern sind meist diejenigen, die es "verbockt" haben. Lest einfach mal was von Michael Winterhoff.

Ich kenne wirklich viele Lebensläufe von meinen Patienten... Die Ursachen sind fast immer gleich...

Stimme dir vollkommen zu. Arbeite auch mit vielen dieser Doppeldiagnose Patienten und echt Respekt wenn du das Tag für Tag durchstehst, ich hab nur stundenweise Kontakt mit ihnen.

Aber meine Schwester studiert an einer Präsemzuni und da ist es ganz normal sich was Leistungssteigerndes einzuwerfen. Es würde mich echt voll interessieren wie viele vor Prüfungen was genommen haben.

Das heißt aber nicht dass ich es gut finde.

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Aber meine Schwester studiert an einer Präsemzuni und da ist es ganz normal sich was Leistungssteigerndes einzuwerfen. Es würde mich echt voll interessieren wie viele vor Prüfungen was genommen haben.

Das heißt aber nicht dass ich es gut finde.

Gibt es bald vor Prüfungen einen Drogentest? In Amerika könnte es ja normal sein, doch nicht hier.

Traubenzucker und Nüsse sind bekannt bei Prüfungen. Nur legal lernt man ehrlich.

http://www.ksta.de/ernaehrung/schlau-lernen-diese-lebensmittel-sind-doping-fuers-hirn,15938556,22280496.html

http://bildung-ab-50.de/brainfood/nuesse/

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Bei mir wirken einige Sachen einfach nicht, auch einige Schmerzmittel nicht.

Andere wirken, haben aber unerwünschte Nebenwirkungen, wie z.B. Rhodiola (Rosenwurz). Das macht mich zwar wacher und aufnahmefähiger, aber ich bekomme davon Kopfschmerzen. :(

Also bleibt mir nur der gute alte Kaffee, um mich an langen Hochschultagen einergermaßen wach zu halten.

Klingt komisch aber z.B. bei mir war es so, dass eine Freundin und ich uns einmal pro Woche zum lernen getroffen haben, dabei gemeinsam eine Flasche Wein getrunken haben und danach ausgegangen sind. Das Resultat unsere Noten haben sich um ca 1,5 Punkte verbessert.

Ich kann auch abends gut lernen, dabei eine Flasche Wein trinken und schreibe am nächsten Tag gute Noten. :confused:

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Offtopic: Ritalin=Speed(!) braucht kein Kind. Die Eltern sind meist diejenigen, die es "verbockt" haben. Lest einfach mal was von Michael Winterhoff.

Sind immer die Eltern schuld? Naja, wer hat schon "perfekte" Eltern? Ist ne allzu leichte Ausrede, die Probleme von "ADHS" Patienten beginnen meist erst in der Schule und werden dann halt von Jahr zu Jahr potentiert.

Wenn dann noch die Pubertät und die seit den 90ern aus den USA übernommene moderne "Jungenpädagogik" dazukommt ist das als "Massenphänomen" halt echt kein Wunder. Will nur keiner hören.

Nach mehr "autoritärer Erziehung" schreien ist auch einfach und naiv, steigert dann zwar den Widerstand und das Agressionspotential... und wenn der Hund am Ende "mannscharf" genug geprügelt ist will keiner Schuld sein wenn er irgendwen zerbeißt.

Mag sein das es auch echt neurologisch bedingte ADHS Patienten gibt die der Stimulanz bedürfen (So genau wie man tut weiß man das aber nicht), aber das ganze lief bis vor kurzem halt nach dem Motto "Versuch macht kluch", "entweder bringen Pillen ne Verbesserung - oder eben nicht".

Eine sehr bequeme und billige Lösung für alle. Das "Problemkind" ist nur "krank", und das ganze Umfeld kann sich einreden immer alles richtig gemacht zu haben.

Die "wahren Ursachen" für meine Probleme war schlicht ne verschleppte "Dauerdepression" von der 2. bis zu 10. Klasse von der ich mich letztendlich selbst befreien musste.

Sicher hätten meine damals sehr jungen Eltern das eine oder andere anders machen müssen, aber sie haben sich immer nach ihren Möglichkeiten bemüht. Ich hatte im Schulsystem das Pech immer genau zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, das waren schlicht die Auslöser für gleich mehrere Teufelskreise.

Ritalin = Speed?

Ganz so einfach kann man es sich auch nicht machen. Normal verschreibt man es ja in "geringen" Dosen, das es wie Speed wirkt muss man schon doppelte Tagesdosis auf einmal nehmen oder so.

Auf mich hat das im Prinzip eigentlich auch nur wie ein starker Kaffee gewirkt und in gewissem Maße werden "Emotionen" unterdrückt. Letztendlich besser als gar keine "Hilfe" und ohne Perspektive irgendwo "normal" zu funktionieren hätte ich wohl ne kriminelle Karriere gestartet oder sonstwas. Die Möglichkeit gleichzeitig das Umfeld zu wechseln und eine Klasse zu überspringen hatte aber wohl einen mindestens ebenso hohen Einfluss wie die Medikamente.

Naja, "was einen nicht umbringt macht einen ja stärker" sagt der olle Nietzsche, und vielleicht spielt das Schicksal auch ne Rolle, ich weiß nicht was für eine Person ich wäre wenn die Dinge "normal" gelaufen wären, vmtl keine bessere... Ich habe im Umkehrschluss in vielen Bereichen eine sehr hohe Stressresistenz und Selbstkontrolle entwickelt, und auch beim Selbstlernen in "Eigenregie" und "Selbstverantwortlich" kann ich vielleicht auch dadurch ganz anders und vor allem viel entschlossener agieren als andere. Vor allem ist da jeder Erfolg der eigene Erfolg.

Bei erbrachten Leistungen unter Ritalin stellt man sich immer die Frage "Hätte ich das ohne Medikamente geschafft?". Das ist meiner Meinung nach saugefährlich, in den USA schlucken viele das Zeug über Jahrzehnte dann weiter weil sie sich ohne nicht mehr trauen...

Bearbeitet von Count Goldbeast

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