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yxcv

Lohnt sich eine Weiterbildung/Studium noch?

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yxcv

Hallo zusammen,

aktuell überlege intensiv ob es richtig ist Weiterbildungen oder ein Studium zu Mädchen.

Ich denke ein Großteil möchte dadurch beruflich profitieren in Form von Gehaltserhöhung, hochwertigere Aufgaben, besserer Arbeitgeber, inhaltlich andere Aufgaben.

Klar gibt es immer wieder Statistiken von Bildungsanbietern die zeigen das es sich lohnt. Aber naja, was sollen deren Statistiken auch anderes aussagen.

Aktuell ist es so, dass ich ein Einkommen habe, was ich auch ohne Studium hätte erreichen können. Viele Kollegen haben kein Studium.

Ein Studium/Weiterbildung kann ja gerne mal über 10000 Euro kosten.

Es ist schon öfter hier diskutiert worden, aber ich finde immer an der Oberfläche.

* Wissen könnte man ja auch durch die Lehrbücher alleine aneignen.

* Persönliche Weiterentwicklung geht auch durch anderes

Usw.

Was denkt ihr?

VG

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Count Goldbeast

Ist sicher mit Handy geschrieben. :P

Ein Studium/Weiterbildung kann ja gerne mal über 10000 Euro kosten.

"Weiterbildung lohnt sich immer" :tongue_smilie:

bloß nicht unbedingt finanziell.

Es kommt immer auf den Einzelfall und die Lebenssituation an was die Berufsschancen angeht.

Die Frage nach der "Bildungsrendite" ist durchaus berechtigt, und Fort- und Weiterbildung ist für den Großteil der (meist privaten) Anbieter nunmal ein dickes Geschäft.

Für die staatlichen Hochschulen aber auch, es werden bekanntlich allerhand "brotlose Künste" angeboten, und dafür auch als Erststudium getrommelt. Die Arbeitsagentur freut sich das die Leute aus der Statistik rausgeparkt sind... aber jedes Jahr Vollzeitpräsenzstudium kommt wenn man den "Verdienstausfall" einrechnet - selbst zum Mindestlohn - deutlich teurer als 10.000€...

Sagen wir jemand würde mit 21 ohne Bachelor 26000€ p.A. Brutto verdienen, und mit Bachelor mit 25-26 nach 4 Jahren mit 40k Einsteigen...

Das wären mit SK1 beim nettogehalt ungefähr 7000€ unterschied.

Der angestellte hat jedes Jahr Geld verdient, der andere vielleicht noch nen Studienkredit und muss noch Bafög 10 Riesen zurückzahlen.

Auch wenn man nur das Nettogehalt beim Angestellten rechnet statt Brutto, und jetzt mal ähnliche prozentuale Gehaltsentwicklung vorausgesetzt braucht der Absolvent 11 Jahre bis er das Studium "heraus hat." D.h. mit 36-37 Jahren.

Andere Seite klar, in vielen Firmen steht nur mit Studium der Weg zur "größeren Karriere" offen, während die Arbeiter und Anstellten weiter unten im Hamsterrad bleiben. Aber viele steigen nicht auf...

40k Gehalt hätten viele Absolventen (je nach Branche) gerne, bekommen es aber nicht.

Dauert also noch länger ne "schwarze 0" zu schreiben...

Aber wer stellt schon ne Investitionsrechnung für sowas auf?

Die meisten Leute denken eh nur bis zur nächsten Lohnabrechnung...

Viele Angebote rentieren sich sicherlich wirtschaftlich erstmal nur für den Anbieter.

Inwieweit sich etwas für einen persönlich in Sachen Erkenntnisgewinn usw. rentiert ist ne andere Geschichte.

Bearbeitet von Count Goldbeast

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jbreiter

Wenn es ausschließlich um Wissenserwerb geht, dann geht das sicher auch gut ohne Studium. Muss man nach dem Studium im Job ja auch.

Selbst angeeignetes Wissen lässt sich nur sehr schlecht nachvollziehbar belegen.

Sobald man das Unternehmen wechselt, zählen erst einmal die formalen Abschlüsse und Qualifikationen. Da kann man noch so viele Bücher gelesen haben.

Aber selbst für die pure Wissenserweiterung hat ein Studium seine Vorteile. Es bietet einen inhaltlichen und strukturellen Rahmen, erreichbare Zwischenziele, die für eine Aufrechterhaltung der Motivation sorgen, sowie Anleitung (insbesondere bei Hausarbeiten, Abschlussarbeiten, etc.).

Ein Goethe, Humboldt oder Lomonossow konnte sich ganz gut selbst motivieren und zum Studium antreiben. Bei mir sind es eher die Fristen und kleinen Tritte ;)

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psychodelix

* Wissen könnte man ja auch durch die Lehrbücher alleine aneignen.

* Persönliche Weiterentwicklung geht auch durch anderes

Usw.

Was denkt ihr?

Ich habe schon immer gerne und viel gelesen.

Auch studiere ich gerne, mache es aber von den Kosten abhängig.

Und ein Studium ist aus meiner Erfahrung noch etwa anderes, als sich den Stoff alleine aus Büchern oder anderen Quellen anzueignen.

Der Stoff wird in einem Studium ganz anders eingeteilt, aufbereitet und abgefragt, als alleine im stillen Kämmerlein.

Für mich persönlich ist Weiterbildung/ein Studium eine persönliche Bereicherung. Unabhängig davon, ob es sich beruflich direkt bezahlt macht.


Berufsbegleitendes Studium "Medical Controlling and Management" (B.Sc.) an privater Hochschule abgeschlossen (Sept. 2016)

6. Semester Psychologie B.Sc. FernUniversität Hagen

Praktische Psychologie und Organisationspsychologie (NHAD), Soziologie (Laudius), Personal Coach (Laudius)

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andreas1983

@yxcv

Naja klar kann man sich auch so Wissen aneignen. Aber ich finde es gut, dass man in Deutschland das Wissen anhand von Zertifikaten nachweisen muss.

Einmal anders gefragt. Würdest du dich von jemanden operieren lassen, der zu dir sagt, dass er zwar kein Studium hat, aber er hat alles in

einem Fachbuch/Internet gelesen und sich bei Youtube ein paar Videos angeschaut ?

Ich denke nein ;-) Ein Studium zeigt ja auch, dass andere erfahrene Menschen (Dozenten, Professoren usw.) das erforderliche Wissen von einem prüfen und für gut, oder auch schlecht befinden.

Auch das wäre ohne eine Weiterbildung/Studium nicht möglich.

Klar wird man nicht alles an Wissen in seiner späteren Arbeitsstelle benötigen. Aber zu mir sagte mal ein Personaler, dass ein Studium zeigt, dass

man sich mit höheren Themen befassen kann und damit bereit und fähig ist sich in der Arbeitswelt neuen Aufgaben zu widmen.

Und wie schon geschrieben wurde. Man kann sich im eigenen Unternehmen und mit etwas Vitamin B und einem guten Ruf auch ohne Studium nach oben arbeiten. Aber dann muss man sich sicher sein, dass man bis zur Rente in diesem Unternehmen bleibt.

Wer in ein anderes Unternehmen wechselt möchte, wird höchstwahrscheinlich nicht genommen, oder er fällt einfach zurück, was sein letzes Zertifikat aussagt.

Und gerade für die Zukunft lohnt sich ein Studium immer mehr, wenn man sich das Thema Industrie 4.0 ansieht.

Ich habe mich auch für ein Studium entschieden, weil mir bei den aktuellen Stellenausschreibungen in meinem Unternehmen Angst wurde.

Stellen die früher für einen Meister/Techniker ausgeschrieben waren, fordern jetzt einen Bachelor.

Ich brauche ja fast nicht dazu schreiben, dass die Bezahlung nicht viel besser ist.

Aber deswegen investiere ich jetzt lieber das Geld in ein Studium, was einem ein ganzes Leben bleibt.

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