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Don Alfredo

Multiple Choice Tests an Fernhochschulen

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Ich hatte das Thema schon im Akad Forum angesprochen, dort ging es um Kostenreduzierungen.

Worum geht es genau?

Immer mehr Präsenz Universitäten lassen Ihre Klausuren als Multiple Choice Test durchführen, sowohl Online als auch in der Uni unter Aufsicht.

Meines Erachtens macht es die Fernuni Hagen auch schon, aber vielleicht kann das jemand hier bestätigen?

Was spricht dagegen, diese auch an z.B. Fernfachhochschulen als Standard zu machen?

Ich denke da an die vielen Veränderungen im Rahmen der Digitalisierung.

Vorteil: die Klausuren könnten viel schneller benotet sein. Aber vor allem: Kosteneinsparungen bei den Anbietern.

Was meint Ihr dazu ?

Wird sich das zukünftig verändern ?

Hier ein interessanter Link der Hochschule Bremen, sie haben einen Leitfaden erstellt.

http://www.eassessment.uni-bremen.de/mc_leitfaden.php

Meine Meinung: es wird relativ schnell gehen und dann sind die MC Prüfungen da, und zwar immer öfters online. Mein Bauchgefühl sagt mir: die Akad prescht hier als erstes vor

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Hallo

Eins vorneweg: Zur AKAD oder anderen Anbietern kann ich nichts sagen - da kenne ich mich nicht genug aus....

Es gibt sicherlich eine ganze Menge Gründe, die für MC sprechen: Halt die Kostenersparnis, die schnellere Korrekturzeit und auch die bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Für manche "Lernfächer" ist das wohl auch eine Möglichkeit, schnell zu Ergebnissen bei der Lernerfolgskontrolle zu kommen.

Aber als Fernlehr-Anbieterin, die sich eben auch um die didaktische Ausrichtung der eigenen Angebote Gedanken macht, habe ich mit MC dann Probleme, wenn sie andere Formen der Leistungskontrolle in immer stärkerem Maße ablösen bzw., wenn MC auch auf Gebieten zu finden sind, bei denen das Kreuzchensetzen eben nicht so wirklich aussagekräftig ist, ob der Lerninhalt tatsächlich verstanden wurde und vor allem auch, ob das Gelernte später im Arbeitsalltag tatsächlich adäquat und zielführend angewendet werden kann.

Aber als eine Form der Lernerfolgskontrolle, die als Ergänzung zu anderen Formen der Lernerfolgskontrolle verwendet wird, sind MC-Aufgaben - je nach Unterrichtsthema - oftmals durchaus passend. "Wir" von der Fernstudienakademie verwenden solche Aufgabentypen allerdings gar nicht, weil es bei unseren Lehrthemen eben gar nicht passen würde....

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Im Medizinstudium sollen Multiple Choice Tests recht verbreitet sein. Je nachdem, wie so ein Test gestrickt ist, kann Multiple Choice auch sehr schwierig sein. Ich denke, dass sich solche Tests für manche Studiengänge eignen, wo es stark auf den Erwerb von Faktenwissen ankommt.

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Auch in BWL/VWL sind sie verbreitet, an der Uni Paderborn z.B. dominieren die MC Tests ganz klar (Aussage von 2 Bachelor-Absolventinnen).

Nur in Nebenfächern wie Recht usw. nimmt man sie dort nicht.

Man darf Hilfsblätter benutzen um die vielen Aufgaben zu rechnen bzw. um Notizen zu machen, diese gibt man abschliessend der Aufsicht, diese vernichtet sie dann (sonst schreiben die Studenten ja die Aufgaben auf und geben sie weiter).:)

Für mich sorgen diese MC Tests auch für eine gerechtere Benotung, speziell meine ich die Akad wo es immer noch die Komplexaufgaben gibt wo man eine Art Aufsatz zu einem Thema schreibt. Da ist viel Spielraum drin, und auch der Schreibstil, Rechtschreibfehler könnten dem Korrektor beeinflussen.

Dem beugt ein MC test vor und sorgt für eine zweifelsfreie und klare Benotung.

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Ich finde MC Tests im Studium schrecklich, man lernt auch auf einen MC Test ganz anders als auf eine mündliche Prüfung. Detailgenauer und weniger auf Verständnis. Das ist eigentlich nur Bulemielernen und der Stoff wird heraufgewürgt ohne darüber kritisch zu denken. Es gibt die Möglichkeit A,B,C oder D. Und kein einziger Student macht sich Gedanken ob es noch andere Möglichkeiten E, F, G oder vielleicht Y gibt. Es ist eine Verschwendung von unserem geistigen Potential, denn viele kritische Studenten, die hinterfragen, werden an solchen Hürden scheitern. Und im wahren Leben gibt es auch nicht immer die Möglickeit A,B,C,D und es ist Kreativität für eine Lösungsansatz notwendig.

Der Vorteil ist eine schnelle und objektive Auswertung der Klausuren, der Nachteil dass die freien Gedanken eliminiert werde.

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Ich habe mich jetzt in Hagen als Akademiestudierender eingeschrieben und mir einige alte Klausuren anschauen dürfen.

Ich habe dieses Semester "Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statistik" belegt und in den alten Klausuren waren viele MC-Fragen dabei, allerdings auch viele Aufgaben ohne MC, also reines Rechnen. Z.B. muss man ja, um die Ergebnisse überprüfen zu können, trotzdem rechnen, um zu schauen inwieweit es stimmt oder irre ich mich da? Habe bislang noch nie MC-Tests gemacht, nur alte Klausuren von Hagen angeschaut.

In solchen Fächern wie Mathe wird es wohl beide Formen geben, zumindest in Hagen. Warum sollte man nicht rein auf MC umstellen, wenn die Module nur Wissensfragen behandeln? Kann mir nicht vorstellen, dass z.B. in Jura reine MC-Fragen gestellt werden, weil die entsprechenden Beispielfälle keine vorgegebenen Lösungsvorschläge haben können. Zumindest finde ich eine Mischung aus Transfer+MC-Fragen sehr gut.

Bearbeitet von Fischl

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Meine Meinung von anderer Stelle kopiert:

Meines Erachtens sollten Muliple Choice Fragen allenfalls einen kleinen Teil der Aufgaben ausmachen, wo es um Wissensüberprüfung geht oder einfache Anwendungsfragen. Abhängig ist das natürlich immer auch vom Fach und vom Thema. Zum Beispiel können MC-Klausuren sinnvoll sein, wenn diese auf der anderen Seite um umfangreiche Hausarbeiten ergänzt werden.

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Meines Erachtens macht es die Fernuni Hagen auch schon, aber vielleicht kann das jemand hier bestätigen?

Für Psychologie im Bachelorstudium gibt es an der FernUni nur Multiple choice.

Die Prüfungen (Physikum und Staatsexamen) im Medizinstudium waren auch immer MC, zumindest zu meiner Zeit.

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Finde eine Mischung aus beidem gut. Bei uns hatten z.B. viele Probleme bei MC, wenn sie seltsam formuliert waren. Da ist es finde ich besser, wenn man eine Frage bekommt die man ausformulieren kann.

Die Profs spielen bei MC recht gerne mit doppelter Verneinung, wollen ein Kreuzchen bei einem Zitat (Man müsste quasi das Skript auswendig lernen, sind ja nur 500 Seiten) etc.. Das hat für mich nichts mit Wissensabfrage zu tun.

Übrigens wird man so nur zum passiven Wissen erzogen. Dass ist wie wenn man eine Sprache zwar zu 100% versteht, sie aber nicht spricht.

Vielleicht meinen die Hochschulen, dass man das "Sprechen" in der Praxis lernt. Für das Studium reicht dann das passive Wissen.

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