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BrighteyedRaven

B.A. Bildungs- oder Kulturwissenschaften

Empfohlene Beiträge

vor 4 Minuten, Fernstudienakademie sagte:

Noch ein kleiner zusätzlicher Hinweis :

 

Sabine Kanzler hob ja schon folgendes hervor: "Der Studiengang erscheint mir von ähnlicher Ausrichtung wie der des "Diplom-Pädagogen". Er befähigt NICHT (oder vielleicht auch "noch nicht") zum Unterrichten an staatlichen Schulen. Das ist hier sehr klar geregelt, ohne Zulassung zum Referendariat geht da gar nichts."

  

@Sabine Kanzler: vielen Dank für die Erläuterungen. Unter diesen Gesichtspunkten stimme ich Ihnen zu.

 

Selbst falls (?) das Studium der Bildungwissenschafren irgendwann mal (?) dazu befähigen sollte, dass man als LehrerIn an staatlichen Schulen tätig werden "könnte", so muss man dann ja zusätzlich auch Fächer studiert haben, die man unterrichten kann, also z.B. eine Fremdsprache, Mathe oder "Spezialfächer", die im Moment gebraucht werden.

 

Ich denke, ein Bildungswissenschafler könnte dann solche Schulfächer wie Pädagogik, vielleicht auch Sozialkunde oder benachbarte Fächer unterrichten. Aber wie viele Pädagogiklehrer werden denn am Ende wirklich gebraucht?

 

Das wäre bei dem Beispiel der Physiotherapie anders, denn da sind die notwendigen Fachkenntnisse ja bereits gegeben: Aber um als DozentIn an einer Schule für Physiotherapie lehren zu können, benötigt man meines Wissens nach eigentlich kein akademisches Studium.

 

@Frau Oppermann: Auch diese Aspekte finde ich wichtig.Ich finde diese Diskussion sehr interessant. Ich hoffe, sie weicht nicht zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Bei mit ist es so, dass ich aus verschiedenen familiären Gründen mit Mitte 30 auch noch keine Berufserfahrung - noch nicht einmal eine abgeschlossene Ausbildung zurückgreifen kann. Nach dem Abitur habe ich ein Studium begonnen und durch verschiedene familiäre Gründe konnte ich dieses nicht fortsetzen. Dann kam meine erste Tochter zur Welt und durch die Berufstätigkeit meines Exmannes, sind wir fast jährlich umgezogen (quer durch Deutschland). Ich habe zwar immer wieder mal gejobbt (eher ehrenamtlich wie z.B. SOS-KInderdorf) und weitere Ausbildungen/Studium angefangen aber jedes Mal kam die Versetzung in ein anderes Bundesland, sodass ich meine "Karriere" der Kinder und dem Familienleben zuliebe hinten angestellt habe. Inzwischen bin ich geschieden und alleinerziehend und habe mir oft die Frage gestellt, ob es richtig war, mein eigenes Leben so zu verschachteln. Aber es ist nicht mehr zu ändern und nun muss ich das beste daraus machen. Tatsache ist, dass ich seit meinem Abitur unterrichten möchte...eigentlich egal was. Ich möchte in die Erwachsenenbildung aber mir fehlt natürlich die Grundlage dafür. Ich erhoffe mir von meinem Studium, dass ich evt. Klassen in der Erzieherausbildung oder Sozialassistenten unterrichten darf. Im Grunde genommen studiere ich auch recht blauäugig und v.a. interessengeleitet in der Hoffnung, dass ich nach dem Studium eine Anstellung finde. Ich bin durch meine Kinder auch nicht so flexibel in den Arbeitszeiten und auch umziehen ist nicht noch mal möglich in absehbarer Zeit.

 

vor 4 Minuten, Fernstudienakademie sagte:

 

 

 

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"Ich erhoffe mir von meinem Studium, dass ich evt. Klassen in der Erzieherausbildung oder Sozialassistenten unterrichten darf. Im Grunde genommen studiere ich auch recht blauäugig und v.a. interessengeleitet in der Hoffnung, dass ich nach dem Studium eine Anstellung finde. "

 

Julchen, dann fangen Sie heute noch an, sich schlau zu machen, ob das eine realistische Erwartung ist! Das ist ganz, ganz ernst gemeint!

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@Biwi Julchen

 

Das ist wirklich keine ganz einfach Ausgangslage. Vielleicht wäre in dieser Lage ein Coaching ganz gut, um gemeinsam mit einem Berater mal zu analysieren, wohin die berufliche Reise denn gehen könnte? Auch um mal zu eruieren, was Sie überhaupt unterrichten könnten und ob es tatsächlich Bedarf nach "Ihren" Lehrinhalten gibt.

 

Was mir einfiel: Es wäre ganz gut, schon jetzt erste Unterrichtserfahrungen zu sammeln. Bei Bewerbungen im Bildungsbereich ist das schon ein wichtiges Entscheidungskriterium, wenn neue Dozenten gesucht werden.

 

Diese ersten Erfahrungen können natürlich aus dem ehrenamtlicher Tätigkeit kommen, wenn man z.B. Kurse bei Kirchengemeinden, Vereinen oder sonstigen Institutionen geben will.

 

Anne Oppermann - Fernstudienakademie

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vor 2 Minuten, KanzlerCoaching sagte:

 

Julchen, dann fangen Sie heute noch an, sich schlau zu machen, ob das eine realistische Erwartung ist! Das ist ganz, ganz ernst gemeint!

Vielen Dank dafür. Sie haben schon recht, nur mir bleiben so gut wie keine Alternativen. Ich habe versucht, Ausbildungen z.B. auch über Bildungsgutscheine zu bekommen: Kinder? nein, dann ist das Risiko für Fehltage wegen Krankheit zu groß...usw...ich wollte die Kindergartenzeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Ich habe nur einen Betreuungsvertrag für 6 h und bis in die nächste Stadt fahre ich bei günstigen Bedingungen ca. 30 Minuten. Es gibt einige Einschränkungen aber ich möchte mir auch ein paar Aspekte beibehalten, die für mich Lebensqualität ausmachen (zB auf dem Dorf wohnen). Ich habe eine hohe Verantwortung v.a. für meine Kinder, die zur Ruhe kommen müssen und denen ich eine harmonische Kindheit ermöglichen möchte, Da mache ich lieber bei meiner Karrierevorstellung Abtriche. Wohin der Weg mich führt, weiß ich nicht. Aber die Kinder werden älter und es eröffnen sich neue Möglichkeiten.

Die Idee mit dem Coaching klingt sehr interessant. Damit habe ich mich noch gar nicht befasst. Ich werde mal erkunden, ob es das in meiner Nähe auch gibt. Arbeitsamt und Jobcenter waren mir keine Hilfe leider. 

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Es ist interessant zu sehen, was aus meiner Frage und diesem Strang geworden ist. Schön!

Ich finde es besonders erfreulich, welch freundlicher Umgang in diesem Forum gepflegt wird. Danke schön dafür.

Einige Einschätzungen und daraus resultierende Vorschläge entsprechen nicht meinem Profil, sodass ich sie nicht auf mich und meinen Weg anwenden kann, aber das ist in Anbetracht der Anonymität und meiner kurzen Beschreibungen ja auch nur verständlich und gar kein Problem.

Besonders gefallen haben mir die Postings von Julchen, weil sie so menschlich und persönlich klingen. :-)

 

Während des Lesens und überhaupt innerhalb der vergangenen Stunden ist meine Entscheidung gefallen: Ich werde mich für Kulturwissenschaften einschreiben und somit meine persönlichen Interessensgebiete und mein Bestreben, durch ein akademisches Studium persönlich zu neuen Facetten und mehr Reife zu gelangen, in den Vordergrund stellen. Sollten sich irgendwann berufliche Chancen anbahnen - sei es nach dem Studium oder später - wird das umso schöner sein. Sollte sich dies nicht ergeben, so habe ich einfach für mich persönlich Neues gelernt, was mich auf einer anderen Basis ebenfalls ein ganzes Stück weiterbringen wird.

Habt Dank für eure Hilfe und input!


Viele Grüße

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Ich schreib auch mal was zu dem Thema:) Mich trieb vor....ogott, ist es echt schon 5 Jahre her? auch die Frage um: "ich möchte im Bildungsbereich tätig sein! Ich will unterrichten! Wie komme ich dahin ohne berufliche Vorkenntnisse?" Die erste Hürde: der Bildungssektor ist riesig! Und leider gibt es viele prekäre Tätigkeiten in diesem Bereich. VHS, Integrationskurse, Vertretungslehrer, viele Bereiche in der Erwachsenenbildung- davon kann man kaum leben und sich von Honorarvertrag zu Honorarvertrag zu verdingen- mein Traum war es jedenfalls nicht. Die einzigen Optionen, die ich gesehen habe, waren Schule und Ausbilder in einem Betrieb. Also suchte ich ein passendes Studium und fand Biwi an der Uni Hagen. Vorteil: unschlagbar günstig.

Es ist auch der einzige Vorteil, den ich bis jetzt entdecken konnte, denn wenn man keine beruflichen Vorkenntnisse mitbringt, qualifiziert dieser Studiengang- meiner Ansicht nach- null. Für Lehramt genügt dieser Studiengang nicht und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Auch um Erzieher oder Sozialassistenten zu unterrichten (in diesem Feld kenne ich mich gut aus) genügt das einfach nicht. Staatliche Schulen wollen ein zweites Staatsexamen sehen und private zumeist auch (und wenn nicht, dann Berufserfahrung und Studium in dieser Fachrichtung). 

Ich kann nur raten, sich genau zu erkundigen, das persönliche Ziel festzulegen und dann das passgenaue Fernstudium suchen. Diese Erkundungsphase dauerte bei mir fast ein Jahr, erst dann habe ich mich eingeschrieben und losgelegt (und nun endlich ist meine Traumstelle wahr geworden...).

 

Zum Thema Fernstudium und persönliche Reife und Interessen verwirklichen: ich möchte mein Fernstudium nicht missen. Ich habe viele Anregungen bekommen, mich in neue Bereiche eingearbeitet, Leute kennen gelernt, den Horizont erweitert...ABER: meine Urlaubstage gingen für Seminare und Klausuren drauf, an den Wochenenden saß ich oft daheim und habe Hausarbeiten geschrieben, nach der Arbeit saß ich am Schreibtisch und habe gelernt. Nicht alle Themen sind spannend, vieles muss man halt einfach ertragen und sich durchquälen. Das soziale Leben wird ebenfalls einfach reduziert. Ob ich das geschafft hätte nur mit dem Ziel "persönliche Fortentwicklung" und ohne festes berufliches Ziel vor Augen- ich glaube nicht. Und wenn ich mir die ziemlich deprimierende Ratio zwischen Fernstudiumsanfängern und -absolventen anschaue, denke ich, dass ich nicht alleine gewesen wäre. Trotzdem rate ich dir, dich einzuschreiben, man sollte alles ausprobieren um nichts zu bereuen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit leider sagt, dass man nach wenigen Semestern abbricht (von Jobaussichten im kulturellen Bereich muss ich ja nichts schreiben, das weißt du ja selbst).

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Da gebe ich Dir recht!

Es würde mich zwar persönlich kränken und allem, was ich bisher in meinem Leben getan habe, widersprechen, würde ich dieses Studium aufnehmen, um es dann nicht zu Ende zu bringen (bis jetzt habe ich alle Aus-, Fort- und Weiterbildungen, die ich angefangen habe auch zu Ende gebracht), aber dann hätte ich es immerhin versucht. Das wäre mir allemal lieber als in zwanzig Jahren "aufzuwachen" und mich fragen zu müssen, was gewesen wäre wenn und ob ich es nicht doch lieber versucht hätte ... dieses Lehrgeld, diese Erfahrung ist es mir allemal wert.

 

 

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vor 51 Minuten, BrighteyedRaven sagte:

Da gebe ich Dir recht!

Es würde mich zwar persönlich kränken und allem, was ich bisher in meinem Leben getan habe, widersprechen, würde ich dieses Studium aufnehmen, um es dann nicht zu Ende zu bringen (bis jetzt habe ich alle Aus-, Fort- und Weiterbildungen, die ich angefangen habe auch zu Ende gebracht), aber dann hätte ich es immerhin versucht. Das wäre mir allemal lieber als in zwanzig Jahren "aufzuwachen" und mich fragen zu müssen, was gewesen wäre wenn und ob ich es nicht doch lieber versucht hätte ... dieses Lehrgeld, diese Erfahrung ist es mir allemal wert.

 

 

 Ja, aber bei Aus-, Fort- und Weiterbildungen hast du ein konkretes Ziel vor Augen gehabt! Mit einem Bachelor investierst du 6 Jahre, wenn du Teilzeit studierst, OHNE Ziel. 6 Jahre kaum Urlaub, verplante Abende und Wochenenden. Natürlich nicht ALLE, aber regelmäßig und IMMER ein schlechtes Gewissen und die nächste Klausur oder Hausarbeit im Nacken. Und dann ist man mal bis 2 Uhr nachts auf einer Feier und steht dann 5 Uhr auf, weil man noch eine Klausur hat, für die man weit fahren muss. Denn wenn du anfängst, Klausuren zu schieben, verlängert sich das Studium geschmeidig einfach nach hinten. Und glaub nicht, dass du schneller und motivierter als die anderen bist, das denken nämlich alle anderen auch.

Aber- in jedem Anfang steckt ein neuer Zauber, probier es. Ein Teil von mir möchte ja auch noch ein anderes Fernstudium machen, aber der größere, vernünftigere Teil von mir beschränkt sich auf eine Jahresfortbildung (alle zwei Wochen ein Seminar, das ist zu wuppen), Besuch von Studium Generale Vorlesungen an der Uni und einen neuen VHS-Kurs suche ich auch gerade. Und das allerschönste Gefühl ist es, nicht ständig ein schlechtes Gewissen zu haben...

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Hallo mir ist es vor fast einem Jahr auch so ähnlich gegangen wie dir. Ich wollte auch noch etwas dazu machen, neue Erlebnisse haben, aber ohne mein altes Leben in irgendeiner Art und Weise aufgeben zu müssen. Und da kam ich auch auf die Fernuni und überlegte irre lang ob ich es wagen sollte oder doch nicht. Und ich bekam auch damals die selben Antworten wie du jetzt hier. Von Fernstudienakademie dass man für zu unterrichten keinen Bac. braucht. Von Frau Kanzler dass man damit kaum Chancen auf einen Beruf hat und auch von Markus bekam ich so eine ähnliche Antwort.

Ich suchte voller Verzweiflung irgendwelche Knüpfpunkte mitdenen ich meinen derzeitigen Beruf mit Bildungswissenschaften verbinden kann, aber ich fand keinen so richtigen.

dann dachte ich mir, man hat ja nichts zu verlieren, denn die Hagen Gebühren halten sich ja echt in Grenzen, und habe mich für Biwi eingeschrieben und es nicht bereut. Ich mache jetzt Modul 1a und habe es noch keinen Tag bereut. Ganz im Gegenteil es ist unglaublich mit was du BiWi verknüpfen kannst. Es ist in unserer Gesellschaft sehr extrem, dass man sofort eine Kosten Nutzen Rechnung macht, aber wenn man mal von diesem Weg abweicht, glaube ich kann man seinen Horizont erweitern. 

Viel Spass noch bei deiner Entscheidung.

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