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Henryette

Ist Euer Arbeitgeber informiert?

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Hallo,

 

in in den letzten Wochen habe ich mich täglich mit dem Thema Fernstudium befasst und höchstwahrscheinlich beginne ich Ende Februar an der Apollon Hochschule mit dem B. Sc. Angewandte Psychologie.

 

Was mich noch interessiert, habt Ihr Eure Arbeitgeber darüber informiert, dass Ihr studiert? Welche Vor- oder Nachteile hat das gebracht?

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Bei meinem Bachelor hatte ich meinen Arbeitgeber anfangs nicht informiert um erst mal zu sehen ob ich ein Fernstudium schaffen könnte oder direkt abbreche. Erst im 3. Semester habe ich es öffentlich gemacht. 

 

Nachdem ich dann den Job gewechselt habe und den Master anfangen wollte habe ich mich mit meinen Vorgesetzten zusammengesetzt und über mein Plan gesprochen. Da ich zwischen 2 Studiengängen schwankte haben wir auch darüber gesprochen welcher Master besser zu meinem Job passen würde. Dementsprechend fiel auch meine Entscheidung aus. 

Diesmal war es mir besonders wichtig das es auf Zustimmung bei den Vorgesetzten stößt und diese auch Verständnis dafür haben dass ich nicht permanent mit Arbeit "überlastet" werde. 

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Hallo,

mein Arbeitgeber ist nicht informiert. Wie mein Vorredner war ich mir zuerst auch nicht sicher, ob ich der Doppelbelastung aus Beruf und Studium überhaupt gewachsen bin und hab mich da eher am Spruch „Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.“ orientiert.

Mittlerweile weiß ich, dass ich es ganz gut schaffe und mein Arbeitgeber in vergleichbaren Fällen schon finanziell und zeitlich unterstützt hat, grundsätzlich also offen für Weiterbildung ist. Warum informiere ich ihn trotzdem nicht? Ich möchte vermeiden, dass Irgendjemand „Anspruch“ auf mein Studium erheben kann, z. B. erwartet, dass ich Fach X wähle oder in Fach Y mindestens die Note Z schreibe. Zudem befürchte ich, dass jeder Fehler, den ich mache, mit der Doppelbelastung in Verbindung gebracht wird. Würde mich mein Chef jetzt auf fehlende Leistung ansprechen, wüsste ich, dass er das unvoreingenommen festgestellt hat – und mir das Fernstudium wohl tatsächlich Konzentration für den Beruf raubt.

Auch von meinen Kollegen ist keiner informiert, ich habe mich für eine strikte Trennung entschieden. Nachher dringt dann doch was über den Flurfunk zu meinem Chef – das wäre mir sehr unangenehm. Wenn, dann soll er von mir von dem Fernstudium erfahren.

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Hallo,

 

also ich wollte meinen Arbeitgeber auch erst nicht informieren und einmal schauen wie es läuft.

Von anderen wusste ich, dass die Bereitschaft sich an einem Fernstudium zu beteiligen sehr gering ist.

Daher entschied ich hier auch nicht nachzufragen und die Kosten selbst zu übernehmen, damit es dann

auch meine freie Entscheidung ist, ein Studium ggf. auch abbrechen zu können.

 

Zum Glück war es bei mir so, dass die "Angstklausuren" wie Mathe und Physik relativ früh im Studium gekommen sind.

Und erst als ich diese sicher hatte, sagte ich doch etwas zu meinem Teamleiter und meinen Kollegen.

 

Gründe waren eigentlich, dass ich auf die 5 Tage Bildungsurlaub nicht verzichten wollte, wenn ich schon die Kosten trage.

 

Und ein anderer Grund war,  dass wir halt in der Abteilung ein super Klima haben  und auch gefragt wird, wieso man Urlaub nimmt,  oder mal Überstunden abbaut. Also ob man was vorhat usw.  Da wollte ich einfach nicht lügen.

 

Gerade bei meinem Anbieter kann man erst die ganzen Klausuren nach dem Semester ablegen und da wäre die Erklärung schwer gewesen, wenn man in dieser Lernzeit dann häufig  freie Tage benötigt hätte.

 

Desweiteren stelle ich mir die blöde Situation vor, wenn ich nach 3,5 Jahren dann in die Arbeit mit dem fertigen Studium komme und das verkünden würde. Ich glaube das da die Stimmung mehr kippt und sich viele fragen wieso man das

nicht gesagt hat.

 

Aufgenommen wurde es von den Kollegen und auch vom Teamleiter eigentlich positiv. Viele haben  Kinder die auch studieren  und sie sehen ja auch, wie sich die Stellenausschreibungen verändern  und für so jede kleine Stelle bald ein Bachelor benötigt wird.

 

Der einzige Nachteil ist, dass  man schon ein wenig merkt  das sie Angst haben das man nach dem Studium dann sofort kündigt  und sie Ersatz brauchen.  Merkt man besonders jetzt, wenn es schön langsam zum Ende hinläuft, dass immer mehr fragen  wie es dann jetzt weitergeht.

 

Verstehen kann ich es. Aber mich persönlich nervt es ein wenig, weil ich in dieser Hinsicht immer ehrlich bin, und ich mag nicht sofort wechseln und auch bei meinem Unternehmen bleiben. Ich werde dann erst einmal die Ruhe genießen,  und ggf. steht ja doch noch der Master an.

 

Ich persönlich hätte es aber nicht gesagt, wenn man keinen guten Draht zu den Chefs hat,  oder die Stimmung mit den Arbeitskollegen angespannt wäre.  Also wenn man schon vorher wüsste das sie dann in etwa neidisch wären und dann in der gesamten Laufzeit gegensteuern würden.  Sei es mit Kommentaren,  oder mit Manipulationen in der Arbeit, Urlaubstage  etc.

 

Wichtigster Punkt in einem Fernstudium finde ich aber noch das Thema Praktikum.  Wenn man ein fachfremdes Studium betreibt dann  muss man ja die 6-8 Wochen Praktikum absolvieren. Und das könnte der Punkt sein bei dem man es dann

wirklich sagen muss. 

Wenn man sein Wunschstudium gefunden hat, dann ggf. im Vorfeld einmal nachfragen, ob dein jetziger Beruf die Chance

auf eine Anerkennung hat.

 

 

Was "Kiruna"  da wegen der Doppelbelastung schreibt war auch eine große Angst vor mir. Also wenn einem wirklich ein Fehler in der Arbeit passieren würde, dass sie dann denken, dass man halt doch nicht trennen kann und es sich dann einfach negativ auswirkt.  Gerade in der Klausurphase, ist es schon schwer, wenn man dann in der Arbeit sitzt, ggf. einiges reinkommt  und man dann mit den Gedanken eigentlich Teilweise beim Studium ist  und man immer denkt das man jetzt eigentlich lernen müsste und dauern Angst hat es bis zur Klausur nicht mehr zu schaffen.

Also hier ist wirklich das wichtigste das man dann abschalten kann. Um sich auf das eine und dann auf das andere zu konzentrieren

 

Gruß

 Andreas

 

 

 

 

 

 

 

 

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Guten Morgen,

mein Arbeitgeber weiß über das Fernstudium nicht Bescheid. Mittlerweile steht nur noch die Benotung der Masterarbeit aus, dann ist das Kapitel Studium für mich abgeschlossen. Habe zwischendurch den Arbeitgeber gewechselt, beide wussten nicht Bescheid. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und enstprechende Stellen im höheren Dienst, die vom Grundsatz her mit dem Master erreichbar wären, gibt es in unserer Dienststelle nicht. Aus diesem Grund sah ich keine Veranlassung, über mein Studium zu sprechen (auch nicht unter den Kollegen). Wahrscheinlich wäre der Vorwurf gekommen "Der geht eh, wenn er fertig ist." Das wollte ich vermeiden. Ich hadere auch noch mit mir, ob ich meinen Chef überhaupt über den abgeschlossenen Master informiere.

 

Eine pauschale Antwort kann es auf die Frage nach dem Umgang wohl nicht geben und ist von der jeweiligen persönlichen Situation abhängig.

 

 

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Hallo, schön dass du dich dafür entschieden hast! :rolleyes:

 

Ich denke auch, dass es eine pauschale Antwort nicht gibt. Also mein Tipp dazu wäre, vielleicht erstmal anzufangen und es deinem Arbeitgeber noch nicht zu sagen. Manchmal entwickelt sich das dann ja auch zu einem enormen Druck, wenn der Arbeitgeber bescheid weiß und evtl. dauernd nachfragt, wie es läuft..... Schau doch erstmal wier es läuft. Man muss sich ja auch ins Studium erstmal reinfinden. Nach 6 Monaten oder so, kannst du ja schauen, ob du es sagen möchtest oder (noch) nicht.

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Für mich gibt es da keinen besseren oder schlechteren Weg. Ein klassisches "kommt darauf an".

 

Arbeite ich in dem Bereich, in dem ich auch studiere? Wie ist das Verhältnis zu meinem Chef/den Kollegen? Gibt es schon andere Kollegen, die ein Fernstudium machen/gemacht haben? Bin ich davon  überzeugt, dass ich das Studium gut schaffe oder ist es erst mal ungewiss? Will ich finanziell gefördert werden? Will ich vollkommen unabhängig sein? Stört es micht, wenn andere über mein Studium reden? Fühle ich mich unter Druck gesetzt, wenn andere davon wissen? Gibt es Vorteile/Nachteile die entstehen wenn es bekannt ist?  Usw ...

 

Mein AG weiß Bescheid. Ich habe das von Anfang an mit meinem Chef besprochen bzw. direkt angesprochen, dass ich gerne finanzielle Unterstützung hätte (einfach weil es geht, nicht weils zwingend notwendig war). Außerdem wollte ich die 10 Tage Bildungsurlaub pro Jahr nicht verschenken. Ich kriege also einen Teil der Studiengebühren bezahlt, habe mich dafür aber nach Abschluß für 2 Jahre verpflichtet. Gehe ich eher, dann muss ich anteilig die Zuzahlung zurückzahlen. (Wäre für mich kein Problem - habe aber eh vor zu bleiben).

 

Ich hatte bisher dadurch keine Nachteile, sondern eher nur Vorteile. Die meisten sind schwer beeindruckt wie man das "so nebenbei" noch schaffen kann. Vorallem jetzt, wo ich fast fertig bin.

Es mag aber auch daran liegen, dass meine damalige Teamleiterin und einige andere Kollegen auch schon ein Fernstudium gemacht haben bzw. es gerade machen. Da ist das ganz irgendwie "akzeptiert".

 

Und bei mir passt das Thema halt auch zu 100% in meine alltägliche Arbeit. Das war mir sowieso wichtig, weil ich da bleiben wollte.

 

Wenn ich jetzt eine komplett andere Richtung einschlagen würde, oder von Anfang an klar ist, dass ich das Studium mache um dann sofort einen anderen Job zu suchen - dann würde ich wohl auch nichts sagen und es lieber für ich alleine durchziehen.

 

Deswegen - it depends.

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Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich angesprochen und wurde auch unterstützt, leider hatte sich damit das Klima in der Abteilung schnell geändert als klar war , dass ich das durchziehe.... 

Beim neuen Arbeitgeber habe ich nichts erwähnt, ich möchte das Studium jetzt erst beenden und dann später entscheiden wie ich jetzt vorgehen möchte :)

 

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Also ich sage ganz sicher erstmal nichts, bis ich weiß, was wie läuft. Obwohl es mich gerade so in der Entscheidungsphase schon etwas in der Fingern juckt, Kollegen zu informieren. Aber noch kann ich mich beherrschen :), dass es eine Stabstelle ist und ich so ziemlich allein unterwegs bin, kommt da nicht ungelegen.

Auch wäre finanzielle Unterstützung meines AGs kaum zu erwarten.

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Mit der Bewerbungsentscheidung habe ich auch meinen Arbeitgeber sofort informiert, was damit zus.hängt, dass die Bewerber bevorzugt genommen werden, deren AG sie finanziell unterstützt (max. 30 TN). Die finanzielle Unterstützung war zwar nicht drin, aber es bestand sofort Interesse & Wohlwollen. Den Platz habe ich letztlich auch so erhalten.

 

Mir hat das nur Vorteile und keine Nachteile gebracht, allerdings wissen meine KollegInnen zwar Bescheid, aber ausser meiner Bürokollegin & gelegentlich meinen direkten Vorgesetzten habe ich wenig vom Studienverlauf usw. mitgeteilt (den Neidfaktor u.ä. - muss ich ja nicht extra provozieren).

Vorteile: :wub:

  • schon ein Jobangebot zu Beginn, das ich allerdings ausgeschlagen habe (unattraktiv, zu hohe Doppelbelastung)
  • (mehr) Verständnis der Vorgesetzten/Arbeitgeber für die Gesamtsituation bzw. Doppelbelastung
  • mein Vorgesetzter hatte mir zusätzliche freie Tage angeboten, falls es mal eng werden würde mit Abgabeterminen u.ä. - habe ich allerdings nicht benötigt
  • Einbeziehung, zeitweise Einarbeitung & Vertretungssituationen (Reinschnuppern) in bibliothekarische Tätigkeiten
  • Berücksichtung meiner Person für anstehende Personalplanungen 

Nachteile: :blink:

Mir hat das Bekanntmachen keine Nachteile gebracht. Okay, einige KollegInnen reagierten darauf komisch - aber irgendwas ist ohnehin immer. 

 

Bei "ganz komischen" KollegInnen könnte man sicherlich den AG informieren - mit der Bitte dies nicht den KollegInnen mitzuteilen.

Ich denke trotzdem, dass diese Entscheidung individuell getroffen werden muss und von verschiedenen Faktoren abhängt. 

Wenn z.B.

  • Zweifel bestehen, ob man das tatsächlich durchzieht/schaffen kann
  • der Arbeitgeber "ganz speziell" ist
  • klar ist, dass das Studium darauf abzielt, nach dem Abschluss den Arbeitgeber zu wechseln

 

Inzwischen hast Du für Dich ja eine Entscheidung getroffen. ;)

Bearbeitet von snowchild
inhaltliche Ergänzung

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