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Fernlehrgang "Geprüfter Wirtschaftsfachwirt (IHK)" an der HAF - Bitte um Erfahrungsberichte und Bewertungen

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Auf Achse

Zuerst einmal möchte ich mein herzliches „Grüß Gott!“ und „Hallo!“ an alle aktiven Mitforisten und Mitleser hier auf „Fernstudium-Infos.De“ richten. Mein besonderer Gruß geht gleichzeitig auch an Markus Jung, den Macher dieser Infoplattform rund um das Thema „Fernkurse“ und „Fernstudium“.

 

Diese Webseite ist für den Neueinsteiger eine wirklich gute Informationsmöglichkeit im Internet darüber, welche Möglichkeiten es hier im deutschsprachigen Raum (vor allem auf Deutschland bezogen) gibt, sich über Fernkurse weiterzubilden oder gar ein Fernstudium zu absolvieren. Das liegt aber auch am Input der aktiven Mitforisten hier, an den Meinungsbeiträgen und so manchem Erfahrungsbericht. Und solche deutschsprachigen Internetseiten rund um das Thema „Fernbildung“ gibt es bekanntlich nicht so viele. Damit möchte ich zu meinem Anliegen kommen.

 

Meine derzeitige Berufssituation

 

Ich verdiene seit gut zwanzig Jahren meinen Lebensunterhalt als Paketfahrer in einer großen Spedition. Bin jetzt 43 Jahre alt. Habe ursprünglich mal Speditionskaufmann gelernt und bin damals aus privaten Gründen (die es so nicht mehr gibt) zur Ausfahrerei gekommen und dabei geblieben. Ich übe meinen Beruf von Montag bis Samstag aus. In unregelmäßigen Abständen habe ich auch mal einen Tag frei. Fange in der Frühe an mit einem offenen Arbeitsende, was in der Praxis bedeutet, dass unsereins mal um fünf Uhr spätnachmittags oder mal gegen achtzehn oder neunzehn Uhr Feierabend hat. Trotzdem mag ich meinen Beruf.

 

Ich bin mir im Klaren darüber, dass auch an mir die Zeit nicht spurlos vorbei geht. Das eine oder andere „Zipperlein“ bemerke ich schon an mir, das zu plagen beginnt. Schließlich bin ich ein Mann zu Beginn seines viel gepriesenen „Schwabenalters“ und wenn es nach der gegenwärtigen Gesetzeslage geht, dann muss unsereins noch weit über zwei Jahrzehnte „seinen Mann“ im rauhen Arbeitsleben stehen, bis dann (Endlich!) die Pensionierung winkt! Da ist es bei aller Liebe zum Beruf nachvollziehbar, dass man(n) sich Gedanken darüber macht, wie man auch in Zukunft arbeitsfähig bleiben kann. Gerne würde ich nahe am Berufsfeld der Spedition und der Logistik bleiben. Welche berufliche Qualifizierung könnte mir dabei also behilflich sein?

 

Geprüfter Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ - Auflagen erfüllt

 

Deshalb habe ich begonnen, mich etwas eingehender zum Thema „berufliche Weiterbildung“ zu informieren. Das geschah sowohl über das Internet als auch bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer. Dort bin ich auch auf die Möglichkeit gestoßen, berufsbegleitend den „Geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ zu absolvieren. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmannsgehilfen habe ich noch einige Zeit im Büro gearbeitet, so dass ich zudem über die für die Kurszulassung notwendige kaufmännische Berufspraxis verfüge. Das habe ich mir von der für mich zuständigen IHK so auch schriftlich bestätigen lassen.

 

Der „Geprüfte Verkehrsfachwirt (IHK)“ - eine auslaufende Aufstiegsfortbildung

 

Nun gibt es auch für das Logistik- und Speditionsgewerbe eine speziell zugeschnittene Fachwirt-Weiterbildung, nämlich den „Geprüften Verkehrsfachwirt (IHK)“. Der Haken dabei: In Deutschland bieten nur wenige Industrie- und Handelskammern diese Fachwirt-Weiterbildung vor Ort berufsbegleitend oder als Vollzeitlehrgang an. Im Internet habe ich bislang nur einen Anbieter ausfindig machen können, der den „Verkehrsfachwirt (IHK)“ als einen ortsunabhängigen Fernlehrgang anbietet, nämlich das „IGS-Institut für Verkehrswirtschaft GmbH“ mit Sitz in Köln (Internet-Link: http://verkehrsfachwirt.com/ ).

 

Die nächste Schwierigkeit: Prüfungen für den „Geprüften Verkehrsfachwirt (IHK)“ gemäß der „Verordnung in der Fassung vom 23. Dezember 1998“ können nur noch bis zum 30. Juni 2017 abgelegt werden. Die Nachfolger dieser Fachwirt-Weiterbildung stehen allerdings schon in den Startlöchern. Sie heißen „Geprüfter Fachwirt für Güterverkehr und Logistik“ sowie "Geprüfter Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität“. Doch auch diese Weiterbildungen werden nur von wenigen Industrie- und Handelskammern als solches angeboten. Meine Suche im Internet nach Fernkursanbietern, die diese an das Transportwesen angepassten Aufstiegsfortbildungen anbieten, war bislang vergebens.

 

Deshalb möchte ich mich bei meinen Recherchen vor allem auf den „Geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ konzentrieren.

 

Lange Arbeitszeiten machen einen berufsbegleitenden Fachwirt-Kurs an einer IHK unmöglich

 

Mein Arbeitsplatz befindet sich im Großraum Nürnberg. Zum Schulungszentrum der IHK Nürnberg habe ich eine gute Stunde Anfahrtszeit. Die kaufmännischen Weiterbildungskurse an der IHK fangen immer relativ früh um 17.30 Uhr an. Der Kursbeginn überschneidet sich damit mit meinen Arbeitszeiten, die sich bis zu den frühen Abendstunden erstrecken. Somit ist es für mich eher unwahrscheinlich, dass ich an einem berufsbegleitenden Fachwirt-Kurs bei der örtlichen IHK erfolgreich teilnehmen kann.

 

Informationsmaterial von HAF, ILS, SGD und anderen angefordert

 

Parallel dazu habe ich bei großen Fernkurs-Anbietern Informationsmaterial angefordert. Neben der „AKAD Bildungsgesellschaft mbH“ waren dies die „üblichen vier Verdächtigen“, nämlich die „Studiengemeinschaft Darmstadt“ (kurz „SGD“), die „Hamburger Akademie für Fernstudien“ (abgekürzt „HAF“), das „Institut für Lernsysteme“ (Kürzel „ILS“) sowie die „Fernakademie für Erwachsenenbildung“ (salopp „Fernaka Klett“). Nach einigen telefonischen Beratungsgesprächen tendiere ich dazu, einen solchen Fernlehrgang bei der „Hamburger Akademie für Fernstudien“ zu belegen. Alternativ dazu käme vielleicht noch die Kursteilnahme bei der „Studiengemeinschaft Darmstadt“ in Frage.

 

Berufliche Weiterbildung auf der Basis vieler kleiner Kurse

 

Ich könnte mich nahezu vollständig auf eine berufliche Weiterbildung parallel zu meiner Erwerbstätigkeit konzentrieren, weil ich als Alleinstehender nur noch meine Eltern habe. In meiner Freizeit mache ich noch ein wenig Sport, um mich in Form zu halten. Nun bin ich schon eine ziemliche Weile aus der Schule draussen und müsste das Lernen selbst erst einmal wieder erlernen. Das klingt zunächst etwas lustig. Trotzdem müsste unsereins wieder langsam in so einen „Schulbetrieb“ hineinwachsen, denn bereits hier lauert eine Stolperfalle, an der ein bildungswilliger Schulwiedereinsteiger scheitern kann und eine Weiterbildung abbrechen muss (Stichwort „Wiederholungsprüfung versiebt“).

 

Daher hege ich die Idee, meine berufliche Weiterbildung in Form vieler kleiner Schritte, sprich kleiner und zeitlich überschaubarer Weiterbildungskurse zu verwirklichen. So stünden beispielsweise noch der „Europäische Wirtschaftsführerschein“ (abgekürzt „EBCL“) oder der „Europäische Computer-Führerschein“ (kurz „ECDL“) in ihren Grundstufen zur Debatte, doch das sind andere Weiterbildungen mit eigenen Forumsbeiträgen.

 

Damit möchte ich zu meinen Fragen kommen.

 

Fragen zum Fernkurs „Geprüfter Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ an der „HAF“

 

Meine Fragen richten sich in erster Linie an jene Forumsteilnehmer, die den Fernkurs „Geprüfter Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ an der „Hamburger Akademie für Fernstudien“ erfolgreich mit dem Bestehen der IHK-Prüfung absolviert haben.

 

1. Wie ausführlich sind die Kursunterlagen der Fernakademie?

 

2. Wie genau sind die Kursunterlagen der Fernakademie (Habe hier im Forum gelesen, dass bei anderen Fernkursanbietern das Lernmaterial fehlerhaft sein sollte.)?

 

3. Ist es ratsam, als Ergänzung alte Abschlussprüfungen der IHK zum Lernen zu kaufen?

 

4. Welche Begleitliteratur kann noch empfohlen werden (Kiehl-Verlag, Fachwirteverlag Reinhard Fresow, etc.)?

 

5. Wie viele Stunden müssen in der Woche tatsächlich für das Selbststudium veranschlagt werden (Der Anbieter veranschlagt hierfür durchschnittlich acht Stunden pro Woche.)?

 

6. Ist diese Weiterbildung in der vom Kursanbieter veranschlagten Zeit von achtzehn Monaten tatsächlich zu schaffen?

 

7. Wie zuverlässig funktioniert der Kontakt zu den Betreuern und Dozenten?

 

8. Wie gut ist es um den Austausch mit anderen Kursteilnehmern bestellt?

 

9. Ist man bei diesem Fernkurs eher ein Einzelkämpfer oder bauen sich Kontakte zu anderen Teilnehmern auf (Stichwort „Tandem-Partner“)?

 

10. Wie gut bereiten die beiden Präsenzseminare auf die schriftliche Abschlussprüfungen vor?

 

11. Wie muss man sich das „Situationsbezogene Fachgespräch“ vorstellen?

 

12. Werden alle Einzelprüfungen des ersten Prüfungsblocks „Wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ am selben Tag geschrieben?

 

13. Der zweite Prüfungsblock „Handlungsbezogene Qualifikationen“ besteht aus zwei mehrstündigen Situationsaufgaben, die jeweils eine Prüfungszeit von vier Zeitstunden haben. Wie anspruchsvoll sind diese beiden Situationsaufgaben?

 

14. Weiß jemand vielleicht um die Durchfallquoten bei dieser Fachwirt-Weiterbildung?

 

15. Für wie anspruchsvoll wurde diese IHK-Aufstiegsfortbildung empfunden?

 

16. Noch einmal vor die Wahl gestellt, würde die Entscheidung in weiteres Mal zugunsten dieser Fachwirt-Weiterbildung bei der „HAF“ ausfallen?

 

Mir ist durchaus bewusst, dass die Aufstiegsfortbildung zum „Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ keinem Bachelor- oder Master-Studium an einer Hochschule entspricht. Dennoch habe ich mir sagen lassen, dass die Industrie- und Handelskammer ihren Kursteilnehmern diesen öffentlich-rechtlichen Abschluss nicht schenkt und einiges von den Prüflingen verlangt. Daher würde ich mich über ein zahlreiches und ehrliches Feedback freuen, das mir in meiner Entscheidungsfindung hilft. Dafür an dieser Stelle schon einmal mein bester Dank im Voraus.

 

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Markus Jung

Zunächst herzliche Willkommen und vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag, der zeigt, wie intensiv du dich bereits mit dem Thema beschäftigt hast.

 

Dass du dir Gedanken machst, irgendwann mal von der Fahrerei weg zu kommen, auch wenn es dir aktuell noch Spaß macht, kann ich sehr gut nachvollziehen. 

 

Was ich schwierig finde, ist überhaupt nach mehr als 20 Jahren ins Büro zurück zu kommen. Hast du nach der Ausbildung noch als Kaufmann gearbeitet, oder bist du dann gleich in die Auslieferung gewechselt? Hättest du Chancen, in deiner Spedition im Innendienst unterzukommen? Was für einen Schulabschluss hast du?

 

Mit eigenen Erfahrungen zum Wirtschaftsfachwirt kann ich nicht dienen. Bei FernstudiumCheck findest du einige:

http://www.fernstudiumcheck.de/fernstudium/wirtschaftsfachwirt/haf-1125

 

Diesen Blog hier bei Fernstudium-Infos.de kennst du vermutlich schon?

Ist zwar zum Handelsfachwirt und nicht zum Wirtschaftsfachwirt, aber ich denke dennoch nah dran.

 

ILS, HAF und Fernakademie sitzen übrigens mittlerweile in Hamburg alle in einem Gebäude, auch bei den Mitarbeitern gibt es viele Überschneidungen. Zu viele Unterschiede würde ich daher zwischen den dreien nicht erwarten.

 

Auch eine Suche nach Wirtschaftsfachwirt könnte noch einiges zu Tage fördern, was hilfreich ist:

http://www.fernstudium-infos.de/search/?type=all&q=wirtschaftsfachwirt


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Count Goldbeast

Hallo, ich werde in wenigen Wochen die mündliche Abschlussprüfung für den Wirtschaftsfachwirt machen, den Rest habe ich bereits bestanden.

 

Allerdings ohne (Fern)-Kurs. Deswegen kann ich dir nichts zur HAW sagen, aber allgemeines.

Fernkurse würde ich auch nicht unbedingt empfehlen für diese Abschlüsse, beim Lernen bleibst du auf dich alleine gestellt, Vorbereitungsunterlagen gibt es reichlich im Buchhandel zu kaufen.  Du solltest also darauf achten das du für dein Geld möglichst auch Präsenz-Seminare und/oder eine sehr gute Online-Betreuung mit Videoseminaren etc. bekommst.

Eine vierstellige Summe nur für einen Stapel Hefte ist meiner Meinung nach nicht unbedingt ein guter Deal.

 

Zu deinen Fragen:

3.  Ja, die Vorbereitung mit alten Klausuren unter Echtzeit ist wichtig, gerade für den ersten Prüfungsteil, und sollte die letzten Wochen der Vorbereitungszeit ausmachen. - Die Prüfungen der letzten 4-5 Jahre (ab frühjahr 2012) reichen aber aus. - Ältere sind nicht mehr wirklich sinnvoll.  Die Prüfungsbögen findest du oft gebraucht etwas preisgünstiger.   Dazu brauchst du die IHK Formelsammlung.

 

4. Die Repitorien von Fresow sind empfehlenswert.  Die Kiehlbände nur mit Einschränkungen, ich habe mich zwar zu 80% mit den Kiehlbüchern vorbereitet musste aber mehrfach auf Zusatzmaterial zurückgreifen, vor allem die Module Rechnungswesen/Recht sind hier mehr Zusammenfassungen aber damit zu lernen ist schwierig. 

Die Bände aus dem Cornelsen-Verlag und für die WBQ vom Bildungsverlag1 sind didaktisch besser und kompakter und verständlicher geschrieben und man kann mit denen auch selber lernen. Billiger sind se auch noch - Hätte ich gerne früher gewusst. 

 

Für Rechnungswesen gibt es noch das "Manuel Nothacker"-Script, und für Investitionsrechnung eins von Holger Stöhr, beide kompakt und verständlich, und beide sehr empfehlenswert.

Damit sollte alles Prüfungsrelevante abgedeckt sein.

Falls du wenig Vorkenntnisse in Rechnungswesen hast ist es kein Fehler dich nochmal auf das Thema Finanzbuchhaltung einzulassen und die Grundlagen zu üben. Die werden beim Fachwirt vorausgesetzt.

 

5+6.  8 Stunden und 18 Monate sind realistisch. Vielleicht ist es sogar etwas lang, ich werde auch ca. den Zeitraum brauchen, wobei hier vor allem lange Wartzeiten tlw. zwischen den Prüfungen viel ausmachen und ich zu spät für den ersten möglichen Termin zu lernen angefangen habe. 

Vorbereitung für die WBQ ist bei 8-12H in 5-6 Monaten aber seriös zu schaffen. - 4-6 Wochen pro Fach, restliche Zeit üben und wiederholen.

 

 

11.  30 Minuten vor der Prüfung hast du Zeit eine 10 Minütige Präsentation zu einem zugeteilten Thema vorzubereiten. Diese musst du dann halten, danach läuft das Fachgespräch wie jede andere mündliche IHK Prüfung mit ein paar Verständnisfragen. ca wie bei einer normalen Abschlussprüfung.

 

12.  Ja, alle direkt hintereinander. Dazwischen halbe Stunde Pause.  - Ein paar Tage vorher kann ich auch empfehlen das zu Simulieren, damit du weißt was auf dich zukommt.

 

13. Die HSQ schreibste ohne Pause am Stück jeden Tag 4 Stunden. Die HSQ sind eigentlich leichter zu bestehen (100 punkte von 200 punkten, wenn du in einer Prüfung nur 30% bekommst, und am zweiten Tag 70, ist das bestanden) und wegen vielen Wiederholungen mit weniger Lernaufwand verbunden als die WBQ.

"Anspruchslos" kann man aber auch nicht gerade sagen, letzten November wurde am Prüfungsstil etwas geändert und die Fragen an Tag 1 haben aufeinander aufgebaut so das sie nicht einzeln zu bearbeiten waren. 

Du solltest dir diesen Prüfungsbogen (Herbst 2015) bei erscheinen zulegen.

Ah und noch was. was den IHK Fragestil, und die Benotung angeht ist da tlw auch wirklich der Faktor "Glück" mit dabei. Du wirst wenn dich damit beschäftigst verstehen was ich meine. Auch wenn du sehr gut vorbereitet bist, nicht erwarten das du auch ne gute oder sehr gute Note bekommst, das ist am ehsten mit einem Staatsexamen zu vergleichen.  Notendurchschnitte sind im Bereich 3-4, und es müssen oft nicht wenige in die mündliche Nachprüfung.  Dein Mindestziel sollten also mindestens 60, besser 70 Punkte in jeder Prüfung sein. Dann ist noch ein gewisser Puffer um in jeder Prüfung die 50% zum Bestehen zu erreichen. 

Aufbau ist meistens so:

ca 10 Fragen.  3-4 vglw. "einfache" Fragen zum "punktesammeln", wenn die Leute gut aufgelegt waren gibts da auch mal paar Punkte mehr. Dann noch mal 3-4 "mittlere" die Dinger die du zu den einfachen lösen musst, das mit 3-4 bis 79 punkte "ordentlich" bestehen kannst.

Dann aber noch 1-2 Fragen sehr zeitaufwendig werden, oder wo eine "Fangfrage" dabei ist. Das sind die Dinger die man um ne 2 oder gar 1 (90+ Punkte) zu bekommen meistern muss, und das ist unter Prüfungsstress, Zeitdruck, aber auch wegen der Langwierigkeit durchaus Fordernd. 

 

 

14. Es gibt keine Durchfallquoten, sondern Bestehensquoten,  ca 70%.  Da ist aber nicht gesagt, wieviele die Prüfung dabei schon das wievielte Mal wiederholen. Es ist auch vorgekommen das ganze Kursgruppen durch die Bank durchgefallen sind.  Alles ne Frage der Vorbereitung und der Qualität des Unterrichts. War für mich auch ein Grund gar nicht erst einen Kurs zu besuchen, und wenn ich die Bücher und das Material eh schon selber kaufen muss, wozu braucht man dann noch einen Fernkurs? Siehe oben.

 

15. Es kommt auf die eigenen Ansprüche an, für die Qualität seines Studiums ist eigentlich jeder selbst verantwortlich. (Auf die Qualität von Lernmaterial, Unterlagen, Dozenten etc. hat man keinen Einfluss.

Was den Gesamtstoff angeht ist das sehr viel, es werden nicht umsonst bis zu 2 Semester auf manche Studiengänge durch den Fachwirt angerechnet.

In der Prüfung wird natürlich nicht alles gefragt und es ist auch eine Frage wie intensiv man lernt und sich mit den Themen beschäftigt. Wenn man schnell und oberflächlich die Basics auswendig lern reicht es vielleicht zum bestehen, aber dann bringt die Fortbildung zwar ein Stück Papier, aber sonst nur wenig. 

Ich habe ursprünglich eigentlich nur einen "Rahmen" für mein "allgemein Selbststudium" gesucht, und der Wirtschaftsfachwirt hatte viele Inhalte die ich wissen wollte, es ist ein anerkannter Abschluss und er ist vglw. preiswert im Alleingang zu machen, als Bonus bekommt die allgemeine Hochschulzulassung, anrechenbare Credits bei vielen Hochschulen für ein BWL Studium, und in Bayern dieses Jahr noch den Meisterbonus von 1000€ der meine Ausgaben für Material, Prüfungsgebühren etc. decken wird.  - Das ist ein ganzer Haufen und ich würde mich wahrscheinlich wieder dafür entscheiden.

 

Wegen der langen Zeit habe ich aber auch viel mit Zusatzmaterial gearbeitet vor allem was Privatrecht angeht auch intensiver mit Fallstudien etc. gearbeitet. Die Arbeit und der Umgang mit den Gesetzbüchern z.B. ist eigentlich eine wichtige Fähigkeit die in den WBQ eigentlich schon zu erlernen wäre, man kann die Prüfung aber vielleicht auch mit viel "auswendiglernen" und "gut Blättern" bestehen. 

 

- Die Themen in Büchern für ein BWL Studium vertieft und Material für den IHK Betriebswirt bereits mitgenutzt, und auch den kleinen Hobbykurs "praktische psychologie" bei der NHAD als Ergänzung benutzt wo sich viele Themen überschneiden.   

 

Ob der Fachwirt dich mit 43 weg von der "Fahrerei" wegbringen wird/kann das weiß ich allerdings nicht, ich bin selbst noch - im weiteren Sinn - in der Logistik, aber würde deine Chancen wieder zurück zum Speditionskaufmann mit dem Speditionsspezifischen Fachwirt "etwas" höher einschätzen.

Der Wirtsschaftsfachwirt ist immernoch ein vglw. junger Abschluss, und die Informelle Anerkennung noch vglw. niedrig. 

Logistik kommt zwar auch beim Wirtschaftsfachwirt vor als Modul, aber die Sachen die sich geändert haben und für das aktuelle Berufsbild wichtig wären wohl evtl. zuwenig. - Natürlich kannst du auch Glück haben, du beweist auf jeden Fall das du die Inhalte deiner Ausbildung "aufgefrischt" hast und weiterhin lernfähig bist. Und du hast auch bereits einige Berufserfahrung. - Solltest du dich für den Wirtschaftsfachwirt entscheiden würde ich dir empfehlen das du aktuelle Berufsschulbücher für den "Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung" (so heißt das jetzt) zur Ergänzung mitbenutzt.  -  Falls du mehr in Richtung Industrie schielst, könnte auch der Logistikmeister als Fortbildung evtl interessant sein.

Ich weiß noch nicht ob ich nach dem Fachwirt erst den Logistikmeister oder den Betriebswirt anstreben werde. Ich weiß nur das ich weitermachen werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Verehrter Markus Jung,

 

finde heute wieder die Gelegenheit, hier auf „Fernstudium-Infos.De“ wieder eine Kleinigkeit zu schreiben. Dass der „Nukleus“ dieser Informationsplattform auf meinen ersten Forumsbeitrag hier persönlich eingeht, hat mich umso mehr gefreut. Vielen herzlichen Dank! Und auf die Fragen dieser persönlichen Begrüßung möchte ich nun etwas näher eingehen.

 

Kaufmännische Berufserfahrung nach der Ausbildung

 

Es war noch in „grauer Vorzeit“, als ich meine Ausbildung zum Kaufmannsgehilfen gemacht hatte. Gleich nach dem Ende der Ausbildung habe ich noch einige Zeit im Büro gearbeitet. Das war zwar nicht sehr lange, dennoch konnte ich genügend Praxiszeit im erlernten Beruf im Büro sammeln, um die Kurszulassung zum „Geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ zu erlangen. Um ganz sicher zu gehen, dass mir bei einer eventuellen Kursanmeldung zum „Geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK)“ in Bezug auf die Zulassungsvoraussetzungen keine böse Überraschung ins Haus steht, habe ich es mir von der für mich zuständigen Industrie- und Handelskammer in Nürnberg noch einmal schriftlich so bestätigen lassen, dass unsereins als Interessent alle die dafür notwendigen Zulassungsvoraussetzungen komplett erfüllt hat, nämlich eine (halbwegs) passende kaufmännische Ausbildung sowie die Mindestzeit an beruflicher Arbeitspraxis. Es bedeutet schließlich auch so etwas wie ein Stückchen Sicherheit, wenn der Anbieter einer beruflichen Aufstiegsfortbildung (wie es die Industrie- und Handelskammern sind) einem das offiziell auf dem Papier bestätigt.

 

Wechsel von der Auslieferung ins Büro

 

In meinem Unternehmen gestaltet sich der Wechsel von der Zustellung in die Disposition oder Verwaltung eher etwas schwierig. Es sollte aber nicht unmöglich sein. Ich müsste einmal die offensichtlichen Möglichkeiten dazu stärker ausloten. Deshalb erhoffen ich mir mit einschlägigen Weiterbildungskursen, diesen Wechsel leichter zu gestalten beziehungsweise erst richtig zu ermöglichen. Es ist schon richtig, dass die lange Zeit einer Büro-Karenz bei diesem Vorhaben erschwerend wirken könnte.

 

Berufliche Weiterbildung auf dem „Prinzip der kleinen Schritte“

 

Meine Person ist schon eine ziemliche Weile aus der Schule draussen und hat das Lernen selbst mehr oder weniger „verlernt“. Daher halte ich es für angemessen, zunächst in kleinen Schritten in einen „Schulbetrieb“ hineinwachsen zu wollen. Der Ausspruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ ließe sich mit Sicherheit dabei auch auf die berufliche Weiterbildung anwenden, ganz gleich, ob es hierbei um einen Kurs bei einer Handwerkskammer vor Ort oder dem Studium an einer Fachhochschule handelt.

 

Das „Prinzip der kleinen Schritte“ auf die eigene berufliche Weiterbildung angewandt, bedeutet in der Praxis, diese mit Hilfe kleinerer Weiterbildungsmaßnahmen zu verwirklichen, die einen eher kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont von zwei oder höchstens drei Jahren aufweisen. Ich glaube, dass der Lernerfolg bei einem kleineren und zeitlich überschaubaren Fortbildungskurs einen Lernwilligen ebenfalls gut motivieren kann und die Gefahr eines Scheiterns gleichzeitig zu einem überschaubaren Risiko verringert wird. Das käme meinem Naturell sehr entgegen, denn ich bin von Haus aus eher eine vorsichtige Natur. Das liegt bestimmt auch an meinem Brotberuf, der einen ziemlich erdet.

 

Alternative „Staatlich geprüfter Betriebswirt“?

 

Gemäß meinen Überlegungen weist die Berufsqualifikation zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ , wie er an den „Fachschulen für Betriebswirtschaft“ in Baden-Württemberg (Internet-Link hierzu: http://fachschule-fuer-betriebswirtschaft.de/ ) zu erwerben ist, ebenfalls einen eher mittel- bis längerfristigen Zeithorizont auf. Für den „Staatlich geprüften Betriebswirt“ oder kurz „SGB“ würde ich mit Schulabschluss, Ausbildung und Berufspraxis ebenfalls die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Was mir aber ziemlichen Respekt einflößt, wäre hier das Fach „Wirtschaftsmathematik“. Ich gebe es ehrlich zu, dass bereits in der Schule die Mathematik nicht gerade meine beste Freundin war...

 

Warum ich das Thema „Berufliche Weiterbildungen mit staatlichem oder öffentlich-rechtlichem Abschluss“ noch bewusst vorsichtig angehe, ist der Umstand, dass ich derzeit in meinem persönlichen Umfeld beobachten darf, wie schwierig der Wiedereinstieg ins Lernen werden kann, wenn man mehr als ein Jahrzehnt aus der Berufsschule draussen ist. Dabei handelt es sich um einen Mittdreißiger, der mit Hauptschulabschluss und Lehre sich berufsbegleitend an den Abschluss zum „Staatlich geprüften Techniker“ mit der „Vertiefungsrichtung Elektrotechnik“ gewagt hat und nun kurz vor der Abschlussprüfung steht. Dessen „Schulabstinenz“ betrug übrigens gute fünfzehn Jahre. Bei ihm konnte ich gut beobachten, dass der Erwerb des Abschlusses zum „Staatlich geprüften Techniker“ an einer staatlichen Technikerschule, sofern dies in Form einer Abendschule geschieht, parallel zu einer Vollzeitstelle im Fertigungsbereich, ein ziemlich hartes Brötchen sein kann, auch wenn es sich hierbei nicht um einen Hochschulabschluss handelt.

 

Oder doch ein Hochschulstudium?

 

Ganz vorsichtig werde ich bei der Idee eines Fernstudiums. Da ist zum einen der längerfristige Zeithorizont von drei, vier oder noch mehr Jahren. Der Zeithorizont eines solchen Bildungsprojektes korreliert dann doch sehr stark mit meinem Lebensalter. Weiter ist es auch ein wenig eine Frage des Geldes.

 

Damit komme ich zum Ende meiner heutigen Ausführung. Übrigens: Den Blog von unserer Mitstreiterin „Brezel74“ kannte ich bis dato noch nicht. Werde aber einen tieferen Blick auf diesen riskieren. Der Tipp könnte mir durchaus weiterhelfen! Merci noch einmal!

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Verehrter Count Goldbeast,

 

auch an Dich hier richtet sich mein herzliches „Grüß Gott!“ und weiter ein ganz liebes „Dankeschön!“ für Deinen ausführlichen Antwortbeitrag, der eine separate “Vergelts Gott!“-Antwort verdient hat. Ich muss ehrlich sein, denn ich hätte beim besten Willen nicht damit gerechnet, unter den aktiven Mitforisten beziehungsweise Mitlesern hier auf „Fernstudium-Infos.De“ einen Berufskollegen aus dem weiten Feld der Logistik oder dem Transportwesen zu treffen. Deshalb freut mich dieser informative Beitrag umso mehr, den ich am kommenden Wochenende noch einmal genau studieren werde. Solche Erfahrungsberichte zählen auch hier auf dieser Informationsplattform zu den rareren, weil lesenswert und detaillierten „Perlen“. Was unsereins beim ersten Querlesen sagen kann, ist, dass Dein Antwortbeitrag zu einem wichtigen Puzzlestück bei meiner Entscheidungsfindung werden kann. Daher in jedem Fall schon jetzt ein ganz ein großes „Dankeschön!“ von meiner Seite für die Mühe und den Zeitaufwand!

 

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Markus Jung

Ich denke, wenn du irgendeine Chance hast in deinem Unternehmen, wo du einen (ich denke mal guten ;)) Ruf hast in die Verwaltung oder Disposition zu kommen, dann solltest du diese nutzen. Dann später ggf. nach extern wechseln, wenn du erstmal wieder einige praktische Erfahrungen vorweisen kannst, kann ja immer noch eine Option sein.

 

Halte uns gerne auf dem Laufenden, wie sich deine Überlegungen weiter gestalten und zu welcher Entscheidung du gelangst.


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Count Goldbeast

Moin, noch paar Sachen zu deinem zweiten Beitrag was dir vielleicht schon weiterhilft.

 

-Prinzip der kleinen Schritte

Ingesamt habe ich das ähnlich gesehen, der Wirtschaftsfachwirt ist vom zeitlichen Umfang noch überschaubar, und der Rahmenplan wirkt sehr schlank. - Man kann hier doch relativ "zügig" durcharbeiten die Frage bei der Sache ist halt wie sehr man in die Tiefe beim Lernprozess geht. Hier hat man zumindest einigen Entscheidungsspielraum was auch für ne gewisse Intellektelle Stimulanz sorgt die grade wenn man schon Jahre relativ monotoner Alltagsroutinen hinter sich hat. (die es in jedem Job gibt)

 

-Staatlich geprüfter Betriebswirt

Der sgB ist deutlich umfangreicher als der Wirtschaftsfachwirt, die Inhalte sind ähnlich dem Wirtschaftsfachwirt in Kombination mit dem Betriebswirt IHK, du hast hier aber noch eine ganze Fachhochschulreife mit in den Lehrplan aufgenommen, also noch einen zusätzlichen allgemeinen Schulabschluss.  Die Fachschulen differieren  in den Plänen das die Inhalte auch nicht ganz gleich sind.

Das Modell wird von einigen Anbietern zwar im Fernstudium angeboten, aber das Problem dabei ist das es es nicht als berufsbegleitenden Fortbildung konzipiert wurde sondern wirklich dafür das man 2 Jahre lang täglich Schule geht. Im Fernstudium dauert es schon 3 Jahre und das ist kaum kürzer als ein "richtiges Studium". - Der meiner Ansicht nach sgB ist eher interessant für junge Leute ohne Hochschulzulassung und Abitur die auch Zeit haben eine Fachschule wirklich zu besuchen. 

Der Techniker hat nochmal wegen der Inhalte eine etwas andere Qualität und Anforderungen. 

 

-Mathematik

Mathe ist in unserem Schulsystem ein allgemeines Trauerspiel.  Aber zum Vergleich der Abschlüsse.

Wirtschaftsfachwirt:   Nur kaufmännisches Rechnen, ggf ein paar Formeln umstellen.

Falls bei dir fast nichts mehr vorhanden ist würde ich den "Basistrainer" Mathe empfehlen. Das ist ein einfaches Buch das bei den Grundlagen beginnt und für das Berufsgrundschuljahr gedacht ist,  das ist auch relativ nah am "IHK Stil" vom Stil der Aufgaben und deckt sich tlw. auch mit Stoff der dir im Fachwirt nochmal begegnen wird. 

Als "kleinster Schritt" wäre es nicht verkehrt hiermit schon vor einer Entscheidung einfach mal anzufangen.

 

 

Weiterführend würde ich Kreul. "Mathematik leicht gemacht empfehlen". Ein Kollege der den Industriemeister angefangen hat mit Ende 30 und Schwierigkeiten im Kurs ist regelrecht begeistert seit ich ihm das Buch empfohlen habe. Aber für den Fachwirt brauchste das noch nicht... Da ich nicht weiß was ich danach mache habe ich mit Mathe nebenbei aber auch schonmal "nebenbei" wieder angefangen. Macht auch viel mehr Spaß als in der Schule.  Wenn du "Motivation" brauchst empfehle ich dir auf Youtube die Vorträge von Rudolf Taschner "Math Space Wien".

 

 

In diesem Thread hier habe ich noch ein paar andere Bücher vorgestellt.

 

Staatlich geprüfter Betriebswirt:  Man wird hier wohl den Grundstoff der Mittleren Reife kurz wiederholen, was den Mathestoff angeht ist man hier aber schon in der "Sekundarstufe II"  also Oberstufe/Fachabitur.  Statistik, Differential und Integralrechnung (Analysis), und Finanzmathematik was aber noch das einfachste ist.

 

Studium BWL: An der Fachhochschule (mit Abschluss B.A.9 geht es zumeist um die wirtschaftliche Anwendung des Stoffes aus der Fachhochschulreife, also nicht unbedingt über den Stoff vom sgB hinaus.

Uni und mit nem B.Sc. Abschluss in BWL schaut das schon anders aus, da knallt man noch eine ganze Schaufel drauf, aber vieles davon ist imho dann einfach nur "Selbstzweck" oder damit auch genug Abiturienten im Erstsemester durchfallen. Bei nem Fernstudium haste sowas "krasses" aber eigentlich nur bei der Fernuni Hagen

 

-

 

Zitat

Oder doch ein Hochschulstudium?

Ich denke mit den "kleinen Schritten" fährt man besser, gerade wenn man schon die 30 (weiter) überschritten hat. Das Studium setzt ja eigentlich erstmal ne Hochschulzulassung vorraus, du könntest evtl an einer privaten FH vielleicht sogar wegen Ausbildung und Berufsjahren irgendwie zugelassen werden, aber du hast halt das Problem mit der Dauer, berufsbegleitend wärste da irgendwo Ende 40, und damit dann noch irgendwo bewerben und auf den "Durchbruch" warten ist nicht wirklich realistisch.  Wir haben hier im Forum eine andere Teilnehmerin die jetzt Anfang 40 ist, einen Master in Wirtschaftsprivatrecht gemacht hat, und trotzdem im Lager an der Ameise ihren Unterhalt verdienen muss.

Nochmal ein ganz krasser Branchenwechsel? Unmöglich ist nichts, aber wie wahrscheinlich ist das ganze? Zumal man mit vielen Leuten die jünger sind und mehr Erfahrung konkurriert.

Du wirst wahrscheinlich irgendwo nah an der Branche bleiben, dort sind deine Erfahrung und dein "Stallgeruch" auch am meisten Wert denke ich.  Aber man wird ja nicht eingestellt weil man einen Zettel erworben hat, sondern man muss ja auch "was draufhaben". Deswegen wenn zurück ins Büro willst würd ich dir raten dich auf den aktuellen Stand zu bringen, das Logistikmodul im Wirtschaftsfachwirt ist relativ allgemein gehalten.

 

Die "gut bezahlten" Logistikstellen finden sich wie du weißt auch weniger in der Transport/Speditionsbranche sondern mehr in größeren Industrieunternehmen mit eigener Logistikabteilung, Abwicklung auf mittlerer Ebene, oder planerisch letzere gibts es aber sehr wenige und mittlerweile einen Haufen Leute die Logistikmanagement studieren und alle so nen Job wollen (und trotzdem 90% nie bekommen werden) . 

Gerade im Bereich der Logistik sind wie du sicher weißt "Akademikerstellen" oft rar und finden sich meist nur in den Zentralen. Vielleicht mal ein Niederlassungsleiter mit nem alten FH-Diplom.

Nach dem Fachwirt kannst du immernoch "weiter"-Studieren, entweder direkt in einen Fernstudium-Lehrgang wechseln mit Verkürzung durch Anrechnung, oder aber du machst dazwischen bzw. erstmal als "kleinen Schritt" noch den Betriebswirt IHK...  Das ist der höchste "Titel" den es als IHK-Berufsabschluss gibt. Die Jobchancen sind in der Logistik und der Industrie damit auch gar nicht so schlecht, der Abschluss ist bekannt, und auch die informelle Anerkennung doch vglw. hoch, das Durchschnittsalter der Absolventen ist auch eher Anfang-Mitte 40.  

Der Focus bleibt "praxisrelevant", und die Inhalte bauen zu einem Fachwirt/Fachkaufmann aufeinander auf.   

Bearbeitet von Markus Jung
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