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Markus Jung

Würdet ihr euch mit einem digitalen Fernlehrer unterhalten?

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Markus Jung

In der ZEIT ist vor ein paar Tagen der Artikel Ein Lehrer für mich allein erschienen, in dem es unter anderem um die Möglichkeiten geht, welche ein Computerprogramm bieten könnte, welche das Lernverhalten auswertet und quasi als virtueller Coach und Lehrer mit dem Lerner im Dialog steht, im Vorschläge für die weitere Vorgehensweise und Lerninhalte macht, motiviert und auch lobt.

 

Gerade im Fernstudium, wo das Lernen eh immer mehr am PC oder Mobilgerät stattfindet, würde sich ein solches System ja durchaus anbieten, auch um dem Gefühl ganz auf sich alleine gestellt zu sein entgegen zu wirken.

 

Wie ist es bei euch. Wenn es die Option gebe, so einen virtuellen Fernlehrer in eurem Fernkurs oder Fernstudiengang zu aktivieren, würdet ihr das machen? Oder möchtet ihr dann doch lieber zwar seltenen, dafür aber menschlichen Kontakt zu einem "echten" Fernlehrer haben?


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Esme

Zweiteres -  wenn Lehrer, dann nicht virtuell. Ich könnte aber gar nicht sagen warum ...


Informations- und Wissensmanagement (B.Sc.), WBH, Okt'12 - Mrz'16.

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Chepre

Ich würds mal probieren ... ist sicherlich nicht für jeden was, aber für mich als ITler spannend :)

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calculatrix

Nun, auf ganz, ganz,ganz niedrigem Niveau ist ein Vokabeltrainer-Programm, das sich merkt, worin ich gut bin und welche Vokabeln öfter zu Wiedervorlage kommen müssen, ja schon soetwas ähnliches.

So ein Programm kann wesentlich besser über meine Stärken und Schwächen analysieren als ein menschlicher Abfrager.

Es ist unendlich geduldig, und mir sind meine Fehler gegenüber diesem Stück Software nicht so peinlich.

Für Wissen und insbesondere Fertigkeiten, die nach Kochbuch vermittelt und trainiert werden, ist da sicher noch viel rauszuholen, und ich würde gerne mitspielen.

ABER:

Grenzen sehe ich bei den eher diskursiven Fächern (im Extremfall Philosophie).

Und wirkliche Fachfragen wird mir auch nur ein Tutor oder Professor, der in der Materie drin ist, beantworten können.

 

Ganz  großes Bauchweh habe ich zudem bei der zentralen Datenbasis.

Wer erfährt, dass ich seit Weihnachten mathematisch eher minderbegabt und lustlos auftrete?

Dass ich dieselben Stärken und Schwächen habe, wie der Kerl, der letzte Woche Amok gelaufen ist?

 

Fazit:

Technisch interessiert es mich sehr, da ich glaube, dass moderne Technologien der üblichen Fach-Methodik und Didaktik (nicht nur bei Fernkursen), die meines Erachtens irgendwie immer noch in den 1950er Jahren feststeckt, guttun würden.

Trotzdem hab seh ich große schwarze Big-Brother-Dystopien am Horizont.

Neugierig

Calculatrix

 

 

 

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TomSon

Ich würde das auf jeden Fall testen. Wenn es gut gemacht ist, kann ich mir sogar vorstellen, dass das gut klappt.

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Naledi

Es kommt zwar ein bisserl auf das Thema an, für manchen Stoff braucht man einfach die Unterhaltung mit einem "echten" Menschen, und ich würde, trotz allem Faible für technischen Schnickschnack, von einem virtuellen "Lehrer" doch eher Abstand nehmen.

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Lernfrosch

Option 3:

Im Fernstudium möchte ich weder einen virtuellen Fernlehrer noch einen "realen" haben.

Fernstudium ist für mich ganz eng mit alleine vor mich hinlernen und nur Püfungen unter Aufsicht echter Menschen schreiben verbunden. Ich schätze dieses eigenständige Lernen, weil mir eben niemand in mein Lernverhalten reinreden kann und ich dann in hohem Maße selbst dafür verantwortlich bin wie ich vorankomme und was ich wann, wie, wo unter welchen Bedingungen lerne oder auch nicht lerne.

Ich würde eine Entscheidung pro/ contra nicht vom jeweiligen Studienfach abhängig machen; ich sehe dafür keine Notwendigkeit.

 

Ich könnte mir aber vorstellen, dass mir so eine Art Kontrollmöglichkeit fehlen würde. In dem Sinne: Wer kontrolliert den virtuellen Lehrer und dessen Lehrinhalte? In dem Fall könnte ich einer Meinung, die ich nicht teile etc. wenig entgegensetzen und kaum unmittelbar etwas an Inhalten verändern. Mit echten Personen könnte man bei Uneinigkeit eine Diskussion beginnen.

Wer belehrt den virtuellen Lehrer?

Wo liegen die ethischen Grenzen der Virtualisierung?

 

 

 

Von daher meine Ansicht:

- Virtueller Lehrer statt echtem Lehrer >> nein, denn ich finde Menschen dürfen nicht durch Maschinen ersetzt werden

- Virtueller Lehrer als (freiwillige) Zusatzoption zu normalem Studienprogramm bzw. Virtueller Lehrer und echter Lehrer gemeinsam >> fände ich gut, weil die jeweiligen Schwächen des einen durch die Stärken des anderen aufgefangen werden könnten und am Ende ein individueller Lernerfolg erreicht werden könnte, der neben Grundlagenwissen auch Spezialwissen in den eigenen Interessensgebieten (quasi als Vertiefung) enthalten könnte

- Echter Lehrer >> ja im Einzelunterricht, evtl. bei sehr homogenen kleinen Studentengruppen, bei heterogenen oder größeren Gruppen eher nein bzw. ja aus Mangel an besseren Alternativen

 

 

 

Spontan musste ich daran denken, dass man so einen virtuellen Lehrer ja nicht unbedingt in der Lehre einsetzen müsste. Potenzial würde ich dieser Idee oder diesem Gedankenexperiment schon zuschreiben. Aber - so ins Unreine geschrieben - eher in Richtung Forschung im Gesundheitswesen/ Neurowissenschaften...

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Naledi
vor 15 Stunden, Lernfrosch sagte:

Option 3:

Im Fernstudium möchte ich weder einen virtuellen Fernlehrer noch einen "realen" haben.

Fernstudium ist für mich ganz eng mit alleine vor mich hinlernen und nur Püfungen unter Aufsicht echter Menschen schreiben verbunden. Ich schätze dieses eigenständige Lernen, weil mir eben niemand in mein Lernverhalten reinreden kann und ich dann in hohem Maße selbst dafür verantwortlich bin wie ich vorankomme und was ich wann, wie, wo unter welchen Bedingungen lerne oder auch nicht lerne.

Ich würde eine Entscheidung pro/ contra nicht vom jeweiligen Studienfach abhängig machen; ich sehe dafür keine Notwendigkeit.

 

Das ist ein interessanter Ansatz, danke fürs Teilen.

Ich persönlich sehe das anders, wenn ich einfach nur alleine vor mich hin "lernen" möchte, reicht es mir, wenn ich ein Buch kaufe. Dass man bei einem Fernstudium nicht an einen Ort fahren muss, wo man gemeinsam mit anderen eine Lernveranstaltung wahrnimmt, ja, das ist auch meine Erwartung bzw. hatte ich in meinem Fernstudium ja auch. Gleichzeitig habe ich aber sehr von den Präsenzphasen profitiert, nicht zuletzt aufgrund des Austauschs mit anderen Studenten. Ich könnte mir auch vorstellen, virtuelle Veranstaltungen mit anderen zu haben.

 

Dass ich trotzdem selbst für meinen Lernfortschritt verantwortlich bin, hat meiner Meinung nach eher wenig damit zu tun, ob ich einen Fernkurs, ein Präsenztraining oder ein Buch habe, aus dem ich den Stoff ziehe.

 

Aber wie gesagt, danke für den neuen Blickwinkel :)

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Markus Jung

Vielen Dank. Spannend, eure verschiedenen Ansichten dazu zu lesen und auch, dass bei einigen von euch durchaus Akzeptanz dafür vorhanden wäre. 

 

Zitat

ich finde Menschen dürfen nicht durch Maschinen ersetzt werden

 

Das passiert allerdings täglich und in ganz vielen Bereichen. Und teilweise, zum Beispiel bei stark gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten, finde ich das auch gut zu. Die Frage ist meiner Meinung nach, wo hier die Grenzen sind. Zum Beispiel gibt es ja auch in der Pflege Überlegungen, Maschinen oder Roboter einzusetzen. Und auch im Bereich der Bildung macht das nicht halt. Deshalb finde ich die Diskussion hier auch so interessant.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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