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Doktorat/DBA an der CIU (Nord-Zypern) - Anerkennung


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vor 35 Minuten, dadoni sagte:

 

Hallo parksj86,

es ist seit jeher geschichtlich bedingt der Fall, dass es auf der Insel Zypern 2 Amtssprachen gibt, nämlich griechisch UND türkisch. Und es handelt sich ja nicht um Griechenland, sondern um Zypern, da muss man ja nicht gleich "stutzig" werden.

 

89,9 Prozent der Zyprer sprechen als Muttersprache Griechisch, die Zahl der türkischsprachigen Bewohner im Süden ist marginal. (andersherum im Norden Zyperns). Da sollte man ziemlich stutzig werden.

 

Außerdem ist es völlig egal, welchen Status der Norden de jure bzw. völkerrechtlich hat. Es gibt de facto eine Grenze und eine Pufferzone zwischen diesen beiden Staatsgebilden und ich glaube nicht, dass ausgerechnet im Bildungswesen die Republik Zypern irgendwelchen Einfluss auf das hat, was im türkischen Teil der Insel passiert. Man würde aktuell ja auch nicht auf die Idee kommen, dass Georgien in Südossetien und Abchasien oder die Republik Moldau in Transnistrien irgendeinen Einfluss auf das haben, was dort passiert und sich bswp. für die dort vergebenen Abschlüsse verantwortlich zeichnen.

 

Außerdem, warum sollte die Republik Zypern, die EU oder ein anderes EU-Mitglied irgendeinen Vertrauens- oder Bestandsschutz für die Geschehnisse auf einem Territorium gewähren, auf das sie keinen politischen oder verwaltungsrechtlichen Einfluss haben?

Bearbeitet von parksj86
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Zunächst zu diesem Post von Sebstian, hier ist ein kleiner aber meiner Meinung nach entscheidender Fehler. Nicht der PhD sondern der DBA wurde herabgestuft (http://gertler.net/archives/3225).  

Es gibt nicht "das Recht", weder EU-Recht noch bundesdeutsches, noch österreichisches. Es gibt lediglich Rechtsauffassungen, also die Interpretation von Rechtsvorschriften. Und die können sich völlig

Ein  Kommilitone von mir aus dem Promotionsstudiengang hat neben seinem pädagogischen Studium in Deutschland noch einen Management-Masterstudium in den USA gemacht. Dieses wollten ihm die Behörden in

vor 17 Stunden, parksj86 sagte:

 

89,9 Prozent der Zyprer sprechen als Muttersprache Griechisch, die Zahl der türkischsprachigen Bewohner im Süden ist marginal. (andersherum im Norden Zyperns).

 

Hallo parksj86,

danke für die Übermittlung der Prozentzahlen, das ändert aber nichts daran, dass es auf Zypern 2 offizielle Amtssprachen gibt, nämlich griechisch und türkisch. Wenn du dann „stutzig“ werden würdest, ok, ich bin es deswegen nicht geworden, warum auch? Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe eines Studenten ist, sich im Vorfeld eines Studiums mit derartigen Zahlen auseinanderzusetzen?!    

Wenn eine dafür zuständige und verantwortliche Behörde (Bundesministerium) im Vorfeld eine schriftliche Bestätigung verfasst, dass bestimmte Universitäten in einem bestimmten Land alle Kriterien erfüllen, dass die dort erworbenen akademischen Grade in meinem Heimatland geführt und auch in Urkunden eingetragen werden können und vor dem Hintergrund, dass sich bis zum heutigen Zeitpunkt rechtlich absolut nichts geändert hat, dann kann ich sehr wohl einen Vertrauens- bzw. Bestandsschutz einfordern. Diese dafür verantwortliche Behörde muss sich beim Ausstellen der Bestätigung sehr sicher gewesen sein, sonst hätte sie das sicher nicht getan!

Ich denke, es ist wirklich müßig hier über Georgien und Moldawien und deren Einflüsse oder Nicht-Einflüsse diskutieren zu müssen, auch nicht über einen Vertrauensschutz der Republik Zypern, der EU oder eines anderen Mitgliedes bzw. über Grenzen und Pufferzonen, da hast du vielleicht etwas missverstanden, das hat mit dieser Diskussion hier wirklich nichts mehr zu tun…  

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich erlaube mir den Hinweis, dass manche Leute (darunter ich) in den einschlägigen Thread schon immer darauf hingewiesen haben, dass genau diese Sicht, die jetzt vertreten wird, möglich ist.

Ich hatte immer den Eindruck, dass manche Leute sich hier selbst etwas vormachen. Denn logisch betrachtet (nicht aufgrund irgendwelcher juristischer Kniffe) gibt es genau zwei Möglichkeiten:

- Man sagt, das sind EU-Grade, da ganz Zypern EU-Mitglied ist. Dann operieren die türkischen Unis aber illegal, da sie nicht von zypriotischen Regierung anerkannt sind (und die EU-Mitgliedschaft kommt über Zyperrn, nicht über die Nordzypern,  das ist kein EU-Mitglied). Also hätte man einen von einer illegal operierenden Uni verliehenen Grad.

- Man sagt, die nordzypriotischen Unis sind von Nordzypern anerkannt (und Nordzypern ist ein anerkannter Staat), dann ist es kein EU-Grad und man kann ihn nicht als Dr. führen (und darum geht es den meisten doch).

Sich eine Mischform aussuchen und aus beiden das nehmen, was einem passt ("die Unis sind anerkannt und in der EU") ist gefährlich, wie sich jetzt gezeigt hat.

Diese anfängliche Stellungnahme von Österreich (sinngemäß "ganz Zypern ist in der EU, deswegen sind die türkischen Unis anerkannt") hat damals bemerkenswert forsch an den kritischen Punkten (nämlich sind diese Unis nach zypriotischem Recht anerkannt?) vorbeigeschossen.

Ehrlich gesagt hält sich mein Mitleid in Grenzen. Dass das problematisch sein könnte, war schon damals klar.

Bearbeitet von stefhk3
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Ist doch wirklich unverständlich, dass eine Behörde bzw deren Abteilung (ENIC-NARIC) bindende Anerkennungsentscheidungen ausstellt und sich nach Jahren ohne Veränderung der politischen, völkerrechtlichen oder sonstigen Lage einfach angibt, dass sich die Rechtsansicht verändert habe. Auf was dürfen sich österr. Staatsbürger noch verlassen - gibt es einen Rechtsstaat?

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@dadoni: Tut mir leid das zu lesen. Ich habe auch eine Zeit lang über das Promovieren nachgedacht und werde kommendes Jahres in Deutschland promovieren. Zuerst hatte ich mir auch ein paar Programme im Ausland angesehen. Mich hat diese Anerkennung schon immer gestört. In Deutschland wird der ausländische PHD zwar als gleichwertig angesehen, aber nicht aus jedem Land. Und wenn die Promotion nicht in Deutschland durchgeführt wurde, darf man sich z.B. nicht Dr.-Ing. nennen, sondern darf sich nur Dr. nennen. Schon alleine das fand ich dämlich. Dann kam der Punkt, wo hier im Forum drüber spekuliert wurde ob der PHD aus England anerkannt wird. Da war kurzfristig mal das Rating runter gesetzt worden (ob Fehler oder warum habe ich nicht mehr verfolgt) und die Abschlüsse abgewertet. Nach dem Brexit muss ich sagen war mein Glaube auch total futsch in ausländische Promotionen. Wer weis ob man den Promotionsabschluss aus einem sicheren Land (z.B. Österreich, Schweiz) in 3-5 Jahren (durchschnittliche Promotionsdauer) noch anerkannt bekommt oder sich die Gesetze nicht ändern. EU-Länder können ja anscheinend auch aus der EU austreten, unvorstellbar aber Realität.

 

In deinem Fall ist aus meiner Sicht der absolute Worst-Case eingetreten. Vorher erkundigt und dann auf (sorry für den Ausdruck) auf die Schnauze gefallen. Das ist echt mist und unterm Strich bist Du jetzt der Leidtragende. Ich kann gerade deinen Frust echt nachvollziehen und mehr als dir gut zuzureden kann ich auch nicht machen. Am Ende bist Du einer Erfahrung reicher mit einer abgeschlossenen Promotion und das kann Dir keiner mehr nehmen. Ich weis, hilft Dir alles nichts und ich kenne die Rechtslage in Österreich nicht, aber ggf. hast Du einen Hebel gegen die Vermittelnde Firma, falls Du noch schriftliche Unterlagen hast, wo diese Dir sagen, der wäre gleichwertig. Die Frage ist, ob sich das am Ende lohnt.

 

Auf jeden Fall, lass dich deswegen nicht unterkriegen, das Wissen und die Erfahrung nimmt dir wie gesagt niemand mehr!

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Ganz ehrlich: Ich verstehe nicht, warum man so viel Energie in eine Auslandspromotion setzt. Allein die Tatsache, dass es so viel Mühe macht zu recherchieren, wie das mit der Anerkennung des Titels in Deutschland ist und mit der Berechtigung, ihn auch zu führen, zeigt doch, wie risikoreich so ein Unterfangen ist.

 

Wenn dazu dann noch der Abschluss eines Studiums an einer Fernhochschule kommt, dann potenzieren sich doch die Problem, die aus einem solchen Dr. erwachsen, denn kaum jemand macht den doch nur, weil man sich beweisen will. Wer das will, der kann zum Thema auch ein Buch schreiben und einen Verlag dafür suchen. Da beweist man sich auch.

 

Fernhochschulabschlüsse haben oft das Problem, dass sie nicht so anerkannt sich wie Abschlüsse an Präsenzhochschulen. Ein ausländischer Dr.-Titel hat das Problem auch. Beides zusammen wird doch dann nicht automatisch Begeisterungsstürme ob der erbrachten Leistung hervorrufen.

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vor 3 Stunden, SebastianL sagte:

Dann kam der Punkt, wo hier im Forum drüber spekuliert wurde ob der PHD aus England anerkannt wird. Da war kurzfristig mal das Rating runter gesetzt worden (ob Fehler oder warum habe ich nicht mehr verfolgt) und die Abschlüsse abgewertet. Nach dem Brexit muss ich sagen war mein Glaube auch total futsch in ausländische Promotionen. Wer weis ob man den Promotionsabschluss aus einem sicheren Land (z.B. Österreich, Schweiz) in 3-5 Jahren (durchschnittliche Promotionsdauer) noch anerkannt bekommt oder sich die Gesetze nicht ändern. EU-Länder können ja anscheinend auch aus der EU austreten, unvorstellbar aber Realität.

 

Zunächst zu diesem Post von Sebstian, hier ist ein kleiner aber meiner Meinung nach entscheidender Fehler. Nicht der PhD sondern der DBA wurde herabgestuft (http://gertler.net/archives/3225).

 

Der PhD ist noch immer und war immer voll anerkannt.

 

Was ich hierzu beisteuern möchte ist erstmal folgendes, in deinem Fall lief das Unglücklich durch die Aussage der Behörde in Österreich. Was ich aber ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann ist das man bei Nordzypern nicht von Vorne herein nachdenklich wurde. Denn das Zypern seit 1974 geteilt ist, ist doch eigentlich bekannt. Oder unterstelle ich da zu viel?

 

Der DBA ist sowiese schon lange umstritten. Du hast dich also auf zwei gefährliche Terrains begeben. Einmal türkisches Hoheitsgebiet und einmal der "umstrittene Doktor".

 

Die allgemeine Skepsis vor ausländischen Bildungsabschlüssen kann ich nicht verstehen. Es kommt doch immer darauf an woher. Auch gerade was den PhD aus England anbelangt. Der PhD ist doch nicht weniger Wert nur wegen des Brexits. Man darf ich halt eventuell nicht mehr als Dr. vor dem Namen führen, sondern muss ihn nachgestellt (wie eigentlich in der Ursprungsform in England üblich) führen. Aber dies macht doch den Grad nicht weniger Wert. In der wissenschaftlichen Welt geniesst ein englischer Doktorgrad noch immer hohes Ansehen. Natürlich gibt es hier wie auch in Deutschland promotionsberechtigte Universitäten verschiedener Qualitätsstufen, aber generell ist ein PhD absolut anerkannt. Nur wer den Dr. vor dem Namen führen will wird "Qualitätseinbussen" hinnehmen müssen (noch nicht sicher). Aber meine Erfahrung hier z.B. ist dass auf den Dr.-Grad innerhalb der Wissenschaft nicht ständig rumgeritten wird indem man jeden mit Dr. Mustermann anspricht, sondern nur als Herr Mustermann. So war es zumindest in jedem Promotionssemiar bisher und auch bei den mir bekannten Menschen die diesen Grad führen dürfen.

 

In Anbetracht dessen darf man natürlich bei ausländischen Abschlüssen Skeptisch sein, wenn sie aus Ländern kommen die (ob berechtigt oder nicht) einen zweifelhaften Ruf besitzen und da gehört Nordzypern sicherlich dazu (auch Südzypern wird keine Begeisturngsstürme auslösen). Wobei auch mein bester Freund an der Universität Würzburg promoviert hat. Sein Doktorgrad ist aber auch nicht wengier wert, nur weil es in Würzburg den Skandal rund um Herrn Keil (http://www.zeit.de/2012/47/Professor-Medizingeschichte-Dissertation-Spenden) gab. Zeigt aber auch, dass in Deutschland nicht immer alles gold sein muss was wissenschaftlich so glänzt.

 

Ich würde beispielsweise noch immer in England promovieren, weil mir der Master dort so viel Spaß macht. AKtuell sieht es so aus als ob ich dies in Deutschland machen darf, dies mache ich aber nicht weil mir der Doktor-Grad lieber wäre (ist so nicht) sondern nur weil die Kosten wesentlich geringer sind (ich muss noch eine Familie ernähren) und ich mir bei der Dissertation auf Deutsch leichter tun werde als auf Englisch. Vom Programm her wäre der PhD für jeden ersichtlich eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung.

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Und da die Schweiz als "sicheres" Land genannt wurde. Gerade in der Schweiz wäre auch ich vorsichtig: http://diepresse.com/home/panorama/welt/399429/Titelkauf_Ab-15000-Euro-zum-Master

 

Bei mir haben Arbeitskollegen einen Master gemacht ohne vorherigen Bachelor oder vergleichbaren Abschluß und auf einem Niveau das ich sehr bedenklich gefunden habe. Die Schweiz ist in vielen Dingen Deutschland weit vorraus. Hat in der Spitze sehr gute Universitäten, aber ist in manchen Dingen auch sehr undurchsichtig und qualitativ nicht immer überzeugend.

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Die Bewertung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst:

 

"Da Zypern seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, finden die Sonderregelungen zu akademischen Graden hierzu Anwendung. Faktische Probleme innerhalb des Landes haben auf den Vollzug des Bayerischen Hochschulgesetzes keinerlei Auswirkungen."

 

widerspricht der österreichischen Rechtsmeinung. Ist man sich innerhalb der Europäischen Union noch einig? Worauf kann sich ein Student noch verlassen?

Bearbeitet von E-NIX
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