Springe zum Inhalt
fisikalle

Infomatik Fernstudium neben dem Job als FISI mit 27

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr,

 

mein Name ist Kalle, bin 27 Jahre alt und arbeite seit einem halben Jahr Vollzeit, da ich direkt nach Abschluss meiner Ausbildung als FISI übernommen wurde.

Der jetzige Job macht Spaß, keine Frage, alle sind nett und man arbeitet sich nicht tot. Aber hier habe ich, da ich "nur" eine Ausbildung gemacht habe,

keinerlei Aufstiegschancen! Hier bin ich für viele kleinere Sachen eingesetzt und es fehlt mir irgendwie an etwas eigenständigem.
Bisschen Programmieren (Java, Python), MySQL-Datenbanken bereitstellen/verwalten, IT-Support leisten, PCs aufrüsten,
Softwareupdates/-lizenzierungen koordinieren, Hilfestellungen in Excel leisten.

Ich hab das Gefühl, dass ich von allem etwas kann, aber von nichts ausreichend bzw. eine Spezialisierung fehlt, in welcher ich rundum fit bin.

 

Ich verdiene keinen Reibach, aber wenn ich in Vollzeit bleibe, werde ich die hohen Kosten eines Fernstudium tragen können.
Deshalb liebäugle ich mit einem Fernstudium Informatik an der Wilhelm-Büchner Hochschule. Es ist für mich schwer einzuschätzen,
ob ich den Arbeitsaufwand eines Fernstudiums packen kann. Im Infoheft der WBH klangen die Studiumsinhalte sehr vielversprechend und

ich denke, dass viele Inhalte nicht ganz neu für mich sein werden.

 

Mit 27 Jahren bin ich mir unschlüssig, ob ich in eine andere Stelle wechseln sollte, in welcher die Aufstiegschancen vermeintlich besser sind,

um mit mehr Arbeit meinen fehlenden Bachelor auszugleichen oder hier bleiben und nebenbei ein Fernstudium anfangen soll.

 

Interessant zu wissen wäre auch, ob der Praxisteil eines Fernstudiums mit meiner jetzigen Arbeit anrechenbar ist.

Und wisst ihr welche Programmiersprachen hauptsächlich im Moment im WHB Informatik verwendet werden?

Ich las, dass manche Studienhefte recht veraltet seien.

 

Habt viele Dank für Eure Eindrücke. Euer FisiKalle

 

 

 

 

Bearbeitet von fisikalle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Moin Kalle,

ich würde Dir raten es einfach auszuprobieren. Man wird nicht jünger und die Familienverhältnisse ändern sich ja auch evtl. irgendwann - kurz: es wird nicht einfacher!

Der Programmieraufwand hält sich beim B.Sc. Informatik Studiengang der WBH stark in Grenzen. Ein bisschen C# kommt dran (Grundlagen OOP) und Basics in C/C++/Java (Klausur weiterführende Programmierung). Quasi nicht der Rede wert - aber das wird (vermutlich) bei den meisten Hochschulen ähnlich sein.

 

Der Praxisanteil ist insofern anrechenbar, als das Du zur "Berufspraktische Phase" nur einen Bericht eines Firmenprojektes schreiben musst und nicht wochenlang irgendwo ein Praktikum machst. Das ist aber eigentlich Standard.

Viel mehr wird nicht gehen, wenn Du sonst keine Vorleistungen auf Hochschulniveau / Technikerschulniveau hast.

 

Manche Studienhefte sind sicher veraltet, aber generell war ich zufrieden :-).

 

Ob Du es packst, hängt von Deinen Vorkenntnissen (als FISI sollten da ja schon einiges bekannt sein!), Deinem Eifer und Lernaufwand ab.

Meiner Erfahrung nach ist das einfach eine Frage der Disziplin. Geschenkt wird einem das Studium nicht, aber es ist absolut machbar!

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo fisikalle,

 

ich studiere Web- und Medieninformatik bei Springer Campus. Wäre vielleicht eine Alternative zur WBH. Lehrsprache bei uns im Studiengang ist in erster Linie Java. Etwa die Hälfte der Leute bei uns im Studiengang sind Fachinformatiker. Ich schreibe über den Fortgang meine Studiums hier auf Fernstudiuminfos in meinem Blog. Vielleicht magst Du da ja mal reinschauen.

 

Viele Grüße

 

Kurtchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Fisikalle,

Weiterbildung ist immer gut und wird dir sicherlich nicht von Nachteil sein. In welch einem Bereich möchtest du dich spezialisieren z.B. Softwareentwicklung, Systemintegration oder eher IT-Management?

Da du bereits eine Ausbildung zum FISI gemacht hast, würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, ob dir ein Bachelor-Abschluss wirklich deutlich mehr Vorteile verschafft. Wenn du dich für den Bachelor entscheidest, dann würde ich dir raten, auch den Master zu machen. Das Bachelor-Studium ist lediglich ein erster berufsqualifizierender Abschluss, der nicht zur Übernahme von Führungspositionen befähigt. Riesige Karrieresprünge nur durch einen Bachelor-Abschluss solltest du nicht erwarten.

Wenn du dich wirklich spezialisieren möchtest, dann würde ich an deiner Stelle auch IT-Zertifizierungen z.B. Zend Certified Engineer, Oracle Certified Professional in Betracht ziehen. Gerade weil du schon eine Ausbildung im IT-Bereich hast, würden solche Zertifikate dein Profil sehr gut ergänzen.

Alternativ zum Bachelor und Master könntest du auch bei der IHK eine Weiterbildung zum IT-Professionals machen. Im europäischen Qualifikationsrahmen sind diese Abschlüsse auf Level 6 und 7 und somit Gleichwertigkeit zu Bachelor und Master. Wobei Gleichwertigkeit nicht Gleichartigkeit bedeutet. :-)

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig bei der Entscheidung helfen.

Bearbeitet von Aramon

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Außer der WBH gibt es z.B. noch Oncampus mit einem Bachelor in Medieninformatik. Standorte für Präsenzen sind dort in Berlin, Brandenburg und allgemein Norddeutschland. Das sind staatliche FHs. Die Studiengebühren sind niedriger als bei der WBH.

 

Außerdem gibt es noch die WINGS Wismar, ebenfalls mit Prüfungsstandorten in vielen Regionen Deutschlands. Die bieten leider noch Wirtschaftsinformatik. Aber ebenfalls ein ganz interessantes Konzept. Leider hinsichtlich der Prüfungstermine nicht ganz so flexibel wie z.B. die WBH oder Springer Campus.

 

Es gibt viele Möglichkeiten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 11 Stunden, Aramon sagte:

Alternativ zum Bachelor und Master könntest du auch bei der IHK eine Weiterbildung zum IT-Professionals machen. Im europäischen Qualifikationsrahmen sind diese Abschlüsse auf Level 6 und 7 und somit Gleichwertigkeit zu Bachelor und Master. Wobei Gleichwertigkeit nicht Gleichartigkeit bedeutet. :-)

Bei der IT-Professional-Weiterbildung wäre ich vorsichtig. Es kann natürlich - je nachdem in welche Richtung man sich beruflich entwicklen möchte - sinnvoll sein, allerdings ist (noch immer!) die Weiterbildung bei Arbeitgebern eher unbekannt.

Den Bachelor kennt dagegen jeder und er ist ja gerade dafür super geeigenet, dass man in Firmen die formale Hürde reißt um in gewisse Positionen zu kommen, für die ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird. Zusätzlich hat man dann immer noch die Möglichkeit einen Master hintendran zu hängen.

Mir als Programmierer hat das Studium im Sinne einer Verbesserung meiner Programmierkenntnisse nichts gebracht - aber natürlich durch die ganzen anderen Module meinen Blick geweitet, vertiefte Einblicke in fundamentale Abläufe gebracht und meine Fähigkeit der Selbstorganisation und Strukturierung extrem gestärkt.

Aber das wird hier alles etwas OT ;-).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Uha, danke euch allen ganz herzlich für eure zahlreichen Beiträge und Anregungen!

Jetzt bin ich noch verwirrter als vorher, aber mehr Auswahl ist ja nicht unbedingt negativ.
 

vor 19 Stunden, Steffen85 sagte:

[...]Der Programmieraufwand hält sich beim B.Sc. Informatik Studiengang der WBH stark in Grenzen. Ein bisschen C# kommt dran (Grundlagen OOP) und Basics in C/C++/Java (Klausur weiterführende Programmierung). Quasi nicht der Rede wert - aber das wird (vermutlich) bei den meisten Hochschulen ähnlich sein.[...]

Das finde ich schon mal eine traurige Aussage. Einerseits weil ich finde, dass das absolut im Vordergrund stehen sollte

und andererseits weil diese Themen mich interessierten, mich motivieren und ich diese leichter lernen würde.

Die WBH finde ich aber weiterhin am sympathischen, aus dem Grund der Erfahrung, Popularität und gutem Feedback.

 

vor 16 Stunden, kurtchen sagte:

[...]ich studiere Web- und Medieninformatik bei Springer Campus. Wäre vielleicht eine Alternative zur WBH. Lehrsprache bei uns im Studiengang ist in erster Linie Java. Etwa die Hälfte der Leute bei uns im Studiengang sind Fachinformatiker. Ich schreibe über den Fortgang meine Studiums hier auf Fernstudiuminfos in meinem Blog. [...]

Die Inhalte hier klingen sehr spannend. Inhalte auf die ich Wert lege und ich sehr gewillt wäre zu lernen.

Wobei ich bedauere, dass es keinen Prüfungsstandort Berlin gibt. Vom Preis her ist es gleich zu der WBH.

 

vor 14 Stunden, kurtchen sagte:

Außer der WBH gibt es z.B. noch Oncampus mit einem Bachelor in Medieninformatik. Standorte für Präsenzen sind dort in Berlin, Brandenburg und allgemein Norddeutschland. Das sind staatliche FHs. Die Studiengebühren sind niedriger als bei der WBH.[...]

Oncampus klingt auch interessant. Ich kann mich noch erinnern, vor meiner Ausbildung informierte ich mich auch an
der "Beuth Hochschule für Technik Berlin" bzw Medieninformatik und wurde abgeschreckt durch Filmschnitt

und Videobearbeitung. Sicher interessante Themen, aber eher Freizeit/Hobby.

Preis ist echt gut. Aber ich befürchte wesentlich mehr Arbeit als bei den anderen FH.

 

 

Hmmmm, nicht leicht. Hier eine Entscheidung für die nächsten 3+ Jahre zu fällen. Die Angebote unterscheiden sich

nach außen hin stark, inhaltlich, die Kosten. Dazu kommt, dass man nicht abschätzen kann, wo das bessere Lernmaterial

zur Verfügung steht, was direkten Einfluss auf den Erfolg und auch den zeitlichen Aufwand hat.

Und welche FH nett, fair oder streng in der Leistungsbeurteilung ist.

 

Really makes you think. -HmmStiny
 

 

Bearbeitet von fisikalle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mir macht Programmieren auch am meisten Spaß und ich hätte mir auch wesentlich mehr Leistungsnachweise in dieser Richtung gewünscht, aber genau das ist ja der springende Punkt bei einem Studium -> die Theorie und (besonders im Bachelor-Studium) Grundlagen stehen im Vordergrund.

Das ist bei einer FH besser aus als an einer Uni, aber es ändert am Gesamtkonzept nichts.

Will man programmieren, bietet sich z.B. eine Technikerschule eher an (ich habe z.B. 12-15h pro Woche programmiernahe Fächer im 3/4. Semester).

Die Kosten bei den ganzen Fernstudien-Anbieter unterscheiden sich ja nicht so extrem (außer natürlich die FU Hagen), insofern würde ich meinen Fokus auf folgende Faktoren richten:

 

- welches Curriculum sagt dir am meisten zu (interessante Schwerpunkte)

- in welcher Form werden Leistungsnachweise erhoben (Klausuren, Einsendeaufgaben, Präsenzphasen, ...)

- wie häufig werden Klausurtermine angeboten (z.B. monatlich bei der IUBH, alle 2-4 Monate WBH, ...)

- wo kann man die Klausuren ablegen

 

Die Qualität der Studienhefte kannst Du in diesem Sinne kaum überprüfen. Klar, man kann sich Erfahrungsbereichte durchlesen oder vor der Anmeldung Probeexemplare anfordern, aber im Prinzip ist das eine Black Box.

Wenn man nebenher noch erwerbstätig ist, spielt imho die Flexibilität eine der größten Rollen. Mal hat man Phasen, da schafft man kaum etwas, dann will man am liebsten jeden Monat eine Klausur schreiben. Wenn das durch das System der Hochschule nicht möglich ist, kann das sehr frustrierend sein.

 

Mal aus dem Nähkästchen: Die Mischung aus bewerteten Einsendeaufgaben und Klausuren fand ich bei der WBH sehr angenehm. Auch die (freiwilligen) Repetitorien in Pfungstadt vor den Klausuren waren meistens ziemlich gut um den Stoff nochmal aufzufrischen und in Kontakt mit Dozenten und Kommilitonen zu kommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Zitat

Das finde ich schon mal eine traurige Aussage. Einerseits weil ich finde, dass das absolut im Vordergrund stehen sollte
und andererseits weil diese Themen mich interessierten, mich motivieren und ich diese leichter lernen würde.

 

Ein klassisches Informatikstudium ist kein "Programmierkurs", sondern es werden allenfalls Grundlagen vermittelt und ein Überblick geboten. Vielmehr geht es um die Hintergründe, um Algorithmen usw., um sich dann später ggf. auch relativ leicht in verschiedene Programmiersprachen einarbeiten zu können.

 

In noch mehr anwendungsbezogenen Studiengängen als reiner Informatik wie zum Beispiel Angewandte Informatik oder Web- und Medieninformatik etc. ist der Programmieranteil ggf. höher.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Was ich noch vergaß zu erwähnen war das Master-Fernstudium Informatik ohne Bachelor von der Hochschule Trier.

Hier wird eine 3-jährige Berufspraxis erwartet und dazu ein umfangreicher Eignungstest durchgeführt.

Unabhängig ob das schaffbar ist oder nicht, wie "glaubwürdig" ist ein Master ohne Bachelor...

http://www.hochschule-trier.de/index.php?id=10596

Bearbeitet von fisikalle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...