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Angelus

Geprüfter Softwareentwickler

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Angelus

Hallo,

 

ich habe mich vor Kurzem zum Staatl. geprüften Betriebswirt-Fachrichtung Wirtschaftsinformatik an einem Berufskolleg angemeldet, der nach den Sommerferien startet. Da ich zwar Fachabi habe, mir aber die hohe Praxisnähe wichtig ist und ich annehme, das man da - vor allem in Mathe... - besser ans Händchen genommen wird ;-)

 

Der grundsätzliche EDV-Anteil könnte aber trotz Fachrichtung ziemlich gering sein... Wird sich ja erst noch genau zeigen... Lt. Stoffplänen nehme ich an, dass das Hauptaugenmerk auf die wirtcshaftliche Betrachtung o. ä. gelegt ist...

 

Einen VHS Anfängerkurs für JAVA (4 Tage, wovon ich leider nur drei besuchen konnte) habe ich zum 'Schnuppern' schon mal besucht, für eine Blockwoche Bildungsurlaub VBA-Programmierung in Excel habe ich mich bei der VHS angemeldet und überlege nun, ob ich mich auch für den gepr. Softwareentwickler SGD anmelden soll.

 

Hat da jemand Erfahrung mit? Es soll quasi das Gesamtpaket untermauern. Von der Anerkennung her ist's ja denke ich mit den VHS-Kursen vergleichbar.

 

Ob ich das Zertifikat erreichen möchte - und dafür extra nach Darmstadt fahren muss - weiß ich noch nicht. Wieviel bringt einem denn das Abschlusszeugnis/Teilnahmebescheinigung ohne Prüfung?

 

Hat jemand Erfahrung mit dem Kurs? Wie aktuell sind die Inhalte? Oder bringt es einem mehr ein Fachbuch durchzuarbeiten?

Bearbeitet von Markus Jung
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StefanK

Was möchtest du denn mit dem Kurs erreichen, was sind deine (privaten/beruflichen) Ziele?

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paulaken

Was sind denn deine bisherigen Kenntnisse in dem Bereich, was machst du aktuell beruflich? Und wo möchtest du mit dem Kurs hin?

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Angelus

Bin im öffentlichen Dienst (Verwaltungsfachwirt im gehobenen Dienst mit vorheriger kaufmännischer Ausbildung [Bürokommunikation]) und bin eher der EDV/Orga/Assistenz/Finanztyp - halt eher ein Logiker und kann mir sowas eben auch besser merken als x-tausend Paragrafen inkl. zugehöriger Beispielfälle/-personen o. ä. 

 

Möchte also grundsätzlich eine bessere Verhandlungs- bzw. Bewerbungsposition auf für mich passende Stellen im öff. Dienst haben, ob's dann unbedingt in Richtung Programmierung gehen soll, sei mal dahingestellt. Erstmal just for fun, wenn der Betriebswirt gut läuft und ich danach noch Lust zum Lernen habe, könnte man dann ja noch in die Richtung berufsbegleitendes BWL oder Wirtschaftsinformatik-Studium überlegen.

 

Programmierkenntnisse habe ich nur von dem o. a. VHS-Kurs - hobbymäßig habe ich mich noch nicht wirklich damit befasst.

 

Bearbeitet von Angelus

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paulaken

Vielen Dank für die Antwort.

Als Programmierer wirst du mit diesem Kurs kaum eine Chance haben, gerade im öffentlichen Dienst stelle ich es mir eher schwierig vor, da ja dort besonders auf formale Qualifikation geachtet wird.

Um eher allgemeiner in diese Richtung zu kommen, Controlling z.B. fällt mir da als Bereich ein, ist der Betriebswirt wahrscheinlich keine schlechte Wahl, aber da kenne ich mich zu wenig aus.

 

In der Softwareentwicklung geht es weniger um Programmiersprachen, sondern um Konzepte. Eine Schleife ist immer eine Schleife, ob nun in Turbo Pascal oder in Java. Wenn man grundsätzlich verstanden hat, wie das mit den Schleifen funktioniert, kriegt man diese in jeder Sprache hin.

Wichtiger sind die Themen Softwarearchitektur, Design-Pattern etc. Also eher die Frage, wie strukturiert man den Code so, dass er effizient, gut lesbar und wiederverwertbar/anpassbar ist. Solche Dinge lernt man aber nicht in einem Kurs wie bei der SGD. Die Grundlagen dafür sind ein Studium oder die Ausbildung zum FIAE/FISI (der FISI mit Einschränkungen).

Praxis ist aber ein deutlich wichtiger Teil.

 

Als Wirtschaftsinformatiker programmiert man eher selten selbst, die Aufgabenfelder liegen dabei eher in der Anforderungsanalyse (was soll das Programm können, welche Arbeitsabläufe soll es abbilden), im Management von Projekten, im Projektcontrolling, ...

Eben die Aufgaben eines BWLers mit dem Schwerpunkt IT. Dazu gehören dann Dinge wie Rechnerarchitektur, Softwareengineering, Netzwerke, ... man muss es nicht selbst machen, aber eine Ahnung davon haben, wie es geht und was dabei wichtig ist.

Wenn man beispielsweise das Firmennetzwerk neu planen soll, kommt es nicht unbedingt darauf an, dass man die Server selbst aufsetzt und konfiguriert, sondern um Themen wie Ausfallsicherheit, Backups, Datenschutz, Datensicherheit, ...

 

Das Feld ist unheimlich groß und weit. Je nachdem, wo du dich selbst zukünftig siehst, ist der Weg möglicherweise dahin ein anderer. 

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Rok87

Auch wenn ich nun nicht direkt deine Frage bezüglich des Kurses beantworten kann. Aber machst du den SGB berufsbegleitend?

 

Bis dahin kann man sich sicher "vorbilden". Gerade was die Programmierung betrifft wirst du in der Fachschule aber auch mit den Grundkenntnissen anfangen.

 

Bei uns war der Anteil der Programmierung recht hoch. Das Hauptaugenmerk lag aber dennoch mehr darauf, das man Projekte mit Kunden ordentlich planen und durchführen kann. Darum ja auch das Abschlussprojekt.

 

Ich bin mir aber nicht sicher, ob der SGB dir im öffentlichen Dienst viel bringt. Zwar ist der Abschluss offiziell dem DQR 6 zugeordnet aber im öffentlichen Dienst ist der Abschluss noch nicht so bekannt. Das wurde mir von einer ehemaligen Mitschülerin mit geteilt, welche auch im öffentlichen Dienst arbeitete.

 

Hast du mal geprüft wie es bei euch ist? Bringt der Abschluss dich da weiter?

 

Ich finde das ganze klingt etwas planlos. Zumal du sagst, dass du die Fachrichtung nachher nicht zwingend ausüben möchtest. Den SGB gibt es ja auch mit anderen Schwerpunkten.

 

Mfg

 

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Angelus

Da ich die Qualifikation für den gehobenen Dienst habe und mich daher - sofern offen genug ausgeschrieben - auf die Stellen bereits jetzt bewerben könnte, sehe ich den Betriebswirt eher als  Wissensergänzung/Spezialisierung für den genannten Bereich - quasi als Untermauerung, da im Angestelltenbereich leider die Spezialisierung auf BWL nicht möglich war (wie beim Bachelor der Beamten) - und ggf. als Wissensauffrischung für ein Studium, was ich mir momentan nicht wirklich zutraue.

 

Ja so Controlling/Berichtswesen/Finanzen mit IT-Bezug wäre was...

Da mittlerweile eingesehen wird, für die IT-Abteilung Fachkräfte einzustellen, wäre für eine 100%tige IT-Stelle innerhalb der IT natürlich eine Ausbildung oder ein Studium Pflicht!

 

Ja den Betriebswirt mache ich berufsbegleitend abends und am Wochenende in Präsenz. Dies wären die Lernfelder (Keine Ahnung, warum der jetzt doppelt zählt, ist mir aber am Tablett zu friemelig):

  1. Das System Unternehmung in seiner internen und externen Vernetzung

  2. Absatzprozesse

  3. Leistungserstellungsprozesse

  4. Beschaffungs- und Bereitstellungsprozesse

  5. Personalwirtschaftliche Prozesse

  6. Informationssysteme

  7. Kosten- und Leistungsrechnung als Informationsinstrument

  8. Jahresabschluss als Informationsinstrument

  9. Kapitalströme und finanzwirtschaftliche Maßnahmen

  10. Managementsysteme und strategische Planungsprozesse

  11. Geschäftsprozesse und Projekte

  12. Controlling

  13. Projektarbeit 

Hier habe ich den Rahmenlehrplan gefunden: http://www.berufsbildung.nrw.de/cms/bildungsgaenge-bildungsplaene/fachschule-anlage-e/bildungsplaene/fachbereich-wirtschaft.html

 

Da finde ich nix zur Programmierung?!?! Wobei die jeweilige Schule sich den endgültigen Lehrplan ja daraus zusammenstellen muss...

 

Wie gesagt, den Softwareentwickler sehe ich als Ersatz für weiterführende VHS-Kurse... Gefühlt die Hälfte des Kurses befasst sich jedoch auch mit Basics zur Computertechnik, Projektplanung und Softwareengineering usw. Statt Softwareentwickler wäre natürlich auch der Kurs 'Java-Programmierer' möglich, da fällt dann der VBA-Part weg.

 

Ach und die Wirtschaftsinformatik-Fachrichtung vom Betriebswirt ist schon meine Lieblingsfachrichtung ;-) Es ging dabei um die Programmierung als solches im Hinblick auf den Softwareentwickler-Kurs, da mir eben klar ist, dass man damit gegen Fachkräfte nicht ankommt...

 

Beim mögluchen Studium schwanke ich eben auch zwischen einem Wirtschaftsinformatikstudium oder einem BWL-Studium mit entsprechenden WI/IT-Schwerpunkten.

Bearbeitet von Markus Jung
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Rok87

Da die Programmierung bei uns Teil der staatlichen Prüfung (auch in NRW) war gehe ich stark davon aus, dass auch andere Fachschulen diesen Teil lehren. Wirklich Sicherheit, hast du wohl nur, wenn du beim Anbieter nach fragst.

 

Allgemein glaube ich, dass solche Zusatzqualifikationen schon helfen können, wenn man in die Fachrichtung geht.

 

 

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Angelus
Am 12.4.2017 at 08:09 , Rok87 schrieb:

Da die Programmierung bei uns Teil der staatlichen Prüfung (auch in NRW) war gehe ich stark davon aus, dass auch andere Fachschulen diesen Teil lehren. Wirklich Sicherheit, hast du wohl nur, wenn du beim Anbieter nach fragst.

 

Das kann natürlich sein, eine Infoveranstaltung ist dort auch schon angesetzt, mal schauen, ob die aussagekräftiger ist, als die auf der HP zu findende abgespeicherte Powerpointfolien-PDF ;-)

 

Zur Programmierung habe ich nun einen Onlinekurs zu JAVA gefunden. OpenHPI, klingt nach, dass was an der Uni (Berlin?) schon gelaufen ist, nutzen wir halt nochmal frei für die Allgemeinheit übers Netz. Bei laufenden Kursen kann man wohl auch ein Zeugnis - sonst eine Teilnahmebescheinigung- erhalten. Macht bisher gar keinen so schlechten Eindruck :-)

 

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der_alex

Mach doch erstmal die Schule, dann kannst du den Kurs notfalls immer noch später besuchen. Beides gleichzeitig wird teuer und die Zeit langt nicht für beides.

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