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Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie - Erfahrungsbericht


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  • 2 Jahre später...

Hey,

 

Ich bin mittlerweile im 6. Semester angekommen und stehe somit kurz vor meinem Abschluss.

Ich möchte auf diesem Weg eine Zusammenfassung über meine bisherigen Erfahrungen bereitstellen:

 

Ganz allgemein kann ich den Studiengang jedem, der an Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie interessiert ist, weiterempfehlen. Tatsächlich werden die Basics in beiden Bereichen sehr gut vermittelt und die meisten Fächer waren ausgesprochen interessant.

Alles ist wirklich sehr gut organisiert. Anfangen von den Skripten, über die Vortragenden bis hin zum gesamten Team des Studiengangs. Ich möchte noch auf einige Punkte genauer eingehen, damit sich Interessierte ein besseres Bild machen können:

 

Vortragende: Natürlich gibt es immer mal wieder Vortragende, die einem nicht liegen oder die nicht besonders motiviert sind. Allerdings war ich mit 90% äußerst zufrieden. Der Großteil ist sehr fair, nett und hilfsbereit. Auch die Kommunikation hat immer gut geklappt.

 

Prüfungen: Ich habe die Prüfungen immer als sehr fair empfunden. Es wurde also wirklich immer nur das abgefragt, was auch vorher behandelt wurde. Somit keine großen Überraschungen. Die Prüfungstermine sind genau definiert und können auch nicht verschoben werden. Eine Prüfung kann allerdings recht zeitnah wiederholt werden.

 

Lernmaterialien: Die Skripten sind eigentlich immer gleich aufgebaut und dadurch findet man sich leicht zurecht. Leider manchmal mit Schreibfehlern und manchmal nicht 100%ig aktuell aber im Großen und Ganzen sehr anständig gemacht. Die E-Learning Plattform (Onlinecampus) ist sehr ansprechend gestaltet und meistens finden sich zusätzliche Materialien zum Download. Auch wenn in manchen Lehrveranstaltungen kurze Videos angeboten werden, hatte ich mir mehr davon erwartet. Ich hatte mit mehr interaktiven Inhalten wie zB Webinare oder dergleichen gerechnet. In den meisten Fächern ist es tatsächlich so, dass man einfach das Skript lernt und dann zur Prüfung antritt. Die Prüfungen werden allerdings mit zunehmendem Semester immer weniger. Dafür liegt dann der Schwerpunkt auf auszuarbeitenden Aufgaben. Das bringt mich auch gleich zu meinem nächsten Punkt "der Gruppe".

 

Gruppe: Am Beginn des ersten Semestern mussten wir uns in Gruppen von sieben Leuten zusammenfinden. Diese Gruppe ist äußerst relevant, da die meisten zukünftigen Gruppenarbeiten mit dieser bearbeitet werden. Theoretisch können die Gruppen in jeder Lehrveranstaltung neu gebildet werden. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass dies kaum passiert. Diese Gruppe stellt auch den Dreh- und Angelpunkt im Studium dar und ist sehr wichtig. Sie sorgt für Motivation und sozialen Kontakt. Gerade in einem Fernstudium sind das unglaublich wichtige Eigenschaften. Mein Tipp: Gleich zu Beginn mit dem Networken anfangen und sich mit Gleichgesinnten zusammenschließen :) Die FernFH unterstützt diesen Prozess normalerweise mit Gruppenaufgaben, bei denen man sich schon mal ein bisschen kennen lernen kann.

 

Lernaufwand: Wie hoch der tatsächliche Lernaufwand pro Woche ist, lässt sich nur schwer beantworten. Gerade in den ersten Semestern ist natürlich vor den Prüfungen mehr zu tun. Wenn ich eine Zahl angeben müsste, würde ich 15h pro Woche sagen. Manchmal natürlich deutlich weniger und manchmal deutlich mehr :D  In späteren Semestern sinkt der Aufwand etwas und die Arbeit lässt sich flexibler einteilen.

 

Sprache: Alle Lehrveranstaltungen, außer Englisch, werden auf Deutsch abgehalten. Die Englischprüfungen sind allerdings sehr human und gut zu schaffen. Also keine Angst falls man eine kleine Englischschwäche hat. ;) 

 

Also zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr froh bin mich damals für dieses Studium entschieden zu haben und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

 

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen und stehe auch gerne für Fragen zur Verfügung :) 

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@JamesF: Vielen Dank für deine Beschreibung. Mich würden noch zwei Aspekte interessieren, die für mich noch nicht ganz klar geworden sind:

 

Zeitliche Flexibilität: Du schreibst von genau definierten Prüfungsterminen und (in der Praxis) festen Gruppen. Das hört sich für mich nach einem fest vorgegebenen Curriculum von 6 Semestern (also "Vollzeit") an, oder liege ich da falsch? Wie sieht es aus mit schneller oder langsamer studieren bzw. einer Teilzeitvariante?

 

Präsenzveranstaltugen: Gibt es die, und wenn ja, sind das verpflichtende Veranstaltungen oder optionale Angebote? Wie häufig und wo finden diese statt?

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Hallo Alanna!

 

Präsenzveranstaltungen: Jedes Semester gibt es drei Präsenzphasen. Eine am Anfang, eine in der Mitte und eine am Ende des Semesters. Dabei handelt es sich um jeweils zwei komplette Tage, Freitag und Samstag. Vor Ort schreibt man Prüfungen, hält Präsentationen und hat einführende Lehrveranstaltungen. Diese Präsenzveranstaltungen sind prinzipiell verpflichtend. Meistens muss eine Unterschrift zur Anwesenheitsüberprüfung abgegeben werden. Man kann sich natürlich wegen wichtigem Grund bzw. Krankheit entschuldigen lassen. Da aber an diesen Wochenenden die Prüfungen und Präsentationen abgehalten werden, empfehle ich diese auch unbedingt zu besuchen. Weiters ist es eine der wenigen Gelegenheiten die sozialen Kontakte auch persönlich zu pflegen. Die FernFH verfügt mittlerweile über ein eigenes Gebäude in der Nähe des Hauptbahnhofes von Wiener Neustadt und dort werden auch die Präsenzveranstaltungen abgehalten. Etwa 5-10min Fußweg vom Bahnhof entfernt. Wirklich sehr einfach und rasch zu erreichen.

 

Zeitliche Flexibilität: Es handelt sich um ein berufsbegleitendes Fernstudium. Das bedeutet es gibt, bis auf die Präsenzphasen, keine Anwesenheitspflicht. Trotzdem handelt es sich um eine FH und somit ist der Studienplan genau vorgegeben. Man weiß also schon zu Beginn des Studiums welches Fach in welchem Semester behandelt wird. Dadurch sind auch die Prüfungstermine fest vorgegeben. Unter Studienplan kann der genaue Studienplan eingesehen werden. Ich hab allerdings die Einteilung bzw. den Studienplan als sehr gut durchdacht erlebt. Ich hatte das Gefühl, dass darauf geachtet wurde, die Fächer angemessen zu verteilen. Einerseits vom Lernaufwand, andererseits thematisch sinnvoll. Weiters habe ich als sehr angenehm empfunden mich um nichts kümmern zu müssen. Man muss sich für keine Lehrveranstaltung oder Prüfung extra anmelden und keine Gedanken machen.

Schneller, langsamer oder Teilzeit studieren ist prinzipiell nicht möglich. Der Studienplan ist fix. Wie man sich die Arbeit einteilt ist allerdings jedem selbst überlassen. Das kann natürlich auch als Nachteil gesehen werden. Selbstdisziplin und Eigenmotivation sind unbedingt erforderlich um voran zu kommen. Wie man den Stoff für Prüfungen bewältigt hängt von der eignen Persönlichkeit und dem eigenen Lernverhalten ab. Manche lernen kontinuierlich mit und andere versuchen sich den Stoff in den letzten Tagen noch ins Hirn zu klopfen.

Schneller studieren ist begrenzt möglich. Es besteht natürlich die Möglichkeit sich Fächer anrechnen zu lassen. Dies verkürzt allerdings nicht die gesamte Studiendauer, sondern "befreit" nur einzelnen Lehrveranstaltungen. Mit Anrechnungen von ganzen Jahren habe ich keine Erfahrung.

Long story short: Die Fächer sind fix vorgegeben, wann du dafür lernst bleibt dir selbst überlassen.

 

Lg

 

 

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