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KanzlerCoaching

"Unterstützung" bei Studienarbeiten

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Gerade am anderen Ort gefunden - eine Anzeige, aus der ich den folgenden Absatz zitiere:

 

Die Blablabal "unterstützt Studierende bei der Erstellung von Seminar-, Bachelor und Masterarbeiten. Dafür suchen wir Talente, die mit wissenschaftlichem Schreiben und Arbeiten vertraut sind. Zu den Aufgaben gehören das Erstellen von Literaturverzeichnissen, Abbildungen und Kapiteln. Bei Eignung steht auch dem Verfassen ganzer Arbeiten nichts im Weg. Die Seite wird mit 15.- bis 20.- Euro pro Seite vergütet. Weitere Tätigkeiten werden nach vorheriger Absprache vergütet."

 

Nach meiner Lesart sucht da ein Unternehmen Freiberufler, die weit über das erlaubte Maß hinaus Studenten bei der Erstellung von schriftlichen Arbeiten, die sie im Studium erstellen müssen, unterstützen. Oder eher: diese Arbeiten für sie schreiben.

 

Lese nur ich das so?

 

Sabine Kanzler

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Dass der Student, der sich erwischen lässt, mit Strafe rechnen muss, das ist klar. Aber was ist mit dem Anbieter, der solche Anzeigen schaltet, in denen ja wohl Leute gesucht werden, die betrügerische Leistungen erbringen?

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Klingt meiner Meinung nach Ghostwriting. In Österreich ist diese Handlung für den Verfasser nicht strafbar. Und ich bin mir sicher, dass es sehr viel mehr fremdgeschriebene als plagiierte Arbeiten gibt. Ich bin auch mal an einer-Thesis so was von gescheitert, weil ich mit den Formalitäten absolut nicht zurecht kam. Das Thema hat mich fasziniert, aber ich hatte dermassen viel Angst irgendwas falsch zu zitieren, hatte größte Probleme mit der Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung usw,..... Mit etwas Hilfe wäre es für mich ein Leichtes gewesen zu bestehen, aber ich wollte und möchte nicht betrügen, darum habe ich nicht abgeschlossen.

Jetzt probiere ich BiWi und erhoffe mir hier, dass ich durch die Hausarbeiten das Schreiben lerne, denn es ist oft auch das Problem, dass man im Studium auf die Prüfungen lernt und dann die Diplomarbeit oder Bacchelorarbeit die erste zu schreibende Arbeit ist und man fühlt sich von der Uni alleingelassen und völlig überfordert.

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Ich vermute, dass es genügend Menschen mit abgeschlossenem geistes- oder sozialwissenschaftlichem Studium gibt, die Schwierigkeiten haben, eine ihrer Qualifikation angemessene Beschäftigung zu finden. Für die mag eine solche "freiberufliche" Tätigkeit attraktiv sein. Ich kann nachvollziehen, dass das einen Reiz für Menschen hat, die sich gerne in neue Themen einarbeiten, lesen, recherchieren, schreiben. Rein vom Tätigkeitsprofil her betrachtet, könnte das auch mir gefallen. Das heißt natürlich nicht, dass ich es in Ordnung finde, wenn solche "Dienstleistungen" angeboten oder in Anspruch genommen werden.

 

Wobei es nicht allzu schwierig sein sollte, ein solches Geschäft so diskret abzuwickeln, dass eine Zuordnung zum einzelnen Kunden oder Ghostwriter kaum zu leisten ist. Natürlich, irgendwie muss man diese "Gewerbe" anpreisen, Kunden und Autoren gewinnen. Aber man kann eine solche Seite ja irgendwo hosten lassen, wo es den zuständigen Behörden egal ist. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Strafverfolgungsbehörden in einer international koordinierten Aktion, Kunden, Autoren und Mittelsmänner aufdecken, so wie das im Falle wesentlich schlimmerer Vergehen zum Glück gelegentlich passiert. Insofern denke ich, dass das Risiko für den einzelnen, der sich seinen Abschluss so ergaunern will, gering ist.

 

Mir wäre es ehrlich gesagt zu blöd, mir eine Hausarbeit oder gar eine Abschlussarbeit schreiben zu lassen. Entweder ich kann's oder ich kann's nicht. Wenn ich's nicht kann, ändern Note und Titel ja auch nichts daran. Dann suche ich mir lieber etwas anderes, das ich kann. Ich stelle mir das auf Dauer belastend vor, mit einem gekauften Titel eine Kompetenz vorzugaukeln, die ich de facto nicht habe.

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vor einer Stunde, KanzlerCoaching schrieb:

Dass der Student, der sich erwischen lässt, mit Strafe rechnen muss, das ist klar. Aber was ist mit dem Anbieter, der solche Anzeigen schaltet, in denen ja wohl Leute gesucht werden, die betrügerische Leistungen erbringen?

Ich vermute, dass es nicht allzu schwierig ist, sich da abzusichern. Dann gibt der Mittelsmann dem Ghostwriter eben nicht den Auftrag, eine Hausarbeit zu schreiben, sondern es ist ein Recherche-Auftrag der mit einem ausführlichen Bericht abgeschlossen wird. Wenn der Mittelsmann nicht im Ausland sitzt, kann er sich bei Übergabe der Recherche ja noch vom Kunden bestätigen lassen, dass diesem bewusst ist, was ein Plagiat ist. Und dass ihm natürlich klar ist, dass er die Ergebnisse nach geltender Rechtslage keinesfalls als eigene geistige Leistung ausgeben darf.

 

Das hier von KanzlerCoaching beschriebene Szenario ist natürlich schon sehr direkt und plump beworben.

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vor 6 Minuten, kurtchen schrieb:

 

 

Mir wäre es ehrlich gesagt zu blöd, mir eine Hausarbeit oder gar eine Abschlussarbeit schreiben zu lassen. Entweder ich kann's oder ich kann's nicht. Wenn ich's nicht kann, ändern Note und Titel ja auch nichts daran. Dann suche ich mir lieber etwas anderes, das ich kann. Ich stelle mir das auf Dauer belastend vor, mit einem gekauften Titel eine Kompetenz vorzugaukeln, die ich de facto nicht habe.

Duch die Akademisierung werden viele Berufe, die vorher eine normale Ausbildung hatten verwissenschaftlicht. Und ich glaube, dass eine Krankenschwester, die sich bei der Diplomarbeit helfen ließ keine Kompetenz vorgaugeln muss, sondern sie durch ihr Wissen hat. Und wenn jemand wissenschaftlich arbeiten kann, aber absolut nicht mit Menschen umgehen kann, dann hat er/sie wahrscheinlich weniger Kompetenz für diesen Beruf.

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Noch gibt es gute Berufsausbildungen. Und durchaus auch solche, die bessere Beschäftigungsperspektiven und wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeiten bieten als so manches weniger nachgefragte Hochschulstudium. Ich fühle mich jedenfalls wohler, wenn mein Außenbild und meine Fähigkeiten gut zusammenpassen. Wenn ich mich mit einem akademischen Titel schmücke, möchte ich den auch verdient haben. Es wäre mir natürlich genauso peinlich, einen Gesellenbrief ohne die damit normalerweise verbundenen praktischen Kompetenzen zu besitzen.

 

Aber das ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Natürlich wird es viele Leute geben, die solche Dienste gerne in Anspruch nehmen.

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