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Zulu0815

Vorgehen zur Gehaltsfindung

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Moin,

 

nachdem ich ein wenig herumgelesen habe und die Themen zu Gehaltsentwicklungen hierzu im Forum entweder sehr spezifisch auf eine Stelle und einen Bewerber bezogen waren oder nach ausufernder Diskussion geschlossen, wollte ich das Thema Gehaltsfindung doch noch einmal versuchen, offen zu diskutieren.

 

Ich persönlich stand und stehe wohl auch künftig vor dem Problem, meinen eigenen Marktwert taxieren zu können. Mir fehlen einfach die Vergleichswerte, subjektiv habe ich aufgrund von vagen Äußerungen im Freundeskreis aber den Eindruck, es könnte zuwenig sein. Da man ja aber in Deutschland nicht über sein Gehalt spricht, tue ich mich schwer, meine Kollegen anzusprechen. Ich bin mir also immer relativ unsicher, ob meine Gehaltsvorstellung zu hoch oder zu niedrig ist. Ich habe aber in Bewerbungsgesprächen nie das Feedback erhalten, meine Vorstellungen wären überzogen, eher im Gegenteil.

 

Daher einfach die offene Frage, wie die werten Mitleser ihre Vorstellung festlegen. Mir geht es nicht um absolute Zahlen, sondern eher um sinnvolle Anregungen zum Vorgehen.

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Das geht eigentlich so ganz allgemein nicht, weil da zu viele voneinander abhängige Komponenten mitspielen. Aber versuchen wir es mal. Um das Gehalt definieren zu können, muss man

  • die Faktoren kennen, die Höhe des Gehalts bestimmen: Firmengröße, Standort der Firma, Branche, Position auf dem Markt ...
  • Tarifgebundenheit feststellen
  • eigene Kompetenz definieren
  • Alter und einschlägige Berufserfahrung qualifizieren
  • die Stelle und die zu bearbeitenden Inhalte auf ihre Bedeutung fürs Unternehmen hin abklären
  • diverse Gehaltsportale aufsuchen
  • ggf. einen kostenpflichtigen Gehaltscheck machen lassen

Hab ich was vergessen?

 

Bearbeitet von Markus Jung
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Auch kann die Unternehmenszugehörigkeit eine Rolle spielen, gerade in den tarifgebunden Unternehmen.

 

Ich kann nur zustimmen, dass eine pauschale Festlegung und somit eine offene Diskussion schwierig wird, da die Brachen sehr divergieren. Wo sich jemand aus dem Pflegesektor vielleicht nach einem Studium eingruppieren würde inklusive der Vorangegangenen Berufserfahrung  würde es ein anderer z.B. aus der Freien Wirtschaft um ein vielfaches anders.

 

Aber ich persönlich befasse mich zunächst mit dem Unternehmen, dem Stellenprofil und möglichen artverwandten Stellen in ähnlichen Unternehmen und ähnlicher Region. Dann beziehe ich verschiedene Portale mit ein, die Auskunft geben genau so wie Erfahrungen von Arbeitnehmern und Tabellen die für bestimmte Qualifikationsrahmen bestimmte Vergütungen festsetzen. Ebenso ziehe ich die Tarifverträge sowohl öffentlich als auch kirchlich mit ein. Aus all dem Bilde ich einen realistischen Querschnitt und schlage Prozentsatz X auf, um am Ende ziemlich genau da zu landen, wo ich hinmöchte und was branchen- und qualifikationsüblich ist.

 

Bei einem Tarifvertrag ist das meist ohnehin hinfällig

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Solche Listen veröffentlichen manchmal Gehälter, die jenseits der Realität sind und außerdem nur einen wie auch immer ermittelten Durchschnitt angeben. Mit dem, wie eine konkrete Stelle in der Realität bewertet wird, hat das oft wenig zu tun.

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Ich denke auch, dass es einfach auf zu viele unterschiedliche Faktoren ankommt, als dass man das so pauschal einschätzen könnte. Es wurden schon viele wichtige Dinge genannt. Es kommt zudem auch immer auf den Wert der Einstellung für das Unternehmen an. Was bringt die ausgeschriebene Stelle dem Unternehmen ein und wieviel ist diese Wert. Generell sollte jeder vor einem Bewerbungsgespräch oder einer Gehaltsverhandlung darüber nachdenken, was er dem Unternehmen für einen Mehrwert bringt, wieviel seine eigene Leistung Wert sein könnte und ob er mit dem Ergebnis leben kann.

 

Ständig darüber nachzudenken ob möglicherweise der ein oder andere mehr verdienen könnte ist wenig förderlich für einen Selbst und stört womöglich bei einer internen Neiddebatte den Betriebsfrieden.

 

Man sollte auch bedenken, dass nur weil einer in einem anderen Unternehmen bei ähnlicher Stellung vielleicht mehr Geld bekommt, er längst nicht glücklicher in seinem Job sein muss. Viel wichtiger als ein höheres Gehalt sind doch ganz andere Faktoren, wie eine gewisse Planungssicherheit, Wertschätzung, Professionalität und viele andere gelebte Werte eines Unternehmens. Wenn ich etwas neues suchen würde, wären solche Dinge für mich wichtiger als ein paar Euro mehr. Was nützen 10k mehr im Jahr, wenn man sich im Unternehmen nicht gut aufgehoben und unwohl fühlt?

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