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Ida_Pfeiffer

Hochsensibel durchs Fernstudium - Was nun?

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hier ein passender Ort ist, aber es kommt dem wohl am nächsten. Während gerade seit einer gefühlten Ewigkeit (es sind 70 Minuten) draußen eine Heckenschere oder ein Rasenmäher surrt und nach einem anstrengend Nachmittag im Kindergarten unterm Balkon auf dem Piratenschiff das Wettkreischen endlich beendet ist, stehe ich hier mit den Haaren zu Berge und einem riesen Agressionspotential und das nur, weil ich nichts schaffe.

 

Ich höre die Schiffe auf dem nahegelegenen Transportweg und auch jeder Vogel nervt. Ich bin hochsensibel, wie viele andere auch. Und trotzdem möchte ich ein erfolgreiches Studium machen und das optimale aus meinem Beruf herauskitzeln. Auf der Suche nach Lösungen, wie das gelingt und vor allem, was dabei wichtig ist, habe ich mir vor einiger Zeit eine Linkliste mit hilfreichen Websites angelegt. Dabei geht es auch um die Stärken, die mit Hochsensibilität verbunden sind und worauf man vielleicht beim Lernen achten sollte.

 

Hochsensibilität ist keine Krankheit, es ist eine Veranlagung, wie groß oder klein sein oder eine schiefe Nase haben. Oft wundert man sich jedoch warum man anders ist und was eigentlich los ist, warum es vielleicht nicht mit bestimmten Lernorten oder Lernumgebungen passt. Und meist ist man ratlos. Ich bin ehrlich, das war auch ich von einer Therapeutin auf dieses völlig gesunde Extra hingewiesen wurde. Seitdem, kann ich mein Lernen effektiver gestalten.

 

Also bist auch du vielleicht besonders geräuschempfindlich oder emotionssensibel, schneller müde wenn du Sachen liest oder lernst oder eine Online Vorlesung betrachtest. Das hat nichts mit fehlender Leistung zu tun, zumindest nicht unbedingt. Es könnte einfach sein, dass du wesentlich schneller, wesentlich mehr Eindrücke aufnimmst ohne sie, wie andere Menschen zu filtern. Die Platte ist einfach schneller voll und läuft eher heiß.

 

Hier sind ein paar hilfreiche Websites

  1. Was Hochsensible besonders gut können (Text oder Audio) mit den Aspekten Sinneswahrnehmung, Ästhetik, Zuhören und Details, Analyse, Reflexion und Meta-Denken u.v.m
  2. 24 Tipps für Hochsensible - Heike Thormann die Autorin hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und ein paar Tipps zusammengefasst, diese beinhalten u.a. das Thema Zeit für sich, Wohn- und Arbeits (lern)umfeld, Motivation
  3. Hochsensibel? Hochkompetent!  vom Freien Verband für Psychotherapeuten mit etwas Hintergrund zur Thematik
  4. Die 10 größten Erfolgsblockaden von Hochsensiblen & die Lösung (Youtube ca. 23 Minuten)
  5. The Science Behind High Sensivity (English) es geht um die Grundlagen aufbauend auf der Pionieerin des Gebiets Elaine Aron
  6. Zu viel Welt fürs Gehirn geht ebenfalls etwas auf den Hintergrund ein
  7. Hochsensibilität im Beruf (5 Teile)
    1/5 Großraumbüro- ein Leistungskiller
    2/5 Lösungsfinder mit Weitblick
    3/5 High Sensitive Leadership
    4/5 Sinnvolle Meetings & Small Talk mit Tiefgang
    5/5 Work-Life-Balance für zart-starke Performer

 

Viel Spaß beim Lesen, ergänzen, Erfahrungen teilen, vielleicht auch dahingehend, wie ihr eure Lernumgebungen gestaltet.

Bearbeitet von Markus Jung
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Bin gerade auf dem Sprung... wir fahren dann in Urlaub. Werde mir dort mal in Ruhe die Links von dir durchlesen. Auch bei mir steht im Raum das ich Hochsensibel bin. Ich persönlich habe das immer abgetan, aber ich wurde von verschiedenen Menschen angesprochen die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

 

Vielleicht sollte ich auch einmal zu nem Experten. Was mir einfach immer auffällt, in Meetings etc. nehme ich die nonverbale Kommunikation der verschiedenen Menschen viel stärker wahr als andere. Ich nehme Stimmungsschwankungen bei Menschen auch viel schneller wahr als andere Menschen.

 

Daher interessiert mich dieses Thema sehr, vielen Dank für deinen Thread und die Infos.

Bearbeitet von der Pate

  • Bachelor of Arts in BWL mit Schwerpunkt Marketing an der AKAD Hochschule Stuttgart von Juli 2011 bis Juni 2014
  • Master of Science in Management an der University of Liverpool von September 2014 bis Juli 2017
  • Forschungs- und Promotionskolleg der Leadership-Kultur-Stiftung Neuwied-Engers seit Juli 2016 bis Dezember 2017

 

 

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Bin auch sehr sensibel - ob es das obige beschriebene ist??:

- wenn die Werbung im Fernsehen kommt, muss SOFORT der Ton ausgehen, sonst platze ich! 

- Fernsehtöne nehme ich als störend war, auch wenn diese recht leise sind, vor allem beim Lernen

- arbeiten im Großraumbüro ist nervtötend, Konzentration ist Glücksache. Kollegen behelfen sich mit Kopfhörern um Ruhe zu haben...

 

 

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vor 57 Minuten, der Pate schrieb:

Vielleicht sollte ich auch einmal zu nem Experten. Was mir einfach immer auffällt, in Meetings etc. nehme ich die nonverbale Kommunikation der verschiedenen Menschen viel stärker wahr als andere. Ich nehme Stimmungsschwankungen bei Menschen auch viel schneller wahr als andere Menschen.

 

Ja das ist ein Teil der Hochsensibilität. Man nimmt sofort die Stimmung im Raum auf bzw. wird stark durch nonverbale Kommunikation beeinflußt. Kann man sich zum Teil abtrainieren, aber ist doch sehr oft ein starker Vorteil.

 

Dennoch empfinde ich die Hochsensibilität oft als störend. Arbeite daher auch sehr oft vom Home Office aus. Da entfalte ich meine Leistungsstärke und falle fasst immer in einen "Flow"-Zustand. Das ist wiederum ein echter Vorteil ;).

Bearbeitet von Muddlehead

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Danke für die Links und Tipps.

 

Ich kann mir vorstellen, dass sich einige HSP gerade wegen ihrer Hochsensibilität für ein Fernstudium entscheiden, weil das Lernen so an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden und im eigenen Umfeld erfolgen kann.

 

Für mich hat das zum Beispiel bedeutet, eher nicht irgendwo im Café zu lernen, wo ein lauter Geräuschpegel herrscht, es oft zu Unterbrechungen kommt und man ganz viel mitbekommt, die Luft vielleicht schlecht ist, es zieht oder zu laut oder zu warm ist usw. ;). Genauso arbeite ich jetzt zwar auch unterwegs, wenn ich halt eh unterwegs bin, aber bevorzugt am eigenen Schreibtisch im Büro.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Über mich: markus-jung.de

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Das was @Ida_Pfeiffer beschreibt, würde ich als eine psychische (Abwehr-)Reaktion des Körpers auf eine konstante Belastung (Stress) von außen bezeichnen. Meiner Erfahrung nach, nimmt dann im Alter noch deutlich zu. Bei mir waren das die sich lange vorher ankündigenden Vorboten eines Burnout. Hier würde allerdings auch eine totale Stille nicht wirklich zu einem befriedigenden Ergebnis führen.

 

Das was wiederum @der Pate beschreibt, mag in der Tat eher auf eine Veranlagung hindeuten, die aber auch geschult werden kann/muss. Dies mag man als Fähigkeit sehen, stellt aber nicht selten auch für die einzelnen Beteiligten, eine enorme Belastung dar. 


Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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@SirAdrianFish

 sorry aber leider unterliegst du hier genau der Fehleinschätzung, die es Hochsensiblen das Leben schwer macht.

 

Natürlich kann sich Stress auf die Psyche Auswirken das bei jedem Menschen mit oder ohne Vordiagnose.

 

Bevor du also in gewisser Weise  (etwas spitz formuliert aber nicht böse gemeint) etwas aburteilst gehe erst sicher, dass du alle Seiten kennst. In meinem Fall lagst du daneben und es ist nachgewiesen Veranlagung, die seit dem Säuglingsalter besteht und seit dem Kleinkildalter zu beobachten ist ohne dass es je Krankheitswert hatte.

 

Dazu sonst auch noch mal "Wie Betty das Wutgewitter besiegt " was das einmal für Kinder erklärt. Es gibt einfach Typen die werden gereizt und emotional und explodieren und dann gibt es den introvertierten Typ, der sich in sich zurück zieht die Ruhe extrem sucht und manchmal fälschlicher Weise als depressiv abgetan wird.

 

Also ich für meinen Fall kann beschreiben wann es eine reine  "Psycho"Sache ist und wann nicht. Menschen mit Hochsensibilität nehmen mehr, intensiver über einen kurzen Zeitraum wahr, was ganz natürlich zu einer schnelleren Erschöpfung führt oder eben und da stimme ich auch gut und gerne zu zu Stressreaktionen, die ein Mensch ohne die Veranlagung einfach etwas später, aber irgendwann auch erreicht.

 

Und der Eintrag zielt ja auch nicht darauf ab, oder darauf das anderen zu attestieren, weswegen ich mich bei den bisherigen Kommentaren zurückgehalten habe, sondern Informationen bereitzustellen die Memschen mit dieser VERANLAGUNG betreffen, auch wenn die Grenzen zu ähnlich artenden Erkrankungen natürlich gegeben sind. Diese gehören dann aber in die Hände eines entsprechenden Arztes oder Therapeuten und auch in der Abgreenzung, wenn es parallel eine Erkrankung gibt sollte man sich so etwas nicht per Internet selbst attestieren. Aber ich hoffe es erklärt sich von selbst.

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich hatte mich auch mal mit dem Thema beschäftigt, weil ich viele Symptome in meinem Leben wiederfand. Ich mag keinen Krach, nachts werde ich sogar irre, wenn meine Nachbarn ihren Fernseher noch gerade so laut anhaben, dass ich ihn ein bisschen hören kann. Ich mag kein helles Licht, bin eigentlich immer mit Sonnenbrille unterwegs. Mit großer Hitze und großer Kälte komme ich nicht zurecht. Ich bin auch nicht sehr gesellig, mag eigentlich höchstens mit zwei oder drei anderen Menschen gleichzeitig zusammensein. Viele Dinge, die anderen Leuten gar nichts auszumachen scheinen, nehme ich mir ganz furchtbar zu Herzen.

Außerdem bin ich Migräniker, und da steht ja das gleiche Konzept dahinter - also die schnellere und intensivere Reizverarbeitung bis der Kessel überläuft.

 

Es stellte sich dann allerdings heraus, dass eine Vielzahl der Symptome von einer massiven Schilddrüsenüberfunktion verursacht wurde. Seit die behandelt wird, geht es mir besser. Aber davor hat mich auch keiner ernst genommen, das einzige, was Ärzte mir zu bieten hatten, war Autogenes Training und sowas. Und auch meine eigene Familie hat mir immer so entgegengebracht, dass ich halt eine hysterische Ziege wäre und vor allen Sachen Angst hätte.

Das war nicht schön. Naja, die schämen sich jetzt :15_yum:

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Wieso habe ich dazu bisher nichts geschrieben?

 

Für mich ist es bei jeder Klausur ein Horrortrip in die laute und hektische Stadt und ein Hörsaal voller Leute. Am liebsten sitze ich in der Klausur recht weit vorne und außen. Hinten zu sitzen und alle Leute zu sehen, macht mich kirre.


Berufsbegleitendes Studium "Medical Controlling and Management" (B.Sc.) an privater Hochschule abgeschlossen (Sept. 2016)

6. Semester Psychologie B.Sc. FernUniversität Hagen

Praktische Psychologie und Organisationspsychologie (NHAD), Soziologie (Laudius), Personal Coach (Laudius)

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