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Joggingqueen

Umfrage zur Attraktivität des Studienfaches Soziologie - auch als Fernstudium

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Hallo Ihr Lieben,

 

nach langer Zeit bin ich mal wieder hier gelandet. Heute aus einem besonderen Grund. Für ein (Studien-) Projekt habe ich mir überlegt, Euch als erfahrene Fernstudenten mit großem Interesse an hochschulischer Weiterbildung, (auch) zu befragen.

Wie attraktiv wäre der Studiengang Soziologie für Euch? (als berufsbegleitender Studiengang bzw. Fernstudiengang?)

Warum käme dieses Fach für Euch nicht in Frage? Bzw. warum kommt er in Frage?

Wann würde er für Euch in Frage kommen? D.h. was müsste das Institut tun, um erfolgreich einen Fernstudiengang zu initiieren?

Ist der Hochschul-Standort für Euch wichtig in einem Fernstudium? 

Was seid Ihr bereit für ein Fernstudium auszugeben? (mtl.) 

Wie viele Semester seid ihr bereit für einen B.A. Abschluss zu studieren?

Danke für Eure Antworten im Voraus!

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Ja Du kannst hier Beiträge als Umfragen machen ;)

 

Okay. Interessant. Da Soziologie und ich ein gestörtes Verhältnis haben "Ich packe nie wieder ein Buch über Soziologie an" bin ich da wohl eher das Negativbeispiel

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Soziologie als Wissenschaft ist für mich attraktiv, weil Ihr Forschungsgegenstand für mich interessant ist. Als Wissenschaft finde ich Soziologie mindestens so interessant wie Psychologie, weil viele soziale Prozesse, die mein Leben und meinen Alltag bestimmen, nicht mehr individualpsychologisch erklärbar sind. Insofern glaube ich, dass Soziologie in hohem Maße zur Bildung beitragen kann.

 

Soziologie als Hochschulabschluss hat leider ein schlechtes Image und ist beruflich ähnlich schwierig zu verwerten wie die meisten geisteswissenschaftlichen und viele sozialwissenschaftliche Abschlüsse. Jeder kennt wohl entsprechende Witze. Und deswegen sehe ich zwei Möglichkeiten, Soziologie zu studieren:

 

1. Man nimmt das Studium direkt nach der Schule auf. Man wählt ein Präsenzstudium an einer Universität und studiert zügig. Man ist sich im Klaren darüber, dass das Studium nicht für einen bestimmten Beruf qualifiziert. Darum bemüht man sich zielgerichtet um Praktika in Berufsfeldern, in denen Geistes- oder Sozialwissenschaftler Fuß fassen können. Man hat nicht die Erwartung, die Inhalte seines Studiums direkt verwerten zu können. Man stellt sich darauf ein, nach dem Studium nicht sofort eine attraktive Anstellung zu finden. Man weiß, dass man eine Übergangszeit brauchen wird, um sich für eine konkrete berufliche Tätigkeit zu qualifizieren. Man ist sich darüber im Klaren, dass man - ähnlich wie viele Geisteswissenschaftler - vermutlich beruflich irgendwo unterkommen wird, aber dass die Bezahlung nicht unbedingt so lohnend sein wird, wie man das nach einem Universitätsstudium erwarten könnte.

 

2. Man studiert Soziologie berufsbegleitend, weil man seinen persönlichen Horizont erweitern möchte. Man erwartet keine berufliche Verwertbarkeit und geht auch nicht davon aus, dass die Mühe des Studiums finanziell honoriert wird. Man hat einen Beruf erlernt, der ein verlässliches Einkommen (bei möglichst geregelten Arbeitszeiten) bringt. Man hat eine Trennung von Arbeitszeit und Freizeit und insofern Muße, sich ohne Verwertungsdruck mit einem anspruchsvollen Studium allein zur persönlichen Entwicklung zu befassen. Man wird das Studium wahrscheinlich auf viele Semester strecken, weil es die berufliche Tätigkeit nicht behindern darf. Man wird sich hüten, für das Studium viel Geld auszugeben. Die Kosten für das Studium werden also eher Materialbezugsgebühren sein. Die Fernuni Hagen hat für diese Fälle das passende Angebot.

Bearbeitet von kurtchen

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Guten Morgen,

 

Zitat

Wie attraktiv wäre der Studiengang Soziologie für Euch? (als berufsbegleitender Studiengang bzw. Fernstudiengang?)

 

für mich sehr interessant, weil mich das Studienfach interessiert und schon immer interessiert hat :) Ich hatte auch mal in Hagen prüfen lassen, ob es als Zweitstudium möglich gewesen wäre. Allerdings wäre es für mich mehr ein Interessensstudiengang gewesen. 


Weniger aus beruflichen Gründen, aber als eine Art Ergänzung zur Psychologie. Mich interessieren auch die Theorien zu sozialen Systemen und auch die Berührungspunkte mit der Psychologie, wenn es z.B. um die Erforschung des Verhaltens geht, auch wenn es sich hier natürlich immer um Gruppen handelt.

 

In Frage kam er aber dann nicht, weil mir die Zeit fehlte. Da wollte ich lieber beim Hauptfach bleiben!  

 

Da es ein Zweitstudium gewesen wäre, hätte ich ihn entweder im Sommer- oder im Wintersemester gestartet, das wäre mir egal gewesen. Je nachdem, wie es gepasst hätte :) 


Der Hochschulstandort ist mir nur bedingt wichtig. Es kommt mir aber sehr drauf an, dass sie Partner-Institute in der Nähe hat, wo ich meine Klausuren schreiben oder auch mal zu Seminaren gehen kann. Wenn das nur an der Hochschule selbst geht und diese zu weit (dh ≥ 200 km)  weg ist, ist es für mich leider kein mögliches Studium. 


Der Preis im Monat hängt davon ab, wie dringend ich es haben will und wie exklusiv das ist. Wenn es einen Schwerpunkt hat, den ich sonst nirgends bekomme, zahle ich auch gern mehr. Ich zahle auch dann mehr, wenn es besseres Material und insgesamt ein besseres Studiengefühl gibt, was man natürlich nur im Nachhinein sagen kann. Aber alles über 300€ im Monat finde ich schon hart an der Schmerzensgrenze. 
 

Ich studiere gerne im eigenen Interesse in der Regelstudienzeit oder nur knapp drüber :) Irgendwo möchte man es dann ja auch schnell machen. 
Beim Soziologieabschluss wäre es mir aber egal gewesen, da ich ihn eher für mich gemacht hätte. 


Denn Soziologe als Job käme für mich nicht in Frage. Das sieht für mich mau aus und ja, leider ist es bei uns zumindest auch eher negativ konnotiert ;) Von den beiden mir bekannten Soziologen arbeitet der eine heute Fachfremd, der andere hat es im höheren Semester dann schnell in ein Nebenfach umgewandelt. 
Um Soziologe zu werden, müsste es für mich mehr sein als nur das Interesse am Fach ;) 

LG 
 

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Soziologie, wie auch andere Geisteswissenschaften, wird in Deutschland stark unterschätzt. In meiner bescheidenen Meinung, spiegelt sich das auch in der deutschen Fernstudienlandschaft wieder.

In meinem Fall (Studium BA Gesichte)spielte das Fach Soziologie im Studium nur eine marginale Rolle. Jedoch fand ich einige Themen eine interessante Ergänzung zu meinem letzten Modul Politikwissenschaften.

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Danke für Eure Meinungen. Vielleicht gibt es auch noch andere?

Glaubt ihr, dass sich Soziologie an einer Uni, die nicht so viel Zulauf hat, besser vermarkten ließe wenn man neue gute Kombiangebote mit Politik oder Psychologie starten würde? Oder, dass man über Ringvorlesungen an der Uni, andere Fachgruppen mehr für dieses Studium begeistern kann?

 

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@Joggingqueen

 

Zitat

Wie attraktiv wäre der Studiengang Soziologie für Euch? (als berufsbegleitender Studiengang bzw. Fernstudiengang?)

 

 

Leider gibt es diesen Studiengang so nicht mehr an der FernUni Hagen. Interessant finde ich das schon.

 

Bezahlbar sollte es schon sein, finde ich und 300 € im Monat kann ich dafür nicht ausgeben.

 

Meine Lösung: Psychologie an der FernUni Hagen mit zwei Modulen Philosophie gespickt und Soziologie als Fernkurs bei Laudius als Ergänzung dazu.

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vor 15 Stunden, Joggingqueen schrieb:

Glaubt ihr, dass sich Soziologie an einer Uni, die nicht so viel Zulauf hat, besser vermarkten ließe wenn man neue gute Kombiangebote mit Politik oder Psychologie starten würde?

 

Vielleicht als Wahlmöglichkeiten für die Spezialisierung? - Wobei da ja dann erstmal genug Studierende vorhanden sein müssen, damit sich der Aufwand dafür lohnt.

 

Ansonsten hätte ein Fernstudium Soziologie ja auch so schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal. Ist halt schwer abzuschätzen, wie groß die Nachfrage dafür tatsächlich ist.

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