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polli_on_the_go

"verbotene" Wörter, was wird das für die Wissenschaft und Bildung bedeuten?

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Es wird ja im Moment von den Medien sehr gepusht, dass auf Veranlassen eines Staatsoberhauptes bestimmte Begriffe in Amerika nicht mehr verwandt werden dürfen,  wenn es um bestimmte Berichte z.B. des CDC geht. Ich habe mir die mal angeschaut und überlegt, wie sich etwas wie z.B. die Gesundheitswissenschaft, der ich angehöre, verändern würde und was das, wenn es nicht bei bestimmten Berichten bleibt, für einen Rattenschwanz (hypothetisch) haben könnte.

 

Das erste Wort "Diversity" habe ich z.B. gerade in meiner letzten Fallaufgabe im BGM häufig gebraucht. Age Diversity Management, Cultural Diversity Management und noch ein paar. Aber Vielfalt scheint ein Problem zu sein, oder ist es die multikulturelle Sichtweise, vielleicht aber auch nur das Verständnis als Fachbegriff. Nun gut ist ja nur ein Begriff und fallen vielleicht mal ein Paar Studiengänge rein, die sich ggf. umbenennen müssen in den USA und den Lehrplan ändern (das hypothetische Szenario).

 

Dann wäre da Evidence-Based. Ich weiß nicht, ob da jemand mal versucht hat ansatzweise zu überlegen, dass dies bei weiterer Verbreitung ganze Wissenschaftszweige zur Umbenennung zwingen könnte (hypothtisches Szenario 2). Zukünftig gäbe es dann wohl kein Evidence Based Public Health, Evidence Based Nursing und schon gar nicht Evidence Based Medicine. 

 

Science-Based. Die Begründung der Populationspresse ist ein wenig irrwitzig. Kirche und Wissenschaft schließen sich aus. Naja das ist ein anderes Thema. Aber  ist doch faszinierend, dass ein so altes Buch die Erde als Kugel benennt, die an nichts hängt und den Wasserkreislauf faktenrichtig ebenso beschreibt, wie die Notwendigkeit einer Reinigung nach Umgang mit Leichen. Alles Sachen, die heute als nachgewiesen gelten.

 

Ich hoffe ihr merkt den Humor, der hier mitschwingt und dass ich natürlich nicht einen sofortigen Zusammenbruch wissenschaftlicher Vernunft sehe. Dennoch stellt sich die Frage, ob so eine Reglementierung nicht der Wissenschaft ihre Diversität ;) nimmt. In der Gesundheitswissenschaft, in der die Publikations- und Forschungssprache überwiegend English ist, auf jeden Fall. Heute sind die USA noch nicht so weit, aber manchmal frage ich mich wirklich,  wo soll das nich hinführen...

 

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Hier sind einige Begriffe genauso negativ. Darum werden die nicht mehr verwendet. Beispielsweise Gentechnik, Biotechnologie oder Atomkraft. Zum Glück kommt Strom aus der Steckdose. ;) Sinnvolle Hilfen für arme Länder durch bessere Landwirtschaft im Sinne von gentechnisch veränderten Pflanzen darf man nicht geben.

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Es ist nicht besonders schwierig, Seiten von Bundes- oder Landesbehörden zu finden, auf denen z.B. sachlich über Gentechnik informiert wird. Ich sehe hier keinen vergleichbaren Zustand.

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