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Aldante

Keine berufliche Verbesserung trotz Fernstudium

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Hallo zusammen,

ich möchte hier einmal meine Situation schildern und hoffe, ihr könnt mir Feedback geben.

 

Ich habe eine kaufm. Ausbildung absolviert nach meinem Abitur, danach an einer Präsenzuniversität Pädagogik studiert (2,3) und danach noch einen

Master im Fach Bildung und Medien berufsbegleitend an der Fernuni Hagen mit 2,4 abgeschlossen. Ich habe die Regelstudienzeit unterschritten und war

im Frühjahr 2017 fertig.

 

Seitdem bewerbe ich mich im Bereich Erwachsenenbildung, Aus- und Weiterbildung, bei den Handwerkskammern, der IHK auf ausgeschriebene Stellen- ohne Erfolg.

 

Ich hatte fünf Vorstellungsgespräche, davon stellte sich auf einmal eins als befristete Stelle raus (war unbefristet ausgeschrieben), bei einer Stelle wurde ein Mann eingestellt,

bei einer Stelle sollte ich zur Probe arbeiten kommen, was aufgrund meines aktuellen Jobs nicht ging (laut Xing wurde ein Bachelor-Absolvent eingestellt, der war sicher günstiger) und bei zwei weiteren Stellen gab es eine Absage. Ich hätte mich allerdings sehr gut präsentiert...

 

Nun bin ich wirklich verzweifelt. Ich habe mir deutlich mehr von dem Fernstudium versprochen ehrlich gesagt.

Beispielsweise, mich deutlich von Mitbewerbern abzuheben, deutlich häufiger eingeladen zu werden... ein Freund von mir meint, es läge am gebärfähigen Alter, ich bin Anfang 30.

 

Nun frage ich mich, ob ich noch eine Promotion dranhängen soll oder noch einen Bachelor absolvieren soll?

 

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Naja,  ich denke (ohne dir zu nahe treten zu wollen) hier fehlt ein bisschen was in der Gleichung. Zunächst grantiert ein Studium egal wo, keine berufliche Verbesserung.  Ich weiß natürlich nicht, wie oft du dich beworben hast, aber folgendes fällt mir auf.

 

-War befristet (unbefristet ausgeschrieben). Ja ist erst mal doof,  wenn es aber ansonsten passt, was hat dagegen gesprochen sich darauf einzulassen, um den berühmten Fuß in die Tür zu bekommen. Befristete Stellen sind heute nun mal wirklich nicht selten, was aber nichts darüber aussagt, dass sich das nicht ändern kann

-wurde ein Mann eingestellt. Ob das daran lag ist wirklich ebenso eine Vermutung,  wie die subjektive Einstellung, dass man sich doch sehr gut präsentiert hat und warum dann eine Absage. Vielleicht war dem AG die Nase zu krumm, der Dialekt passte nicht oder es fehlte das gewisse Etwas oder er musste bei einer großen Anzahl Bewerbungen einfach eine Entscheidung treffen.

- Ich sollte zum Probearbeiten kommen, ging nicht und sowieso der Bachelor ist billiger. Auch wenn im letzten Satz vermutlich aufgrund der tariflichen Eingruppierung ein bisschen Wahrheit steckt, hast du dir das doch wohl eher selbst verbockt. Im pädagogischen Bereich ist es mal überhaupt keine Seltenheit Probe zu arbeiten. Am AG lag das nicht, er WOLLTE dein Können sehen. Wenn du es nicht schaffst für die Zeit zur Not auch unbezahlten Urlaub zu nehmen, dann wäre es ggf notwendig zu überlegen, wie sehr du wirklich in dieses Berufsfeld möchtest.

 

 

Bearbeitet von polli_on_the_go

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Hallo

 

Mir fallen dazu ein paar Fragen ein:

 

* Hast Du bereits Lehrerfahrung ? Das wird nicht so recht deutlich - oder ich habe Tomaten auf den Augen...?

* "Was" kannst Du unterrichten? Welche Themen hast Du im Repertoire?

* Was würdest Du bei einer festen Stelle machen wollen, welche Aufgaben möchtest (könntest) Du da erfüllen?

(Es gibt übrigens nur sehr wenige feste Stellen im Bildungssektor und die sind dann auch in sehr vielen Fällen befristet..)

* Solche Leute in Führungspositionen sollten nicht nur eine Berufsausbildung und ein Studium (was Du ja beides hast) nachweisen können, sondern auch Erfahrung in der Personalverantwortung, Budgetverantwortung und Verwaltungserfahrun haben. Kannst Du das irgendwie belegen?

* Es gibt bereits sehr, sehr viele freiberufliche Dozenten, die Kurse geben und sich so nach und nach einen "vollen" Job (bei verschiedenen Anbietern arbeitend) zusammenstückeln. Natürlich mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen dieser Arbeitsform. Diese Leute bekommen (wenn sie sich bewähren und der Auftraggeber mit ihnen zufrieden ist) vielleicht (!) mal einen festen Job angeboten - den dann aber auch zunächst befristet. Wäre das eine Option für Dich, freiberuflich zu starten, um so den Weg nach und nach zu ebnen?

* Bei den IHKs kommen auch viele Freiberufler zum Zuge, die eben "ihr" Thema beherrschen, Erfahrungen in einem Betrieb haben und sonst noch ein paar "Goodies" (z.B. AdA-Schein) mitbringen. Was kannst Du von all diesen Punkten "bedienen"?

* Was versprichst Du Dir von einer Promotion? Wer soll Dich deshalb "lieber" nehmen, was hat er davon?

 

Dir viel Erfolg bei Deinen Plänen

 

Anne Oppermann

Fernstudienakademie

 

 

 

 

Bearbeitet von Fernstudienakademie

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vor 3 Minuten, polli_on_the_go schrieb:

 

-War befristet (unbefristet ausgeschrieben). Ja ist erst mal doof,  wenn es aber ansonsten passt, was hat dagegen gesprochen sich darauf einzulassen, um den berühmten Fuß in die Tür zu bekommen.

 

 

 

Die Stelle war als unbefristet ausgeschrieben, dann sagte man mir im VG, sie sei befristet... da habe ich kein Vertrauen mehr zu dem Betrieb.

Ich arbeite übrigens Vollzeit seit über fünf Jahren im Bereich Erwachsenenbildung, unbefristet, und tausche natürlich auch nur gegen einen unbefristeten Vertrag! Sonst gibts ne Sperre vom Amt.

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vor 3 Minuten, Fernstudienakademie schrieb:

Hallo

 

Mir fallen dazu ein paar Fragen ein:

 

* Hast Du bereits Lehrerfahrung ? Das wird nicht so recht deutlich - oder ich habe Tomaten auf den Augen...?

* "Was" kannst Du unterrichten? Welche Themen hast Du im Repertoire?

* Was würdest Du bei einer festen Stelle machen wollen, welche Aufgaben möchtest (könntest) Du da erfüllen?

(Es gibt übrigens nur sehr wenige feste Stellen im Bildungssektor und die sind dann auch in sehr vielen Fällen befristet..)

* Solche Leute in Führungspositionen sollten nicht nur eine Berufsausbildung und ein Studium (was Du ja beides hast) nachweisen können, sondern auch Erfahrung in der Personalverantwortung, Budgetverantwortung und Verwaltungserfahrun haben. Kannst Du das irgendwie belegen?

* Es gibt bereits sehr, sehr viele freiberufliche Dozenten, die Kurse geben und sich so nach und nach einen "vollen" Job (bei verschiedenen Anbietern arbeitend) zusammenstückeln. Natürlich mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen dieser Arbeitsform. Diese Leute bekommen (wenn sie sich bewähern und der Auftraggeber mit ihenen zufrieden ist) vielleicht (!) mal einen festen Job angeboten - den dann aber auch zunächst befristet. Wäre das eine Option für Dich, freiberuflich zu starten, um so den Weg nach und nach zu ebnen?

* Bei den IHKs kommen auch viele Freiberufler zum Zuge, die eben "ihr" Thema beherrschen, Erfahrungen in einem Betrieb haben und sonst noch ein paar "Goodies" (z.B. AdA-Schein) mitbringen. Was kannst Du von all diesen Punkten "bedienen"?

* Was versprichst Du Dir von einer Promotion? Wer soll Dich deshalb "lieber" nehmen, was hat er davon?

 

Dir viel Erfolg bei Deinen Plänen

 

Anne Oppermann

Fernstudienakademie

 

 

 

 

 

 

Ja ich bin seit über zehn Jahren als Dozentin tätig, habe darüber auch Nachweise.

Ich würde gerne in den Bereich Personalentwicklung oder E-Learning rein, der Bereich boomt aktuell und da gibt es derzeit schon sehr viele Stellen! Eben weil alles digitalisiert wird.

 

Eine Promotion war nur ein Gedanke, wie ich schon geschrieben habe, verspreche ich mir davon eine deutliche Herausstellung gegenüber Mitbewerbern.

Ich dachte, das sei alleine durch mein Fernstudium schon erreicht, scheint aber nicht der Fall zu sein.

 

Dass ein Mann eingestellt worden ist, hat mir die Personalerin am Telefon gesteckt. Sie wollte mich haben, aber die Vorgesetzten haben einen Mann eingestellt, weil es drei Schwangerschaften gegeben hat in den letzten beiden Jahren. Tja.

 

 

Bearbeitet von Aldante

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Was genau hast du denn erwartet? Das die AG schlange stehen und sich darin überbieten, dir einen Job anzubieten?

 

Kann es sein, dass du bei diesem Thema etwas blau-äugig durchs Leben schreitest? Letztendlich hast du doch relativ gut beschrieben, was das Problem ist. 

 

Warum schränkst du dich mit deinem Zielkreis an Arbeitgebern (IHK) ein?. Der Bereich Aus- und Weiterbildung/Erwachsenenbildung ist doch nicht ausschließlich den IHKen vorbehalten. Wenn dir die dortige Anstellung so wichtig ist, warum hast du dich dann nicht auf die befristete Stelle eingelassen. Von hieraus hättest du erstens zeigen können, was du kannst, und zweitens dich intern auf weitere Stellen bewerben können.

 

Wenn du dich mit dem Thema IHK und deren Historie und Strukturen auseinandergesetzt hast, dann wird dir bewusst sein, dass es sich hierbei um einen recht konservativen und traditionalistisch handelnden "Männerverein" handelt. Was bedeutet, dass es für eine Frau nicht zwingend einfacher wird. Aber daraus abzuleiten, dass ein Mann "bevorzugt" wurde, weil er ein Mann ist, halte ich für gewagt. Warum sollte dieser Bewerber für die Besetzung der Stelle, nicht besser geeignet gewesen sein?

 

Sich gut präsentiert zu haben, bedeutet ja nicht, dass weitere Bewerber sich nicht doch besser präsentiert haben können.

 

Ob es Sinn macht, sich weiter zu qualifizieren, musst du letztendlich für dich selber klären. Aber nach gut qualifiziert, kommt dann irgendwann auch ein überqualifiziert.

 

Ich denke, du solltest mal in dich gehen, und deine eigene Einstellung und Vorgehensweise überprüfen bzw. in Frage stellen. 

 

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vor 3 Minuten, SirAdrianFish schrieb:

Warum schränkst du dich mit deinem Zielkreis an Arbeitgebern (IHK) ein?. Der Bereich Aus- und Weiterbildung/Erwachsenenbildung ist doch nicht ausschließlich den IHKen vorbehalten.

 

 

Nein, ich bewerbe mich sowohl im ÖD, als auch bei Unternehmen als:

 

- Studienberater

- Personalentwickler

- Referent

- Mitarbeiter Aus- und Weiterbildung

- Bildungsreferent

- Trainer

- Schulungsbeauftragter

 

Das sind Stellen, auf die ich vom Profil her 100% passe und in denen ich auch Berufserfahrung habe.

Ich bin flexibel, habe keine Kinderm, bin sehr gepflegt und bin topfit. Da frage ich mich schon, was das Problem ist.

 

Vlt. sind meine Noten zu schlecht? An etwas anderen kann es nicht liegen.

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vor 5 Minuten, Aldante schrieb:

Vlt. sind meine Noten zu schlecht? An etwas anderen kann es nicht liegen.

 

Gesundes Mittelfeld. Entscheidender ist in der Regel die Präsentation der eigene Person im Rahmen des Vorstellungsgesprächs, sowie mögliche Vorerfahrungen. 

 

Ein "hat uns gut" gefallen, sagt nicht viel aus. Ein "gut" reicht nicht aus, wenn andere sich "besser" präsentieren. 

 

vor 9 Minuten, Aldante schrieb:

Ich bin flexibel, habe keine Kinderm, bin sehr gepflegt und bin topfit. Da frage ich mich schon, was das Problem ist.

 

Vielleicht kommst du als sehr starke, selbstbewusste und kompetente Gesprächspartnerin rüber. Auch dass kann abschreckend wirken.

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