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"Studium der geplatzten Träume" | FAZ-Blog-Seminar vom 18.01.2018


SirAdrianFish
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Zitat

Studium der geplatzten Träume

In Mathe muss man rechnen, oder? Viele Studenten gehen mit falschen Erwartungen an ihre Fächer ins Studium. Das führt oft zu Frust und Enttäuschung. Zeit, mit den verbreitetsten Irrtümern aufzuräumen.

 

(...)

Quelle:  FAZ Blog-Seminar "Studium der geplatzten Träume", von Henrik Pomeranz vom 18.01.2018

 

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vor 13 Stunden, stefhk3 schrieb:

Wenn ich lese "In der Schule hingegen läuft alles nach Schema F: Der Lehrer zeigt den Lösungsweg, die Schüler rechnen ihn mit anderen Zahlen nach" muss ich allerdings sagen, dass bei uns der Schulunterricht so dann doch nicht aussah.

So sah der Unterricht bei mir auch nicht aus. Zumindest in meinem Mathe-LK in der Oberstufe. Meine Lehrer haben regelmäßig Beweise an der Tafel entwickelt. Aufgaben waren nicht immer nur anwendungsbezogen. Da mussten durchaus auch mal allgemeinere Aussagen abgeleitet werden. Aber...

 

... zur Mathematik an der Uni ist es dann doch ein Riesensprung. Ich kann schon gut verstehen, wenn Schulabgänger sich da erst mal ver- und überschätzen.

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vor 4 Stunden, kurtchen schrieb:

So sah der Unterricht bei mir auch nicht aus. Zumindest in meinem Mathe-LK in der Oberstufe. Meine Lehrer haben regelmäßig Beweise an der Tafel entwickelt. Aufgaben waren nicht immer nur anwendungsbezogen. Da mussten durchaus auch mal allgemeinere Aussagen abgeleitet werden.

Bei meinem Abi (2015) wurden im Mathe-LK ausschließlich anwendungsbezogene Aufgaben gestellt.

Im Fernabi-Kurs gab es hingegen nicht wirklich Anwendungsaufgaben, sondern sehr viele Beweise und allgemeine Dinge - insbesondere in den Matheheften, die schon ein wenig älter waren. In den neueren Heften ging der Trend auch weniger in Richtung verstehen, stattdessen schien das ausrechen können im Anwendungskontext wichtiger.

In der Präsenzschule (ca. zehn Jahre davor) bestand der Matheunterricht bei uns aus einer Mischung von Beweisen und Anwendung.

 

Die Abschlussprüfungen in Mathe hier im selben Bundesland sehen in den Klassen 9 und 10 auch fast nur Anwendungsaufgaben vor. Ein Viertel der Arbeit besteht sogar nur aus Ankreuzaufgaben (MC, 1 aus 4).

Wobei das Ankreuzen nicht nur auf die Abschlussprüfungen für die Schulabschlüsse beschränkt ist. Es ist hier völlig normal und verbreitet, dass sowohl in Gymnasien als auch Stadtteilschulen bei allen Klassenarbeiten in allen Jahrgangsstufen ein Viertel bis ein Drittel der Arbeit aus Ankreuzen besteht.

Beispiel Klassenstufe 10:

Berechne ohne Taschenrechner 1/2 + 1/4 und wähle die richtige Lösung aus.

2/6         1/8           3/4          1/6

 

Da wundert es mich dann auch nicht mehr, wenn reihenweise Schulabgänger der Meinung sind, dass Mathematik = Rechnen bedeutet und das Niveau eines Mathestudiums falsch einschätzen ;)

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vor 5 Stunden, jedi schrieb:

Vor einiger Zeit haben alle über die Prüfungen in Berlin gelacht. Bisher wurde nichts verändert.

Danke für den Link; ich habe mir auch die Berliner Beispielaufgaben angesehen. Verwundert hat mich das jetzt nicht mehr - ich unterrichte seit einiger Zeit für ein Nachhilfeinstitut (u.a. Mathe, insbesondere Abschlussvorbereitung), zwar nicht in Berlin, aber die Unterschiede sind nur minimal.

Warum sollte man auch jetzt etwas ändern? Der Plan scheint ja aufzugehen: Es machen mehr Schüler höhere Abschlüsse. Und wenn man das jetzt noch mehr steigern wollen würde... Was würde sich da als erste und einfachste Lösung anbieten?

 

Aber zurück zum Artikel:

Zitat

(...) Die Uni ist auch deshalb eine Herausforderung, weil man selbständiger und freier mit seiner Zeit umgehen muss. (...)

In der Uni muss man sich den Lernstoff des Semesters selbst einteilen.

Auf mein Präsenzstudium trifft genau das überhaupt nicht zu.

Ich bekomme zu Semesterbeginn von meiner Uni einen individuellen Stundenplan; jeder Tag von Woche zu Woche sieht anders aus, meine Veranstaltungen sind minutiös geplant und vorgegeben. Selbständigkeit und freie Zeiteinteilung, Mitsprache - was ist das?

Lernstoff selbst einteilen - wozu? Wird mir doch auch vorgegeben, für jedes Modul und für jede Woche des Semesters einzeln und nochmals im Detail für jede einzelne Veranstaltung.

Zitat

Zumindest die Vorstellung, dass Studenten oft bis in die Puppen schlafen können, wenigstens die ist also wahr.

Vorlesungsbeginn ist hier in der Regel um 8.00 oder 8.15 Uhr. Meine Vorstellung von ausschlafen können, ist dann wohl eine andere als die, die im Text zugrunde gelegt wird.

Oder ich studiere ganz einfach an der falschen Uni das falsche Fach ;)

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