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Markus Jung

News: Fernstudium-Absolventin Anja Karliczek soll Bildungsministerin werden

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Über die Entscheidung, dass  Anja Karliczek neue Bildungsministerin werden soll, gibt es zur Zeit viele Diskussionen, auch über ihre Qualifikation für diese Aufgabe.

 

Zu dieser schreibt die FAZ unter anderem:

(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/anja-karliczek-die-grosse-unbekannte-15468042.html)

Zitat

Studiert hat die 46 Jahre alte CDU-Politikerin zwar auch, allerdings ebenfalls unter besonderen Umständen. 2003 begann Karliczek an der Fernuniversität Hagen ein Studium der Betriebswirtschaftslehre; da hatte sie mit ihrem Mann Lothar schon drei Kinder und arbeitete im Familienbetrieb mit, dem Hotel Teutoburger Wald im nordrhein-westfälischen Tecklenburg-Brochterbeck. Fünf Jahre später schloss Karliczek das Studium als Diplom-Kauffrau ab.

 

Und weiter unten im Text heißt es:

Zitat

Als Ministerin solle sie sich vor allem um berufliche Bildung kümmern, heißt es – ein Bereich, den Karliczek aus eigener Erfahrung gut kennt.

 

Wie qualifiziert sie aus wissenschaftlicher Sicht ist, kann ich nicht beurteilen. Eine klassische Universitäts-Karriere und eine Promotion hat sie nicht vorzuweisen.

 

Aus Sicht des Fernstudiums, der berufsbegleitenden Weiterbildung und auch der Finanzierungsproblematik der FernUni Hagen (Landes-Hochschule, aber bundesweite Studierende) finde ich sie aber ganz gut geeignet und würde mir davon durchaus positive Impulse aus politischer für das Fernstudium erhoffen.

 

Wie seht ihr das?

 

Anja Karliczek - Foto: Rauß Fotografie

Anja Karliczek - Foto: Rauß Fotografie (Quelle)

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Mich irritiert die Wortwahl "...hat sie nicht vorzuweisen." ein wenig. Muss sie denn jeden nur erdenklichen Bildungsweg absolviert haben, um sich um Bildung zu kümmern? Das wäre doch ein bisschen viel verlangt. 

 

Wieviele Jahre hatte denn Verteidigungsministerin v.d.Leyen bei der Bundeswehr gedient und in wievielen Kriegen gekämpft? ;-)

 

Ansonsten kann ich die Frage "Wie seht ihr das?" zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Die neue Bildungsministerin hatte ja noch gar keine Gelegenheit, ihre Arbeit gut oder schlecht zu machen. 

 

Sie hat zwar keine Forschungserfahrung, aber sie hat sich viel mit Finanzdingen beschäftigt. Beste Voraussetzungen also, um in den ganzen Drittmittelwahnsinn den Kopf über Wasser zu behalten. Denn forschen kann man an unseren Universitäten fast nur noch, wenn man in der Lage ist, Drittmittel einzuwerben, Drittmittel zu beantragen und Drittmittel zu verwalten. Forschung und (Aus-)Bildung ist leider eine reine Geldfrage geworden.

 

Aber ich befürchte, es wird sich nicht groß etwas ändern, egal, um welches Amt es geht - wir haben viele Jahre große Koalition hinter uns, und wir haben noch mindestens vier Jahre große Koalition vor uns. Atemberaubende Dinge werden da eher nicht passieren. 

Bearbeitet von Markus Jung
Zitat gelöscht

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Wo genau stehen die "Qualitätskriterien" für Minister und Ministerinnen an die Sie möglicherweise denken? Wie genau qualifiziert ein "normales" Nurstudium zwischen 19 und ca. 24 Jahren an irgendeiner Uni besser bzw. höher für einen 20 Jahre später anzutretenden Ministerposten, als ein berufsbegleitendes universitäres! Studium an einer anerkannten Fernuniversität? Was kann ein Jura-, Physik-,Medizinstudium... mehr als Wirtschaftswissenschaften? Oder ist der klassische "erste" Bildungsweg im Gegensatz zu einem berufsbegleitendem Studium für Sie gar so etwas wie ein "Beweis" für lebenslange Lernfähigkeit und Lernbegeisterung und Engagement? Ich glaube gerade anders herum wird ein Schuh draus! Mit Frau Karliczek wird das Kabinett nicht nur jünger. Ich traue ihr eine ganze Menge zu. Erstens darf auch sie sich einarbeiten!! Zweitens gibt es vor allem einige "Bildungsthemen", die unter den Nägeln brennen und meines Erachtens mehr in den Fokus gerückt gehören. Die Forschung hat schließlich eine Lobby! Und Wen halten Sie denn sonst für "qualifizierter"? Ich weiß nicht warum aber irgendwie hat mir Ihr erster Satz am besten gefallen: "Wie qualifiziert sie aus wissenschaftlicher Sicht ist, kann ich nicht beurteilen" Dabei hätte es gerne bleiben dürfen!

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Wenn ich mir ansehe, welche Qualifikationen die restlichen Personen der Merkeltruppe für Ihre Ministerien besitzen, gehört Frau Karliczek wohl zu den Bestqualifziertesten für ihren Posten. Von daher ist die Diskussion reines Geplänkel. Frau Karliczek , sie machen das!

Bearbeitet von Muddlehead

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Nunja, wenn man bedenkt, dass der Doktortitel von Frau Schavan aberkannt wurde. Wenn man bedenkt, dass jeder Minister eher Repräsentantenfunktion statt einer inhaltlichen hat. Die haben wahnsinnig viele Arbeitskreise, Referenten und was nicht alles im Hintergrund, die inhaltlich ausarbeiten, was im Ministerium passiert. Die Minister selber sind oft nur die bekannten Gesichter für die Presse, die vortragen, was im Hintergrund erarbeitet wurde. Sonst müsste Frau von der Leyen zurück ins Gesundheitsministerium, da sie fachlich nur dort mitreden könnte.

Aus diesem Grund, finde ich es auch eher unerheblich, wer welchen Posten bekommt.

Aber es freut mich natürlich trotzdem, wenn durch sie als Person das Thema Fernstudium eine deutliche Aufwertung bekommen könnte.

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vor 43 Minuten, unrockbar schrieb:

Aus diesem Grund, finde ich es auch eher unerheblich, wer welchen Posten bekommt.

Aber es freut mich natürlich trotzdem, wenn durch sie als Person das Thema Fernstudium eine deutliche Aufwertung bekommen könnte.

 

Ich finde es nicht unerheblich und eher hochgradig peinlich/abstrus, dort ständig fachfremdes Personal zu sehen. Ansonsten könnten wir uns die Posten auch direkt sparen und einfach Roboter hinstellen, wahlweise Apps nach heutigen Stand der Technik, die die neuesten Erkenntnisse automatisch mitteilen. Spart sehr viel Geld für Pensionen etc. pp.

Bearbeitet von Muddlehead

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vor einer Stunde, Muddlehead schrieb:

Frau Karliczek , sie machen das!


Ich finde auch, die nach langer Zeit mal wieder eine Hoffnungsträgerin :) Als Ex-Fernstudentin sollte sie verstehen, wie unsere Situation ist. Ich warte schon lange drauf, dass so jemand mal diesen Posten besetzt. Von der neuen GroKo hab ich bis jetzt nichts gehalten, aber ich denke, das war eindeutig ein Glücksgriff. Schade nur, dass dieser Posten so uneinflussreich ist. Ich hatte damals Schavan mal angeschrieben (bezüglich Fernabi) und bekam als Antwort zu hören: "Ich kann von hier aus nichts ändern, es ist alles ist Ländersache". Aber hoffen wir das Beste!


Und nun kann man bei jedem blöden "Was soll denn ein Fernstudium bringen?" locker antworten: "Man kann damit Bildungsminister werden!" (das ist auch ein Annekdötchen für's Vorstellungsgespräch :D ). 

Warum es so scharfe Kritik an ihr gibt, kann ich mir auch nicht erklären. Entweder sind einige Fans beleidigt, dass es nicht ihr Wunschkandidat wurde, oder es ist schlichtweg Missgunst (sie hat ja schon sehr früh viel unter einen Hut bekommen) oder mal wieder die klassischen Vorurteile gegen Fernstudenten. Auch die dürften bald aber nur noch Schall und Rauch sein.

Nach peinlichen Personaldebatten zB um aberkannte Doktortitel tut etwas Frischwind doch wirklich gut. 

LG 

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vor einer Stunde, Vica schrieb:

Und nun kann man bei jedem blöden "Was soll denn ein Fernstudium bringen?" locker antworten: "Man kann damit Bildungsminister werden!" (das ist auch ein Annekdötchen für's Vorstellungsgespräch :D ).

 

 

Made my day LOL LOL

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Nur die "Merkel-Truppe"? Was ist denn bei der SPD diesbezüglich besser? Oder sollten wir vielleicht doch lieber die AfD an die Regierung...? Nur weil da ein verbeamteter Prof. an der Spitze ist oder war? Und Ihm  dann doch gleich den Posten eines Bildungs- und Forschungsministers...? Im Ernst! Was ist das für eine Diskussion? 

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