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IUBH - Wirtschaftsingenieurwesen?


mooroc
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Hallo Leute,

 

Ich interessiere mich "wie viele hier" auch  für ein Fernstudium. Und aus beruflichen Gründen kommt im Moment nur ein Online-Studium in Frage. 

 

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurswesen von der IUBH, ist mir vom Konzept her, sehr sehr positiv aufgefallen. Jedoch das Modulhandbuch von dem Studiengang, war leider ernüchternd,  da das Ingenieurstechnische Handwerk wie z.b CAD Konstruktion und technische Mechanik, Maschinenelemente etc.  "fast"  nicht behandelt werden. Ich weiss nicht,  wie man sich nach dem Studiengang als  "Ingenieur" betiteln soll,  wenn der "Ingenieur" in seinem  ersten Projekt, die technischen Unterlagen nicht nachvollziehen und mit dem CAD   auch nicht fachgerecht arbeiten   kann))…  zumal ja die Wingler sowieso als "halbe Ingenieure" verschrien werden, fand ich die Abspeckung gerade  an den  Basicskills  doch ein bisschen bedenklich. Ich bin  mir im Moment  sehr unschlüssig, wie ich den Studiengang bewerten soll.))

 

Ich wäre dankbar, wenn sich  paar angehende Iubh-Wirtschaftsingenieure  ihre Erfahrungen und Meinungen über die Hochschule und den 

Studiengang  hier mit uns teilen würden.

 

Nette Grüße

Bearbeitet von mooroc
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Vermutlich liegt es daran, dass man nicht grundsätzlich irgendwelche CAD-Kenntnisse benötigt. Wenn es doch benötigt wird, kann man sich ja parallel darum kümmern, hier Kenntnisse zu sammeln. Zwischen einem technischen Ingenieursstudium und einem Wirtschaftsingenieur gibt es nun mal unterschiedliche Schwerpunkte, auch im Hinblick auf die spätere Tätigkeit, wie man eben auch nicht von einem Wirtschaftsinformatiker erwartet, die gleichen Skills, wie ein Informatiker aufzuweisen. 

 

Es ist aber schon so, dass es Anbieter für ein WIng-Studium gibt, die CAD-Elemente beinhalten, andere eben nicht. Evtl kann es aber sinnhaftig sein, wenn die IUBH sich hier Gedanken über ein Wahlpflichtfach macht ...

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Nicht schon wieder die Wirtschaftsingenieure beleidigen, wenn man selbst daran Interesse hat ;-)

 

So wie ich das herauslese, erwartest du im Studium einen Computerkurs (CAD und Co.). Das ist nicht der Fall.

 

Ich bin/ war zwar bei anderen Anbietern, aber bei beiden Anbietern war in den Skripten der Vermerk zu den benötigten Programmen. Der Rest war Selbststudium.

 

Egal ob Mathlab, oder CAD-Programme. Beide waren in den Skripten beschrieben und mit Beispielen behaftet. Es wurde erwartet, dass man sich selbst mit Handbüchern, Videos und Co. in die Programme einarbeitet.

 

Und das wäre dann im normalen Ingenieurstudium (Elektrotechnik, Mechatronik und Co.) nicht anders gewesen, weil wir in den Fächern mit ihnen gemeinsam in den gleichen Modulen waren.

 

Desweiteren gibt es zwei Arten von Wirtschaftsingenieuren. Es gibt Anbieter, bei denen der technische Anteil überwiegt. Und es gibt Anbieter, bei denen der wirtschaftliche Anteil überwiegt. Ich habe mich bewusst für die technischere Variante entschieden. Wenn die Module bei der IUBH nicht den Vorlieben entsprechen, wäre ggf. ein andere Anbieter besser.

 

Noch dazu sollte man sich vielleicht im klaren sein, dass der Wirtschaftsingenieur eine Schnittstellenfunktion, bzw. Führungsposition einnehmen kann/soll. Er macht im Studium also alle Fächer wie die anderen auch mit, damit er in allen Themen mitreden kann, sich die Vorstellung später im Schnittstellenbereich bilden kann. Bei einigen Fächern gab es beim "vollwertigen" Studiengang halt noch tiefere Module. Sollte ja auch verständlich sein, weil wenn jemand Elektrotechnik studiert, dann geht man davon aus, dass er später auch selbst etwas vertieft technisch entwickeln möchte.

 

Wenn du in Zukunft deine Arbeit 100 Prozent in der Entwicklung siehst, wäre vielleicht ein komplett anderer Studiengang ratsamer.

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich hatte nie  vor die Wingler zu beleidigen. Ich möchte ja  "möchtegerne"  selber einer werden)).   Im Gegenteil,   ich finde  die  interdisziplinären Studiengänge werden zukunftig an Bedeutung zunehmen,  da heutzutage z.b im Hinblick auf Industrie 4.0, "das Rad" eigentlich  nicht mehr neu erfunden wird, aber dafür  vielmehr neu vernetzt und stärker digitalisiert und anders interpretiert und neu vermarktet etc. 

 

Soweit so gut! Dennoch  erwarte ich dass "das Handwerk" und die Basics auch bei interdisziplinären   nicht zu kurz kommen darf. Ich weiss aus meiner jetzigen beruflichen Praxis als techn. Fachkraft, dass   der grundlegende anwendungsreife Fachkompetenz,  ohne Abstriche  definiert und  sofort abrufbar verlangt wird. Ein Wingler dürfte als Ing.  nicht bei der ersten  Frage zu den Schweißplänen    aus der Runde aussteigen....Und sowas wie computergestützte Konstruktion, Simulation, die  sogar heutzutage  bei den IHK-Fortbildungen  angeboten werden, sollte  kein Luxus mehr sein oder  zur Diskussion stehen. 

 

Die Iubh sollte   auch meiner Meinung nach,   die Paar  Grundlagenfächer  der Maschbau und Mechatronik  plus  paar Kurse mit  branchenüblichen Software auf Ingenieursniveau,  die auch z.T.  in den Stellenausschreibungen für Wingler  explizit erwähnt werden,  mit in das Angebot aufnehmen. 

 

Naja, abgesehen von paar   "inhaltlichen Bedenken" und Unterpunkten,  bin  ich  eigentlich 

von dem Lehrgangskonzept der IUBH trotzdem schon  leicht begeistert. ))  Die Flexibilität die sie anbieten   finde ich auch  sehr überzeugend.   Ich müsste mich nur noch dafür oder dagegen entscheiden. 

vor 21 Stunden, mooroc schrieb:

 

 

Bearbeitet von mooroc
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vor 39 Minuten, mooroc schrieb:

Ein Wingler dürfte als Ing.  nicht bei der ersten  Frage zu den Schweißplänen    aus der Runde aussteigen....Und sowas wie computergestützte Konstruktion, Simulation, die  sogar heutzutage  bei den IHK-Fortbildungen  angeboten werden, sollte  kein Luxus mehr sein oder  zur Diskussion stehen. 

 

Die Iubh sollte   auch meiner Meinung nach,   die Paar  Grundlagenfächer  der Maschbau und Mechatronik  plus  paar Kurse mit  branchenüblichen Software auf Ingenieursniveau,  die auch z.T.  in den Stellenausschreibungen für Wingler  explizit erwähnt werden,  mit in das Angebot aufnehmen. 

 

Bedenke bitte, dass nicht jeder WIngler sich mit Schweißplänen und solchen Dingen auseinander setzen muss, es gar sogar einen großen Anteil gibt, der eher IT-lastig ist. Der Wing bei der IUBH passt aus meiner Sicht genau da, wo man eben diese Schnittstelle hat. Wenn man den Studiengang um diese Grundlagen für andere anreichern würde, würden andere, meines Erachtens wichtigere, Elemente auf der Strecke bleiben. Evtl wäre es aber in der Tat sinnvoll, ein Wahlpflichtfach für diejenigen zu bieten, denen es etwas bringt, analog zu SAP / ERP bei Planen und Entscheiden.

 

Wäre ich in meinem Studiengang zu dem Zeitpunkt, als der Wing raus kam, mit den Fächern so weit gewesen, mit denen ich in Wing nichts anfangen kann, hätte ich sehr sicher auch gewechselt. Aber CAD und dergleichen interessiert mich rein gar nicht (ich komme ursprünglich aus dem Bereich Elektrotechnik). 

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Hallo Splash,

 

möglicherweise sehe ich die Sache,  als Industriemechaniker und Maschineneinsteller vielleicht  zu sehr aus der Perspektive eines Maschinenbauers. Der  IUBH-Wing ist in der Tat eher IT-lastig ausgelegt, andererseits  brachten mich die Wingmodule  der regulären Unis, die im  Laborprojekten  beinahe am laufenden Band  einen  Rennwagen;)  bauen auch in die Erwartungshaltung, dass der Schwerpunkt  im Fernstudium auch irgendwie in die technische Richtung gehen sollte. 

 

Aber wer   weiss, vielleicht geht die Iubh davon aus, dass die meisten Fernstudenten sowieso beruflich-qualifizierte sind,   (was ja auch in meinem Fall der Fall wäre)  und die technischen Grundlagen  schon vorhanden sind. Nun ja, die Grundlagen wollte ich eben  eigentlich im Studium ausbauen und nicht irgendwie nebenher. ))

 

An SAP/ERP dachte ich ja noch garnicht.  Anwendungssichere SAP-Kenntnisse sind ebenfalls Bestandteil der Tätigkeitsbeschreibungen....

 

Die Fernanbieter verzichten  glaube ich  leider generell wegen die teuren Lizensen auf  branchenüblichen Software. 

 

Schade,  dass sich keine Iubh-Wingler gemeldet haben,  ihre direkten Erfahrungen hätten  mich  schon sehr  interessiert. 

 

 

 

Bearbeitet von mooroc
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Der übliche Wirkungskreis eines Wi-Ingenieurs ist meistens im Bereich Projektleitung und da ist er bestens aufgehoben. Ich kenne keinen Wi-Ingenieur, der am CAD Bauteile entwickelt...

Der Porschefahrer beschwert sich auch nicht, weil ein Mercedes Kombi mehr Stauraum hat...  ;)

 

Bearbeitet von der_alex
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Wobei ein Fernstudium, ja nicht auf alle Unternehmen gleichzeitig vorbereiten kann.

 

Heute ist alles so verschieden. Auch SAP. Auch hier hat man ja keine direkte Normung, sondern jedes Unternehmen hat hier meistens noch einen eigenen Aufbau.

 

Bei uns im Unternehmen steht es auch in der Stellenbeschreibung, aber die Kurse für SAP und Co. werden im Unternehmen selbst durchgeführt. Ebenso wie alle anderen Seminare/Weiterbildungen, die für den jeweiligen Arbeitsplatz fit machen.

 

Darum eignet man sich auch auch vieles erst nach dem Studium an. Und ein Studium ist ja meiner Meinung auch erst eine Grundbasis. Man lernt ja dann immer wieder weiter und passt sich im Unternehmen dann an.

 

Darum denke ich kann man sich nie, nur weil man ein Studium hat in ein Unternehmen an den Schreibtisch setzen und sofort loslegen. Man muss sich erst einarbeiten.

 

Aber wenn du wirklich Spezialisierungen für Metall benötigst, dann müsstest du vielleicht doch noch einmal weiterschauen.

 

 

Bearbeitet von andreas1983
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Der schlechte Beigeschmack ist  nur  der   und auch die Berufsverbände beanstanden zurecht,   dass zu leichtfertig hinter jeder Berufsbezeichnung inflationär  ein "Ing." drangehängt  wird,  ohne die grobe Festlegung,  wieviel  Ing. da überhaupt drin sein muss. Nicht bei allen aber bei manchen Studiengängen fragt man sich eben wo da der   kleine Ing. versteckt sein soll,   wenn ich mal bisschen  boshaft übertreiben darf. ))

 

Ich meine,  einen "Bäcker"  der keine Brötchen backen kann, der auch nicht den Ofen bedienen kann aber vielleicht  nur die Brotsorten unterscheiden kann, nennt   man ja auch nicht,

den totalen "Wirtschaftsbäcker" oder so.))):15_yum: 

 

Es stimmt allerdings,  dass nach  dem Studium,   vor dem Studium ist. Egal was man lernt, was man letztendlich danach genau macht entscheiden viele andere Faktoren und nicht der Studiengang. Das ist auch meine Beobachtung aus meinem beruflichen Umfeld. 

 

Daher mache ich mir vielleicht zu viele Gedanken über die  Modulhandbücher, andererseits sollte  man bei den Preisen auch bisschen was erwarten dürfen und manche Fernanbieter  durchaus mal kritischer begutachten.  

 

Bearbeitet von mooroc
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Das stimmt natürlich, dass man eine gewisse Tiefe erwarten kann.

 

Ich kann auch nur die Module auf der Hauptseite ansehen. Klar kann man hier beispielsweise beim Modul "Elektrotechnik" nicht sagen wie tief es geht.

 

Aber wenn ich mir deine Beiträge noch einmal durchlese, glaube ich eher, dass du im Wirtschaftsingenieur dann das Falsche siehst/erwartest. Man hat zwar in der Regel die vollwertigen Module aus einen BWL Studium und aus technischen Studiengängen, aber eben nicht alle.

 

Wenn man ein Wirtschaftsingenieur ist, kann man nicht 100 Prozent BWLer sein,  100 Prozent ein Elektrotechnikingenieur, 100 Prozent ein Maschinenbauingenieur usw. Sonst würde man nicht auch 7 Semester absolvieren, sondern 20 ;-)

 

Aber der Vergleich mit dem Wirtschaftsbäcker hört sich vielleicht doof an, aber ist gar nicht einmal so falsch.

 

Wenn ein Unternehmen ein Stelle zu vergeben hat, in der etwas entwickelt werden soll. Anlagen per CAD entwickeln, fertigen, aufstellen. Dann wird man meiner Meinung nach auf eine solche Stelle keinen Wirtschaftsingenieur setzen, sondern einen Ingenieur mit einem Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronikstudium etc.

 

Der Einsatzbereich des Wirtschaftsingenieurs liegt ja in der Schnittstelle. Das heißt im Projektmanagement, Planungen, oder eben im Führungsbereich. Bei uns sind seit längerem die ganzen Leitungsstellen mit einem Wirtschaftsingenieur ausgeschrieben. Ein Vorgesetzter muss ja auch am beste alle verstehen.

Da sagen wir einfach mal 50 Prozent wirtschaftliche Themen vorkommen  und 50 Prozent gemischte technische Themen liegt der Vorteil eben darin, dass man beide Seiten versteht.

 

Ein BWLer hat nur seine Zahlen im Sinn und versteht nicht was der Ingenieur macht, oder wieso er Teil XY unbedingt benötigt.

Ein Ingenieur hat "keine" (fast) keine BWL Kenntnisse und lästert deshalb immer über das Controlling und versteht nicht, wie sie immer sparen können und warum sie nicht einsehen wollen, das Teil XY besser ist.

 

Ein Wirtschaftsingenieur hat durch seinen breiten Studiengang beide Sichtweisen und Einsichten. Aber hat hat nicht 100 Prozent die Tiefe wie ein Elektroingenieur, Maschinenbauingenieur, damit er sich hinsetzt, losprogrammiert und entwickelt.

 

Deswegen gibt es auch verschiedene Studiengänge.

 

Aber vielleicht liegt es auch wie du schreibst wegen CAD, Maschinenbau.  Dann solltest du dir wirklich einen anderen Anbieter suchen.

 

Also ich konnte mich jetzt beim Bachelor nicht über die Fächerauswahl beklagen, als auch jetzt nicht beim Master. Bei meinen Anbietern laufen beide direkt unter der Sparte Technik und gerade der Bachelor war mit gut 60 Prozent technischen Inhalten gut gefüllt.

 

Mathe 1+2,  Physik, Werkstoffkunde, Konstruktionstechnik 1-3, Fertigungstechnik, Elektrotechnik, Elektronik, Grundlagen Wirtschaftsinformatik, Regelungstechnik, Steuerungstechnik usw. usw. Daneben die wirtschaftflichen Fächer.

 

Also alles breit gemischt und wir waren mit den Mechatroniker zusammen. Also auch keine extra abspeckten Fächer.

 

Und so müsstest du dir ggf. noch andere Anbieter ansehen, die ggf. deinen zukünftigen Plänen näher kommen. Gerade beim Wirtschaftsingenieur ist es schwer, weil jeder Anbieter einen anderen Schwerpunkt setzt.

Bearbeitet von Markus Jung
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