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Markus Jung

Warum wollen Führungskräfte einen Master ohne Erststudium absolvieren?

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Bis jetzt habe ich nur mitgelesen und um die sich aufwerfenden Fragen beantworten zu können, fehlen mir ein paar wesentliche Informationen.

 

  • Wie genau definiert sich "Führungskraft"? Ist jemand, der für einen Kreis von drei oder vier Mitarbeitern und die ordnungsgemäßen Abläufe in diesem Bereich in einer Autowerkstatt (beispielsweise) zuständig ist, eine Führungskraft?
  • Für welche Art von Führungskräften (Erfahrungen, berufliches Umfeld, Verantwortungsrahmen ...) ist so ein Master ohne Bachelor eine Option?
  • Welche Anforderungen an die schulischen Voraussetzungen und beruflichen Erfahrungen stellt eine Hochschule, damit diese Person zugelassen wird?
  • Und zu guter Letzt: Die Motivation, einen Master ohne vorausgehenden Bachelor zu machen, die im Eingangsbeitrag aufgelistet sind, kann ich gut nachvollziehen. Ich lese aber nichts darüber, ob sich diese Hoffnungen auch erfüllt haben. Und das halte ich eigentlich für den entscheidenden Punkt. Also: Wie viele Absolventen welcher Studienfächer haben in welcher Art von Unternehmen mit dem Master welche neue hierarchische Stufe erreicht oder welchen Gehaltssprung realisieren können?

So, wie die EURO-FH die Daten veröffentlicht hat, ist das erst mal nicht mehr als eine in Zahlen über die Motivation verpackte Werbung für den Master ohne Bachelor.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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vor 15 Stunden, anjaro schrieb:

Nachdem alle Forderungen und Voraussetzungen, die an mich gestellt wurden, meinerseits erfüllt waren, durfte ich starten

 

Welche waren das denn? 

 

Gab es bei dir auch so ein Einführungssemester oder eine Eingangsprüfung in der Art, wie es bei der Euro-FH verpflichtend ist?

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Ich habe den Eindruck, dass Andreas1983 den Unterschied zwischen konsekutiven Master und den Master-Abschlüssen wie MBA nicht versteht. Das sind ja keinesfalls die gleichen „Abschlüsse“.

 

Seine Aufzählung der Credit Points (CP) überzeugt mich persönlich auch nicht. Ich habe mir vor einigen Jahren mal den „Stundenplan“ für den Bachelor Chemie (Bamberg?) detailliert angesehen und verglichen mit der Techniker-Ausbildung. In der Größenordnung kam da die gleiche Stundenzahl wie beim Techniker raus, wenn man mal die ganzen Praktikas abzieht, die ein Techniker eher nicht nötig hat. Aber im Allgemeinen ist das Niveau auf einer FH natürlich deutlich anders, als auf einer Fachschule im gleichem Fach. Bei uns Technikern wurde meist nur das Niveau des Vordiploms abgefragt.

 

Aber ich persönlich finde es sehr gut, wenn es auch für erfahrene Leute ohne ersten Hochschulabschluß gute Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Und jetzt mal ehrlich: Die heutigen Bachelor-Klausuren in meinem Fachbereich kann ich mit hinter dem Rücken zusammengebundenen Händen lösen. Das ist keine Überheblichkeit, sondern eher der „Entwicklung“ unseres Ausbildungswesens geschuldet.

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@Chemietechniker

 

Also keine Angst. Den Unterschied kenne ich sehr wohl. Jedoch sollte bei beiden ein fundiertes und intensives Grundwissen vorhanden sein.

Immerhin schmücken sich beide ja anschließend  mit dem Titel "Master". 

 

Jedoch ist beim Bewerber mit Erststudium + Master der Wissensstand, die Fachauswahl und Co. viel intensiver und tiefer.

 

Wenn man die alten Diplostudiengänge als Vorlage nimmt, kann man daher sagen, dass die arbeitsintensiveren und schwierigen Fächer in den Bachelorbereich gelangt sind. Und die vertiefenden Fächer in den Master.

 

Wie schon geschrieben, ich habe die IHK Weiterbildungen ebenfalls absolviert und kann daher sehr wohl das Niveau zwischen Industriemeister / Technischer Betriebswirt und dann Bachelor/Master unterscheiden. 

 

Und der Unterschied zwischen Industriemeister/Technischer Betriebswirt und alleine Bachelor ist wie Tag und Nacht. 

 

Was hat die Stundenzahl damit zu tun? Überspitzt gesagt, kann man auch auf den Stundenplan 300 Stunden Mathematik schreiben. Es kommt jedoch immer drauf an, was dahinter steckt.  Die einen haben höhere Mathematik (Bachelor)  und die anderen haben einfachere Mathematik, also im Grunde nur Formeln anwenden, welche man auch schon aus der Realschule (Physikunterricht),. oder aus der Ausbildung her kennt. Und nur wiederholt werden.

Auch die anderen Themengebiete gehen nicht in die Tiefe. Wie gesagt. Bei der IHK ist das BWL Thema mit gerade einmal 200 Seiten Skript abgedeckt. Im Bachelor fast 700 Seiten.

 

Und auch die Anrechnung von Arbeitsjahren finde ich, hat doch oftmals nichts zu sagen.

Nur weil jemand als Beispiel zehn Jahre an einem Fließband gestanden hat, kann man das nicht plötzlich als Gleichwertig mit den Themen eines akademischen Studienganges setzen. 

 

Und wenn bei dir die Klausuren so leicht sind, dann würde ich eher mal die Hochschule überdenken. Weil entweder ist dein Fachbereich im allgemeinen so leicht, oder mit der Hochschule stimmt etwas nicht.

Zum anderen hast du ja nach deinem Schreiben den Techniker. Dieser liegt ja noch einmal über IHK-Weiterbildungen. Trotzdem sollte ein Bachelor noch ein gutes Stück tiefer gehen.

 

Wie gesagt. Das ist meine Meinung. Personaler werden schon wissen was sie dann tun. 

Ich persönlich würde halt jemanden bevorzugen, welcher sauber aufgebaut hat. Also die 10-11 Semester.

Und nicht eine Weiterbildung, welche man in 6 Monaten durchziehen kann + ein wenig Berufserfahrung und damit dann alles überspringt, am Ende ebenfalls den Master hat, aber im Grunde wenig weiß, da das Erststudium fehlt.

 

Du beklagst dich in deinem Posting ja selbst über immer tiefer sinkendes Niveau. Dazu zähle ich auch einen Master ohne Erststudium.

Heute muss alles nur noch schnell schnell sein. Hauptsache jemand bekommt ein Zertifikat, egal was er danach kann, oder nicht. 

Bearbeitet von Markus Jung
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