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Warum gibt es an der FernUni Hagen keine klinische Psychologie?


Markus Jung
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Ich bin gefragt worden, warum die FernUni Hagen im Master keine klinische Psychologie anbietet.

 

Gründe dafür, dass die FernUni Hagen weder im Bachelor noch im Master klinische Psychologie anbietet sind soweit ich weiß oder vermuten kann:

  • Die Annahme, dass es im Fernstudium (insbesondere im Master) nicht sinnvoll möglich ist, die klinische Psychologie zu lehren, da sich vor allem die Praxisanteile schwer realisieren lassen. Dabei ist auch zu bedenken, dass der Studiengang in Hagen ja der erste klassische Psychologie-Studiengang per Fernstudium war, bevor die ersten privaten Anbieter dazu gekommen sind und teilweise dann im Bachelor auch die klinische Psychologie angeboten haben und dies ja aktuell teilweise auch im Master versuchen. 
  • Bewusste Konzentration auf andere Schwerpunkte und dabei auch solche, die an anderen Unis eher selten sind, wie zum Beispiel die Community Psychology. Somit eine eigene Profilbildung.
  • Die Studiengänge sind, besonders im Bachelor, eh schon überlaufen und die Masse der Studierenden kaum sinnvoll zu betreuen. Mit klinischer Psychologie würde der Andrang vermutlich noch größer und die klinische Psychologie erfordert dann gerade durch die praktischen Bezüge vermutlich auch einen besonders großen Betreuungsaufwand.

Was meint ihr - könnte es vielleicht noch andere Gründe geben oder kennt ihr offizielle Gründe der FernUni Hagen?

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vor 23 Minuten, Markus Jung schrieb:

(...) kennt ihr offizielle Gründe der FernUni Hagen?

Die werden auf der Internetseite der FernUni Hagen genannt, zu finden im Serviceportal des Studiengangs bei den FAQs.

Link: http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/mscpsy/service/

Zitat

Warum werden im Studiengang keine Module in Klinischer Psychologie angeboten?

Die Klinische Psychologie wird an der FernUniversität nicht als Anwendungsfach angeboten, da es am Institut kein Lehrgebiet für Klinische Psychologie gibt und weil praxisorientierte Aspekte durch die Fernlehre nicht effizient abgedeckt werden können.

 

Bearbeitet von Gast
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Also diese offizielle Argumentation finde ich seltsam

 

Das mit dem Lehrstuhl ist irgendwie zirkulär. Die Uni könnte ja einen entsprechenden Lehrstuhl einrichten, wenn das gewünscht wäre. Ich denke eher, es gibt keinen Lehrstuhl, weil gar nicht angestrebt wird, ein klinisches Modul anzubieten. So rum wird da ein Schuh draus.

Und das mit der Praxis ist meiner Meinung nach, zumindest im Bachelor, auch eher vorgeschoben. Natürlich kann man die Grundlagen der klinischen Psychologie, Störungsbilder usw. theoretisch lernen, das machen Präsenzunis im Bachelor auch nicht anders. Ich weiß auch nicht, woher dieser Gedanke kommt, man müsste ausgerechnet klinische Psychologie von Anfang an "praktisch" lernen. Bei den anderen Anwendungsfächern arbeitet man später auch praktisch und trotzdem lernt man sie erst mal theoretisch.

Klinische Psychologie im Studium bedeutet ja auch nicht "Patienten therapieren" oder "Gesprächstechniken üben", sondern "Modelle und Diagnosen lernen" und "Studien verstehen". Es hat ja seinen Grund, warum man danach noch eine Therapieausbildung braucht, wenn man therapieren will.

 

Ich glaube daher, dass es eher an der NC-Sache liegt, aber das würde die Uni vermutlich nicht offiziell so sagen.

 

 

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