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Hexler

Fernstudium -> Karriere-Killer?

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Hi,

 

euer Feedback war bisher so großartig, dass ich schlicht noch mal daran anknüpfen möchte. Scheinbar Schicksal, denn es hat sich intern die Möglichkeit ergeben, sich für eine Führungsposition zu bewerben. Ob's klappt weiß man nie, aber nun schwirren halt viel Fragen im Kopf umher. Wie beeinflußt das die Karriere, wenn man hierbei scheitert? Wäre es schwer wieder ein Schritt zurück in fachliche zu finden?  Sollte man bei so einer Chance das Studium hinten anstehen lassen?

 

Gibt es hier jemanden, der einen ähnlichen Schritt gewagt hat für einen Gedankenaustausch?

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Ja, sicher gibt es ein Risiko: Der Schritt zurück ins Fachliche wird in vielen Unternehmen als problematisch empfunden aus ganz unterschiedlichen Gründen. Einer davon ist, dass man davon ausgeht, dass diese Person ein verändertes Bild von sich hat und sich schwer wieder in der hierarchischen Stufe darunter einordnen kann. Aber das hängt natürlich auch von der Qualifikation, der Dauer der Führungstätigkeit, der Unternehmenskultur und nicht zuletzt von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab. Im Klartext: Wie leicht kann man im Falle des Scheiterns entlassen werden?

 

Wenn Sie sich im eigenen Unternehmen bewerben wollen, gilt das auch. Sind Sie auf die Stelle angesprochen worden? Ist die Stelle "zwangsweise" intern ausgeschrieben (weil der Betriebsrat z.B. darauf drängt)? Sucht man wirklich intern oder ist die Ausschreibung pro forma und man will eigentlich einen Externen?

 

Wie gesagt: Viele Fragen, viele Fragezeichen. Näheres lässt sich ohne Kenntnis Ihrer Person und Ihres Umfeldes seriöserweise nicht sagen.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

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Jede Veränderung bringt ja Risiken mit sich. Was lässt dich hier befürchten, dass es schief gehen könnte?

 

In meiner Angestelltenzeit in einem großen Unternehmen habe ich es einige Male erlebt, dass Mitarbeiter auf einer unteren Führungsebene (Gruppenleiter) zurück in die Sachbearbeiter-Funktion gewechselt sind  aus verschiedenen Gründen (Alter, Überforderung, Wechsel in Teilzeit) - dort hatten sie selbst meist die größten Probleme damit, sich wieder einzuordnen, teilweise ging es aber auch problemlos.

 

Kommt wohl sehr auf die individuelle Situation, die Gründe und auch das Unternehmen an. 

 

Gibt es denn in deiner Firma solche Fälle? - Wie ist es dort gelaufen?

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Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde, KanzlerCoaching schrieb:

 Wie leicht kann man im Falle des Scheiterns entlassen werden?


Sind Sie auf die Stelle angesprochen worden? Ist die Stelle "zwangsweise" intern ausgeschrieben (weil der Betriebsrat z.B. darauf drängt)? Sucht man wirklich intern oder ist die Ausschreibung pro forma und man will eigentlich einen Externen?

 

 

Hallo Frau Kanzler,

 

ja, man sucht wirklich und ich wurde darauf angesprochen - was jedoch logischerweise keiner Zusage gleichzusetzen ist - mehrere Entscheidungsinstanzen. Kündigung wäre nicht "leicht", da bereits 15 Jahre dabei.  Es ist schade  zu hören, dass ein Zurückfallen so schwierig wäre aufgrund von solchen Annahmen. Das hört sich dann ein Wenig an wie "Hopp" oder für immer "Flopp" + Verbrennung des bisherigen positiven Images - da traut man sich ja noch weniger den Sprung in das sehr kalte Wasser :-) .

 

@Markus Leider gibt es keine gleichartigen Fälle, die mir bekannt sind im Unternehmen bzgl. Downshift. Mich wundern die "Vorurteile". Wenn jemand freiwillig das Handtuch wirft, ist ja eher davon auszugehen, dass er wieder sich unterordnen möchte. Zu Mal die Erfahrung jemanden vllt. wertvoller macht hinsichtlich Wertschätzung des Vorgesetzten.

 

 

Bearbeitet von Hexler

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Wenn Sie darauf angesprochen wurden, dann ist Nicht-Reagieren fast ebenso ungünstig wie Ungefragt-Reagieren.

 

😉

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vor 5 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Wenn Sie darauf angesprochen wurden, dann ist Nicht-Reagieren fast ebenso ungünstig wie Ungefragt-Reagieren.

 

😉

 

Falls sie mit "Nicht-reagieren" meinen, evtl. abzusagen. Dann vermute ich, dass wohl eine spätere erneute Chance nicht sehr wahrscheinlich wäre. Das macht es nicht gerade leichter :-).

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Suchen Sie das Gespräch zu jemandem, der etwas dazu sagen kann und der involviert ist - denn u.U. wird das Thema ja noch gar nicht offiziell nach außen kommuniziert. Und schauen Sie sich den Bereich an, für den Sie dann als Vorgesetzter zuständig wären. Und dann bewerben Sie sich, wenn es passt und Sie nicht den Eindruck haben, dass Sie da auf einen Schleudersitz kommen.

 

Und eventuell - und das sage ich jetzt nicht als Eigenwerbung - wäre das ein Thema für ein Coaching-Gespräch.

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Geschrieben (bearbeitet)

Finde ich lustig. Bei mir wäre aktuell die gleiche Situation. Plötzlich hat ein Leiter verkündet, dass er sich vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Jetzt wird ein neuer gesucht, und es gibt dann auch eine gewisse Einarbeitungszeit.

 

Bei mir ist es so, dass ich hier wohl einen taktischen Fehler begangen habe. Ich bin aktuell auf der Basis eines Sachbearbeiters mit Meister-Urkunde.

 

Mit Erhalt dieser Stelle habe ich auch mein Fernstudium begonnen. Habe den Bachelor abgeschlossen, darauf gleich den Master begonnen, welcher fast fertig ist.

 

Ich war immer der Meinung, dass ich erst alles abschließe und mich dann für eine, dem Zertifikat würdige Postion bewerbe.

 

Die Leiterstelle ist ganz normal mit den Anforderungen Studium und dann die normalen Klauseln  Führungsverantwortung, hohe Belastbarkeit usw. usw.  ausgeschrieben.

 

Tief in mir habe ich schon so etwas befürchtet, dass der Sprung dann am Ende doch zu hoch wäre und habe mit einem Personaler gesprochen. Er hat mich zwar bestärkt mich zu bewerben, alleine das sie sehen , dass hier jemand Interesse hat und man ggf. für die Zukunft vorgemerkt wird.

 

Oder aber, dass die anderen Bewerber sozusagen "nichts taugen" und ich als interner mit Vorwissen usw. dann doch zum Zug komme....

 

Aber er hat durch die Blume natürlich auch seine Bedenken ausgesprochen, dass der Sprung "Facharbeiterebene"  zur Leiter-Ebene zu groß wäre und einfach in der Mitte etwas fehlt.  Also sprich Teamleiter etc.  usw.  

 

Hier werden Leute eingestellt, welche bevorzugt bereits Führungserfahrung haben und schon einige verschiedene Stellen durch hatten.

 

Aber aufgrund dessen Gespräch konnte ich für dieses Thema wieder die Bestärkung in Sachen Fernstudium hören.

Das er Respekt vor der Leistung hat das ganze neben der Arbeit zu absolvieren und das zeigt natürlich auch das Durchhaltevermögen und den Willen.

 

Auch hat er halt allgemein darauf aufmerksam gemacht, dass es halt plötzlich ganz anders ist, wenn man an zig Besprechungen teilnehmen muss, Reisetätigkeiten und sich gegenüber anderen auch durchsetzen können.

 

Ja schwierige Situation. Weiß jetzt auch nicht mehr was ich machen soll. 

Die nächste Zeit wäre es halt wegen der Altersstruktur günstig. Und so eine "mittlere Führungsposition" wird die nächste Zeit auch nicht mehr kommen. Und wenn der Leiter dann besetzt ist, ist die nächsten Jahre auch wieder Feierabend.

 

Aber vielleicht dient es ja vielen als Warnung, dass man wirklich auch Zwischenschritte machen muss, damit der Sprung zur gewünschten Position nicht so groß ist.

 

Wobei ich es auch wieder komisch finde, weil sich Externe ja sicherlich auch bewerben, welche ggf. frisch von der Uni kommen. Da haben sicherlich die im Vorstellungsgespräch die Vorteile, welche am besten Werbung machen, auch wenn es am Ende Luft ist.

 

Aber auch mir wurde gesagt, dass ich man hier aufpassen muss, weil wenn man es nicht packt und zurück müsste, man für immer gestempelt ist und es in eine solche Stelle im Unternehmen nie mehr schafft. Und natürlich kommt es auch auf die Kollegen drauf an wie sie dann reagieren. 

Bearbeitet von andreas1983

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vor 56 Minuten, andreas1983 schrieb:

hohe Belastbarkeit usw. usw.  ausgeschrieben.

 

Eine dieser immer wiederkehrenden Floskeln...

 

Ich glaube, in den letzten 20 Jahren ist mir keine Stellenausschreibung untergekommen, egal in welchem Bereich, wo nicht diese magischen Worte auftauchten;).

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Man sollte sich schon klar machen, was mit einem Wechsel in eine Führungsposition auf einen zu kommt. Man ist eben NICHT mehr nur verantwortlich für seine eigenen Leistungen, sondern auch für das Ergebnis seiner Mitarbeiter.

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