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Hexler

Fernstudium -> Karriere-Killer?

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vor 57 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Man sollte sich schon klar machen, was mit einem Wechsel in eine Führungsposition auf einen zu kommt. Man ist eben NICHT mehr nur verantwortlich für seine eigenen Leistungen, sondern auch für das Ergebnis seiner Mitarbeiter.

 

Und da kann es tatsächlich schon ein (zu) großes Stück vom Kuchen sein, wenn man diese neue Rolle noch nicht in einer überschaubaren Teamleiterposition ausprobieren konnte, sondern gleich in die nächste Ebene geht.

Das kann natürlich funktionieren, aber ich würde mir für einen so großen Schritt unbedingt kompetente Begleitung (Coach) suchen und vor allem auch im Unternehmen genauestens nachfragen, was die Erwartungen sind.

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vor 2 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Man sollte sich schon klar machen, was mit einem Wechsel in eine Führungsposition auf einen zu kommt. Man ist eben NICHT mehr nur verantwortlich für seine eigenen Leistungen, sondern auch für das Ergebnis seiner Mitarbeiter. 

 

Ja das auf jeden Fall. War nur ehrlich gesagt schockiert wie dann die Einschätzungen ausfallen, weil man "nur" auf Sacharbeiterebene sitzt und dann von da aus starten will. Gut vor der Stelle war ich schon einmal Teamleitervertretung aufgrund des Meisters. Gab keine Probleme.

Aber ich finde das sie alleine die jetzige Stelle schon falsch einschätzen. Anscheiend meint der Personaldienst, dass man den ganzen Tag gelangweilt dasitzt ein wenig wenig spielt.

Das man auch hier von allen Seiten überrant wird (Telefon, Email und die Leute vor einem persönlich stehen) wird hier total vergessen.

 

Und ich meine wenn sich Externe, frisch von der Uni bewerben, dann haben die doch auch nur einen Studienabschluss und im Grunde 0 Ahnung vom Unternehmen.

 

Für mich hört es sich jetzt irgendwie so an, als hätte ich mit dem Master einen Führerschein für einen 40 Tonner,

aber es gibt bedenken, weil man noch keinen 7,5 Tonner gefahren hat 😉

 

Darf ich fragen was ihr tun würdet ?  Einfach mal Bewerbung abgeben und auf sich aufmerksam machen. Schlimmer als eine Absage kann es ja nicht werden. 

Oder würdet ihr das ganze gleich sein lassen und euch lieber um eine Stelle tiefer bewerben und dann in ein paar Jahren noch einmal schauen.

 

 

 

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vor 10 Minuten, andreas1983 schrieb:

Darf ich fragen was ihr tun würdet ?  Einfach mal Bewerbung abgeben und auf sich aufmerksam machen. Schlimmer als eine Absage kann es ja nicht werden. 

Oder würdet ihr das ganze gleich sein lassen und euch lieber um eine Stelle tiefer bewerben und dann in ein paar Jahren noch einmal schauen.

 

Bei mir wäre es eine Einstiegsposition, von daher ist das bei dir noch mal eine Nummer größer. Aber du hast wenigstens das Grobe (Bachelor+Master) schon hinter dir. Schlimmer könnte halt ein "Scheitern" sein, vllt. mehr persönlich, als für den Lebenslauf. 

 

Bei mir dreht sich die Frage, um das "Scheitern" und das ggf. das Studium erstmal auf Eis liegt.

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vor 14 Minuten, andreas1983 schrieb:

Für mich hört es sich jetzt irgendwie so an, als hätte ich mit dem Master einen Führerschein für einen 40 Tonner,

aber es gibt bedenken, weil man noch keinen 7,5 Tonner gefahren hat 😉

 

Genauso ist es ja auch. Dass du den Führerschein hast, heißt ja nicht, dass du fahren kannst. Die Bedenken finde ich völlig angemessen. 

 

Du bist eben Neueinsteiger in einem neuen Umfeld und musst dich erst beweisen. Dass man dir den roten Teppich ausrollt und dich quasi ungeprüft für die weltbeste Besetzung der neuen Stelle hält, war nicht zu erwarten und ist auch kein Bonus. Vorschußlorbeeren gerecht werden zu müssen ist manchmal schwerer als sich den Respekt erarbeiten zu müssen.

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@Andreas 1983

 

Ich glaube nicht, dass jemand eine echte Chance auf den Leitungsjob hat, nur, weil er sich mit einem Masterabschluss bewirbt.

 

Und ich glaube, Sie haben die Problematik (noch?) nicht ganz im Blick.

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vor 15 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Wieso liegt das Studium auf Eis, wenn Sie sich auf den Job bewerben?

 

Ich konnte durch Gespräche einen "kleinen" Einblick gewinnen. Der zeitliche Aufwand ist höher und bei den neuen Tätigkeitsfeldern, umso mehr. Es ist unrealistisch, dass alles mal "eben" inkl. Studium + minimales Privatleben stemmen zu können ohne sich zu vergaloppieren. Ich will mich da keinen Illusionen hingeben.

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vor 4 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

@Andreas 1983

 

Und ich glaube, Sie haben die Problematik (noch?) nicht ganz im Blick. 

 

Hallo Frau Kanzler. Ihre Meinung würde mich wirklich interessieren. Vielleicht haben Sie hier den ein, oder anderen Kritikpunkt, welchen Sie auf die Problematik beziehen.

 

Ich bin hier durchaus kritikfähig und dankbar für Anregungen.

 

Natürlich ist mir bewusst, dass der Master nur ein Steinchen ist.  Auch gehe ich in keinem Fall davon aus, dass wie jemand geschrieben hat ein roter Teppich etc. ausgerollt wird.

 

Es klang ja auch in keinem Fall von dem Personaler negativ. Und er meinte wirklich, dass ich mich bewerben soll und auch bei der Formulierung und Co. unterstützt. Den Rest würde ja das Auswahlverfahren erledigen.

Und auch hier nahm ich dankend die Sichtweise und Tipps mit.

 

Und mir ist auch durchaus bewusst, dass diese Stelle natürlich eine nochmals andere Welt ist.

Aber es sollte sich das Studium ja auch irgendwann lohnen.

 

Und wenn ich noch einmal von einem Externen ausgehe. Wenn dieser mit einem Masterabschluss Stellenausschreibungen ansieht. Dann denke ich nicht, dass er sich eine weitaus tiefere Stelle aussuchen würde, als sein Abschluss hergibt.

 

Im Grunde ist doch jede Stelle erst einmal neu und man wird darauf angelernt und wächst hinein.

 

Noch sind bei uns im Unternehmen die Löhne, wenn ich es so sagen darf im Gegensatz zu anderen, weitaus geringer. Bei anderen Stellenausschreibungen sind ihnen schon die Externen lachend davongelaufen.

 

 

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vor 16 Stunden, andreas1983 schrieb:

Tief in mir habe ich schon so etwas befürchtet, dass der Sprung dann am Ende doch zu hoch wäre und habe mit einem Personaler gesprochen.

...

Aber er hat durch die Blume natürlich auch seine Bedenken ausgesprochen, dass der Sprung "Facharbeiterebene"  zur Leiter-Ebene zu groß wäre und einfach in der Mitte etwas fehlt.

Du hattest doch auch bedenken. Jetzt sehen andere das genau so und es passt auch nicht.

Oder suchst du nur eine Bestätigung?

Die Verantwortung für eine solche Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

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Der entscheidende Unterschied zwischen einer "normalen" Stelle als Sachbearbeiter und einer Stelle als Vorgesetzter ist, dass man damit ein Stück weit auf die Unternehmensseite wechselt. Der Inhaber, das Unternehmen als solches erwartet Loyalität den Unternehmenszielen gegenüber und es erwartet, dass man diese Unternehmensziele den Mitarbeitern gegenüber durchsetzt. Und zwar auch dann, wenn man die im konkreten Fall für ziemlich daneben hält.

 

Dazu kommen der Druck, die Wünsche, die Ansprüche der Mitarbeiter. Man befindet sich damit in der berühmten "Sandwichposition". Die wird nicht geringer, je weiter man aufsteigt, eher im Gegenteil.

 

Sich in dieser Rolle wohlzufühlen und sie auf Dauer gut auszufüllen ist also nicht nur eine Frage des Wissens und des Könnens, sondern auch eine der persönlichen Einstellung. Man gehört nicht mehr richtig dazu, man hat eine neue Bezugsgruppe, die der Führungskräfte.

 

Ich zeichne das hier bewusst scharf, aber im Grunde ist diese Beschreibung nicht übertrieben. Spätestens bei wirtschaftlicher Schieflage des Unternehmens, bei Umstrukturierungen etc. ist diese Rolle auch sehr belastend. Das muss man mögen, das muss man auf Dauer aushalten. Denn aus gutem Grund strebt nicht jeder, der ein Studium abgeschlossen hat, eine Führungsposition an.

 

Ach ja, "angelernt" wird man für eine Führungsposition eher selten. Da existieren eher die Erwartungen, dass man es kann, wenn man sich drauf bewirbt.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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