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Erin1

Fernstudium als Haupttätigkeit

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Erin1

Hallo,

ich stecke gerade mitten im Fernstudium BWL. 

Jetzt habe ich die Situation, das ich derzeit ganz frisch arbeitslos geworden bin (betriebsbedingte Kündigung).

Da ich aus dem Studium so viel wie möglich herausholen und es natürlich so gut wie möglich abschließen möchte, bin ich derzeit etwas orientierungslos hinsichtlich der Jobsuche.

Es ist ja normalerweise so, dass der Einstieg in einen neuen qualifizierten Job oft mit großen Anstrengungen und der Probezeit verbunden ist, in der man sich beweisen muss. Das würde bedeuten, dass ich mich natürlich hauptsächlich darauf konzentrieren müsste, auch teilweise nach Feierabend zu Hause das neu erlernte nacharbeiten. Jedenfalls würde dann fast meine gesamte Energie dabei draufgehen. Die Arbeit würde mir auf jeden Fall nach Feierabend noch nachlaufen und ich hätte immer diese Faust im Nacken.

Nun ist es so, dass ich das Studium auf jeden Fall zeitnah durchziehen möchte und auch nicht mehr bereit bin, in dieser Hinsicht Abstriche zu machen. Es wird so oder so noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Daher überlege ich, mir eine einfachere Tätigkeit zu suchen, d.h. z.B. einfache Sachbearbeitertätigkeiten, Bürokraft, Bürohilfe o.ä.. Das würde natürlich Gehaltseinbußen bedeuten, was natürlich nicht so toll ist, dennoch kann ich es mir definitiv erlauben. Der Job sollte während dieser Zeit, die das Studium noch dauert eine untergeordnete Rolle spielen. Die Frage ist nur, was potenzielle Arbeitgeber davon halten könnten, nach dem Motto "Die Bewerberin ist doch vor kurzem eine qualifizierteren Tätigkeit nachgegangen und studiert auch noch. Die ist hier doch bald wieder weg." Außerdem kann ich auch nicht einschätzen, wie das bei potenziellen Arbeitgebern nach dem Fernstudium ankommt, wenn ich mich wieder auf etwas qualifiziertes bewerbe.

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße

Erin

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andreas1983

Welche Stelle strebst du dann aktuell an, wenn ich fragen darf?

 

Als ich damals meinen Bachelor begonnen hatte, war ich zwei Monate auf einer neuen Stelle und komplett in der Einarbeitung. Die ersten Fächer waren auch die heftigen wie Mathe, Physik usw.

Also es ging schon, aber Freizeit war halt 0.

 

Meine Stelle war für einen Meister, aber auch wie du bezeichnest  eher Planer/Sachbearbeitung.

Also mehr SAP, Bestellung, Einkauf usw. Heute werden die auch teilweise schon mit einem Bachelor ausgeschrieben.

 

Also vielleicht sollte man hier auch nicht Stellen für Sachbearbeiter unterschätzen. 

 

Darum frage ich, was du unter qualifiziert verstehst 😉

 

Wie sieht es erstmals dann eher mit der Zahlung der Studiengebühren/Miete aus.

Könntest du ggf. hier die "freie" Zeit für intensives Lernen und ablegen von Klausuren nutzen?

 

 

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Matthias2021

Hallo Erin, die Frage die sich als erstes stellt, studierst Du Master oder Bachelor und wie lange noch? 

 

Ganz grundsätzlich kann ich Dir aus Sicht eines Arbeitgebers folgende Tipps geben. Such Dir eine Stelle, welche Dich nicht so sehr fordert wie Du es beschrieben hast und dem Studium nicht im Weg steht, wie Elternzeitvertretung, befristete Stellen oder reine projektbezogene oder andere Interims-Stellen. Du solltest dann im Bewerbungsgespräch offen damit umgehen, dann lebt es sich in jedem Fall leichter. Gleiches gilt für die Bewerbung nach dem Studium und der Interims-Stelle. Wenn Du offen damit umgehst und in Deiner Bewerbung kurz darauf eingehst, warum Du eine Stelle angenommen hast, welche unter Deinen Qualifikationen und Möglichkeiten war, dann kann dies sogar positiv gesehen werden. Dies zeigt zum einen, dass Du dir für (fast) nichts zu Schade bist um ein definiertes Ziel zu erreichen, Du Prioritäten setzen kannst und belastbar bist.

Anders würde es aussehen, wenn Du bei der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt ein Jahr "arbeitsuchend" drin stehen hättest und dort mit dem Fernstudium kommst, auf welches Du dich konzentriert hast oder so ähnlich, das würde einen Beigeschmack haben, denn wirklich gesucht hättest Du ja dann nicht.


B.Eng. - Wirtschaftsingenieurwesen an der IUBH (50 von 180 CP)

„Imagination is more important than Knowledge“ (Einstein)

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Suzubaru

Hmm, ich bin kein Experte, nur so ein paar Gedanken:

 

kläre mit der Arbeitsagentur im welchen Umfang du dein Studium fortsetzen kannst (du musst ja vorrangig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen). Konzentriere dich also auf die lernaufwändigsten Kurse, da die erlaubten ECTS pro Semester/Jahr begrenzt sind.

Anstatt einer "einfachen" Tätigkeit, warum nicht eine besser vergütete, aber als Teilzeit? (Lass das aber nicht die Arbeitsagentur wissen, dem Arbeitgeber brauchst du ja nicht erzählen, dass du nebenbei studierst)

Es besteht keine Pflicht ALG1 in Anspruch zu nehmen, wie wäre es mit Bafög und das Studium durchziehen? (Der Bescheid für ALG1 ist 4 Jahre lang gültig und kann  ausgesetzt werden). Wenn das Geld knapp wird: Ferienjobs bis zu 3 Monaten pro Jahr sind, soweit ich weiss, Steuer- und Abgabenfrei.

Bearbeitet von Suzubaru
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Thomislav

Jede Stelle benötigt Einarbeitung. Auch die "einfacheren", wie du das nennst.

Ich würde spontan auch sagen, dass wenn du bei der Einarbeitung abends nacharbeiten musst, irgendetwas falsch läuft.

 

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Erin1

Vielen Dank für Eure Antworten!

@andreas1983: Wenn ich von "einfachen Sachbearbeitertätigkeiten" spreche, meine ich damit natürlich nicht die von Dir beschriebenen Tätigkeiten wie SAP, Bestellung, Einkauf, sondern eben einfache Sachbearbeitertätigkeiten, die sich schnell erlernen lassen und die mir nicht so viel abgewinnen, d.h. Bürohife, Schreibarbeiten etc. Oder spricht man hier nicht mehr von Sachbearbeitertätigkeiten? Es geht mir um eine Routinetätigkeit, die ich nebenbei ausüben kann, die sich im Laufe der Zeit nicht großartig ändert und die mir nicht allzu viel abverlangt. Nichts total stumpfsinniges, aber eben etwas, was eine untergeordnete Rolle spielen darf. Unter qualifiziert verstehe ich etwas, was man eben nicht nebenbei machen kann, was hohe Konzentration erfordert und mit dem man sich identifizieren muss.

Die Studiengebühren habe ich bereits komplett bezahlt. Miete zahle ich nicht, da ich Eigentümerin bin.:-)

@Matthias2021: Darüber mache ich mir ja gerade Gedanken, dass ich aufgrund einer einfachen Arbeitsstelle neben dem Studium eben als nicht so belastbar erscheine. Ich habe zu dem Thema schon einiges gelesen und mir fällt immer wieder auf, dass viele so ein Studium wirklich neben einer teilweise sogar hoch qualifizierten Vollzeitstelle durchziehen und dann auch noch Kinder haben. Ich muss da jetzt mal schamlos zugeben, dass mir das zu viel wäre! 

Die ganze Zeit arbeitssuchend will ich natürlich nicht sein, da es zum einen doof aussieht und ich natürlich auch nicht dem Staat auf der Tasche liegen möchte. Aber wenn aus Deiner Sicht als Arbeitgeber eine einfachere Stelle hier kein Problem ist, umso besser!

@Suzubaru: Eine besser qualifizierte Tätigkeit nur in Teilzeit wäre natürlich auf den ersten Blick besser, allerdings bedeutet das wieder eine anstrengende Einarbeitungszeit und Job als oberste Priorität. Prio 1 soll aber wirklich jetzt das Studium haben. Es handelt sich nicht um ein Bachelor-/Masterstudium, sondern Betriebswirtin am IWW der Fernuni Hagen.

@Thomislav: Natürlich benötigen auch die einfacheren Tätigkeiten Einarbeitung, die nicht zu unterschätzen ist und vor der ich auch Respekt habe, aber eben nicht so viel wie die höher qualifizierten. 

Ich sehe das nicht so, dass etwas nicht stimmt, wenn man bei der Einarbeitung abends nacharbeitet. Was soll da nicht stimmen? Es zeugt doch eher von hohem Einsatz und hilft dabei, sich das neu erlernte schneller und besser zu merken!

Bearbeitet von Erin1

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Muddlehead
vor 1 Stunde, Erin1 schrieb:

@Matthias2021: Darüber mache ich mir ja gerade Gedanken, dass ich aufgrund einer einfachen Arbeitsstelle neben dem Studium eben als nicht so belastbar erscheine. Ich habe zu dem Thema schon einiges gelesen und mir fällt immer wieder auf, dass viele so ein Studium wirklich neben einer teilweise sogar hoch qualifizierten Vollzeitstelle durchziehen und dann auch noch Kinder haben. Ich muss da jetzt mal schamlos zugeben, dass mir das zu viel wäre

 

 

Merkst du was? :-)

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Erin1

@Muddlehead: Nö. Was willst Du damit sagen?

Viele ziehen das Studium zwar neben einer hoch qualifizierten Stelle durch. Auf der anderen Seite haben Fernstudien aber auch eine hohe Abbrecherquote.

Bearbeitet von Erin1

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ExReWe87

@Erin1 In welchen Bereich möchtest du denn nach dem Betriebswirt wechseln? Falls du einen Bereichswechsel anstrebst, warum dann nicht jetzt?

 

Einfache Tätigkeiten werden nicht gut bezahlt. Ich würde lieber 20-30h für 17,- €/h aufwärts arbeiten, als 40h für 10,- €/h. Wenn du in deinem Bereich bleibst, dann ändern sich doch eh nur Kollegen und die Software. Vom fachlichen wird sich doch nicht so viel ändern.

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Markus Jung

Ich finde es durchaus vernünftig, wenn dich dich jetzt erstmal auf dein Fernstudium konzentrieren möchtest. Das hat ja dann auch den Vorteil, dass du damit vermutlich recht schnell voran kommst.

 

Warum nicht dazu quasi einen Studentenjob machen. Möglichst schon einen, der auch was mit deinem Studium zu tun hat, aber nicht zu anspruchsvoll für dich ist.

 

Und wenn du dann dein Studium zügig abgeschlossen hast, kannst du dich dann auf einen neuen, anspruchsvollen Job konzentrieren.

 

Das finde ich insbesondere dann sinnvoll, wenn du es für dich so einschätzt, dass es dir sonst schnell zu viel werden könnte.

 

Wie hat es denn bisher mit dem Fernstudium parallel zum Job geklappt?

 

Und mich interessiert auch die Frage, wie viel du schon hinter dir hast und somit wie viel noch vor dir liegt. Vielleicht ist die Pause für das Studium dann ja sogar recht kurz?


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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