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Tanni123

ILS Abitur - Lernen nach dem Pareto-Prinzip?

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hallo, ich habe von dem pareto-prinzip gehört.

wäre es nicht also einfacher, man lernt nur die themen der einsendeaufgaben, um sich auf die abiturprüfung vorzubereiten?👩

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1. Bei dem genannten Prinzip handelt es sich um ein statistisches/empirisches Phänomen, das aus dem Verhalten einer sehr großen Grundgesamtheit abgeleitet wurde. Du kannst damit keine Aussage für einen konkreten Einzelfall,  nämlich Deinen, treffen. Es handelt sich ja nur deshalb um ein statistisches/empirisches Phänomen, gerade weil es es auch Individuen gibt, für die dieses Prinzip nicht gilt.

 

2. Das 80-20-Prinzip gilt nur für die "richtigen"/"geeigneten" 20% Aufwand und nicht für irgendwelchen Aufwand. Niemand erreicht 80% eines möglichen Ergebnisses, nur weil er wahllos 20% des möglichen Aufwands betreibt. Es müssen schon 20% "richtigen" Aufwands sein. Diese 20% richtigen Aufwands herauszufinden, ist die große Herausforderung. Vielleicht gibt es diese 20% aber für die Abiturvorbereitung auch gar nicht,  so dass die 80-20-Regel hier möglicherweise überhaupt nicht anwendbar ist. Bei der 80-20-Regel handelt es sich ja keinesfalls um ein allgemeingültiges Prinzip.

 

3. Ich habe starke Zweifel, dass die Einsendeaufgaben diese Eigenschaft erfüllen, das ist  aber nur ein Bauchgefühl. Überprüfe das: Suche Dir 100.000 Mitstreiter, wendet Deinen Vorschlag an ("...man lernt nur die themen der einsendeaufgaben"), schreibt die Abiturprüfungen und überprüft anhand der Ergebnisse und eines Kriteriums, das ihr auch vorher festlegen müsst, ob hier die 80-20-Regel gilt.

 

Schönen Abend

Greetsiel

Bearbeitet von Greetsiel

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Also die 80-20-Regel oder das Pareto-Prinzip könnte bezogen auf das Fernabitur bezogen so wie ich es verstehe und deuten würde meinen, dass ein sehr hoher zusätzlicher Aufwand notwendig ist, um statt einer (sehr) guten eine perfekte Leistung zu erreichen und da die Frage ist, ob dies notwendig ist.

 

Also zum Beispiel wenn du Vokabeln lernst reicht es oft aus, die meisten gut zu kennen. Bei einigen wirst du vermutlich aber immer wieder Probleme haben und um diese dann auch noch perfekt zu können, wäre ein sehr großer zusätzlicher Aufwand notwendig, bei dem zu überlegen ist, ob sich dieser lohnt.

 

Jetzt die Sache für dich so zu vereinfachen, dass du nur die Einsendeaufgaben lernst, halte ich für sehr riskant. Das wäre vielleicht zu überlegen, wenn du wüsstest, dass 80 Prozent der Fragen im Abitur aus den Einsendeaufgaben stammen und du somit 80 Prozent der Punkte erreichen kannst und für die restlichen 20 Prozent sehr viel Aufwand zum Lernen betreiben müsstest, weil du nicht weißt, was da dran kommt.

 

Nur basieren die Abiprüfungen ja nicht auf den Einsendeaufgaben 😉, sondern diese dienen lediglich für dich zur Selbstkontrolle und um einen Eindruck von deinen Fortschritten zu haben.

 

Vielmehr wird ja oft auch nicht die reine Wiedergabe von Wissen abgefragt, sondern das Transferwissen, also die Anwendung von Wissen. Und wenn du nur die Einsendeaufgaben lernst, stehts du schnell auf dem Schlauch, wenn sobald die Fragestellungen auch nur etwas abweichen.

 

Also: Effizient lernen ist gut, es aber so zu vereinfachen wie von dir angedacht, damit würdest du es dir wohl etwas zu einfach machen - dazu ist der Abi-Stoff viel zu komplex.

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Pareto Prinzip ist in deinem Fall nichts anderes als "Lernen auf Lücke". Hast Du Glück = Win, kommt die Lücke dran = HaHa. Nun ist die Frage, welches Risiko du bereits bist auf dich zu nehmen.

 

Ich sehe eine bessere Herangehensweise dahingehend, dass du statt "Lernen auf Lücke", Schwerpunkte legst, und diese richtig gut drauf hast. Alles darüber hinaus, kennst du dann vom Hören /Sagen. Das funktioniert recht gut, wenn es sich um Inhalte handelt, die selbst erklären sind, wenn nötig. Damit erreichst du zwar keine perfekte und detaillierte Lösung, aber kannst dennoch ein paar Punkte einheimsen.

 

 Das ähnelt Markus Rat. Damit minimierst du das Risiko, erreichst aber eben im Worst Case keine Bestnote.

Bearbeitet von Muddlehead

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Ich denke, gerade bei so einem Großprojekt wie dem Abitur braucht es immer etwas Mut zur Lücke, da die Themenfelder einfach zu komplex sind. Die Frage ist halt nur, wie groß man diese Lücken werden lässt.

 

Wichtig ist es da, effizient zu lernen, also sich, wie @Muddlehead ja auch schreibt, auf die Inhalte und Themen konzentriert, bei denen es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass zu einem Teil davon etwas dran kommt. Und für Exotenthemen etwas weniger Zeit einzuplanen und da eher auf Lücke zu lernen. Das sind halt oft dann auch die Themen, die den Unterschied zwischen guten und sehr guten Leistungen ausmachen.

 

Wie sieht es denn bei dir aus, @Tanni123 , möchtest du das Abi Hauptsache irgendwie bestehen, oder ist dir eine bestimmte Mindestnote wichtig? - Das könnte dann auch Einfluss auf die Lernstrategie haben.

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Puuuhhhh.....Abitur.......

 

Da durfte ich in den 3 Wochen Abivorbereitung meine Mutter jeden Tag in der Woche zu einer ambulanten Praxis über 40 Kilometer weit fahren - also nicht wirklich was in Sachen Abivorbereitung. :sad:

 

Ich habe meine Hefter nur durchgeblättert.

 

ABER die Abiprüfungen selbst sind ja nur ein Bruchteil und es gibt Vornoten, die auch in die Bewertung einfliessen.

 

Ich persönlich bin großer Fan von Pareto - aber es klappt nicht immer......

Bearbeitet von psychodelix

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vor 4 Minuten, psychodelix schrieb:

ABER die Abiprüfungen selbst sind ja nur ein Bruchteil und es gibt Vornoten, die auch in die Bewertung einfliessen.

Was aber nicht für das Fernabi gilt. ;)

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vor 1 Stunde, TomSon schrieb:

Was aber nicht für das Fernabi gilt. ;)

 

Ah....da gibt es keine "Vornoten" aus den Leistungskuren?

 

Ist mir neu, aber mit Fernabi kenne ich mich auch nicht aus.

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Am 24.7.2018 um 20:51 , Greetsiel schrieb:

2. Das 80-20-Prinzip gilt nur für die "richtigen"/"geeigneten" 20% Aufwand und nicht für irgendwelchen Aufwand. Niemand erreicht 80% eines möglichen Ergebnisses, nur weil er wahllos 20% des möglichen Aufwands betreibt. Es müssen schon 20% "richtigen" Aufwands sein. Diese 20% richtigen Aufwands herauszufinden, ist die große Herausforderung. Vielleicht gibt es diese 20% aber für die Abiturvorbereitung auch gar nicht,  so dass die 80-20-Regel hier möglicherweise überhaupt nicht anwendbar ist. Bei der 80-20-Regel handelt es sich ja keinesfalls um ein allgemeingültiges Prinzip.

 

Sehr gut formuliert! Ich sehe das genauso und denke, dass - egal ob man es jetzt Pareto nennt oder von Pareto ableitet - dies eine der Schlüsselfähigkeiten zum Erfolg ist: Die richtigen Prioritäten setzen. Also den "richtigen" Aufwand erkennen und dann auch meistern. Meiner Erfahrung nach gilt dies nicht nur im Studium, sondern auch im Beruf. Jedenfalls ist Pareto eine gute Möglichkeit, sich einzuprägen dass Priorisierung sehr wichtig ist.

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vor 18 Stunden, psychodelix schrieb:

Ah....da gibt es keine "Vornoten" aus den Leistungskuren?

 

Nein, da die Vorbereitung ja durch einen externen Anbieter wie zum Beispiel eine Fernschule erfolgt zählen bei den Externenprüfungen ausschließlich die Leistungen der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen, was eine besondere Herausforderung dieser Prüfungsform ist.

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