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Effiziente Lernstrategie gesucht


Chris1988
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Hallo zusammen,

ich studiere seit Juni 2015 an der IUBH BWL (B.A.-Fernstudiengang) neben meiner Vollzeit-Tätigkeit (ca. 40 h/Woche). Zuvor habe ich bereits ein grundständiges Studium an einer Präsenzhochschule abgeschlossen.

Obwohl ich im BWL-Studiengang bereits 16 Klausuren geschrieben habe, habe ich immer noch keine Routine bzgl. der Lernmethode, d. h. ich probiere immer wieder neue Vorgehensweisen (Mindmaps, Zusammenfassungen, Entwicklung eigener Fragen etc.) aus, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und mich zudem frustriert, da ich gefühlt immer wieder bei "0" anfange.
Gerade bin ich dabei, eine Zusammenfassung des Skriptes "Kosten- und Leistungsrechnung I" zu erstellen. Allerdings formuliere ich hierbei mehr um, als dass ich zusammenfasse und "Unwichtiges" weglasse. Hierbei geht enorm viel Zeit drauf und ich bin mir gar nicht sicher, ob mir dieses Vorgehen beim späteren "eigentlichen" Lernen viel Aufwand/Frust erspart. Würde ich mir die Texte einfach nur durchlesen, würde allerdings kaum etwas hängen bleiben. Ich möchte auch viel lieber aktiv lernen, also irgendetwas mit den Texten/Aufgaben "machen" als nur passiv zu konsumieren. Deswegen fielen mir die mathematischen Module auch leichter als die textlastigen Module. Sobald ich aber damit beginne, ein Skript in Word zusammenzufassen, werde ich nicht nur mit dem Problem konfrontiert, dass mir jede Information als wichtig erscheint. Ich spiele auch häufig mit den Formatierungen herum und versuche, die Texte hierarchisch zu gliedern, was wiederum viel Zeit in Anspruch nimmt, aber letztendlich später beim Lernen wohl kaum Zeit einspart.

Das Fernstudium ist für mich zu einem reinem "Hobby" geworden, d. h. die Inhalte und der Abschluss werden mich beruflich wahrscheinlich nicht weiterbringen. Ich strebe auch kein 1er-Zeugnis an. Allerdings möchte ich das Studium auch nicht abbrechen, denn ich habe mittlerweile sehr viel Geld und Zeit hierfür investiert und außerdem habe finde ich manche Fächer (z. B. Mikroökonomie) auch interessant.

Hier im Forum suche ich nach einer Lernstrategie, die nicht so zeitaufwendig und ineffizient wie meine aktuelle Vorgehensweise. Vielleicht befindet/befand sich jemand von euch in einer ähnlichen Situation wie ich und kann mir weiterhelfen!

Besten Dank und viele Grüße

Chris


 

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Aus meiner Erfahrung als Studierende und Mentorin:

 

1. Du wirst mehr als ein oder zwei Module brauchen, um deine Strategie zu finden.

 

2. Ein Buch, welches ich sehr guten Gewissens empfehle ist "Lernen lernen in Studium & Weiterbildung: Schlüsselkompetenzen und Lernmethoden für den persönlichen Erfolg" Buch von Alexander Bazhin

 

Leider habe ich die Rezension noch nicht ganz fertig, aber es ist sehr zu empfehlen

 

3. Mein Favorit ist eine abgewandelte Form der SQR3 Methode. 

 

4. Und das ist der entscheidende Faktor, sei geduldig mit dir selbst und komm erst einmal im Studium an, dann entwickelt sich auch mehr und mehr ein Gefühl für Schwerpunkte.

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1. Da Menschen verschieden sind, gibt es "die" Lernstrategie nicht.

 

2. Bei der IUBH muss das Skript gekonnt werden - es gibt kein Schwerpunkt lernen! Was bei dem einen eine MC Frage ist, ist bei dem Anderen plötzlich eine offene Frage zum Thema. Selbst Fragen zum Absatz "12 34 2- unten rechts" kann vorkommen..

 

3. Lernen ist zeitaufwendig für eine gute bis sehr gute Note. Aber bereits Lernkarten, Mindmaps oder Zusammenfassungen oder alles zusammen ist bereits lernen!  Ich nehme mal Lernkarten, mal Mindmaps, mal Zusammenfassung oder kombiniere - hängt ganz vom Modul und der Laune ab. Am Ende kostet mich alles gleich viel Zeit. Letztendlich entsteht dadurch so oder so eine Struktur im Kopf. Kannst ja mal fertige Zusammenfassung nehmen und probieren, nur die zu lernen. Du wirst den Unterschied merken.

 

Das Einzige was fix ist, ist die Art und Weise, wie ich Lernmaterial zusammen baue. Sprich meine Zusammenfassungen oder Lernkarten sehen immer gleich aus.

Bearbeitet von Muddlehead
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Ich denke, es ist zunächst immer ein sehr individueller Mix aus persönlichem Interesse, Vorwissen und Bezug zum Thema, sowie natürlich auch der Qualität der Lehrmaterialien, der die Grundlagen legt.

 

Meine letzten beiden Module hätten da bspw. unterschiedlicher nicht sein können. Für das erste habe ich mich sehr abgemüht und am Ende mehrere Wochen benötigt, das zweite habe ich in wenigen Tagen [sic!] bearbeitet und ein sehr gutes Gefühl bei der abgelegten Prüfung.

 

Bzgl. der Methodik probiere ich auch immer noch rum, aber ein paar Muster haben sich inzwischen gebildet:

  1. Ich lerne niemals mit den gedruckten Skripten. Der erste Schritt besteht für mich immer im Import des PDFs in die von mir verwendete Software. Das lese und bearbeite ich dann am iPad, wenn ich Zusammenfassungen schreibe nehme ich auch mein dann markiertes PDF als Grundlage für z.B. Grafiken am Mac her (automatische Synchronisation sei Dank).
  2. Anschließend nehme ich die Struktur des Skripts und erstelle daraus ein Trello-Board. Je Kapitel eine Spalte, je Thema eine Karte. Diese Karten helfen mir zusammen mit Labels, die von den weiteren Mitteln abhängen, den Überblick über den Fortschritt zu behalten. Außerdem habe ich meist noch eine weitere Spalte, in der ich mir Karten mit weiteren Aufgaben für die Klausurvorbereitung anlege, oder auch mit Karten für Themen, die ich noch mal weiter vertiefen oder üben will, die mich aber zum Zeitpunkt der Erstellung nicht aufhalten sollen.
  3. Dann lese ich das Skript. Erst mal nur Überschriften und Zusammenfassungen. Dann kreuz und quer. Je nach Interesse und Qualität der Texte lese ich es dann von vorn bis hinten, oder aber ich gehe jedes Thema strukturiert durch: Erst lese ich alles vollständig aber schnell, danach noch mal langsam und gründlich – und markiere mir hierbei relevante Textstellen für meine Zusammenfassung.
  4. Bis vor Kurzem bin ich dem Rat vieler gefolgt und habe meine Zusammenfassungen (am iPad!) schriftlich erstellt. Das kostet aber wirklich sehr viel Zeit. Deshalb habe ich dann testweise mal mit Word gearbeitet und bin hier in die erwähnte Falle mit den Formatierungen getappt. Daraufhin habe ich mir eine Word-Vorlage für ein wissenschaftliches Paper besorgt, die sowohl inhaltlich alle wesentlichen Elemente enthielt und auch von der Formatierung meinem Geschmack entsprach. (Gut, den Font habe ich noch angepasst ;)). Damit ist das Thema vom Tisch und ich kann mich beim Schreiben auf den Inhalt konzentrieren. Das habe ich jetzt 2x gemacht, heraus kamen einmal 30 Seiten, einmal 20 Seiten Zusammenfassung. Die habe ich tatsächlich ausgedruckt [sic!] und eine Weile mit mir herumgetragen und immer mal wieder reingeschaut und auch zum Auswendiglernen genutzt. Mein Bauchgefühlt sagt mir, dass das nicht schlechter funktioniert, als die handschriftliche Variante.
  5. Apropos Auswendiglernen: Es ist kein Geheimnis, dass unsere Gehirne strukturierte Informationen sehr gut abspeichern können. Mindmaps sind also keine schlechte Idee und haben auch für mich schon funktioniert.
  6. Was ebenfalls funktioniert sind Lernkarten. Wichtig ist hier aber auch die Vorgehensweise. Unser Hirn funktioniert salopp gesagt so, dass die Informationen immer "tiefer sinken" und irgendwann weg sind. Wichtig ist, sie zum richtigen Zeitpunkt wieder "hochzuholen". Je häufiger man das zum richtigen Zeitpunkt macht, desto eher landet das dann alles auch im Langzeitgedächtnis. Ich halte hier sehr viel von Anki, wobei man damit leider nicht auf einen konkreten Prüfungstermin hin lernen kann (weil das Lernen wie beschrieben eben nicht so funktioniert).
  7. Wenn vorhanden, nehme ich auch alle Übungsfragen mit, die ich finden kann. Häufig erstelle ich mir auch selbst welche aus Altklausurfragen. Anwendung ist doch immer noch die beste Methode, um Wissen zu festigen.

 

 

Bearbeitet von Gast
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Eigentlich wurde bereits alles wichtige geschrieben. Es gibt nicht die eine Lernmethode, weil zum einen jeder ein anderer Lerntyp ist und zum anderen eben jedes Fach oder Modul anders gelernt werden will. Hast Du zum Beispiel ein Modul mit vielen mit Berechnungen, erweist es sich immer als sinnvoll, eigene Aufgaben zu kreieren und diese immer komplexer zu gestalten, bis du dich bei den schwierigsten Aufgaben langweilst. So mache ich das zumindest.

Bei reinen Lernfächern, bei denen es um Definitionen etc. geht, reicht es mir, wenn ich es einmal gelesen habe und die Zusammenhänge leicht herleiten kann. Dazu bastele ich mir im Kopf manchmal Praxisbeispiele. Den Rest hole ich mir über die Tutorien. Bei schweren Stoffgebieten, die es in KLR durchaus gibt, schreibe ich mir Schlagwörter aus den Lektionen heraus, um diese am nächsten oder übernächsten Tag mit Leben zu füllen. Anschließend überprüfe ich alles mit dem Skript auf Plausibilität. Kleiner Tipp, ich hatte in meiner Prüfung 5 Berechnungen und 17 Definitionen und Erläuterungen. Nicht unbedingt ganz leicht, aber durchaus lösbar.

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Mir persönlich ist bei mir selbst aufgefallen, dass ich mit Konzepten, die andere ausgearbeitet haben zu Lerntechniken, zumeist nichts anfangen kann. Denn so wie der Mensch unterschiedlich ist, so unterschiedlich sind auch die Fächer, und so unterschiedlich muss die Vorbereitung dazu sein, finde ich. 

Ich mache es so, dass ich bei langfristiger Vorbereitung (z.B. 3 Monate vorher) es gemütlich angehen lassen. Ich bastele eigene Revision Books und binde sie selbst, organisiere mich farblich, mache mir Notizen in Schönschrift, mache Mindmaps zu wirklichem jedem Thema, Karteikarten lege ich auch an.  
Kurz vor der Prüfung, also 2-3 Wochen vorher, kristallisiert sich dann heraus, welche Methode für mich individuell am besten passt und es findet sich wirklich von ganz alleine ein Weg. 

Jetzt aktuell bei Testtheorie ist es so, dass es mir hilft, die Reflexionsaufgaben in den Heften schriftliche zu beantworten. Diese Methode haut bei Statistik aber z.B. nicht hin, weil ich dort die Reflexionsaufgaben nicht so passend finde. Da hilft mir mehr das praktische herangehen an große Problemlösungsaufgaben. 
Bei klinischer Psychologie kommen viele Namen von Forschern ins Spiel, da helfen mir Mindmaps besser. 
Bei Fächern, die viel Text enthalten (z.b.  Sportpsychologie/Gesundheit) hat es sich dagegen bewährt, wenn ich mir eigene kleine Geschichten oder Zusammenfassungen aus dem Gedächtnis schreibe.

Es ist also von Fach zu Fach unterschiedlich und nicht Fach kann ich auf die gleiche Weise lernen :) Das ist aber auch okay und ich denke, nach 16 Klausuren kannst du wahrscheinlich auch sagen, dass deine Weise nicht die verkehrte war.

LG

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  • 1 Monat später...

Ich glaube auch, dass jeder für sich selbst die passende Lernstrategie finden muss. Kommt hinzu, dass jedes Fach eine unterschiedliche Herangehensweise erfordern kann, z.B. lernt man auf Fächer wie Wirtschaftsethik anders als auf Fächer wie Wirtschaftsmathematik.

 

Da ich schon ziemlich lange aus dem klassischen Lernen "raus" bin, versuche ich mich auch gerade einzufinden und mir eigene Strategien zurecht zu legen.

 

Nachgewiesen ist, dass man sich Dinge am besten einprägen kann, indem man möglichst mehrere Sinnkanäle nutzt (Sehen, Hören, Reden, Motorik..)

Auch die Wiederholung ist wichtig für das Langzeitgedächtnis. Lieber in kleinen "Portionen" lernen, dafür kontinuierlich dran bleiben und häufiger wiederholen als sehr viel auf einmal und dann eine längere Pause dazwischen einlegen.

 

Toll ist, dass es heutzutage digitale Hilfsmittel gibt, die es in meiner damaligen Schulzeit noch nicht gab, z.B. digitale Brainyoo Karteikarten oder Mind Map Programme.

 

Ich stelle momentan jedenfalls fest, dass die Skripte schon kompakte Zusammenfassungen sind und mir zum Lernen nicht ausreichen. Manches aus den Skripten ist für mich nicht verständlich genug erklärt, so dass ich selbst nach recherchieren muss, um mir z.B. Begrifflichkeiten und Abgrenzungen besser verständlich machen zu können. Da nutze ich zum Einen Google zum Anderen ebooks der IUBH: Praktisch ist ja, dass man einfach mit STRG+F in den Büchern nach den jeweiligen Schlagwörtern suchen kann.

 

Ansonsten bin ich gerade selbst am Probieren und Suchen, was mir beim Lernen hilft.

Wichtig ist für mich, dass ich mit dem Thema in der Realität etwas anfangen kann, dass es für mich (be)greifbar ist.. Wenn ich verstehe, wie und wann ich etwas anwenden muss, dann kann ich am ehesten damit etwas anfangen.

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