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Master auf einen exotischen Meister?


Lukas4386
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Liebe Community,

 

ich bin Metallblasinstrumentenmachermeister. Eine lange Bezeichnung für einen alten und sehr exotischen Beruf.


Ich habe mich entschieden das Feld auch zu verlassen, nachdem die Perspektiven in einigen Punkten einfach sehr dürftig sind.

Durch meinen Nebenberuf (Orchesterleiter) habe ich 6 Jahre Erfahrung im Führungs- und Leadership Bereich, allerdings nicht in meinem Hauptberuf, in dem ich nun seit 2 Jahren angestellt bin. Ich traue mir einen Job im Management Bereich zu, der weniger spezifisches Fachwissen verlangt, aber dafür intensive Führungsqualitäten verlangt.
Damit das ganze nicht so lange dauerd möchte ich gerne einen Fernstudium Master absolvieren.

Könnt ihr mir Tipps geben, welche Möglichkeiten ich habe? Vor allem bei den nur 2 Jahren Berufserfahrung in einem exotischen Sektor, weiß ich nicht bei welchen Anbietern ich die Zulassungsvoraussetzungen knacken kann, und die trotzdem ein akkreditiertes Programm anbieten.

 

Ich danke euch für eure Mühe =).


Lukas

 

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vor 7 Stunden, Lukas4386 schrieb:

Durch meinen Nebenberuf (Orchesterleiter) habe ich 6 Jahre Erfahrung im Führungs- und Leadership Bereich, allerdings nicht in meinem Hauptberuf, in dem ich nun seit 2 Jahren angestellt bin. Ich traue mir einen Job im Management Bereich zu, der weniger spezifisches Fachwissen verlangt, aber dafür intensive Führungsqualitäten verlangt.

Führen ohne Richtung (und das ist im Job das Fachwissen) wird nicht gehen. Bitte nicht falsch verstehen: "Intensive Führungsqualitäten" klingt für mich zu sehr nach "Tschaka! Wir können alles erreichen!". So läuft das aber nicht. Und Führung im Orchester ist nun mal etwas anderes als Führung im Job.

 

Du musst als Führungskraft nicht (mehr) bis ins letzte Detail fit sein, aber die ganzen Zusammenhänge musst Du perfekt erkennen und bewerten können. Beispiel: Der Leiter der Buchhaltung muss nicht jeden einzelnen Buchungsschritt am PC selbst ausführen können, aber er muss die Buchungen bewerten können und ggf. gegenüber dem Vorstand auch Vorschläge zur Bilanzpolitik unterbreiten können. Wenn er nur "intensiv führt" und nicht fachlich unterstützen kann, dann braucht man ihn schlichtweg nicht.

Als Führungsperson ist man immer auch auf die Unterstützung seines Teams angewiesen. Diese Unterstützung bekommt man nicht, weil man der Vorgesetzte ist, sondern weil man jedem Mitarbeiter in seiner Arbeit wertschätzt und sich um jeden auch kümmert, der fachliche Unterstützung braucht - d.h. wer fachlich so gar keine Ahnung hat, kann sein Team nicht unterstützen.

 

Natürlich gibt es Chefs, die kaum Fachwissen mitbringen und ganz toll reden können - die werden aber auch schnell wieder gegangen, bzw. nach einer gewissen Zeit belächelt. Es ist nicht auszuschließen, dass man ihn dann auch auf die Probe stellt und ihn bewusst in Fallen laufen lässt. Vielleicht sogar die Fallen selbst aufbaut...

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Naja, Vorwissen habe ich ja schon, eben in der Metall und Holzverarbeitung - vorwiegend Buntmetalle. Deshalb ist das jetzt nicht weniger Wert als ein Handwerksmeister in der Industrie, zumal wir die größte Fertigungsbreite haben dürften. Das mit dem fehlenden Fachwissen verstehe ich und sehe ich genau so - ich denke nur, dass es kein Problem ist sich einzuarbeiten und das Wissen, zumindest so weit wie nötig, nachzuholen. Meiner Meinung nach sind die persönlichen Kompetenzen viel wertvoller, da sie einfach schwieriger zu erlernen sind.

 

Aber das sei mal dahingestellt und im Prinzip auch mein Problem, ob ich am Ende unterkomme. Zunächst war mal die Frage für welche Weiterbildungsmaster ich die Zulassungsvoraussetzungen knacken könnte?

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Die grundsätzliche Frage ist, wohin Sie wollen: in welches betriebliche Umfeld, in welche Position, in welche Branche. Und wie alt Sie sind. Davon hängt ab, welche Akzeptanz Ihr bisheriger Werdegang finden wird. So, wie ich Sie verstehe, kommen Sie aus dem Handwerk. Das ist ja normalerweise kleinteiliger organisiert als ein mittelständisches Unternehmen, geschweige denn als ein Konzern. In beiden Organisationsformen fehlen Ihnen die Erfahrungen. Und die zu haben ist für alles, was Führung angeht, unabdingbar. Da lässt Sie keiner mal ein bisschen "üben".

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vor 3 Stunden, Lukas4386 schrieb:

...Deshalb ist das jetzt nicht weniger Wert als ein Handwerksmeister in der Industrie, ... ich denke nur, dass es kein Problem ist ...... Meiner Meinung nach...

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass es kaum einen interessiert was du denkst. Redest du dir das Ganze vielleicht ein wenig schöner als es ist?

vor 3 Stunden, Lukas4386 schrieb:

Aber das sei mal dahingestellt und im Prinzip auch mein Problem, ob ich am Ende unterkomme. Zunächst war mal die Frage für welche Weiterbildungsmaster ich die Zulassungsvoraussetzungen knacken könnte?

Zum einen ist es relativ vorausschaubar dass es Probleme gibt beim unterkommen, warum also so blauäugig starten?

Mir scheint du suchst hier die Lücke um irgendwie irgendeinen Master machen zu können, schließlich hast du ja schon irgendeinen Meister gemacht. Aber allzu lange darfs auch nicht dauern.

Dann klapper doch mal die Anbieter ab und schau nach wo das geht. Oder du nutzt die Suche.

 

 

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Wie wäre es denn (zunächst) mit einem Bachelor? - Es hat ja durchaus seine Gründe, warum die Hürden beim Master ohne Erststudium eher hoch liegen. Durch deinen Meister könnte dir da eventuell sogar etwas angerechnet werden, so dass sich die Studiendauer verkürzen könnte.

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Wäre natürlich sinnvoll, aber nicht der schnellste Weg zu meinem Wunschziel.
Ich habe 2 Ausbildungen und einen Meister absolviert, da ist die Motivation gering einen grundständigen Bachelor + Master zu studieren - es bleibt zu viel Zeit auf der Strecke. Und ich bin mir sicher, dass meine Kompetenzen + Master für meine Wunschpositionen ausreichen, wenn ich mich in das entsprechende Arbeitsfeld eingearbeitet habe. Da muss sicherlich einiges nachgelernt werden, aber der grundständige Bachelor ist vermutlich viel mehr, als notwendig wäre.

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