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GTI210

Studium ohne Unterstützung des Betriebs / der Firma

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@GTI210 Ich habe zwar immer mit Wissen des Arbeitgebers studiert. Dennoch habe ich keine Hausarbeit oder Thesis mit Einverständnis des AG geschrieben. Ich wollte einfach unabhängig sein.

 

Alle Themen hatten bisher durchaus eine Branchenrelevanz. Beispielsweise weil ich beim Lesen von fachlichen Blogs auf ein Thema gestossen wurde oder ich im Arbeitsalltag auf ein Problem gestossen bin. Die Genehmigung des Themas durch den AG habe ich mir duch Anonymisierung und Pseudonymisierung der spezifischen Daten einfach gespart. Ich hatte einfach kein Bock, dass mir mein Chef da rein redet. Die Dozenten der Uni hatten nie ein Problem damit. Die sind meistens auch froh, wenn sie keine Arbeit mit Sperrvermerk bekommen (so zumindest mein Eindruck aus den Gesprächen).

 

Daher denke ich, dass es zwar schön ist, wenn der AG das Studium unterstützt, aber die eigene Unabhängigkeit auch sehr viel wert ist. Die Ziele von AG (wirtschaftliche Effizienz) und Anforderungen der Uni an die Hausarbeit (wissenschaftlicher Ansatz) können nämlich auch entgegengesetzt wirken und der arme Studi hat zusätzlich zur beruflichen Arbeit und Schreiben der Hausarbeit noch eine Portion Konfliktmanagement auf der to do Liste.

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Ich kann von meiner Seite her berichten, dass ich sehr froh über die Unterstützung meines AG war/bin! Die 2 Praxisbezogenen Hausarbeiten und die Thesis habe ich alle zu relevanten Themen meines Arbeitsumfeldes geschrieben. Die Themen habe ich mir selber zurecht gelegt, um theoretische Ansprüche und Praxisbezug vereinen zu können. Mein Chef hat dann nur das Thema genehmigt, die Durchführung aber komplett mir überlassen. Ich konnte die Ressourcen aus dem Labor nutzen und meinen Chef als fachlichen Korrekturleser einspannen. So konnte ich mich vertieft in einige Themen aus meinem Job einarbeiten, einen Beitrag zu verschiedenen Projekten leisten und meinem Chef zeigen was ich im Studium so lerne.

Der Haken - klar den gibt es. Häufig, wenn ich in Projektmeetings bin (was vor dem Studium nie der Fall war), heisst es jetzt: Wie ist das denn? Du hast da doch ne Arbeit drüber geschrieben.... Man muss also auch nach Benotung der Hausarbeit noch wissen was man da fabriziert hat. :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Klar, Sperrvermerk, Non-disclosure Agreements, das sind alles organisatorische Dinge, die man regeln muss. Bei meiner FernUni gab es da allerdings nie Probleme.

Ausserdem habe ich mich verpflichtet nach dem Abschluss 2 Jahre in der Firma zu bleiben, ansonsten muss ich die Studiengebühren anteilig zurück zahlen. Da ich das Studium ja aber so oder so gemacht hätte und ohne Unterstützung auch selber hätte zahlen müssen, ist das jetzt keine riesen Sache. Klar, ich hätte was von den Steuern absetzten können, aber das ist nach wenigen Monaten, die ich in der Firma bleibe, ausgeglichen.

 

Aber es gibt ja auch viele die etwas studieren, dass nicht direkt mit ihrem Beruf zu tun hat oder eben auch ohne Wissen des AG. Also keine Sorge, das mit der Themenfindung wird sich im Laufe des Studiums finden schätze ich.

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Klingt doof, aber wenn der AG dagegen ist, suche dir einen neuen! Entweder baldmöglichst oder Du machst das Studium ohne Wissen des AG und gehst dann woanders hin. Jeder AG sollte sich freuen wenn die Mitarbeiter auf eigene Kosten sich weiterbilden.

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Zur Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, den Arbeitgeber zu informieren gibt es hier einen FAQ-Beitrag und auch ein Video:

 

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Ich studiere Web- und Medieninformatik bei Springer Campus und arbeite in einem kirchlichen Kindergarten mit Inklusionsschwerpunkt als Bezugserzieher für die Altersgruppe der 3-4jährigen. Da mein Studium inhaltlich nichts mit meinem Beruf zu tun hat, habe ich meinen Arbeitgeber zunächst nicht darüber informiert. Das hatte mehrere Gründe:

- Ein Informatik-Studium hat naturgemäß Mathematik-Anteile. Ich war zwar zu Schulzeiten mit Mathematik gut zurechtgekommen, aber das lag schon eine Weile zurück. Daher war ich mir gar nicht sicher, ob ich den Anforderungen gewachsen sein würde.

- Auch meine Erfahrungen mit Programmiersprachen waren überschaubar. Im Gegensatz dazu waren viele meiner Kommilitonen ausgebildete Fachinformatiker. Ich hielt mich daher für gefährdet, mein Studium abzubrechen.

- Ich hatte auch keine Lust auf Kommentare, dass ich als Kindergärtner mit einem Studium wie Informatik ohnehin überfordert sei. 

 

Meinen Arbeitgeber habe ich erst im letzten Drittel meines Studiums informiert, als absehbar war, dass einige Aussicht bestand, es auch abzuschließen. An diesem Punkt habe ich dann auch die Flexibilität und Unterstützung erhalten, die ich für die letzte Etappe brauchte. Vielleicht wäre das auch früher möglich gewesen. Aber um mein Anliegen selbstbewusst und sachlich vortragen zu können, brauchte ich zunächst eine Sicherheit für mich selbst.

 

All das hat auch mit Erfahrungen aus meiner Jugend zu tun. Mein Vater war nicht einverstanden mit meiner Entscheidung, das Abitur zu machen. Auch meine Berufswünsche fanden nicht seine Zustimmung. Dementsprechend hat er mich in den Jahren der Ausbildung und auch in meinen ersten Berufsjahren mit seiner Schwarzmalerei regelrecht zermürbt. Ich durfte mir z.B. regelmäßig Anekdoten über Leute anhören, die einen pädagogischen Beruf ergreifen wollten und keinen Job gefunden hatten.

 

Letztlich bin ich meinen Weg gegangen. Schwierigkeiten und Rückschläge gibt es in jedem Bildungsweg. Ich habe die Erfahrung gemacht, in solchen Situationen in der Familie wenig Rückhalt sondern eher Entmutigung zu erfahren. Darum habe ich mir bei diesem Studium gut überlegt, wer mich unterstützen würde, und nur solche Personen eingeweiht.

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