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SvenJJ

Eure Einschätzung ist gefragt

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Hallo, ich bin mittlerweile fast 30 Jahre alt. Ich habe in meinem Leben eine kaufmännische und eine technische Ausbildung absolviert. Ich wollte eigentlich schon als 13 jähriger irgendwas mit Computern machen. Leider hat es mit meinem Realschulabschluss nicht geklappt und die Beraterin vom Arbeitsamt meinte "Mach doch was kaufmännisches, da bedienst du auch Computer" gesagt getan - war leider ein Fehler. Dann also nach der kaufmännischen Ausbildung eine technische Ausbildung gemacht. Super! Hat geklappt, gefällt mir, doch der Alltag schreitet vorwärts und man fragt sich "Soll das jetzt schon alles gewesen sein?" Ich habe keine Lust dass es das schon war und ich denke oft an früher "hättest du doch" aber dann denke ich mir es ist auch nicht zu spät. Informatik! Interessiert mich, macht mir Spaß, in Mathematik war ich nicht besonders gut aber ich könnte einen Aufbaukurs belegen. Die Zeit spielt bei mir eigentlich keine Rolle, ich mache das eigentlich nur für mich weil ich es wissen will. 6 Jahre ist eine lange Zeit und ich denke ein Fernstudium verlangt sehr viel Eigendisziplin und die Fähigkeit des autodidaktischen lernens. Aber letztlich... wenn das meiste von mir selbst abverlangt wird warum überhaupt ein Fernstudium anstreben das Geld kostet? Warum nicht einfach allein los starten? Es gibt diverse Angebote wie den "Java Programmierer Zertifikat" oder wie das heißt auf SGD. Gibt es Möglichkeiten bevor man das Studium überhaupt anfängt schon vorzuarbeiten? Ich beherrsche HTML, ein bisschen Objekt Pascal, C# und beschäftige mich momentan primär mit Java. Ich habe die Standard Bücher zum Thema Java und generell programmierung, was soll ich sagen. Es ist neben dem Beruf schwer und braucht alles seine Zeit, die Frage ist brauche ich das Studium um erfolgreich in der Programmierung durchzustarten? Brauche ich es zwingend für einen Job in dieser Branche? Natürlich hat dieses "i do it my way" eine mindestens genauso starke Anziehungskraft wie der Titel "Bachelor" oder "Master of ..."

Ich frage mich nur wie könnte ich weitermachen? Und bringt dieses ominöse Zertifikat überhaupt irgendwas? Ich habe auch gehört da in dieser Branche extremer Mangel herrscht, sogar Headhunter sollen jagt auf Talente machen(wie gesagt alles nur gehört) könnte ich auch als Quereinsteiger sehr guten Fuß fassen, ehrlich gesagt habe ich das aber noch nie probiert. Falls es eine Rolle spielt, Geld ist bei mir kein Problem und vom Typ her bin ich eigentlich auch jemand der wenn er was macht es auch durchzieht.

Bearbeitet von SvenJJ

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vor 26 Minuten, SvenJJ schrieb:

 Ich habe auch gehört da in dieser Branche extremer Mangel herrscht, sogar Headhunter sollen jagt auf Talente machen(wie gesagt alles nur gehört) könnte ich auch als Quereinsteiger sehr guten Fuß fassen,

Ehrlich gesagt halte ich das für sehr unwahrscheinlich. In der heutigen Zeit sucht man Titel eher als Können. Aber das ist nur meine Erfahrung/Meinung.

Wenn du in einem kleinen Unternehmen dich in eine solche Richtung über Zertifikate weiterbildest und eingesetzt wirst kann das funktionieren. Schwer wird es bei einem möglichen Jobwechsel.

 

Zum Informatik-Bachelor habe ich nicht so viel Einblick aber rein "ich kann Programmieren" wird da bestimmt nicht der Hauptinhalt sein.

 

vor 35 Minuten, SvenJJ schrieb:

die Frage ist brauche ich das Studium um erfolgreich in der Programmierung durchzustarten?

Ein Informatiker wird nicht nur den ganzen tag Programmieren. Nach zwei Ausbildungen wird es wahrscheinlich schwer irgendwo als reiner Programmierer unterzukommen.

 

Ich denke du solltest dir erst einmal Gedanken machen was du erreichen willst. Wo soll die Reise hingehen? Nur irgendwas mit Computern wird da echt schwer. Gerade wenn es um die Motivation geht.

 

An deiner Stelle würde ich mal so vor gehen:

Erst mal überlegen was du willst.

Dann informieren was gibt es in dieser Richtung.

Und schließlich welche Anforderungen sind gestellt (zb. beruflich Qualifiziert oder Hochschulreife)

 

Dich hindert nichts irgendein Studium oder Zertifikat anzufangen. Wichtig ist zu wissen wohin es hinführen soll.

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Dieses "irgendwas mit Computern" war als ich 13 Jahre alt war. Ich würde gerne als Programmierer arbeiten, ich arbeite momentan in einem 500 Mann starkem Betrieb. Hier gibt es Maschinen und Anlagen, wir haben dafür extra Elektroingenieure angestellt die die SPS Programmierung aufspielen. Wenn du mich fragst halte ich das ein wenig übertrieben dafür einen ing. zu verlangen. (2 Stück machen nichts anderes als Tag ein Tag aus SPS) Aber nun gut, das ist eben bei uns so. Wir haben auch ein Leitsystem bei uns, mit diesem System steuern die "Operator" (das sind bei uns ausgebildete Meister) die ganzen Anlagen die voll automatisch betrieben werden. Informatiker warten, pflegen und erweitern das Leitsystem. Außerdem kümmern sie sich um die Sicherheit innerhalb unseres Systems. Sie programmieren die ganzen notwendigen Programme zur Bedienung von Maschinen und Anlagen und betten neue Bestandteile ins bestehende System ein. Ich finde diese Tätigkeit doch recht interessant und dort möchte ich dann rauskommen.

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vor 4 Stunden, SvenJJ schrieb:

Es ist neben dem Beruf schwer und braucht alles seine Zeit, die Frage ist brauche ich das Studium um erfolgreich in der Programmierung durchzustarten? Brauche ich es zwingend für einen Job in dieser Branche? Natürlich hat dieses "i do it my way" eine mindestens genauso starke Anziehungskraft wie der Titel "Bachelor" oder "Master of ..."

Ich frage mich nur wie könnte ich weitermachen? Und bringt dieses ominöse Zertifikat überhaupt irgendwas? Ich habe auch gehört da in dieser Branche extremer Mangel herrscht, sogar Headhunter sollen jagt auf Talente machen(wie gesagt alles nur gehört) könnte ich auch als Quereinsteiger sehr guten Fuß fassen, ehrlich gesagt habe ich das aber noch nie probiert. Falls es eine Rolle spielt, Geld ist bei mir kein Problem und vom Typ her bin ich eigentlich auch jemand der wenn er was macht es auch durchzieht.

 

Natürlich ist es neben dem Beruf schwer und natürlich braucht alles Zeit. Das hätte es aber am Anfang Ihres Berufslebens - wenn Sie Abi gemacht und studiert hätten - auch getan. Jetzt haben Sie den Vorteil, dass Sie wissen, wofür Sie lernen und dass Sie das Gelernte in Ihre beruflichen Erfahrungen einordnen können.

 

Sie sind fast 30, Sie haben sich in Sachen Informatik/Programmierung schon eingearbeitet und verfügen also über ein Basiswissen, das Sie in ein Studium einbringen würden. Das macht es schon ein wenig leichter.

 

Ja, Headhunter machen Jagd auf Talente. Die meisten dieser "Headhunter" sind aber keine echten, sondern arbeiten für Personaldienstleister, die keine speziellen Suchaufträge für ein Unternehmen haben, sondern die potenzielle Fachkräfte suchen, die sie Unternehmen auf deren ausgeschriebenen Vakanzen vorstellen können. Ich will das nicht schlecht reden, bestimmt nicht, es gibt auf diesem Weg attraktive Jobs. Aber es sind eben keine Personalberatungen, die für Spitzenjobs (und damit verbundene "Spitzengehälter") suchen. Die suchen in aller Regel gut ausgebildete Fachkräfte und keine Quereinsteiger, die noch keine adäquate beruflichen Erfahrung vorweisen können.

 

Sie sind fast 30, haben also noch über 30 Jahre Berufsleben vor sich. Wollen Sie die mit dem Etikett "Quereinsteiger" verbringen?

 

Was halten Sie davon, sich für einen Studiengang einzuschreiben und parallel dazu zu probieren, irgendwo als Quereinsteiger sich für einen Einstiegsjob im angestrebten Berufsfeld zu bewerben? Wenn es klappt - prima! Dann haben Sie das Praxisfeld zur Umsetzung und Ausweitung Ihrer Kenntnisse 40 Stunden die Woche frei Haus und bezahlt zum Studium on top.

 

Und wenn es nicht klappt mit der Bewerbung? Nun, dann sind Sie auf dem richtigen Weg zu Ihrem Ziel, nicht wahr?

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vor 28 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Sie sind fast 30, haben also noch über 30 Jahre Berufsleben vor sich. Wollen Sie die mit dem Etikett "Quereinsteiger" verbringen?

 

Was halten Sie davon, sich für einen Studiengang einzuschreiben und parallel dazu zu probieren, irgendwo als Quereinsteiger sich für einen Einstiegsjob im angestrebten Berufsfeld zu bewerben? Wenn es klappt - prima! Dann haben Sie das Praxisfeld zur Umsetzung und Ausweitung Ihrer Kenntnisse 40 Stunden die Woche frei Haus und bezahlt zum Studium on top.

 

Und wenn es nicht klappt mit der Bewerbung? Nun, dann sind Sie auf dem richtigen Weg zu Ihrem Ziel, nicht wahr?

 

 

Ja, das stimmt. Mir geht es eigentlich auch wirklich nicht so primär um das Geld. Natürlich! Wenn sich damit mehr verdienen lässt als jetzt sage ich nicht nein. Aber wenn ich nicht zu den Spitzenverdienern gehöre ist das für mich ok. Mir geht es eben hauptsächlich darum um einer Tätigkeit nachzugehen die mich interessiert. Ich möchte einfach mein Arbeitsumfeld ändern.

Das mit dem Quereinsteiger und Studium parallel hört sich natürlich Spitze an. Meine Planung sieht vor das ich im laufe des Jahres einen Termin bei meinem Personalchef mache, ihn von meinem Wunsch zum studieren berichte und natürlich dass ich meinen Arbeitgeber auch künftig weiterhin unterstützen möchte nur diesmal in der Informatik Abteilung und nichtmehr in der technischen Abteilung. Ich hoffe ja dass das gut ankommt, sicher bin ich mir nicht da das Tagesgeschäft eigentlich ein anderes ist. Trotzdem spielt die Informatik ja nahezu überall eine Rolle, gerade in größeren Unternehmen. Deswegen bin ich mir nicht sicher was er sagen wird.

Dieses eine Jahr bis zu dem Termin würde ich gerne schon vorarbeiten. Ich würde gerne schon quasi mit dem studieren anfangen ohne wirklich offiziell begonnen zu haben einfach um dort ein Stückchen weiter zu sein wenns tatsächlich los geht, lernblockaden evtl. puffern zu können. Ich kann hier und da Sprachen, ja, aber mathematisch würde ich mich eher schlecht einordnen. Die Schule ist ja doch etwas länger her und da würde ich zumindest mal einen Auffrischungskurs belegen, bereits vor dem Start des Studiums. Aber wie kann ich mich noch vorbereiten? Ich habe den Plan der Unterrichtsfächer schon mal gesehen aber wie ich genau dafür vorlernen soll weiß ich noch nicht. Grob von jedem Thema ein Buch zu kaufen um drauf los zu lernen scheint mir ein bisschen planlos?

Um nochmal auf die Idee mit dem Quereinstieg zu kommen, bei uns wurde es zB. häufiger gemacht wenn ein Mitarbeiter eine Meisterschule besucht hat, wurde er bereits vor bestehen der Meisterprüfung als Meister angestellt. Man ging quasi davon aus "och der schafft den Meister ja sowieso, das ist jetzt nurnoch Papierkram den man später noch regeln kann". Ich hoffe dass es beim Studium auch so ist, dass die ab einem gewissen Punkt sagen "der Abschluss ist ja jetzt eigentlich nurnoch Formsache, der darf schon mal in der Abteilung anfangen" damit ich eben auch für dieses Studienpraktikum einen Nachweiß hab. Ich bräuchte ja keines wenn ich bereits in dem Tätigkeitsfeld arbeite.

Aber wie gesagt, bei dieser Variante hängt auch viel vom Personalchef ab, aber ich dachte probieren kann mans ja. Mehr wie nein sagen kann er nicht.

 

 

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Nur zur Klarstellung: Bei der SGD kannst du kein akademisches Studium machen, welches zu einem Bachelor oder Master führen würde, sondern du kannst dort Weiterbildungen machen.

 

Was für einen Schulabschluss hast du denn? Und was für eine Tätigkeit machst du aktuell?

 

Wie kommst du auf diese sechs Jahre? Für was sollen die sein?


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Über mich: markus-jung.de

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Das liest sich sehr gut überlegt, was Sie da schreiben. Nur: Warum wollen Sie den Studienbeginn davon abhängig machen, was der Personalchef sagt?

 

Ich denke, Mathe ist (wenn ich hier so herumlese) das Fach, mit dem sich die meisten Studenten ohne Abitur schon ein bisschen schwer tun. Da sich drauf zu stürzen als Vorbereitung und Vorbereitungskurse zu machen, ist sicher hilfreich. Und dann schauen, wie es so läuft damit.

 

Und wenn es läuft - anfangen mit dem Studium. Und im geplanten Gespräch dem Personalleiter ggf. erzählen, dass Sie angefangen haben.

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Zitat

Nur zur Klarstellung: Bei der SGD kannst du kein akademisches Studium machen, welches zu einem Bachelor oder Master führen würde, sondern du kannst dort Weiterbildungen machen.

 

Ich kenne eine Schule die in Kooperation mit der SGD arbeitet. Es gibt Pflichtveranstaltungen, Pflichtpraktika und ganz normale Prüfungen. Die 6 Jahre habe ich aus den Angaben die auf der Homepage der Schule stehen.
Ich hatte damals den Realschulabschluss, habe dann eine Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel gemacht und dann nochmal eine Lehre im technischen Bereich. Ich habe die Zugangsberechtigung um 2 "Probesemester" als Gast zu studieren. Habe ich die 2 Semester erfolgreich absolviert und es gab Leistungstechnisch nichts auszusetzen wird mehr der Studentenstatus anerkannt und ich bin nicht länger nur "Gast".

 

Zitat

Das liest sich sehr gut überlegt, was Sie da schreiben. Nur: Warum wollen Sie den Studienbeginn davon abhängig machen, was der Personalchef sagt?

 

Das will ich nicht, aber vielleicht ist er angetan von der Überlegung. Wenn er das ist wäre

vieles viel einfacher, wenn er das nicht ist, muss ich es eben auf einem anderen Weg machen. Aber der Weg über den Personalchef ist mir eben der liebste und fragen kostet nichts.

 

Zitat

da du anscheinend nicht unter Zeitdruck stehst, würde ich folgendes versuchen

 

Wow! Vielen Dank, das hilft mir.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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