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Warum Studenten ihr Studium abbrechen


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Optimale Auslastung der begrenzten Ressource Studienplätze wäre natürlich wünschenswert. Dafür müssten sich alle Studienanfänger beim ersten Versuch richtig entscheiden. Für viele Schulabgänger ist die Entscheidung für einen Studiengang die erste bewusste Weichenstellung für die eigene Zukunft. So gesehen finde ich es eigentlich schon erstaunlich, dass mehr als zwei Drittel "beim ersten Schuss treffen".

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"Sieben" scheint mir eher ein anitquirtes Verhalten. Heute kann jeder alles studieren.

 

Ich hab Mitabeiter und Kollegen, die Fachabi haben, kein Wort Englisch können und an einer Bezahlhochschule einen MAster in der Informatik bezielen könnte ...

Sowie zum Thema "Sieben".

 

Dass viele Abbrechen ist doch nachvollziehbar. Die meisten träumen von großen Karrieren und müssen dann an der Uni feststellen, dass sie nicht mal die Minimalanforderungen erfüllen.

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vor 3 Minuten, skyline1234 schrieb:

 

Ich hab Mitabeiter und Kollegen, die Fachabi haben, kein Wort Englisch können und an einer Bezahlhochschule einen MAster in der Informatik bezielen könnte ...

Sowie zum Thema "Sieben".

Aha. Auch xy muss im Zweifel was nachweisen UND in Deutschland ist für viele Master Englisch nicht Pflicht, das hat mit Privaten Hochschulen herzlich wenig zu tun. 

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Am 5.10.2018 um 22:23 , der_alex schrieb:

Es wurde schon immer viel gesiebt, gerade in den technischen Fächern. Dann sind Anfangs 400 im Saal und 1 Jahr später nur 100 und es kommen dann nur 40 fertige Akademiker raus nach 5 Jahren. Rest hat abgebrochen.

 

Das ist nicht nur ein Privileg der technischen Fächer ;-) , habs selber bei meinem Studium (Geschichte) an der OU miterlebt das sehr viele (aus unteschiedlichen Gründen) abgebrochen haben.

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Am 15.10.2018 um 12:53 , Azurit schrieb:

Ich bin mir daher sicher, dass eine Vereinfachung und Eindeutigkeit im Bezug auf die Namensgebung der Studiengänge die Abbrecherquote signifikant senken würde. Bei uns in der Uni sieht es nämlich ähnlich aus, Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie klingt super, wenn man dann mal studiert, merkt man, dass man Agrarwissenschaften macht und gerade in den ersten Semestern mit dem "spannenden Thema" nichts zu tun hat.

 

Blöde Frage: lässt sich nicht der Inhalt des Studiums herausbekommen, indem man sich mal intensiv die Modulbeschreibungen, Prüfungsordnungen etc. durchliest? Ich meine, ich glaube nicht, dass es explizit am Namen des Studiengangs liegt, oder? M.E. gibt es da durchaus Möglichkeiten, sich vorher schlau zu machen und - ggf. - zu "desillusionieren"?! Man korrigiere mich bitte wenn ich mich da irren sollte.

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Am 15.10.2018 um 12:53 , Azurit schrieb:

Zunächst gibt es bei der Entscheidung für einen Studiengang für jeden jungen Menschen diverse Probleme. Man muss wissen, welche Interessen, Fähigkeiten und Ziele man hat. Man muss wissen, welcher Lerntyp man ist. Man muss wissen, was es überhaupt gibt. Man muss wissen, was man damit später anfangen kann und ob einem eine solche Arbeit überhaupt Spaß machen würde. Den meisten Schülern ist hier gar nicht bewusst, dass sie Defizite haben - und wenn, dann fehlt häufig die Motivation oder die Möglichkeit, diese Defizite auszugleichen.

 

Und da sehe ich persönlich auch das größte Problem. Junge Menschen wissen durch die viele Auswahl einfach nicht mehr was sie wollen. Bzw. sind heute allgemein nicht mehr zu einem Entschluss fähig.

Da sagen sie heute "Ja das ist es".  Und nach ein paar Tagen wird schon wieder an der Entscheidung gezweifelt.

 

Wieso wird sich nicht mehr hingesetzt und im Vorfeld genau überlegt was passen könnte und ein Plan

für die nächsten Jahre geschmiedet.

 

Und gerade dadurch, dass das Studium nach dem Abitur sozusagen "kostenlos" ist, wird dieses immer mehr dazu missbraucht, dass man jahrelang herum probiert und zig mal wechselt, oder sollte der Abschluss näher kommen sich treiben lässt, weil ja dann wieder eine neue Entscheidung fällig ist. Also entweder Master ja, oder nein. 

Oder einen Arbeitgeber suchen. So kann man die nächste Entscheidung ein wenig hinauszögern.

 

Früher konnten sich die Leute doch auch entscheiden und sie haben es an einem Stück durchgezogen. 

Beim Thema Ausbildung steht doch auch die Auswahl zuvor und dann die Bewerbung bei einem Arbeitgeber.

 

Vielleicht sollte man auch einmal wieder an der Vielzahl an Studiengängen etwas machen. 

Ich fand auch einen Diplomstudiengang besser. Man beginnt einmal ein Studium und war danach zu 100 Prozent fertig. Und nicht wie heute mit dem Bachelor so halb. Also immer das Gefühl als müsste man noch etwas machen.

Und beim Master kommen dann wieder übertrieben gesagt tausende Studiengänge zur Auswahl.

 

Es wäre doch ein kompletter Kernstudiengang in einem Bereich besser.  Also Beispielsweise Elektrotechnik  und im Hauptstudium gibt es noch zahlreiche Vertiefungsrichtungen welche man sich für die eigene Interesse und Eignung auswählen könnte. 

So wäre die Grundauswahl geringer, aber man wäre am Anfang noch nicht festgelegt und könnte sich im 

Hauptstudium noch entwickeln.

 

Und das ist sicherlich auch der Grund, wieso die Abbrecherquote im Fernstudium gering/Geringer ist. 

Die Leute lesen die Beschreibungen und Module durch. Informieren sich zuvor und nach der Anmeldung wird durchgezogen.

Oftmals geht es halt dann auch nicht mehr anders, wenn nach kurzer Zeit ein paar tausend Euro weg sind.

 

Und ich sehe es auch als großen Fehler an, dass man kontinuierlich das Niveau senkt. Besonders spürbar ist es halt erst seit 2015, mit dem großen Fehler mit der Flüchtlingskrise. Die wenigstens waren Kriegsflüchtlinge und der Kanzlerin wurde ja direkt eingeredet, dass wir ganz panisch Fachkräfte benötigten. Erst dann hat man gesehen, dass durch fehlende Schulbildung, fehlende Sprache und Vorwissen eine Berufsausübung unmöglich ist. Und jetzt will man durch die Senkung des Niveaus schnell schnell ein paar Millionen fit für die Arbeitswelt machen. Und am besten alle mit Abitur und Studium....

Gibt ja zu diesem Thema genug Dokumentationen, wie es aktuell an Schulen zu geht. 

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vor 2 Stunden, HappyMogry schrieb:

Blöde Frage: lässt sich nicht der Inhalt des Studiums herausbekommen, indem man sich mal intensiv die Modulbeschreibungen, Prüfungsordnungen etc. durchliest? Ich meine, ich glaube nicht, dass es explizit am Namen des Studiengangs liegt, oder? M.E. gibt es da durchaus Möglichkeiten, sich vorher schlau zu machen und - ggf. - zu "desillusionieren"?! Man korrigiere mich bitte wenn ich mich da irren sollte.

 

Erinnere dich mal an deine eigene Zeit mit 16/17. Da lässt man sich sehr schnell von "coolen" Namen beeinflussen. International Business klingt nunmal cooler wie BWL; Life Science cooler als Chemie. Wusstest du in dem Alter schon, dass das Ding "Modulhandbuch" und "Prüfungsordnung" heißt? Zusätzlich empfehle ich mal, diese Dinge auf den Homepages von Hochschulen zu finden, ohne mit diesen Namen zu googeln. Das ist bei allen Hochschulen irgendwo anders auf der Homepage, bei manchen überhaupt nicht (selbst mit Google nicht zu finden!) und meistens sehr versteckt. Zudem sind die Abweichungen in vielen Studiengängen vom Modulhandbuch sehr drastisch (z.B. Chemie Uni Stuttgart - da hat die Vorlesung und Prüfung häufig höchstens ansatzweise mit den Themen im Modulhandbuch zu tun). Und natürlich sind die Hochschulen auch nicht dumm und geben auch Modulen "coole" Namen...

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vor 42 Minuten, andreas1983 schrieb:

Wieso wird sich nicht mehr hingesetzt und im Vorfeld genau überlegt was passen könnte und ein Plan

für die nächsten Jahre geschmiedet.

 

Früher konnten sich die Leute doch auch entscheiden und sie haben es an einem Stück durchgezogen. 

Beim Thema Ausbildung steht doch auch die Auswahl zuvor und dann die Bewerbung bei einem Arbeitgeber.

 

Also ich glaube nicht an "früher war alles besser."

 

Planlosigkeit im jungen Alter ist nichts Neues, sondern wird nur sichtbarer, weil man heutzutage etwas, das man nicht mag, tatsächlich abbrechen kann. "Früher" (wann genau meinst du?) gab es diese Möglichkeiten einfach nicht. Da hat man von seinem Beruf aber auch nicht so viel Erfüllung und Selbstverwirklichung erwartet, wie Leute das heutzutage tun.

 

"Überlegen was passen könnte", ja, schön und gut, aber feststellen, ob das wirklich passt, kann man doch erst mit Erfahrung. Die jungen Leute, die ich kenne, überlegen sich alles Mögliche und stellen dann halt in der Realität fest, dass es doch anders ist, als sie es sich gedacht haben.

 

vor 42 Minuten, andreas1983 schrieb:

Vielleicht sollte man auch einmal wieder an der Vielzahl an Studiengängen etwas machen. 

Ich fand auch einen Diplomstudiengang besser. Man beginnt einmal ein Studium und war danach zu 100 Prozent fertig. Und nicht wie heute mit dem Bachelor so halb. Also immer das Gefühl als müsste man noch etwas machen.

 

Da stimme ich zu, allerdings hängt die Vielzahl der Berufe ja auch mit der veränderten Arbeitswelt zusammen. Es ist heutzutage viel wichtiger geworden, flexibel zu sein, es gibt viele Schnittstellenberufe, viele Menschen wechseln im Laufe ihre Lebens ihre Tätigkeiten oder die Branche. Da ist es gewissermaßen doch normal, dass auch die Ausbildungswege vielfältiger und unübersichtlicher werden. Und man ist eben heute nicht mehr "zu 100 Prozent fertig" nach dem Studium, sondern muss sich kontinuierlich weiterbilden. Trotzdem, ich fände eine Vereinfachung auch besser, hat ja Azurit oben auch schon vorgeschlagen.

 

vor 42 Minuten, andreas1983 schrieb:

Und das ist sicherlich auch der Grund, wieso die Abbrecherquote im Fernstudium gering/Geringer ist. 

Die Leute lesen die Beschreibungen und Module durch. Informieren sich zuvor und nach der Anmeldung wird durchgezogen.

 

Ist das wirklich so? An der Fernuni Hagen sind die Abbrecherquoten extrem hoch. Außerdem denke ich, dass das eher was mit dem Alter zu tun hat und damit, dass Fernstudierende meist schon einen Beruf haben und daher eher wissen, was sie wollen.

 

Und diese Kreativität, mit der alles und jedes mit der Flüchtlingsfrage verbunden wird, ist ja echt abenteuerlich.

 

vor 42 Minuten, andreas1983 schrieb:

Und ich sehe es auch als großen Fehler an, dass man kontinuierlich das Niveau senkt. Besonders spürbar ist es halt erst seit 2015, mit dem großen Fehler mit der Flüchtlingskrise.

 

Wer ist denn "man"? Wie ich hier schon mal geschrieben habe, die Politik kann das Niveau der Ausbildung nur sehr indirekt beeinflussen. Möglicherweise sinkt das Niveau (Beweise?), aber dann ist das ein komplexer Prozess, keine absichtliche Entscheidung irgendwelcher ominöser Personen.

 

vor 42 Minuten, andreas1983 schrieb:

Gibt ja zu diesem Thema genug Dokumentationen, wie es aktuell an Schulen zu geht. 

 

 

Diese - meist reißerischen - Dokumentationen gibt es schon lange. Erinnert sich z.B. jemand an die Rütlischule? Die PISA-Krise? Dass an Schulen angeblich alles schrecklich ist, ist nun wirklich kein neues Thema, sondern wird seit mindestens zwei Jahrzehnten durch's Dorf getrieben.

 

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