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Einführung von Berufsbachelor und Berufsmaster

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Am 9.11.2018 um 11:56 , ExReWe87 schrieb:

Kennt sich jemand mit Abschlüssen im Ausland aus? Gibt es dort auch die Mehrfachverwendung von Begriffen wie Bachelor oder Master ohne akademischen Hintergrund?

 

In den USA gibt es sowas nicht wirklich. Hier hat man entweder einen akademischen Abschluss oder gar keinen. Es gibt nur einen 2-jaehringen collge Abschluss genannt "Associates degree", oder einen Bachelor der in der Regel entweder 3 oder meistens 4-jaehrig ist.

 

Zum Beispiel ist eine Krankenpflegerausbildung (RN = registered nurse) hier ein 4-jaehriges college Studium.

Wobei man fuer den Rettungsdienst oder Krangenpflegeassistenz (CNA = certified nurse assistant) nur eine kurze Schulung mitmacht (kann 4-6 Wochen dauern) und dann eine Lizenzpruefung ablegt und arbeiten gehen kann.

Weitere Beispiele sind beauty school oder massage school wo man eine wenige Monate dauernde Schulung besucht, oft 4-10 Monate, und dann eine Pruefung zum licensed cosmetologist oder licensed massage therapist macht, die zur Arbeit berechtigt. Aber davon gibt es nicht so viele. Und ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube man kann oft die Lizenz Pruefungen auch ohne Schul-Weg ablegen wenn man bereits frei von sich genug Berufserfahrung und Sachwissen hat. 

 

"Entry level" Buero-, Einzelhandels-, oder Gastronomie-Berufe usw, die in Deutschland eine Ausbildung vorraussetzen, werden hier weitgehend ungelernt angestellt. Oder es wird in der Stellenanzeige geschrieben, was fuer ein college Studium und wie viel Berufserfahrung erwartet/gewuenscht wird. 

 

 

Bearbeitet von dievicky

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Einige Überlegungen dazu habe ich jetzt nochmal in einem Video zusammengefasst:

 

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Zitat

... Abschlüsse sollen künftig die Bezeichnungen „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“, „Bachelor Professional“ oder „Master Professional“ tragen. Die Gleichwertigkeit von beruflicher Fortbildung und Studium wird dadurch verdeutlicht....

Zitat

...Jede dieser Stufen erhält eine einheitliche Abschlussbezeichnung: Geprüfte/r Berufsspezialist/in, Bachelor Professional oder Master Professional. Durch die attraktiven, international anschlussfähigen Abschlussbezeichnungen wird ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gesetzt... 

Zitat

...Die Fortbildungsabschlüsse nach dem Berufsbildungsgesetz und die hochschulischen Abschlüsse sind verschiedenartig, da die einen der höherqualifizierenden beruflichen Bildung und die anderen der akademischen Hochschulbildung zugehörig sind. Die neuen Abschlussbezeichnungen machen aber deutlich: Abschlüsse der beruflichen Fortbildung sind den Hochschulabschlüssen gleichwertig.
...
Durch die in der Novelle vorgesehenen beruflichen Abschlussbezeichnungen wird eine ausreichende Differenzierung zu den hochschulischen Abschlüssen gewährleistet. Durch den auf die berufliche Bildung hinweisenden Zusatz „Professional“ wird eine Verwechslung mit hochschulischen Abschlüssen ausgeschlossen.

 

🙄🙄🙄

Entschuldigung aber ich glaube mir gehen diese rollenden-Augen Smileys aus 

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Hallo,

 

ich stecke grade mitten im Studiengang Bachelor of Law und frage mich grade, wieso ich nicht einfach einen Fachwirt auf meine Berufsausbildung gesetzt habe, der in 2 Jahren erledigt gewesen wäre, nur leider bisher in vielen Kanzleien belächelt wird. Das war der Grund, mich doch noch, trotz Berufstätigkeit und Familie für ein Studium zu entscheiden. Und jetzt ist das alles gleichwertig? Finde ich für mich gerade schwierig nachzuvollziehen. Vor allem, wo ich im Studium Vorleistungen aus der Berufsausbildung oder vielmehr "nicht universitäre Prüfungen" nicht mal ansatzweise anerkannt bekomme. Im handwerklichen Bereich mag es ja sein, dass hier auch das Gehalt eines Meisters schon lange an das Gehalt eines Bachelors heranreicht. So habe ich das in meinem Berufsfeld aber gerade nicht erlebt. Und ich glaube auch nicht, dass die reine Umbenennung dazu führt, dass dort besser bezahlt wird. Vielmehr habe ich gerade das Gefühl, dass der mir bevorstehende Abschluss abgewertet wurde. 

Aber vielleicht liege ich da auch ganz falsch....😏

 

 

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Eine solche Gleichwertigkeit wird es auch durch die Umbenennung der beruflichen Weiterbildungen nicht geben. Es wird nur eher mal zu Verwechslungen, Missverständnissen und falschen Erwartungen kommen.

 

Eine Anwaltskanzlei wird bei den Einstellungen sicher aber auch künftig zwischen einem Bachelor of Laws und einem Bachelor Professional unterscheiden und es steht ja im Lebenslauf auch jeweils das Weiterbildungsinstitut, woraus spätestens dann ersichtlich ist, ob es sich um eine Hochschule gehandelt hat.

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