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Zwuckel

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@Zwuckel

 

Da du jetzt deine Diagnose hast würde ich sagen, dass du erst mal dich behandeln und medikamentöse einstellen lässt. Wenn danach dann etwas Ruhe und Ordnung im Kopf herrscht kannst um deine Karriereplanung kümmern. 

 

Die meisten ADHS Betroffene die ich kenne ( ich arbeite u.a. in der Suchtmedizin) haben Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte- falls bei dir auch der Fall sein sollte, dann lass dir da helfen (und Entschuldigung falls ich dir etwas unterstelle).  

Ansonsten ich muss sagen, ich kann absolut verstehen, dass du schnell unterfordert und gelangweilt bist. Ich habe auch verschiedene Ausbildungen und abgebrochene Studiengänge hinter mir, und frag lieber nicht nach wie viele Stellen ich schon gewechselt habe....und egal was ich beruflich mache...ich bin immer schnell gelangweilt,  die Lösung gegen die innere Ruhelosigkeit ist/ war das ich verschiedene Jobs habe und auch Projekte nebenher, das hält mich geistig eingespannt und entspannt :) 

Was deine Eingangsfrage angeht, vielleicht wäre ein duales Studium etwas für dich, nicht zu viel Blabla, viel Praxis und es gibt ein wenig Gehalt während des Studiums. 

 

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vor 3 Stunden, Zwuckel schrieb:

Also ist ein Studium in meinem Alter ohne vorhergende "Karriere" nicht nützlich?

 

Nein, so ist das nicht. Aber Sie haben doch im Grunde wenig Vorstellungen: weder von den Inhalten eines Studiums, für das Sie sich entscheiden wollen, noch von dem, was Sie in Zukunft beruflich tun wollen. Erst wenn Sie das für sich klar haben und dann die Entscheidung für ein Thema treffen, dann hat das Ganze Aussicht auf Erfolg.

 

Und hüten Sie sich davor, den "Generalisten" in sich überzubewerten. "Generalist" ist man selten am Anfang seines Berufslebens und als "Generalist" wird man in der Regel auch nicht eingestellt. Höchstens als "Mädchen für alles". Aber ich glaube nicht, dass Sie das wollen.

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ADHS'lee sind sehr ambivalent. Ich oute mich damit einmal. Wenn es bisher gefiel, rannte ich voll auf etwas los. Gegenwart kamen nie an. Da man dann meist gelangweilt ist, es an Konzentration fehlt und das Ziel in die Ferne rückt, statt in die Nähe, wechseln ADHS'ler mal schnell den Beruf oder werfen alles einfach mal so hin, weil der Arbeitsaufwand nicht den real erbrachten Leisungen entspricht. Eine Art manische Phase halt. 

 

Ich bekomme Medikinet. Es tut mir gut!  Ich bin etwas bedachter und rennne nicht mehr mit Volldampf los. 

 

Ich habe 1 1/²  Jahr überlegt, ob ich das schaffe und wo / mit wem ich mein Ziel erreichen kann. 

 

Vor 7 Monaten begann ich dann step by step an, meine Unterlagen zum Einschreiben vorzubereiten. Jedes Mal fragte ich mich dabei ehrlich, ob ich das genau so will. So geduldig war ich noch nie in meinem Leben. 😊  Bewusst wählte ich ein Teilzeit Studium, um den inneren Druck so niedrig wie möglich zu halten. 

Jetzt so nach fast 9 Wochen empfinde ich meine Entscheidung immer noch als richtig. Ich gehe damit meinen Schritt und vermeide Überforderung. So erhalte ich mir den Spass am Studieren. 

So wie es @KanzlerCoaching ansprach, ist das Ziel wichtig. Wo will man hin. Der Weg wird sich dann finden. Auch was. Ich bekomme oft mit, dass Studenten auch mal flux den Studiengang wechseln. Ohne meinem Ziel habe ich keine Richtung, in welche ich laufen kann. 

Daher lasse dein Ziel vorher in dir reifen, bevor du los marschierst. Dann hast du bessere Chancen es auch zu beenden. Wichtig ist auch dein Lerntempo. Willst du Ergolg erzwingen, weil du gleich inndie Vollen gehst, schiebt dich die Ambivalenz dann zum unterbrechen. 

Also Ziel und parallel Vorbereitung auf das Studium. So kannst du dich selbst prüfen, ob du es wirklich willst und vor allem durchhälst. 

Gehe es bewusst langsam an. 

Es erhält dir die Freude und somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du es auch durchhälst. 

Wer langsam geht, kommt auch ans Ziel. 

 

 

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Hallo zusammen,

 

Dann schließe ich das mal ab. Vielen Dank an alle Antworten.

 

vor 20 Stunden, Bilala schrieb:

@Zwuckel

 

Da du jetzt deine Diagnose hast würde ich sagen, dass du erst mal dich behandeln und medikamentöse einstellen lässt. Wenn danach dann etwas Ruhe und Ordnung im Kopf herrscht kannst um deine Karriereplanung kümmern. 

 

Ja. Ich warte jetzt erstmal ab. Vielleicht ist es ja so dass mehrer Projekte am sinnvollsten sind. Drogenmissbrauch ja, aber hab ich schon hinter mir gelassen. War jetzt auch nichts sonderlich wildes.

 

Duales Studium werde ich dann nochmal in Zukunft näher betrachten, wenn Therapie, Coaching und Medis abgeklärt sind.

 

 

vor 14 Stunden, Vitamin schrieb:

ADHS'lee sind sehr ambivalent. Ich oute mich damit einmal.

 

Schön zu hören dass die "manischen" Phasen nicht nur bei mir existieren. Ich bin tatsächlich zum Therapeuten weil ich dachte ich bin bipolar.

 

Auch schön zu hören dass die Medikamente auch mehr können als sich "nur" besser zu konzentrieren. Ich muss leider noch bis Februar warten.

 

Gut geschrieben mit vielen Tipps, bei denen ich jetzt schon weiß dass Sie mir helfen werden. Zielsetzung ist allerdings schwer, manchmal gibt es kein Ziel sondern einfach nur das laufen.

 

Also, nochmal vielen Dank an alle!

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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vor 23 Stunden, Zwuckel schrieb:

Ich habe gedacht dass Firmen wie die AKAD und die Euro FH die Inhalte des Studiengangs, quasi durchgekaut in Studienbriefen anschaulich aufzeigen und dadurch dann auch die Struktur geben in welche Reihenfolge gelernt wird etc.

 

Lernzeiten, Lernmethoden, Reihenfolge der Bearbeitung, Verteilung der Zeit und setzten von Schwerpunkten, alles das ist von dir selbst zu organisieren.

 

Die Studienbriefe sind didaktisch aufbereitete Lernmaterialien und unterstützten dabei, das ist richtig. Dennoch ist auch da mitunter und ganz bestimmt für die wissenschaftlichen Arbeiten innerhalb des Studiums Zusatzliteratur notwendig und wiederum das Thema von dir zu strukturieren und der Umfang und die Tiefe der Bearbeitung festzulegen.

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Konzentriere dich zuerst voll und ganz auf deine Therapie! Und komme erst mal gesundheitlich auf ein Level, das über mehrere Monate einigermaßen stabil ist.

 

Ich selbst bin auch noch in Therapie und auf Medis, aber mittlerweile so gut eingestellt, dass ich mir das Studium auch WIRKLICH zutraue. Ich habe mich auch ganz bewusst für ein Teilzeitstudium entschieden, das nimmt sehr viel Druck raus. Auch für den Fall, das mal wieder schlechtere Zeiten kommen.

 

Da du gern Erb wenig Blabla, aber dafür Praxisbezug magst, würde ich dir so spontan auch ein duales Studium empfehlen. 

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