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dievicky

Kann mich nicht entscheiden - Fernstudium aus dem Ausland

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Hallo zusammen,

 

ich bin 29 Jahre alt, habe drei kleine Kinder, und bin seit Jahren nur Mutti von Beruf. Ich habe ein deutsches Abitur mit Leistungskursen Mathe und Englisch, und wohne seit 7 Jahren in den USA. Das heisst natuerlich das meine Englisch Kenntnisse ziemich perfekt sind, allerdings mein Deutsch sich ein wenig bescheiden anfuehlt, also verzeiht mir alle grammatikalischen Komischheiten ;-)

 

Also. Wir wollen nicht in Amerika bleiben. Der Plan ist entweder nach Deutschland, oder Spanien oder Neuseeland. Crazy, weiss ich, so sind wir halt ha.

 

Deswegen interessiere ich mich fuer ein Fernstudium. Ich habe nach meinem Abitur rumstudiert, nichts abgeschlossen und dann geheiratet und bin halt Mutter gewesen, moechte das aber natuerlich gerne aendern.

 

Aber entscheiden kann ich mich nicht! Und ich bin mit dem deutschen/europaeischen Arbeitsmarkt ueberhaupt nicht mehr vertraut. Ich wuerde mich ueber eure Meinungen sehr freuen!

 

Ich interessiere mich am meisten fuer den Studiengang Ernaehrungswissenschaft (Bachelor of Science) an der IUBH. Aber wie gut sieht es da aus, einen Job zu finden, und wuerde das gut genug bezaht? Wir haben immerhin drei Kinder zu fuettern ha. 

 

Ansonsten bin ich immer gut mit Zahlen und Geld gewesen. Also koennte ich mir Mathematik oder Finanzmanagement vorstellen.

 

Und ein Informatik Studium wuerde wahrscheinlich ein gutes Gehalt garantieren aber naja ich weiss nicht. Ich hatte 5 Jahre Informatik Unterricht im Gymnasium und ich fand das ok aber ich weiss nicht ob ich mich so dazu berufen fuehle. Aber gutes Geld verdient man natuerlich. Hmm

 

Hilfe!!

 

 

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Was hast du denn zwischen Abitur und Mutter sein gemacht? Welche Studiengänge hast du probiert und aus welchen Gründen hast du sie abgebrochen? Hast du auch schon irgendwelchen praktischen Berufserfahrungen sammeln können?

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vor 2 Stunden, Markus Jung schrieb:

...Hast du auch schon irgendwelchen praktischen Berufserfahrungen sammeln können?

 

Direkt nach dem Abitur habe ich ein Semester Mschinenbaut studiert, also Mathematik I mit note 1 abgeschlossen, Grundlagen Maschinenelemente und Konstruktion, Technische Grundlagen. Waerend des Studiums habe ich angefangen freiberuflich als Uebersetzer zu arbeiten und damit ziemlich gut verdient und habe dann den Studiengang Wirtschatsuebersetzer angefangen, dann aber meinen Mann kennengelernt und mit ihm in die USA gezogen und sofort eine Familie gegruendet.

Mein Mann verdient ziemlich gut und da child care hier so teuer ist (im Durchschnitt $800 pro Monat, pro Kind, also rund $2500 pro Monat) verdient man als Frau sowieso wenig oder gar nichts nach den Steuern und der Kinderkrippe und man muss 6 Wochen nach der Geburt auch wieder zur Arbeit. Daher bin ich dann Zuhause geblieben. Es gibt immernoch keinen Druck, eine Karriere zu beginnen, aber es macht natuerlich Sinn. Wenn ich einen Wirtschaftsingenieur machen wuerde, koennte ich mir einiges anrechnen lassen aber ich glaube, dass ich mich gern umorientieren wuerde.

 

Ich glaube die wirkliche Frage ist: Sehen die Chancen fuer einen relativ gut bezahlten Arbeitsplatz mit dem Studiengang Ernaehrungswirtschaft gut aus oder ist das eher Wunsch-Denken und interessant aber nicht so nuetzlich?

Bearbeitet von dievicky
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Ein erster Anhaltspunkt könnte eine Suche bei BerufeNet sein. Das ist ein Dienst der Arbeitsagentur, der Informationen über Berufe bietet, zum Beispiel zum Ausbildungsweg. Im Reiter "Perspektiven" kann man sich über Beschäftigungsmöglichkeiten mit bestimmten Abschlüssen informieren. Zu manchen Berufen sind auch Arbeitsmarktstatistiken abrufbar. Interessant wäre z.B. die Arbeitslosenquote in bestimmten Berufen. Liegt die deutlich höher als der Schnitt, dann zeigt das ja, dass es Arbeitswillige aber nicht entsprechend viele offene Stellen gibt.

 

Wenn ich da z.B. Ernährungsberater eingebe, sehe ich eine Arbeitslosenquote, die mir für Deutschland hoch vorkommt. Ich sehe auch, dass der Anteil der Beschäftigten mit Bachelorabschluss recht klein ist, aber in den letzten Jahren gewachsen ist. Mit einem Abschluss in Ernährungswissenschaften gibt es natürlich verschiedene berufliche Optionen.

 

Man kann BerufeNet nutzen, um in einem ersten Schritt zu recherchieren, was Leute mit einem Abschluss in einem Studienfach überhaupt für Tätigkeiten ausüben. Dann kann man versuchen, die Perspektiven dieser Tätigkeiten zu erkunden. Ergänzend könnte man in der Jobbörse der Arbeitsagentur und in anderen Job-Portalen nach entsprechenden Stellen suchen. (Viele Arbeitgeber vermeiden es, offene Stellen der Arbeitsagentur zu melden.) Auf diese Weise könntest Du von den USA aus zumindest einen Eindruck davon bekommen, was für Stellen hier in Deutschland in den von dir anvisierten Berufen angeboten werden.

 

Man kann einem bestimmten Studienabschluss nicht pauschal Berufschancen zuordnen. Die Chancen schwanken von Land zu Land, von Region zu Region, von Branche zu Branche und natürlich im Laufe der Zeit. Insofern wäre es für eine langfristige Investition wie ein Studium durchaus hilfreich, wenn Deine Zukunftspläne etwas konkreter würden. Deutschland, Spanien oder Neuseeland - das ist für deine Fragen nicht nebensächlich. Wenn das von Deiner Seite aus vage bleiben muss, dann musst Du damit leben, dass auch die mit einem Studium verbundenen Chancen und Möglichkeiten vage bleiben. Zu bedenken ist auch, dass ein Studium allein noch nicht unbedingt für bestimmte Berufe qualifiziert.

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Je mehr ich darueber nachdenke, und mir immer wieder die Modul Faecher anschaue, ist der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen wahrscheinlich doch am besten fuer mich geeignet. Ich kann mir viele Module anerkennen lassen, was den Arbeits-, Kosten- und Zeitaufwand natuerlich verringert. Die Berufsaussichten sind ziemich vielfaeltig, gut bezahlt, und obendrein sind "Industrial Engineers" in Neuseeland auf der longterm skill shortage list aufgefuehrt, was einem ein Arbeits-Visum so gut wie garantiert. 

 

Vielen Dank Markus und kurtchen, beide Beitraege/Fragenstellungen haben mir sehr beim Denken geholfen! 

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Eines möchte ich noch zu bedenken geben: Fernstudierende sind häufig Personen, die im jeweiligen Arbeitsfeld eine einschlägige Ausbildung gemacht haben und mindestens einige Jahre Berufserfahrung haben. Die rüsten dann parallel zu ihrer Berufstätigkeit vertieftes Theoriewissen nach und in dieser Kombination kann das von Arbeitgebern natürlich auch wertgeschätzt werden. Dein Profil sähe allein mit dem Studium natürlich anders aus. Und Engineering ist ja ein Fachgebiet, dass auf praktische Problemlösung abzielt.

 

Ich habe mir das Curriculum des Studiengangs einmal angesehen. Das ist ja ein Mix aus BWL, Informatik und ein bisschen Elektrotechnik, der auf Felder wie Internet of Things (IOT) und Smart Devices abzuzielen scheint. Ich würde zuschauen, ob du während des Studiums zumindest relevante Praktika machen kannst. Wenn ich das recht verstanden habe, kann fakultativ ja auch ein Praxisprojekt belegt werden. Das wäre natürlich gut, wenn sich im Rahmen eines Praktikums oder einer studienbegleitenden Tätigkeit eine Möglichkeit für so ein Projekt ergäbe.

 

Bei einem reinen Online-Studium ohne vorzeigbares Projekt wäre ich skeptisch, ob sich die durch den Abschluss erhofften Möglichkeiten auch tatsächlich bieten.

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In den USA ist es absolut normal ein Online Studium zu absolvieren, besonders fuer Frauen, und es ist voellig gleichwertig zu einem Praesenz-Studium. Die Vorraussetzung zu diesem Studiengang ist schliesslich ein Abitur und nicht zwingend eine Berufsausbildung, und am Ende sind 180 ECTS eben 180 ECTS, ob online oder im Hoersal. Hier jedenfalls. Aber Quereinsteiger gibt es schliesslich auch in Deutschland. Andere Laender, andere Sitten schaetze ich.

 

Wie oben bereits gesagt, habe ich bereits einen Teil eines deutschen Maschinen Bau Praesenzstudiums an einer Berliner Hochschule absolviert, und der Fokus der IUBH Studiums auf den digitalen Aspekt in der Fertigung gefaellt mir ziemlich gut. Berufserfahrung ist natuerlich wichtig, da stimme ich dir schon zu!

 

Was meinen Kommentar bezueglich der Neuseelaendischen longterm skill shortage list betrifft, wird in diesem besonderen Fall ein 3-year degree mit Abluss Bachelor of Engineering (Industrial Engineer) gesucht, und Berufserfahrung ist laut dieser offiziell vom government veroeffentlichten Liste nicht erforderlich. Fuer viele Berufe auf dieser Liste wird wenigstens 3 Jahre fachliche Berufserfahrung anschliessend NACH bestandenem Studium gefordert, also hilft einem da eine berufsbegleitende Arbeit ja auch nicht unbedingt. Fuer Industrial (oder manche andere) Engineers gilt dieses nicht. Es muss wohl eine ziemlich grosse Knappheit geben *schulterzuck*. Kann sich mit den Jahren natuerlich aendern, aber mein Mann ist auf seine eigene Weise qualifiziert also brauchen wir meine "Hilfe" dabei ueberhaupt nicht. Es ist eben nur mein privater Wunsch und wohl auch eine gute Idee sich vernuenftig auszubilden. 

 

Vielen Dank noch mal fuer dein Einwiegen!! Genau das habe ich mir von dem Posting hier erhofft. LG!

Bearbeitet von dievicky
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Falls Du Dich für ein Studium entscheidest, wäre es schön, wenn Du im Forum über Deine Erfahrungen berichtest. Es gibt hier die Möglichkeit, einen Blog anzulegen.

 

Spannend wären z.B. Deine Erfahrungen mit der Anerkennung von Vorleistungen aus Deinem abgebrochenen Studium. Aber natürlich auch Infos zum Studienablauf, den Themen der Module und der Studienorganisation. So etwas hilft anderen Leuten, die die Möglichkeit eines Fernstudiums erwägen. Die Hochschulen informieren aus Anbieterperspektive. Was viele Studieninteressierte dringend suchen sind Informationen aus Nutzerperspektive.

 

In deinem Fall kommt noch ein besonderer Aspekt hinzu: Fernstudium aus ganz großer Ferne.

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Da Du den Zielarbeitsmarkt noch nicht genau definieren kannst (Spanien, Neuseeland oder Deutschland, vielleicht noch etwas anderes) würde ich bei dem Studium auf möglichst große internationale Anerkennung achten und darauf, dass man die Inhalte auch außerhalb eines bestimmten Landes nutzen kann. Z.B. wirst Du als deutscher Jurist in Neuseeland wahrscheinlich Schwierigkeiten haben. Da Du gut englisch kannst bieten sich ja durchaus auch englischsprachige Unis an. Beispielsweise haben australische Fernunis eine Anerkennung in Deutschland aber auch in den Commonwealthstaaten. Das war seinerzeit für mich einer der Gründe an der USQ zu studieren.

 

Mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium hast Du vermutlich in Deutschland und Neuseeland gute Chancen in Spanien bin ich mir da derzeit etwas unsicher. Wenn Du über Deinen Mann in das Wunschland kommst kannst Du dort ja sicher auch entsprechend arbeiten auch wenn Du z.b. die drei Jahre Erfahrung noch nicht hast.

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