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M. Sc. Technology and Innovation Management


Lanigiro
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Hallo zusammen,

 

ich trage mich nun schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken ein Fernstudium aufzunehmen und hatte gehofft hier einige Meinungen zur richtigen Studienwahl zu erhalten. Ich hoffe ihr könnt mich hier mit eurer Expertise auf die richtige Spur bringen :)

 

Zu mir - ich habe zuvor einen B.Sc. in int. BWL (Uni) abgeschlossen und während der Auslandssemester in Frankreich ein Diplôme Universitaire in Int. Management (Abschluss auf Bachelor Niveau) gemacht. Aktuell arbeite ich mit diesem Background im Vertriebinnendienst.

 

Ich habe mir in den Kopf gesetzt diese Basis mit einem Master zu ergänzen. Zum einen für mich prsönlich als "Abschluss", zum anderen um mir weitere Karriereperspektiven zu eröffnen und drittens um eventuell einen neuen Fachbereich abzudecken.

 

In vielen Stellenausschreibungen die für mich interessant sind (Projektmanagement, techn. Vertrieb) wird derzeit ein technisches Studium gefordert, oft mind. Wirtschaftsingenieurwesen. Daher mein Gedanke, den Master in diese Richtung zu wählen, sprich die technische Seite etwas abzudecken. Ja, die Idee ist nicht neu :) Daneben bin ich auch persönlich technisch interessiert und würde es begrüßen in so einer Umgebung zu arbeiten.

 

An der WBH wird  ein Master WIng auch für Wiwis angeboten, allerdings befürchte ich, dass diese Kombination nicht der beste Weg ist. Ohne technischen Hintergrund plötzlich Master in WIng könnte wenig glaubwürdig sein, vermutlich würden im Zweifel immer vollwertige WIng vorgezogen werden.

Ob es für eine Schnittstellenfunktion (die es ja auch sein soll) reicht? Vielleicht. Zweifel habe ich definitiv, im Grund werden hauptsächlich technische Themen aus dem WIng Bachelor abgehandelt plus etwas Technisches Management.

 

Aufgrund dieser Überlegungen habe ich mir den M. Sc. Technology and Innovation Management genauer angesehen. Hier geht es eher um Management Themen, die in Kombination mit meinem Bachelor sinnvoller und vermutlich auch glaubwürdiger sind (Int. Management, Quality Management, Inno. Management, Six Sigma, Technology Management, R&D...).
So könnte ich einen Schritt in die technische Richtung machen und ein gewisses Verständis (ohne tieferes Ing. Wissen) erwerben. Die Inhalte halte ich auch für Wiwis sinnvoll, insb. Quality, Six Sigma, Techn. Management. Einzig die Vertiefungen sind sehr speziell (Materials Science, Software Technology oder Energy Engineering). Außerdem ist das Programm komplett auf Englisch, was ich begrüße und sicher als weitere Qualifikation zu sehen ist.

 

Bringt mich das weiter oder studiere ich mich so doch ins Abseits und sollte doch bei meinen Leisten bleiben und auf einen Master BWL International setzen?

 

Langer Rede kurzer Sinn - ich freue mich über jede Meinung zu meinen Überlegungen und beantworte gerne weitere Fragen.

Vielen Dank fürs Lesen und im Voraus für jede Antwort!

 

 

Bearbeitet von Lanigiro
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Hi Lanigiro,

 

nach meinem technischen Bachelor (ET & IT) bin ich nun am Master Innovations- & Technologiemanagement dran (halt das deutsche Pendant zu deinem möglichen Master :)  )

In diesem Master bekommst du keinerlei technische Tiefe gelehrt. Wenn du aktuell einen Widerstand von einem Transistor nicht unterscheiden kannst, dann bekommst du das durch diesen Master auch nicht heraus. ;-)

 

Der Fokus liegt (wie du es schon geschrieben hast) klar im Management an sich (Prozessverbesserung, Führungsstile, TQM, EFQM, 6s).

 

Ich muss sagen, dass ich es gut finde, vom Bachelro die technische Seite kennengelernt zu haben, um besser beurteilen zu können, warum es an so manchen Stellen (ich sag nur FuE-Projekte) halt länger dauert. Und dafür ist dieser Master da (bessere Planbarkeit und dergleichen).

 

Beim Durcharbeiten des Masters Innovation & Technology Management wirst du halt ein paar Abstriche in puncto "technisches Interesse" machen müssen. Dieses Wissen könntest du dir allerdings sukzessive in der Praxis aneignen. Ich denke, dieser direkte Kontakt zum technischen Bereich im späteren Beruf wäre dir durch diesen Master nicht unbedingt verwehrt.

Ich arbeite viel im technischen Bereich (Ingenieur im FuE-Team), aber muss mir zusätzlich Gedanken machen, wie die Vorgänge optimiert werden können.

 

Die Intensität der Technik beim Master Wirtschaftsingenieurwesen für Wiwis ist jetzt schwer einzuschätzen. Kann sein, dass es gut läuft, kann aber auch sein, dass die Automatisierungstechnik (hab mal grad nachgeschaut) totzdem viel voraussetzt, oder du halt länger dran büffeln musst.

 

Der Master BWL International kann dich auch weiterbringen, keine Frage, dann wirst du allerdings (so denk ich mir) null mit Technik in Berührung kommen, sondern ausschließlich im Büro tätig sein und Zahlen hin und her schubsen.

Mir persönlich wäre dieser Master doch etwas zu langweilig (das Studium an sich und die Möglichkeiten danach).

 

Unterm Strich:

 

Ich meine zwischen deinen Zeilen das größere Interesse an dem M. Sc. Technology and Innovation Management zu lesen :)  Beim BWL-Master klingt es für mich eher so wie "ich muss das wohl machen, weil es halt reibungslos auf den Bachelor passt". Ich denke, du machst nichts falsch, wenn du aufbauend auf deinen Wiwi-Bachelor noch den Innovation&Technology-Master dran hängst.

 

 

Bearbeitet von MichiBER
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Ich habe das studiert - vorher bereits Maschinenbau -  und kann dir sagen: im Bereich Innovationsmanagement werden nur wenige Experten gesucht. Wenn überhaupt, dann nur mit Berufserfahrung. Dieses Innovationsmanagement-Studium selbst wird sehr oft vom Personaler nicht honoriert, vom möglichen Vorgesetzten sogar als negativ gesehen, da diese "oft andere Vorstellungen von der Arbeit haben", so der Originalton.

Leider mehrfach so erlebt in größeren Firmen. Habe das mündlich als auch schriftlich erhalten als Rückmeldung.

Hatte als Konkurrenten um eine Führungsposition, welche mit Dr. Ing  im Titel, die damit promoviert haben und in der Uni im Hochschulbereich angewendet hatten. Konkurrenz somit zum Teil sehr groß und sehr gut!

In einem Ingenieurentwicklungsbüro konnte ich das Studium einige monatelang sehr gut nutzen. Businessplan erstellen, Patente bewerten, Vertriebsthemen etc. War der einzige der das im Unternehmen konnte, nur im Unternehmen war auf Dauer kein Blumentopf zu gewinnen. Bin dann weggegangen.

 

Fakt ist: Innovationsmanagement interpretiert leider für sich jeder anders, diese gilt leider auch  für die höchsten Chefetagen! 

Beispiel 1: Das werden in Schulungen für Ingenieure alte Produkte des Unternehmens montiert als interne Schulungsmaßnahme - was an für sich gut ist, um das Produkt kennenzulernen - und dann gefragt, wie """innovativ die Gruppe dann das montiert hat""". 

Habe daraufhin auch einen Direktor dazu gefragt, er kannte die Definitionen der Innovationen nicht, in der Schulung ging es allerdings auch um Innovation... Andere Führungskräfte die uns Schulen sollten, leider das gleiche Ergebnis.

Oder andere (eigentlich hält sich jeder für innovativ..)  halten sich für sehr innovativ, haben allerdings kein einziges Patent...weil so teuer oder sonst einen Grund dagegen.

 

Wie oben bereits erwähnt: technisch ist nichts im Studium zu finden. 

Zum Titel: du bist danach kein Wirtschaftsingenieur!

 

Zu meinen damaligen Kommilitonen: habe bei vielen den Werdegang Jahre später auch verfolgt, nur ganz ganz wenige konnten die Themen nutzen. Der Rest nutzt es halt nicht beruflich.

Bei mir bringt es eine höhere Einstufung im IG-Metalltarif, somit ganz nett.

 

Tipp: wenn dich einige Themen sehr interessieren und dich weiterbringen, dann hole dir alternativ nur die Kurse der WHB dazu, so sparst du Geld und Zeit. Willst du dann immer noch weiter machen für ein Studium, dann wird das durch die WHB zeitlich und finanziell angerechnet.

 

Bearbeitet von der_alex
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Lanigiro,

 

nur so viel, um deinen Geist mal zu erweitern: Mein aktuelles Fernstudium habe ich passend zum Arbeitgeber gewählt - nicht passend zu meinen "Vorabschlüssen". Dadurch fällt dem Arbeitgeber die Finanzierung leichter und mein Interesse geht mittlerweile sowieso mehr in diese Richtung.

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